'Das Leben im Jahre 2010'

Von: (abgemeldet) , Frage gestellt am Di, 12. Aug 2003
Weiss eigentlich jemand wer diesen weinerlichen Propagandascheiss geschrieben hat?
den Text findet man überall im Netz - natürlich anonym.

Gruß

Richard

13 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: 'Das Leben im Jahre 2010'
    Hallo Richard (ein Gruß wäre nett gewesen),

    ein wenig präzisieren must Du schon, da es einige Texte gibt, die zur Agenda 2010 esistieren, und auch das Ausmalen der Situation von 2010 ist in einigen verschiedenen Versionen unterwegs.

    Also hast Du zwei Möglichkeiten:

    1. verlinke den Text, den Du meinst,
    2. beschreibe grob, worum es in diesem >Text geht.

    Aber rechne nicht wirklich damit, dass sich der Autor findet. Besser wäre es auch, von Dir zu widerlegen, warum die in dem von Dir genannten Text Vermutungen falsch sind?!


    Gruß

    ALex
    • Antwort von (abgemeldet) nach 4 Stunden hilfreich
      Re^2: 'Das Leben im Jahre 2010'
      Hallo Richard (ein Gruß wäre nett gewesen),
      sorry : )

      Hallo Leute ! Aber rechne nicht wirklich damit, dass sich der Autor findet.
      Darauf wollte ich primär aufmerksam machen.
      Diesen aus Anspruchsdenken zusammengekehrten Dreck (entschuldigung) zu verlinken möchte ich mir dann doch verkneifen. Ist halt so ne Story die beschreibt, was der arme Herr S. jetzt (2010) alles nicht mehr in den Allerwertesten geschoben bekommt.

      Naja gegen diese anonymen Effekthaschereien ist man leider machtlos,
      weil sie sich ob Ihrer subtil erzeugten Besitzstandsängste
      rasend schnell vebreiten. Bleibt einem nur den Don Quijote zu machen.

      Gruß

      Richard
      • Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
        Re^3: 'Das Leben im Jahre 2010'
        Hallo Richard, Aber rechne nicht wirklich damit, dass sich der Autor findet.
        Darauf wollte ich primär aufmerksam machen.
        Diesen aus Anspruchsdenken zusammengekehrten Dreck
        (entschuldigung) zu verlinken möchte ich mir dann doch
        verkneifen. Ist halt so ne Story die beschreibt, was der arme
        Herr S. jetzt (2010) alles nicht mehr in den Allerwertesten
        geschoben bekommt.
        Auch wenn ich mich nur Dunkel an diesen Text erinnere, so war er wohl eher als Satire gedacht, und damit nur bedingt tauglich zum Jammern.

        Übrigens meinte ich das sonnlose Suchen eher in die Richtung, dass so viele Texte im Internet kursieren, die ohne Autor sind, dass das weglassen des Namens nicht mal mit Absicht passiert sein muss.

        Ähnliches gilt z. B. für die Bielefeld-Verschwörung;-) Naja gegen diese anonymen Effekthaschereien ist man leider
        machtlos,
        weil sie sich ob Ihrer subtil erzeugten Besitzstandsängste
        rasend schnell vebreiten. Bleibt einem nur den Don Quijote zu
        machen.
        Ich glaube kaum, dass ein Text die Besitzstandsängste erzeugen kann. Er zeigt wohl eher die bestehenden Ängste der Menschen auf. Was mich wieder auf die Frage von meinem letzten Posting bringt. Wie kannst Du diesen Ängsten begegnen, vielleicht diese sogar abbauen und den Leuten erklären, worin der Nutzen der Agenda 2010 und anderen Reformen liegt? Falls dieses der von Dir genannte Don Quijote-Job ist, dann frage ich mich, ob es an den Zuhörern liegt, wenn sie es nicht verstehen?!

        Wollte ich nur mal loswerden.

