EWG / Türkei

Von: , Frage gestellt am Do, 23. Sep 2004

Hallo

Die EWG will mit der Türkei nun Eintrittsgespräche aufnehmen. Ich frage mich wieso immer noch Kurden und Türken Asyl begehren. Dies obwohl, lt. EWG, die Menschenrechte respektiert werden. Wer es glaubt wird selig!
Dass die Türkei ein Fass ohne Boden ist, braucht kaum speziell erwähnt zu werden. Wie wär's mit einem Solizuschlag für die Türkei?
Im Bildungswesen erreicht sie bei weitem nicht den Stand Süditaliens. Und der ist bedenklich niedrig. Man stelle sich vor: die EWG finanziert Koranschulen......
Mein Vorschlag wäre, die EWG-Kommission auf eine Querfeldeinreise besser: Abenteuerreise, östlich von Ankaras Richtung Syrien zu schicken - sie hätte mehr als nur Bedenken , die kämen mit Horrorvorstellungen, gemildert durch eine herzlichen Gastfreudschaft, zurück. (Ich kenne auch diesen Teil der Türkei)
Auch frage ich mich, wieso die EWG wegen Nordcypern keinen Druck ausübt, die Besetzung durch die Türkei war und ist völkerrechtswidrig.

Gruss
P.

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: EWG / Türkei

    Hi! Die EWG [...]
    Dies obwohl, lt. EWG, [...]
    die EWG finanziert Koranschulen...... [...]
    Mein Vorschlag wäre, die EWG-Kommission [...]
    Auch frage ich mich, wieso die EWG [...]
    Ein bißchen spät dran, oder?

    Seit dem Vertrag von Maastricht (Dezember 1991) gibt es keine "EWG" mehr.

    http://www.lexikon-definition.de/Europaeische-Wirtsc...

    Grüße
    Heinrich

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Re^2: EWR / Türkei

      Hallo Heinrich

      Danke für die Korrektur. Ich weiss nicht, welcher Teufel mich geritten hat.
      Vielleicht war es der Lesestoff, der zu diesem Aussetzer führte.

      "Das EG-Trugbild. Dokumente und Analysen eines Machtkampfes" von Willy Futterknecht.

      P.

  2. Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
    kleine Ehrenrettung für die Türkei

    Hallo Peter, Auch frage ich mich, wieso die EWG wegen Nordcypern keinen
    Druck ausübt, die Besetzung durch die Türkei war und ist
    völkerrechtswidrig.
    Hier ist Griechenland für zuständig.
    damals versuchten die Griechen die Türken militärisch anzugreifen (auf Zypern). Nur dass die Türkei stärker war und siegte. Und da sie es leid waren, dauernd ihre landsleute vor den Übergriffen der Griechen zu schützen, teilten sie das Land.
    Darunter haben auch die Türken Zyperns gelitten. Doch war das die einzige Lösung.
    der orthodoxe Oberpfaffe (ich habe den Namen vergessen) und eine Gruppe junger Offiziere vom griechischen Festland waren die Antreiber.
    Grüße
    Raimund

    • Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
      Re: kleine Ehrenrettung für die Türkei

      Hallo Hier ist Griechenland für zuständig.
      Nein, der griechische Teil Cyperns ist ein selbständiger Staat und EU-Mitglied. damals versuchten die Griechen die Türken militärisch
      anzugreifen (auf Zypern).
      Stimmt nicht.
      Schon vor der Unabhängigkeit wütete ein brutaler Bürgerkrieg. Auf Seite der Griechen die Terrororganisation EOKA. aif Seite der Türken die ZMT. Nur dass die Türkei stärker war und
      siegte. Und da sie es leid waren, dauernd ihre landsleute vor
      den Übergriffen der Griechen zu schützen, teilten sie das
      Land.
      Ab 1964 standen UNO-Truppen im Land Darunter haben auch die Türken Zyperns gelitten. Doch war das
      die einzige Lösung.
      Die Griechen kein bisschen weniger. 200'000 Griechen wurden von Norden in den Süden umgesiedelt. Die Türken machten den umgekehrten Weg. Im Trodos-Gebirge findet man noch heute aufgelassene Siedlungen von Türken. der orthodoxe Oberpfaffe (ich habe den Namen vergessen)
      Erzbischof Makarios hiess dieser Kriegsherr eine Gruppe junger Offiziere vom griechischen Festland waren
      die Antreiber.
      auf dem (und nicht "vom*, wäre eine Falschaussage) griechischen Festland waren die Obristen anzutreffen
      Nicht junge Offiziere, die Obristen waren es, die den griechischen Cyprioten zu Hilfe kommen wollten. Von der UNO abgeblockt.

