Medienpräsenz der Kirche

Von: , Frage gestellt am Mi, 12. Jun 2002

Hallo!

In Nachrichten von heute kam kurz eine Meldung, die dann von keinem Sender weiter verbreitet wurde. Ich gebe diese Nachricht unten weiter (sonst verschwindet sie bald...), dazu aber meine Fragen an Kenner:

Hat christliche Kirche in Deutschland nicht genug Lobbyunterstützung? Warum wird dieser Beitrag verschwiegen? Ist es denn die Meinung eines unbedeutenden kleinen Kirchenrates oder die Stimme der Kirche?

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Rassismus - Bischöfe rufen Politiker zu Mäßigung auf

Frankfurt/Main (AP) Die christlichen Kirchen befürchten, dass im Bundestagswahlkampf fremdenfeindliche Stimmungen genutzt und gezielt geschürt werden. Der Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Woche der ausländischen Mitbürger, ANZEIGE

Jörn-Erik Gutheil, kritisierte am Mittwoch vor allem den Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber. Dessen Haltung zum Zuwanderungsgesetz sei ein «Salto rückwärts» für die Integration ausländischer Mitbürger.

Aber auch die jetzige Regelung der rot-grünen Bundesregierung gehe nicht weit genug, sagte Gutheil, der Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche im Rheinland ist. In einer gemeinsamen Erklärung zu der am 29. September beginnenden Aktionswoche forderten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann und der Griechisch-Orthodoxe Metropolit für Deutschland, Augoustinos, die Politiker auf, im Wahlkampf «alles zu unterlassen, was ausländerfeindlichen Stimmungen Vorschub leisten könnte».

Deutschland brauche Zuwanderer, um die sozialen Sicherungssysteme langfristig zu sichern, betonte Gutheil. Gleichzeitig müsste den Migranten bessere Integrationsmöglichkeiten geboten und die Position der illegalen sowie geduldeten Einwanderer gestärkt werden. Dies erfordere ein Umdenken und einen Anpassungsprozess auf beiden Seiten. «Die homogene Gesellschaft war schon immer eine Lüge», so Gutheil. Die Politik habe lange gebraucht, um das zu akzeptieren. Nun gelte es die Erkenntnisse zu Gleichstellung ausländischer Mitbürger umzusetzen.

Scharf kritisierte Gutheil den stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Jürgen Möllemann. Dessen Verhalten sei «unerträglich», sagte er im Hinblick auf den Antisemitismus-Streit Möllemanns mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Überraschend sei, dass die FDP mit antisemitischen Ressentiments spiele. Die Übergänge zwischen Antisemitismus und Rassismus seien fließend. Obwohl Juden nicht zur eigentlichen Zielgruppe der «Interkulturellen Woche» gehören würden, sei es Aufgabe der Kirchen, klare Position zu beziehen, wenn Minderheiten diffamiert würden, betonte Gutheil.

Er kündigte an, dass ab Anfang September zahlreiche Kirchengemeinden gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit demonstrieren würden. Während der am 29. September beginnenden Woche für ausländische Mitbürger (Interkulturelle Woche) soll unter dem Motto «Rassismus erkennen - Farbe bekennen» für Solidarität mit Migranten geworben werden.
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Gruß

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    dämlich formulierte Meldung

    Hallo peet,
    In Nachrichten von heute kam kurz eine Meldung, die dann von
    keinem Sender weiter verbreitet wurde. Ich gebe diese
    Nachricht unten weiter (sonst verschwindet sie bald...), dazu
    aber meine Fragen an Kenner:

    Hat christliche Kirche in Deutschland nicht genug
    Lobbyunterstützung?
    Die Kirche hat in D keine Meinungsmacht. Kein Wunder bei max. 5 % aktiven Christen. Warum wird dieser Beitrag verschwiegen?
    s. Titel Ist es denn die Meinung eines unbedeutenden kleinen
    Kirchenrates oder die Stimme der Kirche?
    Wenn selbst Du diese Frage stellst, dann gilt mein Titel erst recht.

