Banken

Von: , Frage gestellt am Mi, 24. Nov 1999

Was für eine Welt: Ein demokratisch gewählter Bundeskanzler muss bei den Banken um die Arbeitsplätze der Holzmann AG betteln gehen!
Ein unerträglicher Zustand ! Was für eine politische Macht geht von solchen Zuständen aus ! Von Sozialbindung des Eigentumes haben diese Erbsenzähler von den Banken offensichtlich noch nichts gehört.

Ich bin dafür, dass man bei den Banken langsam aber sicher an eine Einschränkung ihrer Möglichkeiten denkt!

Sigi

13 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Banken

    hallo sigi,

    nur mal so, was ich immer nicht verstehe:

    menschen nehmen bei banken kredite auf. irgendwie haben die meisten menschen schulden oder überzogene konten, kredite und so.
    die banken geben geld ja nicht umsonst her, sondern wollen fleissig verdienen, und wer geldnot hat, bedient sich gerne ihrer dienste.
    geht es dann aber ans zurückbezahlen, oder geben die banken nicht mehr gelder wenn es gebraucht wird, dann sind sie die bösen buben!

    das das was da abgeht scheiosse ist, weiss ich auch, wenn firmen, und auch privatleute immer alles auf pump finanzieren wenn nicht genügend sicherheiten dasind, ist es doch eigentlich normal, das der geber irgendwann auch nein sagen kann/darf/soll!?

    ich meine das nicht als vorwurf, sondern nur mal so allgemein, weil ich die haltung vieler nicht so begreife. ich habe noch nie mein konto überzogen oder gar einen kredit aufgenommen, würde ich auch nie machen, weil ich weiss, das irgendwann das dicke ende kommen kann.

    ich stelle mir nun einfach die frage, soll/muss/darf man banken denn nun verpflichten weitere zahlungen zu leisten, wenn die keine sicherheiten haben?

    da ich selber nicht so gut über die geschichte da informiert bin, habe ich keine ahnung, inwieweit überhaupt noch sicherheiten von der firma da sind.

    würde mich freuen, was zu dem thema zu hören

    gruß

    sonja [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
      stimme ich zu



      hallo sigi,

      nur mal so, was ich immer nicht verstehe:

      menschen nehmen bei banken kredite auf.
      irgendwie haben die meisten menschen
      schulden oder überzogene konten, kredite
      und so.
      richtig die banken geben geld ja nicht umsonst
      her, sondern wollen fleissig verdienen,
      und wer geldnot hat, bedient sich gerne
      ihrer dienste.
      geht es dann aber ans zurückbezahlen,
      oder geben die banken nicht mehr gelder
      wenn es gebraucht wird, dann sind sie die
      bösen buben!
      finde auch ich seltsam? sind die banken denn ein sozialamt das geld zu verschenken hat? es gibt in deutschland so viele kreditausfälle, daß man den banken hier eigentlich keine vorwürfe machen kann. das das was da abgeht scheiosse ist,
      weiss ich auch, wenn firmen, und auch
      privatleute immer alles auf pump
      finanzieren wenn nicht genügend
      sicherheiten dasind, ist es doch
      eigentlich normal, das der geber
      irgendwann auch nein sagen
      kann/darf/soll!?
      MUSS ! Aber selbst wenn genug sicherheiten da sind und die banken sehen, daß nicht genug geld zur tilgung da ist, dürfen sie nicht mal nen kredit vergeben. ich meine das nicht als vorwurf, sondern
      nur mal so allgemein, weil ich die
      haltung vieler nicht so begreife. ich
      habe noch nie mein konto überzogen oder
      gar einen kredit aufgenommen, würde ich
      auch nie machen, weil ich weiss, das
      irgendwann das dicke ende kommen kann.
      lobenswert, aber übervorsichtig. ich stelle mir nun einfach die frage,
      soll/muss/darf man banken denn nun
      verpflichten weitere zahlungen zu
      leisten, wenn die keine sicherheiten
      haben?
      NEIN. Selbstverständlich können Banken dies tun, wenn sie glauben, daß eine Rückzahlung möglich ist (Sicherheiten sind zweitrangig!), aber sie dazu zu verpflichten widerspricht dem KWG (Kreditwesengesetz). da ich selber nicht so gut über die
      geschichte da informiert bin, habe ich
      keine ahnung, inwieweit überhaupt noch
      sicherheiten von der firma da sind.
      Sicherheiten sind unwichtig. Hier geht es darum ob die Zahlungsfähigkeit gegeben ist.
      Sicherheiten werden erst wichtig wenn dies nicht mehr der Fall ist und werden verwertet wenn die Zahlungsunfähigkeit (wie hier) eingetreten ist.