      PS Deine Artikel zeichnen sich öfters durch Falschaussagen aus. Auch in Sachen Recherche ist mir bisher noch nichts aufgefallen - nur kopierte, passende Artikel aus dubiosen Quellen

      Gruss
      Mäni, der sich nun wieder für längere Zeit aus diesen Brettern verabschiedet - die Substanz ist es.

      • Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
        Re^2: kleine Ehrenrettung für die Türkei

        hallo scriptor,
        dann weißt Du mehr, als damals die gesamte Presse.
        Grüße
        Raimund

        • Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
          Re^3: kleine Ehrenrettung für die Türkei

          hallo scriptor,
          dann weißt Du mehr, als damals die gesamte Presse.
          Grüße
          Raimund
          damals? gesamte Presse? Ich würde sagen, dass Du nicht die gesamte Presse zu dem Thema kennen kannst, deswegen ist dein Beitrag auch sehr undifferenziert und lückenhaft.
          Und wenn 2 das sagen, dann solltest Du zumindest noch mal nachforschen, ob da doch noch was fehlt.

          Und man sollte auch nicht nur einer Berichterstattung vertrauen, welche immer durch eigene innerpolitische Interessen beinflusst ist.

          Gruß
          Barbara

  3. Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
    Millionen zusätzliche Bauern

    Hallo Peter,

    wir brauchen in der EU dringend noch ein paar Millionen zusätzliche Bauern, welche dann Subventionen erhalten.
    http://www.welt.de/data/2004/02/16/238781.html

    Wie viel Millionen es letzten Endes sind ist eigentlich egal, aber die Türkei möchte sicherlich nicht auf einen Teil ihrer Souveränität verzichten, weil dort so viele gute Europäer leben.

    Über die Bildungschancen für Mädchen, insbesondere im Osten der Türkei brauche ich wohl, wie auch zu den Menschenrechten nichts zu schreiben.

    Vielleicht darf man ja mal fragen welchen Nutzen die Türkei für die EU bringt. Mir fällt außer der geostrategischen Lage nichts ein.
    Ich lasse mich hier aber gerne eines besseren belehren.

    Gruß, Joe

  4. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: EU / Türkei

    Hallo,

    man sollte m. E. das "Auf-die-Türkei-Schlagen" seinlassen.

    Ich bin auch gegen den Beitritt der Türkei, aber aus anderen Gründen. Ich glaube, dass eine EU, die sich so aufbläht ohne sich von innen erst einmal zu reformieren, mittelfristig implodieren wird.

    Dieses Bündnis der Egoisten, die aus einem Topf bedient werden wollen, kann nicht gutgehen.

    Ob mit oder ohne Türkei...

    Gruss
    Lothar

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Richtig!!

      hallo Lothar,
      ein solches Gebilde wie die EU muss langsam und sicher wachsen.
      F + D + Benelux + Italien + Dänemark + Finnland hätte genügt. Die erst mal zu einem Staat zusammenwachsen lassen und dann erst andere aufnehmen.
      Oder man versteht sich nur als Freihandelzone, dann sollte man aber auch die großen Sprüche vom Staat Europa lassen. Ebenso die finanzielle Unterstützung dieser Staaten.
      An diesem explosionsartigem Anwachsen und den vielen Handaufhaltern wird das Gebilde bald wieder kaputt gehen. Ich glaube fast, D hätte die DM im stillen Kämmerchen bunkern sollen. Dann wäre bei einem Auflösen der EU schon mal eine eigene Währung wieder vorhanden.
      Die "alten" Staaten der EU (aus Montanunion und EWG) sollen hier aufstrebenden Staaten finanzieren. Was bringt uns Malta? Polen? Estland, usw.? Ganz zu Schweigen von der Türkei. Dass dort nette Menschen Leben ist wirtschaftlich uninteressant.
      Frankreich und Deutschland sind in die richtige Richtung gegangen, z.B. mit dem gemeinsamen Militär (wie sagt man dazu: Battalion? Garnison?). England hat hier z.B. nichts zu suchen. Wer schon von Anfang an Sonderrechte fordert, sollte ausgeschlossen werden. Sollen sich doch dann an die USA anschließen. Doch die wollen auch keine Quertreiber. Entweder man versucht zu einem Staat zusammen zu wachsen oder lässt es sein. Ein Mittelding gibt es nicht. Klar, allen fällt es schwer, auf lieb gewordene Eigenarten zu verzichten. Mir würde es überhaupt nicht schwer fallen, wenn der oberste Staatführer (Kanzler, Präsident, oder wie man ihn nennen will) französisch spricht. Gut muss er sein, das ist wichtig. Muss halt mein Schulfranzösisch wieder ausgraben und erweitern. Wo liegt das Problem?
      Vive Europe, vive la Republique (frei nach DeGaule) *g*
      Raimund



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