Ausländer als Parteienmitglieder

Von: , Frage gestellt am Mo, 25. Feb 2002

Inwieweit können Ausländer Mitglieder von Parteien sein?

Wo kann man das (möglichst im Netz) noch mal nachlesen?

Wär euch superdankbar für eine baldige Antwort!!!

Jenny

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
    Re: Ausländer als Parteienmitglieder

    Hi Jenny,

    die Aufnahmebedingungen findest Du in den Satzungen der jeweiligen Parteien, natürlich auch im Internet.

    Ich hab mich mal kurz umgeschaut und habe bei den "Großen" folgendes gefunden:

    CDU / CSU / FDP:

    Nur deutsche Staatsbürger und EU-Ausländer können Mitglied werden.

    SPD / Grüne: Jeder, der Mitglied werden will, kann das auch

    und nur so zum Vergleich mal die Republikaner:

    Mitglied werden kann nur ein Deutscher (steht tatsächlich so drin.)

    Gruss
    Feanor

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Ausländer als Parteienmitglieder

      Und ich? IIsch biin ein Bärliner. Darf ich Mitglied in der NPD werden?

      Es war schon immer mein Wunsch für den Verfassungsschutz (für Rechts und Ordnung) tätig zu sein.

      Gruß

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Ausländer als Parteienmitglieder

      Hallo Feanor,
      und nur so zum Vergleich mal die Republikaner:

      Mitglied werden kann nur ein Deutscher (steht tatsächlich so
      drin.)
      ich kann mir sowieso nicht vorstellen, dass ein Ausländer ernsthaft Mitglied dieser Partei werden möchte....


      Gruß
      Camilla

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Ausländer als Parteienmitglieder

        Hallo! und nur so zum Vergleich mal die Republikaner:

        Mitglied werden kann nur ein Deutscher (steht tatsächlich so
        drin.)
        ich kann mir sowieso nicht vorstellen, dass ein Ausländer
        ernsthaft Mitglied dieser Partei werden möchte....
        Doch, ich habe mal in den Medien etwas über einen Kanadier gelesen, der hier, wenn er könnte, die REPs wählen würde. Seine ebenfalls ausländische Frau auch. In Frankreich wählen wohl relativ viele portugíesichstämmige Personen die FN...
        Ausschließen würde ich es nicht, wenn ich z.B. denke, wie ein italienischer Mitschüler von mir über Türken redet.

        MfG, Car

        • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
          Re^4: Ausländer als Parteienmitglieder

          Ich glaube, es gab da auch mal einen arbeitslosen Österreicher, der gerne Mitglied in einer solchen Partei werden wollte.

          So genau nehmen die es mit der Staatsangehörigkeit doch nicht, schließlich sind gerade solche Menschen in der ganzen Welt zu Hause... (oder wären es zumindest gern bzw. benehmen sich entsprechend).

          • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
            Re^5: Ausländer als Parteienmitglieder

            Hallo,

            ich vermag nun nicht zu erkennen, was dieser Österreicher mit den heutigen Parteien und deren Möglichkeiten zu Beitritten zu tun haben soll.

            Zuerst einmal sind Parteien in ihren Statuten frei von der Entscheidung, wen sie aufnehmen oder nicht.

            Sinn macht es auf jeden Fall, wie es CDU/CSU und FDP handhaben, dass EU-Bürger Mitglieder werden können. Wählbar in ein Parlament sind diese Mitglieder trotzdem nicht.

            Die SPD lässt meines Wissens auch Mitbürger zu, die zwar in Deutschland wohnen, aber noch die ausländische Staatsangehörigkeit haben. Dasselbe bei den Grünen.

            Wobei dies letztlich dann nichts damit zu tun hat, dass diese Mitglieder - sofern sie keine deutsche Staatsangehörigkeit haben - nicht in ein Parlament können. Unser Wahlrecht schreibt ausdrücklich nur Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit vor. Und dies ist so auch richtig. Weltweit gilt die Regel, dass nur Staatsbürger in ihrem Land in ein Parlament können.

            Die REP und die NPD lassen nur deutsche Staatsbürger zu. Der berühmten bayrischen DVU sagt man sogar nach - in der Satzung steht es nicht - dass diese sogar nach der Prüfung nur Deutsche zulässt, deren Eltern schon Deutsche sind.

            Und dann gibt es ja auch Splitterparteien, die lassen zwar Deutsche und/oder EU-Bürger zu, aber stellen Bedingungen an die Mitgliedschaft. z.B. geistige Haltung, religiöse Haltung. Dies ist erlaubt. Dass beispielsweise die ( als Beispiel gedacht) "Partei der bibeltreuen Christen" keine Atheisten aufnimmt, dürfte wohl verständlich sein.




            Weshalb gerade Arbeitslose oder Österreicher es nicht so genau nehmen und in der ganzen Welt zu Hause sind ( oder wie Du meinst, es gerne wären) halte ich für mehr als nur ein Vorurteil.

