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nach einem Tag
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Re^4: Streik im öffentlichen Dienst - Kosten?
Hi Guido,
b) mach ich heute die Arbeit die vor 10 Jahren noch vier Mann
erledigt haben
Daran erkennst Du doch schon, wie überflüssig in Deinem
Bereich vor 10 Jahren mindestens drei andere Arbeitnehmer
waren.
Nun überflüssig waren davon vielleicht 2 aber garantiert nicht 3.
Das Problem ist, dass es im ÖD einige Bereiche gibt, in
denen auch heute noch ein riesiger Personalüberhang herrscht.
Und den gilt es durch den sozial verträglichen Personalabbau
nach unten zu schrauben, damit die Kosten massiv gesenkt
werden!
Zu diesem Bereich gehöre ich nicht, ich bin nicht verbeamtet ich bin einfacher Arbeitnehmer. Und leider hat der Personalabbau genau hier stattgefunden und nicht bei den Beamten. Die Krux ist ja das gerade die die immensen Kosten verursachen, und sie gehören Vertretungsrechtlich nicht zu Verdi. Hier werden zwei verschieden Paar Schuhe in einen Topf geschmissen. Und der Arbeitnehmer darf drunter leiden.
c)verdiene ich 25% weniger als ein vergleichbarer Arbeitnehmer
in der freien Wirtschaft
Du kannst Dich darüber beschweren, oder Du kannst in die freie
Wirtschaft wechseln! Was ist wohl sinnvoller?
Es geht hier nicht darum was sinnvoller ist. Und die freie Wirtschaft muss ja auch erst mal einen Arbeitsplatz für mich anbieten. Andererseits muss aber auch jemand meine Arbeit machen, die macht sich nicht von alleine und schon gar kein Beamter, der hat mit Schreibkram zu tun.
und habe einen Reallohnverzicht in
den letzten !10! jahren von 7,?% hingenommen im Vergleich zu
einem Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft.
Belege den Vergleich bitte!
Aber nimm bitte keinen Arbeitnehmer, der nach IGM-Tarif
bezahlt wird, sondern einen, der beim größten deutschen
Arbeitgeber beschäftigt ist: Im Mittelstand!!!
Sorry, mein Vergleich muss IGM sein weil ich nur dort vergleichbare Arbeiter finde. Ich habe einen Industrieberuf gelernt und nicht Handwerk.
Und hast du mal versucht als Nicht-Mitglied die Tarifabschlüsse im original-Wortlaut zu erhalten? *bg* geht nicht... ich kann da nur auf die Vergleiche zurückgreifen die ich von Verdi bekomme und die ich bei uns im Intranet finde. Und dann darf ich die aber immer noch nicht als Quelle verwenden :)
Und da soll man dann auch noch fein die Klappe halten!!! Man
hat ja Arbeit!!!
Wer redet denn von "Klappe halten?"
Es soll doch verhandelt werden!
Aber BITTE! Wäre es nicht sinnvoll, wenn zum einen sicherlich
der Arbeitgeber offen ausspricht, was dahinter steckt?
Ja er spart bei denen die die Arbeit machen und nicht bei jenen die nur verwalten. Wenn er nämlich bei denen Dienstposten freischaufeln würde, müßte er seine Pansionskasse aufblähen.
Und über die stillschweigenden Diätenerhöhungen redet man ja nicht.
Wäre es nicht sinnvoll, dass offen gesagt wird: Die Kassen
sind leer, die Arbeitszeitverlängerung hat einen mittel- bis
langfristigen notwendigen Abbau des Personalüberhangs zur
Folge, durch den die Kosten massiv gesenkt werden. Als
Gegenleistung für diesen Einschnitt versprechen wir aber, auf
betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. ?
Und wäre es nicht sinnvoll, wenn ver.di aufhören würde, mit
der Polemikkeule in der Gegend rum zu prügeln?
Dass ver.di aufhört, irgendwelche Milchmädchenrechnungen zur
Berechnung der dadurch entstehenden Minderarbeitsplätze zu
publizieren (mit einem Dreisatz ist so etwas wie
Personalplanung nicht zu bewältigen)?
Der Personalüberhang besteht in einem Bereich der nicht oder besser nicht kurzfristig abgebaut werden kann, mal davon abgesehen das nur schwer der Wille dazu erkennbar ist. Und dieser Bereich betrifft nun mal nicht Verdi.
