Antwort von
nach einem Tag
hilfreich
Re: Dito
war schon etwas paranoid von mir
Gruß
Richard
Schade :-( Schon zuende?
Ich hätte gern noch ein wenig diskutiert, welcher Weg der Richtige ist.
1.) Das Sozialsystem Schrittweise aus der Paritätischen finanzierung in eine alleinige Finanzierung durch die AN zu überführen, denn in diese Richtung geht die Agenda 2010 ja u.A., die soziale Sicherheit der AN aufzuheben, z.B. durch immer weitere Lockerung des Kündigungsschutzes bis hin zu dessen Abschaffung, immer stärkere Senkung der Löhne, mit dem Druckmittel des immer größer werdenden Arbeitslosenheeres. Dann noch die erhöhung der Arbeitszeit, zunächst wieder auf 40 Stunden, später weiter. Dann die erhöhung des Rentenalters auf 67. Alles Schritte, die darauf abzielen, die Lohn und Lohnnebenkosten der Unternehmen zu senken, in der Hoffnung, daß dadurch Arbeitsplätze entstehen.
Nach meiner Meinung erhöht das lediglich den Gewinn der Unternehmer/Anteilseigner/Aktionäre, die das so gewonnene Geld parken und der Volkswirtschaft entziehen. Der Effekt wird ein Umsatzrückgang sein, sinkende Gewinne, soziale Unruhen, steigende Kriminalität.
Ich verstehe die Unternehmer nicht. Der gewinn sinkt langfristig, weil kein Markt mehr da ist, die Kriminalität steigt. Man wird sein Geld nicht mehr ausgeben können, weil man unterwegs überfallen und ausgeraubt wird. Sind die Leute denn scharf darauf, ermordet zu werden?
oder
2.) Die paritätische Finanzierung ausweiten und z.B.: Alle Einkommen in die Finanzierung einbeziehen (Bürgerversicherung) und Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen. Schwarzarbeit da bekämpfen, wo es nützt, nämlich die Unternehmen bestrafen, die Schwarzarbeiter beschäftigen, einschließlich Schadensersatz an den Staat. Die 400 Euro-Jobs abschaffen. Mindeslöhne Festlegen, die für jeden AN ein Einkommen garantieren, das deutlich über der Sozialhilfe plus Miete liegt. Subventionen zurückfahren.
Das und ähnliche Maßnahmen sollte die Massenkaufkraft stärken, die Nachfrage und somit den Umsatz ankurbeln.
Außerdem...
Die Andeutung der Abwanderung der Industrie hast Du zustimmend kommentiert. Ist Dir vor der letzten Bundestagswahl aufgefallen, daß Stoiber sich geäußert hat, daß über 90% der Arbeitsplätze in Deutschland an den Standort gebunden sind und nicht ausgelagert werden können? Stoibers Beispiel: 'Der Bäcker an der Ecke kann nicht in's Ausland abwandern.' Die Hysterie, daß eine AN-freundliche Politik den Großteil der Arbeitsplätze gefährdet ist unbegründet.
-) Nun habe ich doch 'erklärt', was ich gemeint hatte. Eigentlich wollte ich das ja vermeiden, wer erklärt schon Witze...
Ich mache mir einfach Sorgen um die Zukunft. Der eingeschlagene Weg führt in die Katastrophe und ich befürchte, diese noch erleben zu müssen, obwohl ich über 50 bin.
cu Rainer