      "Der sicherste Kredit ist der Blankokredit" heißt so schön ein altes Sprichwort. und ist wahr. Denn wozu brauch ich Sicherheiten wenn ich mir sicher sein kann, daß eine Rückzahlungsfähigkeit 99,8% sicher ist?
      Und den Blankokredit bekommen nur solche Kunden.

      Ivo

      • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
        Re: stimme ich zu

        hab alles gelesen und hoffentlich richtig verstanden.
        *grübel*
        kann ich die selben Massstäbe an eine Bank anlegen dieim Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt?
        Also nochmal zum Fall Holzmann: Die Deutsche ist Kreditgeber, größter Anteilseigner?, und sitzt im Aufsichtsrat.
        JA, ihr habt recht es ist Idiotie schlechtem Geld noch mehr gutes hinterherzuwerfen.
        Aber hat sich die Deutsche Bank hier nicht gefährlich dumm angestellt?
        Die müssen doch alle Zahlen haben? DIe müssen doch wissen was geht?
        Wenn ich mir den Aktionäarsbericht auf der Homepage von P Holzmann anschaue (vom Juli 99) dann hab ich das Gefühl die sagten ihren Aktionären noch vor 4 Monaten:
        "alles ist gut"
        ICh erwarte nicht das die Banken ein Unternehmen retten das keine Chancen hat, aber ein bisschen Spanisch (unverständlich) finde ich die Geschichte
        Gruß bernd
        der einfach nur interessiert ist

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^2: stimme ich zu

          kann ich die selben Massstäbe an eine
          Bank anlegen dieim Aufsichtsrat des
          Unternehmens sitzt?
          Der Aufsichtsrat hat klar Versagt, daran gibt es keinen Zweifel. Also nochmal zum Fall Holzmann: Die
          Deutsche ist Kreditgeber, größter
          Anteilseigner?, und sitzt im
          Aufsichtsrat.
          Nun ja, Sie ist der zweit Größte Anteilseigner. da Sie aber im Aufsichtsrat sitzt, zeigt sich die Deutsche Bank auch sehr kulant.
          Nur warum solle die anderen das auch tun? JA, ihr habt recht es ist Idiotie
          schlechtem Geld noch mehr gutes
          hinterherzuwerfen.
          Aber hat sich die Deutsche Bank hier
          nicht gefährlich dumm angestellt?
          Kein Widerspruch. Die müssen doch alle Zahlen haben? DIe
          müssen doch wissen was geht?
          Wenn ich mir den Aktionäarsbericht auf
          der Homepage von P Holzmann anschaue (vom
          Juli 99) dann hab ich das Gefühl die
          sagten ihren Aktionären noch vor 4
          Monaten:
          "alles ist gut"
          ICh erwarte nicht das die Banken ein
          Unternehmen retten das keine Chancen hat,
          aber ein bisschen Spanisch
          (unverständlich) finde ich die Geschichte
          Da sitzt das Größe "Hmmm" !
          Fakt ist jedoch, daß bei ca. 8 Mrd. Bilanzsumme 2,4 Mrd. verschleiert wurden, ja kriminellen Stoff bieten! Das sind ca. 27%!!! Nun ja, die Staatsanwaltschaft ermittelt und falls der Konzern die Wende schafft, dann sicher nicht mit dem momentanen Vorstand in voller Besetzung.


          Ivo

  2. Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
    Re: Banken

    Was für eine Welt: Ein demokratisch
    gewählter Bundeskanzler muss bei den
    Banken um die Arbeitsplätze der Holzmann
    AG betteln gehen!
    Er bettelt nicht, er versucht die Banken zu überzeugen, das ist was anderes.
    Denn schließlich wären das Arbeitslose, die den Staat was kosten (der sowieso kein Geld hat) Ein unerträglicher Zustand ! Was für eine
    politische Macht geht von solchen
    Zuständen aus !
    Was willst du damit sagen? Der Kanzler darf von der Privatwirtschaft gar nichts einfach fordern, geschweigeden bestimmen.
    Das verbietet unser Wirtschaftssystem.
    Die Banken zu überzeugen versuchen darf er hingegen.

    Von Sozialbindung des Eigentumes haben diese Erbsenzähler von
    den Banken offensichtlich noch nichts
    gehört.
    Hallo? dir ist schon klar, daß es sich hier nicht um Eigentum der Banken handelt sondern um das Ihrer Kunden. Banken sind gesetzlich verpflichtet verantwortungsvoll mit dem Geldern Ihrer Eineger umzugehen.
    Dazu gehört NICHT Geld in ein marodes Umternehmen zu stecken!

    Wenn eine Bank nicht davon Überzeugt ist, dass ein Unternehmen zu retten ist, handelt sie unverantwortlich, wenn hier weiteres Geld investiert wird.