        Gruß

        ALex
        • Antwort von (abgemeldet) nach 15 Stunden hilfreich
          Re^4: 'Das Leben im Jahre 2010'
          Wie kannst Du diesen Ängsten begegnen, vielleicht diese sogar abbauen und den Leuten erklären, worin der Nutzen
          der Agenda 2010 und anderen Reformen liegt? Falls dieses der
          von Dir genannte Don Quijote-Job ist, dann frage ich mich, ob
          es an den Zuhörern liegt, wenn sie es nicht verstehen?!
          Es liegt an der mangelnden Kenntnis über die Funktionsweise einer
          Marktwirtschaft. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig.

          z.B:

          Abwanderung vieler Menschen, die begreifen, dass sie selbst für
          ihr Leben verantwortlich sind und nicht der Staat.

          Die Tendenz der Demokratie die hiergebliebenen an den Tropf zu legen
          und durch nicht finanzierbare Geschenke zu umwerben.

          Das Erklären kann eigentlich nur stattfinden bevor sich die
          Vorurteile gebildet haben - also in den Schulen. Aber gerade da
          sitzen die meisten alt-68er und wettern gegen die Marktwirtschaft.

          Begegnen kann man diesen Ängsten kaum, weil man als jemand, der an die Notwendigkeit der Reformen glaubt gleich zu einem Feind mutiert, dem zuzuhören einem Verrat an der edlen Sache gleichkommt. Also wird dieser diffamiert.

          Gruß

          Richard

          • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
            Re^5: 'Das Leben im Jahre 2010'
            Begegnen kann man diesen Ängsten kaum, weil man als jemand,
            der an die Notwendigkeit der Reformen glaubt gleich zu einem
            Feind mutiert, dem zuzuhören einem Verrat an der edlen Sache
            gleichkommt. Also wird dieser diffamiert.
            Hallo,
            Du findes diese 'Reform' also OK? Die Marktwirtschaft soll's regeln. Staatliches Eingreifen ist gift für die Marktwirtschaft.

            Na dann führen wir den Gedanken doch einfach fort...

            Schaffen wir doch das Sozialsystem gleich ganz ab! Das hat den Vorteil, daß für die Arbeitgeber die Lohnnebenkosten wegfallen. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall schaffen wir mit ab, kostet den Unternehmer ja auch nur Geld. Der Kündigungsschutz muß auch weg, der behindert nur. Wenn dann ein AN krank wird, wird er schnell mal gefeuert und ein anderer eingestellt, es gibt ja genug davon. Ach ja, die Gewerkschaften müssen natürlich verboten werden! Hätte ich fast vergessen. Dann kann man die Löhne senken, wer nicht einverstanden ist, wird gefeuert. Streik wird natürlich verboten, da darf sich der Staat dann doch mal einmischen.

            So kann der Unternehmer schneller mehr Gewinn machen und von dem Geld Roboter kaufen, die die Arbeit erledigen. Dann braucht er sich gar nicht mehr mit den Arbeitnehmern herumzuschlagen.

            gut so?

            Und nun erklär mir mal, was der Unternehmer eigentlich treibt? Geld verdienen kann er ja dann nicht mehr. Von wem soll er es denn bekommen? Wem soll er das Zeug, das er herstellt verkaufen? Kunden wird es dann ja wohl nicht mehr geben. Wenn die Unternehmer keine Konsumenten mehr brauchen, dann werden die Untrenehmer auch nicht mehr gebraucht!

            Vor 100 Jahren hat Henry Ford festgestellt, daß Autos keine Autos kaufen. Das scheint völlig in Vergessenheit geraten zu sein. Wozu Produktion, wenn niemand das Geld hat, die Produkte zu kaufen?

            Da fordern die Unternehmer ständig, Billigjobs zu ermöglichen und wollen immer weniger zahlen. Ständig werden die Preise erhöht und dann jammert der Handel, der Umsatz geht zurück. Ist ja wohl Eigenbau, die Situation! Da gibt es nichts zu jammern!

