Antwort von
nach 17 Stunden
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Reinheit der Lehre oder Pragmatismus
Hi Markus
Ich sehe das so:
wenn eine Wahl keine eindeutigen Ergebnisse zulässt, dann muß eine Koalition mit bzw eine Tolerierung durch eine andere Partei her. Ich halte die Aussage, man "wolle sich nicht festlegen" übrigens für legitim, denn wer nun mitregiert, ist vom Wahlergebniss und den Koalitionsverhandlungen abhängig.
(Peinlich wird es nur, wenn a la Ösiland (Schüssel) Vollmundige versprechen einfach gebrochen werden...)
Es stellt sich nun die Frage, wieviel der Ideale und Versprechungen durchsetztbar sind. dazu muß man Kompromisse eingehen. In wie weit diese Kompromisse noch dem willen der eigenen Wählerschaft entsprechen, wird sich dann bei der nächsten Wahl zeigen (Oder Vorher in Umfragen und vor allem den direkten Reaktionen).
Häufig lassen sich auch die Vorstellungen gar nicht durchsetzten, die man gerne hätte, weil entweder die Gesetze oder das Geld (bzw Fehlen desselben) dagegen sprechen.
Die Grundfrage bleibt: Soll eine Partei versuchen, die "Reinheit der Lehre" zu bewahren, womit sie auf ewig in die Opposition verbannt bleibt, oder sich an der Regierung beteiligen und zu versuchen, zumindest Teile ihres Programmes durchzusetzen? Aber in der Regierung wird sie sich automatisch "korrumpieren", da Kompromisse nötig sind...
Tja
es bleibt schwierig
Gruß
Mike