    Ich finde das mit der Holzmann Pleite
    auch übel, aber die Banken handeln hier wie sie es aus Ihrer Sicht für richtig halten und die Politik hat sich da rauszuhalten. Ich bin dafür, dass man bei den Banken
    langsam aber sicher an eine Einschränkung
    ihrer Möglichkeiten denkt!
    Die Banken sind in Ihren Möglichkeit stark eingeschränkt. Was willst du denn da reglementieren? Sie zwingen Verluste zu machen und gegebenenfalls Konkurs gehen zu lassen?
    Das ist doch Unsinn! Banken sind gesetzlich bei der Kreditvergabe so beschränkt, dass es unsinnig ist hiernach weiteren Regeln zu verlangen.
    Eine deregulierung bei den gesetzlichen Vergabevorschriften würde eher "Risikokapital" schaffen.

    Ivo

    *der es satt hat, daß man die fehler anderer immer auf die "bösen" banken abwälzen will - aber trotzdem hofft, dass es für holzmann noch eine rettung gibt*

    • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
      Re^2: Banken

      Hi !! Was für eine Welt: Ein demokratisch
      gewählter Bundeskanzler muss bei den
      Banken um die Arbeitsplätze der Holzmann
      AG betteln gehen!
      Er bettelt nicht, er versucht die Banken
      zu überzeugen, das ist was anderes.
      Denn schließlich wären das Arbeitslose,
      die den Staat was kosten (der sowieso
      kein Geld hat)
      Genau, und das muß er auch tun. Es ist im Interesse aller Steuerzahler und natürlich auch des Bundes, diese Firma in irgendeiner Form zu erhalten. Die Banken haben die Möglichkeit, das zu gewähelristen, also fragt man sie. Ein unerträglicher Zustand ! Was für eine
      politische Macht geht von solchen
      Zuständen aus !
      Was willst du damit sagen? Der Kanzler
      darf von der Privatwirtschaft gar nichts
      einfach fordern, geschweigeden bestimmen.
      Das verbietet unser Wirtschaftssystem.
      Die Banken zu überzeugen versuchen darf
      er hingegen.
      Das stimmt.
      Von Sozialbindung des Eigentumes haben diese Erbsenzähler von
      den Banken offensichtlich noch nichts
      gehört.
      Hallo? dir ist schon klar, daß es sich
      hier nicht um Eigentum der Banken handelt
      sondern um das Ihrer Kunden. Banken sind
      gesetzlich verpflichtet
      verantwortungsvoll mit dem Geldern Ihrer
      Eineger umzugehen.
      Dazu gehört NICHT Geld in ein marodes
      Umternehmen zu stecken!
      Allerdings siehst Du das schon sehr schwarz-weiß.
      Die Deutsche Bank weiß seit geraumer Zeit von der Finanznot der Holzmann Konzerns und äußerte sich nicht.
      Nun zeigt sie sich in den Verhandlungen sehr kulant. Nur die weiteren ca. 19 kleineren Gläubigerbanken wolten nicht mehr mitziehen.
      Auch sie hätten das aber bei korrekter Überprüfung der Risiken der von ihnen vergebenen Kredite bereits vor jahresfrist merken müssen.

      Nun sollte, überspitzt gesagt, die Nachlässigkeit der Banken und des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates der Holzmann AG auf die Mitarbeiter abgewälzt werden.
      Das war von allen Seiten inkorrekt und daher bin ich auch zunächst froh, daß der Konzern Holzmann eine Schonfrist erhalten hat.

      Nur wer denkt, mal ganz nebenbei und etwas abschweifend, an die hunderte von Betrieben aus der Gruppe der KMUs, die jährlich pleite gehen ?
      Das ist hier nicht interessant. Es geht mal wieder um die Subventionierung von Großunternehmen. Hier stehen dann furchterregende Zahlen im Raume wie z.B. 17.000 Arbeitslose. Die 150 Arbeitslosen die eine Pleite eines Mittelständlers nach sich zieht, sind natürlich weniger interessant. Die Zahl wirkt einfach nicht.
      Das ist m.E. die Misere in Deutschlöand. Wenn´ein Großunternehmen heruntergewirtschaftet wurde oder die Branchenwandlungen nicht erkannt hat, wird es vom Staat (auch bei Holzmann bürgt der Staat mit einem 3-stelligen Millionenbetrag) am Leben erhalten. bezahlt wird dies durch die Steuern der KMUs, da die wenigestens noch Steuern in Deutschland bezahlen.
      das finde ich ärgerlich.
      *der es satt hat, daß man die fehler
      anderer immer auf die "bösen" banken
      abwälzen will - aber trotzdem hofft, dass
      es für holzmann noch eine rettung gibt*
      Soory, aber Geldverleihen ist nun mal das unseriöseste Geschäft gleich nach Drogenhandel.
      Viele Unternehmenspleiten und Privatkonkurse sind von den Banken hausgemacht.
      Ich empfehle hierzu für den Laien (weiß ja nicht, inwieweit Du vom Fach bist, sorry) die Lektüre des Buches "Das Kartell der Kassierer" von G. Ogger. Hier sind einige illustre Beispiele für die "Seriösität" unserer heimlichen Staatslenker aufgeführt.

