Antwort von
nach 16 Stunden
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Re: Geschäftsbanken vs. Investmentbanken
Hallo,
in letzter Zeit hört man immer wieder von der Forderung, die Banken in Geschäfts- und Investmentbanken aufzusplitten.
Man hört nicht nur in letzter Zeit immer wieder alle möglichen Forderungen.
Wenn ich es recht verstehe, sollen dann die Investmentbanken weiterzocken können und wenn sie sich verzockt haben gehen sie schlimmstenfalls in die Pleite, ohne die Geschäftsbanken mitzureissen und damit eine Bankenkrise aaauslösen. Ist dieses Geschäftsmodell schlüssig und praktikabel, könnten so künftig Bankenkrisen, wie sie derzeit durch verzockte Banken im 2 Jahres Turnus auftreten, verhindert werden?
Mal überlegen. Welche Banken hatten in der letzten krise sehr große Probleme? Wenn ich es mal kurz auf Deutschland beschränke, dann waren das die Landesbanken. Und dann fällt mir als prominentestes Beispiel die HRE ein. WAar/ist das eine Investmentbank? Nö.
Daneben scheint es ja Investmentbanken bzw. Geschäftsbereiche zu geben, die auch so klar kommen. Das Problem bei solchen plakativen Forderungen ist, wohl, dass die Forderer selbst nicht wissen, wie Geschäftsbanken und Investmentbanken sinnvoll voneinander abgegrenzt werden sollen.
Für Otto-Normalverbraucher wird es im Grunde auch egal sein, ob er seinen Spargroschen bei der nächsten Sparkasse (= Geschäftsbank?) auf ein Sprabuch bringt und die Sparkasse dann dieses Geld irgendwo investiert (=ist das dann schon Investmentbanking?) oder ob er es direkt in irgendein Finanzprodukt investiert.
Wichtiger ist, dass die Risiken, die Banken mit fremden Geld eingehen, auch angemessen gedeckt sind. Naja, und überwacht werden muss das Ganze auch noch, wozu dann auch ein konsequentes Reagieren auf verstöße gehören würde. Und da schließt sich dann langsam der Problemkreis. Wie Griechenland zeigt, sind konsequente Reaktionen auf Verstöße nicht gerade eine Stärke der Politik.
Grüße