Volksabstimmung
Von: , Frage gestellt am Di, 7. Jan 2003
Michael Glos forderte am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin eine Volksabstimmung über den Türkei-Beitritt: "Rot-Grün hat sich überhaupt nicht um einen Konsens in dieser Frage bemüht, nicht um die Opposition und nicht um die Bevölkerung bemüht. Ich bin der Meinung, dass weitere Integrationsschritte nach Europa, so wie es in anderen Ländern auch notwendig ist, Volksabstimmung bedürfen."
Wenn er Recht hat, soll er es auch bekommen.
Mal davon abgesehen, dass die Debatte momentan nicht akut ist. Ist mir ein anderer Gedanke gekommen:
Lässt denn die CDU/CSU das gesamte Volk abstimmen? Der türkische Ausländeranteil liegt bei ca. 27 % in Deutschland (von ca. 7 Millionen insgesamt), die alle hier ihre Steuern zahlen. Ist doch nur Recht, wenn sie auch zur Volksabstimmung gerufen würden. Allerdings befürchte ich, dass man dieses Risiko nicht eingehen wird. Und somit ist man doch als seit mehr als 30 Jahre hier lebender Türke immer noch ein unmündiger Steuerzahler Deutschlands.
Es werden mit 100%iger Sicherheit wieder Argumente kommen wie: Dann sollen sie halt die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen, wenn sie ein Mitbestimmungsrecht haben wollen. Ist schon richtig, aber .... Mal ein anderes Beispiel: Wenn ihr mal in Rente geht und euren Wohnsitz nach Mallorca o. sonst wohin verlegt, gebt ihr eure deutsche Staatsbürgerschaft auf? Es wird euch zwar auch kein Wahlrecht eingeräumt, dennoch wäre es doch toll, wenn einem zumindest die doppelte Staatsbürgerschaft gewährt würde. Als Anerkennung sozusagen. Warum seine Wurzeln aufgeben? Ich kann mich noch erinnern, dass die CDU/CSU so vehement gegen diese Doppelstaatsbürgerschaft gekämpft hat.
Leider mit Erfolg.
Vorschlag: Eine Volksabstimmung zur Beteiligung des ausländischen Bürger zur Volksabstimmung.
G