    Begründung: die fett herausgehobenen Herren die obersten Repräsentanten der zwei Grosskirchen, dazu dass kommt das Oberhaupt der griech.-orth. in D
    Anstatt den Text mit diesen Herren anzufangen, wird das Anliegen von einem eher untergeordneten, allerdings mit der Sache befasste, Abteilungsleiter einer ev. Landeskirche vorgetragen. Ich wette, 50 % der Rezipienten sind weggedämmert, bevor die Repräsentanten überhaupt erwähnt werden. Da bleibt natürlich der Eindruck hängen, die Kirche sagt nix zu den pol. Themen.
    =======
    Rassismus - Bischöfe rufen Politiker zu Mäßigung auf

    Frankfurt/Main (AP) Die christlichen Kirchen befürchten, dass
    im Bundestagswahlkampf fremdenfeindliche Stimmungen genutzt
    und gezielt geschürt werden. Der Vorsitzende des Ökumenischen
    Vorbereitungsausschusses zur Woche der ausländischen
    Mitbürger, ANZEIGE

    Jörn-Erik Gutheil, kritisierte am Mittwoch vor allem den
    Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber. Dessen Haltung zum
    Zuwanderungsgesetz sei ein «Salto rückwärts» für die
    Integration ausländischer Mitbürger.

    Aber auch die jetzige Regelung der rot-grünen Bundesregierung
    gehe nicht weit genug, sagte Gutheil, der Landeskirchenrat der
    Evangelischen Kirche im Rheinland ist. In einer gemeinsamen
    Erklärung zu der am 29. September beginnenden Aktionswoche
    forderten der
    Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in
    Deutschland, Manfred Kock,
    der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal
    Lehmann und
    der Griechisch-Orthodoxe Metropolit für Deutschland,
    Augoustinos,

    die Politiker auf, im Wahlkampf «alles zu unterlassen, was
    ausländerfeindlichen Stimmungen Vorschub leisten könnte».

    Deutschland brauche Zuwanderer, um die sozialen
    Sicherungssysteme langfristig zu sichern, betonte Gutheil.
    Gleichzeitig müsste den Migranten bessere
    Integrationsmöglichkeiten geboten und die Position der
    illegalen sowie geduldeten Einwanderer gestärkt werden. Dies
    erfordere ein Umdenken und einen Anpassungsprozess auf beiden
    Seiten. «Die homogene Gesellschaft war schon immer eine Lüge»,
    so Gutheil. Die Politik habe lange gebraucht, um das zu
    akzeptieren. Nun gelte es die Erkenntnisse zu Gleichstellung
    ausländischer Mitbürger umzusetzen.

    Scharf kritisierte Gutheil den stellvertretenden
    FDP-Vorsitzenden Jürgen Möllemann. Dessen Verhalten sei
    «unerträglich», sagte er im Hinblick auf den
    Antisemitismus-Streit Möllemanns mit dem Zentralrat der Juden
    in Deutschland. Überraschend sei, dass die FDP mit
    antisemitischen Ressentiments spiele. Die Übergänge zwischen
    Antisemitismus und Rassismus seien fließend. Obwohl Juden
    nicht zur eigentlichen Zielgruppe der «Interkulturellen Woche»
    gehören würden, sei es Aufgabe der Kirchen, klare Position zu
    beziehen, wenn Minderheiten diffamiert würden, betonte
    Gutheil.

    Er kündigte an, dass ab Anfang September zahlreiche
    Kirchengemeinden gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
    demonstrieren würden. Während der am 29. September beginnenden
    Woche für ausländische Mitbürger (Interkulturelle Woche) soll
    unter dem Motto «Rassismus erkennen - Farbe bekennen» für
    Solidarität mit Migranten geworben werden.
    =============
    Tschuess Marco.

  2. Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
    Re: Medienpräsenz der Kirche

    Moin Hat christliche Kirche in Deutschland nicht genug
    Lobbyunterstützung?
    Doch sicherlich. Deutschland ist immer noch ein christlich geprägtes Land. Zudem verfügt insbesondere die katholische Lobby über nicht wenige Finanzmittel.

    Warum wird dieser Beitrag verschwiegen?

    In Deutschland gibt es zum Glück eine strikte Trennung zwischen Staat (Politik) und Religion. Einmischungen religiöser Gruppierungen oder Lobbies in Parteipolitik oder Wahlkampf sind von daher nicht erwünscht und größtenteils auch nicht gerne gesehen.

