Wahlrecht

Von: , Frage gestellt am Do, 14. Jun 2001

Hallo an alle,

wie ist Eure Meinung? Sollte man das Wahlrecht in Deutschland ändern und so durchführen wie in den USA? Hier weiß man bald ja gar nicht mehr wofür eine Partei einsteht und mit wem sie eine Koalition eingehen will? Die kleinen immer mit denen die gerade an der Macht sind und die an der Macht sind haben dann die freie Auswahl.

Gruß

Markus

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 26 Minuten hilfreich
    Re: Wahlrecht

    Hi Markus!
    Warum das Wahlrecht ändern?
    Werde Mitglied einer politischen Partei und betätige dich auf kommunaler Ebene (den Parteien fehlen da politische Aktivisten).
    Mit etwas Glück machst du dann innerparteiliche Karriere und kannst auf das politische Spektrum Deutschlands Einfluß nehmen.

    "Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst" ;-))

    Grüße
    Siegfried [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
      Re^2: Wahlrecht

      Hallo Siegfried,

      danke für Deine Antwort. Ich bin bereits diesbezüglich aktiv.

      Gruß

      Markus [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 8 Stunden hilfreich
    US-Wahlrecht???

    Hi markus wie ist Eure Meinung? Sollte man das Wahlrecht in Deutschland
    ändern und so durchführen wie in den USA? Hier weiß man bald
    ja gar nicht mehr wofür eine Partei einsteht und mit wem sie
    eine Koalition eingehen will?
    Weisst du, was der Unterschied zwischen den Demokraten und Republikanern in den USA ist... Beide Parteien überlappen sich sehr weit im politischen Spektrum und sind imho reine Wahlvereine.
    Ob die Sache mit den Wahlmännern so doll ist, wage ich doch (siehe letzte Wahl) zu bezweifeln.
    Das ideale Wahlrecht gibt es nicht, in jedes kann man riesige Löcher schiessen. Ich halte jedoch unseres mit der 5% Klausel für nicht allzu schlecht.
    jedenfalls besser wie das Britische (wo z.T die Hälfte der Abgegebenen Stimmen nicht gewertet werden....) oder das US-System... (bekannte Gründe...)
    Gruß
    Mike

    • Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
      Re: US-Wahlrecht???

      Hallo Mike,

      danke für Deine Antwort. Das optimale System gibt es wohl wirklich nicht. Wo wäre denn Deiner Meinung nach unser System zu verbessern?

      Gruß

      Markus [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
        Verbesserungsvorschläge...

        ... die vermutlich nichts bringen werden...

        Hi Markus
        Also: Die Hauptschwäche unseres Wahlsystems liegt in der Unfähigkeit des Wählers, Einfluss auf die Reihenfolge der Listenkandidaten zu nehmen. Hierzu wäre die Möglichkeit zu Untersuchen, Listen durch die Stimmvergabe an einzelne Kandidaten, bzw durch die Möglichkeit, einzelne Kandidaten zu streichen, mal ordentlich aufzumischen.
        In so einem Fall gäbe es keine "sicheren Listenplatz" mehr.
        und die Wähler könnten einem inkompetenten Idioten mal ein Feuerchen unter dem Hintern machen.

        Wie man das umsetzten könnte, überlasse ich mal den wahlsachverständigen. Das es möglich ist, zeigen die Landtagswahlen in Bayern.

        Als nächstes die Einführung von Volksbegehren und Volksentscheid auf Bundesebene.

        Gruß
        Mike

        • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
          Re: Verbesserungsvorschläge...

          Hallo Mike,

          nicht schlecht Deine Idee. Was mich so ein wenig stört ist die Tatsache, das der Wähler doch normalerweise wissen sollte, das eine Partei X Standpunkte Y vertritt. In den Bundeländern koaliert dann die Partei X mit anderen Parteien und begründet das dann damit, das man auf Landesebene halt fast die gleiche Meinung hat. Sowas finde ich verwirrend, insbesondere für den Wähler. Vor allem die Aussage, das man halt vor Wahlen keine Aussage trifft wer mit wem zusammengeht. Wer blickt den da noch durch?

          Gruß

          Markus [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

          • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
            Reinheit der Lehre oder Pragmatismus

            Hi Markus
            Ich sehe das so:
            wenn eine Wahl keine eindeutigen Ergebnisse zulässt, dann muß eine Koalition mit bzw eine Tolerierung durch eine andere Partei her. Ich halte die Aussage, man "wolle sich nicht festlegen" übrigens für legitim, denn wer nun mitregiert, ist vom Wahlergebniss und den Koalitionsverhandlungen abhängig.
            (Peinlich wird es nur, wenn a la Ösiland (Schüssel) Vollmundige versprechen einfach gebrochen werden...)


            Es stellt sich nun die Frage, wieviel der Ideale und Versprechungen durchsetztbar sind. dazu muß man Kompromisse eingehen. In wie weit diese Kompromisse noch dem willen der eigenen Wählerschaft entsprechen, wird sich dann bei der nächsten Wahl zeigen (Oder Vorher in Umfragen und vor allem den direkten Reaktionen).

            Häufig lassen sich auch die Vorstellungen gar nicht durchsetzten, die man gerne hätte, weil entweder die Gesetze oder das Geld (bzw Fehlen desselben) dagegen sprechen.

            Die Grundfrage bleibt: Soll eine Partei versuchen, die "Reinheit der Lehre" zu bewahren, womit sie auf ewig in die Opposition verbannt bleibt, oder sich an der Regierung beteiligen und zu versuchen, zumindest Teile ihres Programmes durchzusetzen? Aber in der Regierung wird sie sich automatisch "korrumpieren", da Kompromisse nötig sind...

            Tja
            es bleibt schwierig
            Gruß
            Mike

            • Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
              Re: Reinheit der Lehre oder Pragmatismus

              Hallo Mike,

              du hast die situation sehr gut beschrieben. also heißt es für uns alle wachseim sein

              gruß

              markus [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
          Re: Verbesserungsvorschläge...

          Hi Mike! Als nächstes die Einführung von Volksbegehren und
          Volksentscheid auf Bundesebene.
          Eine populistische Idee.
          Aber wie geht es dann weiter?
          Wer legt fest, was, wann und wie per Volksentscheid abgestimmt wird?

          Die Wahlbeteiligung geht bei Bundes-, Landtags- und Kommunalwahl stetig bergab (teils durch Politikverdrossenheit, teils durch schlichtes Desinteresse). Was passiert also bei Volksentscheiden, die eine Wahlbeteiligung von weniger als 50% haben? Überhaupt gültig? Gelten einfache oder absolute Mehrheiten? Was, wenn bei letzterer Regelung keine Mehrheit zustande kommt? Nochmal Volksentscheid und nochmal und nochmal?

          Welche Themen werden überhaupt per Volksentscheid bestimmt? Jede Gesetzesänderung (das sind viele!)? Oder nur das, worüber sich BILD, EXPRESS und NACHTANZEIGER großformatig aufregen?

          Und wie oft sollen wir zur Wahlurne? Jährlich mit dem Abstimmungspaket unter dem Arm? Quartalsweise oder monatlich? Oder jeden Sonntag?

          Viele Fragen - auch Antworten?

          Grüße
          Siegfried



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