            Scheinbar können die Unternehmer mit dem deutschen Volk nichts mehr anfangen! Sollen sie sich ein anderes suchen! ... ach ja, sind ja schon dabei :-)

            cu Rainer
            • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag hilfreich
              Re^6: 'Das Leben im Jahre 2010'
              Begegnen kann man diesen Ängsten kaum, weil man als jemand,
              der an die Notwendigkeit der Reformen glaubt gleich zu einem
              Feind mutiert, dem zuzuhören einem Verrat an der edlen Sache
              gleichkommt. Also wird dieser diffamiert.
              Hallo,
              Du findes diese 'Reform' also OK?
              Es ging mir weniger um das Reförmchen als vielmehr um den Umstand, dass scheinbar im Gegensatz zu Dir schon einmal die wenigsten verstehen warum diese überhaupt erforderlich sind. Die Marktwirtschaft soll's
              regeln. Staatliches Eingreifen ist gift für die
              Marktwirtschaft.
              Das habe ich nicht behauptet. Wenngleich es nicht ganz falsch ist.
              Dennoch bin ich natürlich für soziale Sicherungssysteme.
              Diese müssen aber Ihre Grenzen da finden, wo sie die Wirtschaft derart ausbremsen, dass sie nicht mehr stark genug ist, die Sicherungssysteme
              zu bedienen.
              Na dann führen wir den Gedanken doch einfach fort...

              Schaffen wir doch das Sozialsystem gleich ganz ab! Das hat den
              Vorteil, daß für die Arbeitgeber die Lohnnebenkosten
              wegfallen. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall schaffen wir
              mit ab, kostet den Unternehmer ja auch nur Geld. Der
              Kündigungsschutz muß auch weg, der behindert nur. Wenn dann
              ein AN krank wird, wird er schnell mal gefeuert und ein
              anderer eingestellt, es gibt ja genug davon. Ach ja, die
              Gewerkschaften müssen natürlich verboten werden! Hätte ich
              fast vergessen. Dann kann man die Löhne senken, wer nicht
              einverstanden ist, wird gefeuert. Streik wird natürlich
              verboten, da darf sich der Staat dann doch mal einmischen.

              So kann der Unternehmer schneller mehr Gewinn machen und von
              dem Geld Roboter kaufen, die die Arbeit erledigen. Dann
              braucht er sich gar nicht mehr mit den Arbeitnehmern
              herumzuschlagen.

              gut so?
              Habe ich nicht gefordert.
              Dennoch sollte man bemerken, dass in einem solchen theoretischen Fall unterschiedliche Leistungen auch unterschiedlich entlohnt würden. Dass eine stark nachgefragte
              Arbeitskraft hoch entlohnt würde und eine nicht nachgefragte halt niedrig. Es wäre also durchaus Geld für Konsum da.
              Wohl bemerkt - Alles theoretisch.
              Denn selbst ein so gemeiner Typ wie ich, der alle Menschen (Arbeitende Wesen) berauben will, hält es für erforderlich, dass jeder bei der Entscheidung welche Leistung er erbringen möchte vergleichbare Startbedingungen hat.





              Und nun erklär mir mal, was der Unternehmer eigentlich treibt?
              Geld verdienen kann er ja dann nicht mehr. Von wem soll er es
              denn bekommen?
              s.o. Scheinbar können die Unternehmer mit dem deutschen Volk nichts
              mehr anfangen! Sollen sie sich ein anderes suchen! ... ach ja,
              sind ja schon dabei :-)
              Da hast Du recht. Was ungestoppt die Folge hätte, dass Deutschland
              solange Richtung Entwicklungsland retadiert, bis die Menschen
              verstehen, dass sie das System derart ändern müssen, dass es Arbeit ermöglicht. Wie das geht wird sich dann wundersamerweise von ganz alleine zeigen.