    Die Forderungen der Kirchen nach einem fairen Wahlkampf und keiner Instrumentalisierung der Fremdenfeindlichkeit würden da schon noch durchgehen, auch der Aufruf der Kirchen zur Woche für ausländische Mitbürger ist sicherlich ok und im Rahmen.

    Mit dem Bemerkungen zu Stoiber und Möllemann wird jedoch versucht von Seiten religiöser Gruppierungen Einflussnahme/Stimmungsmache gegen bestimmte Parteien bzw. Politiker zu betreiben und dies ist, wie oben bereits gesagt, von den meisten Menschen in dieser Gesellschaft nicht erwünscht (auch innerhalb der jeweiligen Kirchen nicht unbedingt, wie ich bezüglich der katholischen Kirchen aus eigener Erfahrung weiss). Dass solche Meldungen von den Medien grade in einem Wahljahr nicht gebracht werden, finde ich völlig korrekt (auch wenn ich inhaltlich sogar zustimmen würde *g*, aber hier geht es ums Prinzip und das darf keine Ausnahmen dulden), aber die Lobbyisten versuchen es halt immer wieder :-) Ist es denn die Meinung eines unbedeutenden kleinen
    Kirchenrates oder die Stimme der Kirche?
    Wo ist da der Unterschied ? Innerhalb der Kirche wurde immer schon versucht den Leuten von oben nach unten zu erzählen, was sie zu denken (oder wie sie zu wählen) haben. Nur macht die Kirchenbasis das nicht mehr unbedingt so mit :-)

    Gruss
    M.

    • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
      Lobbys - unterschiedl. Maßstäbe

      Hallo pendragon, Hat christliche Kirche in Deutschland nicht genug
      Lobbyunterstützung?
      Doch sicherlich. Deutschland ist immer noch ein christlich
      geprägtes Land.
      auf dem Papier Zudem verfügt insbesondere die katholische
      Lobby über nicht wenige Finanzmittel.
      Warum wird dieser Beitrag verschwiegen?

      In Deutschland gibt es zum Glück eine strikte Trennung
      zwischen Staat (Politik) und Religion. Einmischungen
      religiöser Gruppierungen oder Lobbies in Parteipolitik oder
      Wahlkampf sind von daher nicht erwünscht und größtenteils auch
      nicht gerne gesehen.
      Politik ist nicht gleich Staat, deshalb zieht diese Begründung nicht. Die Forderungen der Kirchen nach einem fairen Wahlkampf und
      keiner Instrumentalisierung der Fremdenfeindlichkeit würden da
      schon noch durchgehen, auch der Aufruf der Kirchen zur Woche
      für ausländische Mitbürger ist sicherlich ok und im Rahmen.

      Mit dem Bemerkungen zu Stoiber und Möllemann wird jedoch
      versucht von Seiten religiöser Gruppierungen
      Einflussnahme/Stimmungsmache gegen bestimmte Parteien bzw.
      Politiker zu betreiben und dies ist, wie oben bereits gesagt,
      von den meisten Menschen in dieser Gesellschaft nicht
      erwünscht (auch innerhalb der jeweiligen Kirchen nicht
      unbedingt, wie ich bezüglich der katholischen Kirchen aus
      eigener Erfahrung weiss). Dass solche Meldungen von den Medien
      grade in einem Wahljahr nicht gebracht werden, finde ich
      völlig korrekt (auch wenn ich inhaltlich sogar zustimmen würde
      *g*, aber hier geht es ums Prinzip und das darf keine
      Ausnahmen dulden), aber die Lobbyisten versuchen es halt immer
      wieder :-)
      Was ist der Unterschied zw. einer Wortmeldung der Kirche und der Wortmeldungen von Gewerkschaften und Industrieverbänden.
      Letztere werden ausführlich verbreitet, erstere gehen unter.

      Tschuess Marco.

      • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
        Re: Lobbys - unterschiedl. Maßstäbe

        Moin Marco In Deutschland gibt es zum Glück eine strikte Trennung
        zwischen Staat (Politik) und Religion. Einmischungen
        religiöser Gruppierungen oder Lobbies in Parteipolitik oder
        Wahlkampf sind von daher nicht erwünscht und größtenteils auch
        nicht gerne gesehen.
        Politik ist nicht gleich Staat, deshalb zieht diese Begründung
        nicht.
        Ich denke ich habe deutlich gemacht, dass ich den Teil des Staates meinte, der die Politik umfasst (und von dem Parteien z.B. ein Teil sind). Was ist der Unterschied zw. einer Wortmeldung der Kirche und
        der Wortmeldungen von Gewerkschaften und Industrieverbänden.
        Gewerkschaften und Industrieverbände sind Interessensverbände, deren Funktionäre von ihren Mitgliedern demokratisch gewählt werden, um ihre Interessen wahrzunehmen. Die Macht dieser Funktionäre richtet sich entweder nach der Anzahl der Menschen, die sie vertreten (Gewerkschaften) oder nach der Finanzkraft/dem wirtschaftlichen Gewicht (Unternehmerverbände). Ein Vorsitzender des Kaninchenzuchtvereins Pusemuckel hat daher politisch nichts zu melden, weil er weder eine große Bevölkerungsgruppe, noch ein wirtschaftliches Schwergewicht vertritt.

        Bei den Krichen ist das natürlich schon was anderes. Sie vertreten eine große Bevölkerungsgruppe und sind auch wirtschaftlich kein keine kleinen Fische. Jedoch sind Kirchenfunktionäre nicht demokratisch legitimiert für ihre Mitglieder zu sprechen und deren Interessen zu vertreten. Kein Bischhof, kein Priester oder Kardinal wird durch die Kirchenmitglieder gewählt, sondern von "oben" ernannt. (Ich beschränke mich jetzt hier mal auf die Darstellung der katholischen Kirche, weil ich mich da einfach besser auskenne). Wie groß die Diskrepanz der Interessen zwischen einfachem Mitglied und Funktionären ist hat man grade bei der katholischen Kirche kürzlich mal wieder bei der Schließung sämtlicher Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, an denen die kath. Kirche beteilt war, gesehen. Hier hat sich "Rom" sogar trotz Proteste auf höchster Ebene (Bischhöfe) durchgesetzt.

        Zudem hat die Kirche durch ihre Funktion ein einzigartiges Mittel in der Hand, Druck auf die Gläubigen (und sei der Glaube noch so klein) auszuüben.
        Kein Mensch bangt um sein Seelenheil, wenn er Gewerkschaftsfunktionäre kritisiert oder deren politische Auffassungen in Frage stellt.

        Durch Drohung mit Verlust an Seelenheil oder Kirchenrausschmiss sind jedoch schon Könige in die Knie gezwungen worden. Nein danke, dass muss ich als direkte Einflussnahme auf die Politik nicht haben. Als indirekte Einflussnahem (z.B. durch allgemeien Stellungnahmen zu ethisch/moralischen Fragestellungen) find ich das jedoch in Ordnung und auch erwünscht.

        Gruss
        Marion

        • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
          Re^2: Lobbys - unterschiedl. Maßstäbe

          Liebe MArion,
          Mitglieder zu sprechen und deren Interessen zu vertreten. Kein
          Bischhof, kein Priester oder Kardinal wird durch die
          Kirchenmitglieder gewählt, sondern von "oben" ernannt. (Ich
          beschränke mich jetzt hier mal auf die Darstellung der
          katholischen Kirche, weil ich mich da einfach besser
          auskenne).
          Ja, und bei den Protestanten wird tatsächlich gewählt:-)! Zieht also nur halb das Argument.

          Gedroht hat mir da auch noch keiner;-),

          grüße,

          barbara

          • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
            Re^3: Lobbys - unterschiedl. Maßstäbe

            huhu Babs :-)
            Ja, und bei den Protestanten wird tatsächlich gewählt:-)!
            Zieht also nur halb das Argument.
            pah...alles Ketzer...demnächst wollen die auch noch selbst die Bibel auslegen *g* Gedroht hat mir da auch noch keiner;-),
            womit auch ? Haben die Protestanten das Fegefeuer nicht abgeschafft ? *feix*

            Gruss
            Marion

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Medienpräsenz der Kirche

      Hi Drache!

      Dürfen große grüne Drachen eigentlich in die Kirche? Hat christliche Kirche in Deutschland nicht genug
      Lobbyunterstützung?
      Doch sicherlich. Deutschland ist immer noch ein christlich
      geprägtes Land. Zudem verfügt insbesondere die katholische
      Lobby über nicht wenige Finanzmittel.

      Warum wird dieser Beitrag verschwiegen?

