Hund kontra Mensch
Von: , Frage gestellt am Mo, 3. Jul 2000
Moin Gemeinde
Wenn die Behörden reagieren würden, bevor das Kind in den Brunnen fällt wäre diese Diskussion in den diversen Brettern doch gar nicht vonnöten.
Es ist doch wie meistens.
Irgendwo passiert etwas schlimmes - die Medien greifen es auf und schon haben wir Diskussionen allüberall.
Alle werden über einen Kamm geschoren.
Bringt uns das etwas?
Sollten wir nicht lieber dafür sorgen, daß die Behörden ihre Arbeit tun?
Vor einigen Jahren hatten wir doch schon einmal mehrere Fälle kurz hintereinander, in denen Kampfhunde Menschen angegriffen haben.
Auch damals gab es eine heiße Diskussion und die Poliker reagierten wie immer.
Operative Hektik ersetzt die Abwarten-und-Teetrinken-Taktik.
Wir sollten definitiv nicht alle Kampfhunde und deren Besitzer über einen Kamm scheren.
Genauso, wie man nicht über alle Motorradfahrer schimpfen sollte, nur weil sich einige wenige danebenbenehmen.
Die Kampfhunde machen nur einen geringen Prozentsatz der Hunde aus, die in unserem Lande leben.
Die allermeisten davon haben noch nie jemanden angegriffen oder sind, wie man so schön sagt, auffällig geworden.
Laßt uns auch daran denken.
Eine bundesweite Regelung bezüglich Besitz und Haltung eines Hundes (ich betone Hund - nicht Kampfhund) wäre schonmal ein Anfang.
Leinen- und Maulkorbzwang in der Öffentlichkeit wären zumindest überlegenswert.
Warum sollten Hundehalter nicht per Gesetz dazu verdonnert werden, ihren Lieblingen Maulkorb und Leine zu verpassen?
Was spricht dagegen?
Und dann aber auch bitte gleiches Recht für alle Hunde.
Ein Hund, der einen Maulkorb trägt beißt niemanden.
Gruß, Michael