            Gruss Günter [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
              Re^6: Ausländer als Parteienmitglieder

              Eigentlich bezog ich mich nur auf die NSDAP Nachfolgeparteien und Ihre Mitglieder (eben jene, die in Verdacht stehen oder standen, verfassungswidrig zu sein).

              Die Vorbildpartei (die NSDAP) hat den damals arbeitslosen Österreicher Adolf Hitler beitreten und später sogar Spitzenkandidat werden lassen.

              Die Mitglieder solcher Parteien und die Gesinnungsträger antisemitischer und anti-ausländischer Propaganda sind für mich überaus stumpf. Nicht selten ist solch Gesinnung durch ein Persönlichkeitsdefizit begründet.

              Was es mit der Konsequenz solcher Persönlichkeiten auf sich hat, wollte ich durch meine Aussage eigentlich angreifen:

              Zwar breiten die rechten Kameraden ellenlange Statuten über "Ariernacweise" aus, differenzieren dann aber doch zwischen "unterschiedlichen Sorten" an Ausländern.

              Man könnte als Außenstehender den Eindruck gewinnen, daß diese Haltung generell nur gegen "Andersartige" geht - d.h. gegen solche Menschen, die sich durch Ihre äußerlichen Merkmale oder Ihre Heimatkultur allzu sehr von der eigenen Person unterscheiden.

              Will sagen: Unter Umständen könnte ein "rechter" Amerikaner, Brite oder EU Bürger garantiert Mitglied einer solchen Partei werden, ein Deutscher, dessen Eltern beispielsweise aus der Türkei kommen, aber eher nicht (selbst wenn er wollen würde).

              Ich finde auch, daß die Anhänger solcher Parteien in der Öffentlichkeit als "häßliche Deutsche" auftreten. Eine Korrelation solcher "Persönlichkeiten" zu Attributen wie "feist", "plump" o.ä. ist stark positiv.

              Ein solcher Mensch fühlt sich auch in fremden Ländern stets zu Hause - und benimmt sich entsprechend. Ein Respekt vor der fremden Kultur fehlt meist ganz, geschweige denn irgendein Interesse. Man erwartet von den heimischen Menschen, daß sie sich den eigenen kulturellen Merkmalen anpassen - schließlich "frisst der Bauer nicht, was er nicht kennt".

              Also Eisbein mit Sauerkraut unter noch so tropischer Sonne - und natürlich bei allen Mahlzeiten bitteschön mit kurzer Hose.


              _

              PS. Was die aktive Beteiligung von ausschließlich Deutschen im Parlament anbelangt, bin ich mir nicht sicher, ob dies in den heutigen Zeiten noch richtig ist. Schließlich dürfen Ausländer in Deutschland leben und arbeiten, aber nicht die politische Struktur unseres Landes aktiv oder passiv mitbestimmen?

              Meiner Meinung nach sollte jeder, der langfristig in einem Land lebt, für die Zeit des Aufenthaltes die Rahmenbedingungen mitbestimmen.

            • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
              Ausländer wahlberechtigt

              Hallo Patrick, PS. Was die aktive Beteiligung von ausschließlich Deutschen im
              Parlament anbelangt, bin ich mir nicht sicher, ob dies in den
              heutigen Zeiten noch richtig ist. Schließlich dürfen Ausländer
              in Deutschland leben und arbeiten, aber nicht die politische
              Struktur unseres Landes aktiv oder passiv mitbestimmen?

              Meiner Meinung nach sollte jeder, der langfristig in einem
              Land lebt, für die Zeit des Aufenthaltes die Rahmenbedingungen
              mitbestimmen.
              Bei Kommunalwahlen besteht sowohlein aktives als auch ein passives Wahlrecht für Ausländer. Sie müssen einige Bedingungen bzgl. Aufenthalt erfüllen (einige Jahre ?2? hier in D gemeldet sein.
              Bei Landtagswahlen bin ich mir nicht sicher, wie es geregelt ist. Bei Bundestagswahlen gibt es mindestens kein passives Wahlrecht für Ausländer.

              Tschuess Marco.

            • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
              Re: Ausländer wahlberechtigt

              Bei Kommunalwahlen besteht sowohlein aktives als auch ein
              passives Wahlrecht für Ausländer. Sie müssen einige
              Bedingungen bzgl. Aufenthalt erfüllen (einige Jahre ?2? hier
              in D gemeldet sein.
              Ein hier lebender EU-Bürger ist bei Kommunalwahlen automatisch wahlberechtigt. Bei Bundes- oder Landtagswahlen ist er es nicht. Bei Wahlen zum Europäischen Parlament, muss er die Wahl hier erst beantragen, damit die Wahlbehörden veranlassen können, dass er aus dem Wahlverzeichnis des anderen EU-Landes gestrichen wird (um Doppelzählungen zu vermeiden).



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