      In Deutschland gibt es zum Glück eine strikte Trennung
      zwischen Staat (Politik) und Religion. Einmischungen
      religiöser Gruppierungen oder Lobbies in Parteipolitik oder
      Wahlkampf sind von daher nicht erwünscht und größtenteils auch
      nicht gerne gesehen.
      Das ist niedlich.
      Die gesetzlich verankerte Trennung zwischen Staat und Kirche ist definitiv nicht vollzogen.
      Dies beweisen unter anderem folgende Punkte:
      - der Staat treibt die Kirchensteuer ein, mit Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses wird man, analog zur Lohnsteuer, kirchensteuerpflichtig.
      Dass die Kirche hierfür Gebühren an den Staat bezahlt, heilt dieses Missverhältnis auch nicht, der Staat setzt hier durch Zwangsmassnahmen die Interessen der Kirche durch.

      - die Kirche verfügt über christliche Parteien und Einflussnahme auf dieselben an z.B. Parteitagen über eine gewisse politische Macht. Die Forderungen der Kirchen nach einem fairen Wahlkampf und
      keiner Instrumentalisierung der Fremdenfeindlichkeit würden da
      schon noch durchgehen, auch der Aufruf der Kirchen zur Woche
      für ausländische Mitbürger ist sicherlich ok und im Rahmen.
      Allein schon der Kommentar zum Wahlkampf ist unangemessen, finde ich. Mit dem Bemerkungen zu Stoiber und Möllemann wird jedoch
      versucht von Seiten religiöser Gruppierungen
      Einflussnahme/Stimmungsmache gegen bestimmte Parteien bzw.
      Politiker zu betreiben und dies ist, wie oben bereits gesagt,
      von den meisten Menschen in dieser Gesellschaft nicht
      erwünscht (auch innerhalb der jeweiligen Kirchen nicht
      unbedingt, wie ich bezüglich der katholischen Kirchen aus
      eigener Erfahrung weiss).
      Richtig. Und hier ist es auch egal, ob es um christliche oder jüdische Vereinigungen geht. Dass solche Meldungen von den Medien
      grade in einem Wahljahr nicht gebracht werden, finde ich
      völlig korrekt (auch wenn ich inhaltlich sogar zustimmen würde
      *g*, aber hier geht es ums Prinzip und das darf keine
      Ausnahmen dulden), aber die Lobbyisten versuchen es halt immer
      wieder :-)
      Da gehe ich mit. Wobei ich mir auch mehr Zurückhaltung gegenüber Leuten wie Friedmann wünschen würde. Ohne eine breite Medienplattform wäre der Kerl nicht interessant. Ist es denn die Meinung eines unbedeutenden kleinen
      Kirchenrates oder die Stimme der Kirche?
      Wo ist da der Unterschied ? Innerhalb der Kirche wurde immer
      schon versucht den Leuten von oben nach unten zu erzählen, was
      sie zu denken (oder wie sie zu wählen) haben. Nur macht die
      Kirchenbasis das nicht mehr unbedingt so mit :-)
      Außer in Bayern.
      Wenigstens lesen sie die Wahlzettel nicht mehr während der Messe vor.... ;-)