              Nochmal:
              Mir geht es darum, dass in Deutschland kaum einer begreift, wie Marktwirtschaft funzt. Das ist schade.
              Das liegt nicht an den Menschen sondern an der geschichtlichen Dynamik
              Deutschlands.

              cu2

              Richard (der den Menschen nur schlechtes will ;)
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^7: 'Das Leben im Jahre 2010'

              Hallo Richard,
              ich habe doch gar nicht unterstellt, daß das Deine Meinung ist.
              Ich habe nur mal maßlos übertrieben um einfacher zu verdeutlichen, in welche Richtung die Agenda 2010 nach meiner Meinung zielt.
              Ich halte das komplett für den falschen Weg, das war alles.
              Solltest Du Dich persönlich angegriffen gefühlt haben, dann entschuldige ich mich dafür. Das war nicht meine Absicht.
              cu Rainer
            • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag hilfreich
              Dito
              war schon etwas paranoid von mir

              Gruß

              Richard
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re: Dito
              war schon etwas paranoid von mir

              Gruß

              Richard
              Schade :-( Schon zuende?
              Ich hätte gern noch ein wenig diskutiert, welcher Weg der Richtige ist.

              1.) Das Sozialsystem Schrittweise aus der Paritätischen finanzierung in eine alleinige Finanzierung durch die AN zu überführen, denn in diese Richtung geht die Agenda 2010 ja u.A., die soziale Sicherheit der AN aufzuheben, z.B. durch immer weitere Lockerung des Kündigungsschutzes bis hin zu dessen Abschaffung, immer stärkere Senkung der Löhne, mit dem Druckmittel des immer größer werdenden Arbeitslosenheeres. Dann noch die erhöhung der Arbeitszeit, zunächst wieder auf 40 Stunden, später weiter. Dann die erhöhung des Rentenalters auf 67. Alles Schritte, die darauf abzielen, die Lohn und Lohnnebenkosten der Unternehmen zu senken, in der Hoffnung, daß dadurch Arbeitsplätze entstehen.
              Nach meiner Meinung erhöht das lediglich den Gewinn der Unternehmer/Anteilseigner/Aktionäre, die das so gewonnene Geld parken und der Volkswirtschaft entziehen. Der Effekt wird ein Umsatzrückgang sein, sinkende Gewinne, soziale Unruhen, steigende Kriminalität.
              Ich verstehe die Unternehmer nicht. Der gewinn sinkt langfristig, weil kein Markt mehr da ist, die Kriminalität steigt. Man wird sein Geld nicht mehr ausgeben können, weil man unterwegs überfallen und ausgeraubt wird. Sind die Leute denn scharf darauf, ermordet zu werden?

              oder
              2.) Die paritätische Finanzierung ausweiten und z.B.: Alle Einkommen in die Finanzierung einbeziehen (Bürgerversicherung) und Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen. Schwarzarbeit da bekämpfen, wo es nützt, nämlich die Unternehmen bestrafen, die Schwarzarbeiter beschäftigen, einschließlich Schadensersatz an den Staat. Die 400 Euro-Jobs abschaffen. Mindeslöhne Festlegen, die für jeden AN ein Einkommen garantieren, das deutlich über der Sozialhilfe plus Miete liegt. Subventionen zurückfahren.
              Das und ähnliche Maßnahmen sollte die Massenkaufkraft stärken, die Nachfrage und somit den Umsatz ankurbeln.

              Außerdem...

              Die Andeutung der Abwanderung der Industrie hast Du zustimmend kommentiert. Ist Dir vor der letzten Bundestagswahl aufgefallen, daß Stoiber sich geäußert hat, daß über 90% der Arbeitsplätze in Deutschland an den Standort gebunden sind und nicht ausgelagert werden können? Stoibers Beispiel: 'Der Bäcker an der Ecke kann nicht in's Ausland abwandern.' Die Hysterie, daß eine AN-freundliche Politik den Großteil der Arbeitsplätze gefährdet ist unbegründet. -) Nun habe ich doch 'erklärt', was ich gemeint hatte. Eigentlich wollte ich das ja vermeiden, wer erklärt schon Witze...
              Ich mache mir einfach Sorgen um die Zukunft. Der eingeschlagene Weg führt in die Katastrophe und ich befürchte, diese noch erleben zu müssen, obwohl ich über 50 bin.

              cu Rainer


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