Die sollen sich zusammen an einen Tisch setzen, ehrlich
sein und ein mittel- bis langfristiges Konzept erarbeiten,
mit dem beide Seiten leben können!
Mit betriebsbedingten Kündigungen können vermutlich die ÖDler
weniger leben - und mit weiteren steigenden Kosten für die
Allgemeinheit, unter anderem, weil der Kostenapperat im ÖD
nicht vernünftig angepasst wird, kann der Arbeitgeber (und
wollen alle anderen) nicht leben!
Siehe oben
Nicht mal mehr Arbeitsplätze wie von
den Arbeitgebern versprochen,
Die Arbeitsplätze haben nicht die AG versprochen, sondern die
Gewerkschaften, in dem sie Arbeitszeitverkürzungen
durchgedrückt haben und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen
begründeten, was völlig sinnentleert ist!
Sorry im Tarifvertrag ist eben dieses damals festgeschrieben worden, aber die öffentlichen Arbeitgeber haben sich nicht dran gehalten wegen des schon damals vorhandenen "Spardrucks". Und sie haben diesen Pakt auf Gegenseitigkeit auch unterzeichnet.
Aber die Abgaben und Gebühren steigen
trotzdem, warum?
Wegen der Kostenlast, die auf alle verteilt wird! Und ein Teil
davon ist nun mal der Personalkostenanteil im ÖD, welcher
durch Effektivität und vernünftiger Personal(einsatz)planung
(so, wie er heute Teil eines jeden Unternehmens ist, welches
überleben will) gesenkt werden kann (eigentlich MUSS!).
Gut es muss verteilt werden, aber die Kosten sind nicht gestiegen weil die Löhne so "immens" gestiegen wären. Sondern weil man damals geglaubt hat mit Früh-Ruhestand bei Beamten usw. was zu erreichen. Dies hatte aber leider zur Folge das die Lasten nur in einen anderen Topf verschoben wurden und zudem noch eine höhere Arbeitsbelastung eintratt so das man dann wieder dazu übergegangen ist Beamte auszubilden und einzustellen und zu verbeamten. Dies wird aber fein unter den Teppich gekehrt, in der aktuellen Diskussion. Man hat die Kosten für eine notwendige Umstrukturierung zu diesem Zeitpunkt gescheut und klammheimlich den Einstellungsstopp aufgehoben. Es standen ja Wahlen an, wer dies jetzt "bezahlen" muss ist klar.
Bestimmt nicht wegen überzogener Lohnforderungen, sondern
wegen allgemeiner Verschwendungssucht unseres Staates
allgemein.
Ein Personalapperat, wie er im ÖD herrscht, ist Teil
dieser Verschwendungssucht!
Ja, ich sagte ja schon hier werden zwei Sachen gemixt die nichts miteinander zu tun haben. Ich weiß ja auch nicht warum in der Hirachie noch 5 weiter Beamte für mich zuständig sind, zwei würden meiner meinung nach völlig reichen :)
Man kann nicht andere Länder mit Milliarden
unterstützen wenn man selber nichts hat!!!
Stelle diese Milliarden doch mal alleine gegen die
Personalkosten im ÖD!
Denk dran die zu unterteilen in Beamte, Beamte im Ruhestand und Arbeitnehmer. Dann sieht das ganze ganz anders aus. Arbeitnehmer sind da ein verschwindender Anteil.
Und bitte wenn es darum geht unseren Staat finaziell wieder fit zu machen, dann sollte man bei den Kosten anfangen die nicht Staatstragend sind. Und wie gesagt das sind Milliarden.
Klar sind es nicht die einzig vermeidbaren Kosten!
Aber es muss an allen Ecken und Enden gespart werden, wo es
möglich ist...
Ja, aber mit Augenmaß und immer mit dem Blick aufs Ganze. Ich brauch nicht weit zurückdenken und da fällt mir schon ein Grund ein warum wir mehr Krankenhauspersonal brauchen.
Es gibt noch viel mehr Beispiele, wir reden hier ja über den Streik der Arbeitnehmer und nicht über die Besoldungsverhandlungen der Beamten. Von denen gibt es ja eh immer nur ne kleine Randnotiz.
Und 42h Arbeitszeit für Beamte ist ein Witz, so manch ein Beamter weiß nicht wie er die Zeit füllen soll ausser das er seine Arbeit langsamer macht als eh schon.
Nordische Grüße
Andrea