      Grüße,

      Mathias

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Medienpräsenz der Kirche

        Moin Mattes,
        Dürfen große grüne Drachen eigentlich in die Kirche?
        Keine Ahnung. Kirchen betrete ich immer in meiner großen, rothaarigen, menschlichen Erscheinungsform :-) In Deutschland gibt es zum Glück eine strikte Trennung
        zwischen Staat (Politik) und Religion. Einmischungen
        religiöser Gruppierungen oder Lobbies in Parteipolitik oder
        Wahlkampf sind von daher nicht erwünscht und größtenteils auch
        nicht gerne gesehen.
        Das ist niedlich.
        Die gesetzlich verankerte Trennung zwischen Staat und Kirche
        ist definitiv nicht vollzogen.
        Nun ja, obiges war die Theorie und eine gute Portion Wunschdenken :-) Die Forderungen der Kirchen nach einem fairen Wahlkampf und
        keiner Instrumentalisierung der Fremdenfeindlichkeit würden da
        schon noch durchgehen, auch der Aufruf der Kirchen zur Woche
        für ausländische Mitbürger ist sicherlich ok und im Rahmen.
        Allein schon der Kommentar zum Wahlkampf ist unangemessen,
        finde ich.
        Naja, ich find das ist grad noch so im Rahmen. Da gehe ich mit. Wobei ich mir auch mehr Zurückhaltung
        gegenüber Leuten wie Friedmann wünschen würde. Ohne eine
        breite Medienplattform wäre der Kerl nicht interessant.
        Na für die Medien sind Mölli und Friedman doch ein gefundenes Fressen. Mit sowas kann man das Sommerloch füllen, das macht den Leuten Spass. Wo ist da der Unterschied ? Innerhalb der Kirche wurde immer
        schon versucht den Leuten von oben nach unten zu erzählen, was
        sie zu denken (oder wie sie zu wählen) haben. Nur macht die
        Kirchenbasis das nicht mehr unbedingt so mit :-)
        Außer in Bayern.
        Wenigstens lesen sie die Wahlzettel nicht mehr während der
        Messe vor.... ;-)
        *hihi* ja, ich glaub ich weiss wovon du sprichst. Bin auch in einer erzkatholischen Gegend aufgewachsen.

        Gruss
        Marion

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: Medienpräsenz der Kirche

          Hi rothaariger Drache! Dürfen große grüne Drachen eigentlich in die Kirche?
          Keine Ahnung. Kirchen betrete ich immer in meiner großen,
          rothaarigen, menschlichen Erscheinungsform :-)
          Das ist noch gefährlicher. Rothaarige Frauen sind doch nach klerikalem Verständnis eigentlich Hexen, oder?
          Ein Haus-Drache und eine Hexe, oh Gott, Dein armer Mann....! ;-) In Deutschland gibt es zum Glück eine strikte Trennung
          zwischen Staat (Politik) und Religion. Einmischungen
          religiöser Gruppierungen oder Lobbies in Parteipolitik oder
          Wahlkampf sind von daher nicht erwünscht und größtenteils auch
          nicht gerne gesehen.
          Das ist niedlich.
          Die gesetzlich verankerte Trennung zwischen Staat und Kirche
          ist definitiv nicht vollzogen.
          Nun ja, obiges war die Theorie und eine gute Portion
          Wunschdenken :-)
          O.K., jetzt habe ich Dich verstanden. Kam nicht so rüber. Die Forderungen der Kirchen nach einem fairen Wahlkampf und
          keiner Instrumentalisierung der Fremdenfeindlichkeit würden da
          schon noch durchgehen, auch der Aufruf der Kirchen zur Woche
          für ausländische Mitbürger ist sicherlich ok und im Rahmen.
          Allein schon der Kommentar zum Wahlkampf ist unangemessen,
          finde ich.
          Naja, ich find das ist grad noch so im Rahmen.
          Ist o.k. für mich, kann ja jede/r sehen wie er/sie will, auch rothaarige Drachenhexen dürfen das, glaube ich.... Da gehe ich mit. Wobei ich mir auch mehr Zurückhaltung
          gegenüber Leuten wie Friedmann wünschen würde. Ohne eine
          breite Medienplattform wäre der Kerl nicht interessant.
          Na für die Medien sind Mölli und Friedman doch ein gefundenes
          Fressen. Mit sowas kann man das Sommerloch füllen, das macht
          den Leuten Spass.
          Zu Anfang ja. Mittlerweile hat die Sache allerdings eine ernsthafte Eigendynamik bekommen. Wo ist da der Unterschied ? Innerhalb der Kirche wurde immer
          schon versucht den Leuten von oben nach unten zu erzählen, was
          sie zu denken (oder wie sie zu wählen) haben. Nur macht die
          Kirchenbasis das nicht mehr unbedingt so mit :-)
          Außer in Bayern.
          Wenigstens lesen sie die Wahlzettel nicht mehr während der
          Messe vor.... ;-)
          *hihi* ja, ich glaub ich weiss wovon du sprichst. Bin auch in
          einer erzkatholischen Gegend aufgewachsen.
          Ja, so ist das.
          Die Brüder haben sogar meinen Kirchenaustritt vor der Gemeinde verlesen, in der ich aufgewachsen bin. Meine Mutter war begeistert....
          Und das obwohl wir ja "nur" evangelisch sind.

          Grüße,

          Mathias



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