      Einer Firma mit vollen Auftragsbüchern einfach die Kreditlinie zusammenzustreichen, einfach weil der neue Abteilungsleiter der Bank das betr. Unternehmen anders bewertet, ist da noch das geringste Beispiel. Der Staat wird von den KMUs gefüttert und die hängen auf Gedeih und Verderb von den Banken ab.
      Allerdings haben sie durch die unverschämte Abkassierermentalität unserer Staatslenker auch keine Chance, sich etwas unabhängiger von den Banken zu machen. Was reinvestiert werden sollte, geht an den Staat.

      Auch das ärgert mich.

      Und jetzt werde ich versuchen, mein KMU einh wenig zu pushen.

      Gruß und einen schönen Tag,

      Mathias

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Banken

        Hiho! Genau, und das muß er auch tun. Es ist im
        Interesse aller Steuerzahler und
        natürlich auch des Bundes, diese Firma in
        irgendeiner Form zu erhalten. Die Banken
        haben die Möglichkeit, das zu
        gewähelristen, also fragt man sie.
        Hab auch nix dagegen, daß der Kanzler so was versucht. Hallo? dir ist schon klar, daß es sich
        hier nicht um Eigentum der Banken handelt
        sondern um das Ihrer Kunden. Banken sind
        gesetzlich verpflichtet
        verantwortungsvoll mit dem Geldern Ihrer
        Eineger umzugehen.
        Dazu gehört NICHT Geld in ein marodes
        Umternehmen zu stecken!
        Allerdings siehst Du das schon sehr
        schwarz-weiß.
        Die Deutsche Bank weiß seit geraumer Zeit
        von der Finanznot der Holzmann Konzerns
        und äußerte sich nicht.
        Nun zeigt sie sich in den Verhandlungen
        sehr kulant. Nur die weiteren ca. 19
        kleineren Gläubigerbanken wolten nicht
        mehr mitziehen.
        Auch sie hätten das aber bei korrekter
        Überprüfung der Risiken der von ihnen
        vergebenen Kredite bereits vor
        jahresfrist merken müssen.
        Nun ja, wenn 27% der Bilanz kriminell/verschleiert sind dann ist das wohl nicht so einfach. Die Staatanwaltschaft ermittelt nicht umsonst.
        Dass die Aufsichtsgremien versagt haben ist keine Frage - daher Zustimmung
        Nun sollte, überspitzt gesagt, die
        Nachlässigkeit der Banken und des
        Vorstandes sowie des Aufsichtsrates der
        Holzmann AG auf die Mitarbeiter abgewälzt
        werden.
        Das war von allen Seiten inkorrekt und
        daher bin ich auch zunächst froh, daß der
        Konzern Holzmann eine Schonfrist erhalten
        hat.
        Wer ist nicht darüber froh? Pleiten sind immer hart. Nur find ich es nicht gut, daß dies mit Steuermitteln gemacht wurde.
        Der Schröder hat schon recht: "WIR haben es geschafft!" - Machen wir das jetzt bei allen 15-30.000 Pleiten in Deutschland pro Jahr?
        Nur wer denkt, mal ganz nebenbei und
        etwas abschweifend, an die hunderte von
        Betrieben aus der Gruppe der KMUs, die
        jährlich pleite gehen ?
        Das ist hier nicht interessant. Es geht
        mal wieder um die Subventionierung von
        Großunternehmen. Hier stehen dann
        furchterregende Zahlen im Raume wie z.B.
        17.000 Arbeitslose. Die 150 Arbeitslosen
        die eine Pleite eines Mittelständlers
        nach sich zieht, sind natürlich weniger
        interessant. Die Zahl wirkt einfach
        nicht.
        Das ist m.E. die Misere in Deutschlöand.
        Wenn´ein Großunternehmen
        heruntergewirtschaftet wurde oder die
        Branchenwandlungen nicht erkannt hat,
        wird es vom Staat (auch bei Holzmann
        bürgt der Staat mit einem 3-stelligen
        Millionenbetrag) am Leben erhalten.
        bezahlt wird dies durch die Steuern der
        KMUs, da die wenigestens noch Steuern in
        Deutschland bezahlen.
        das finde ich ärgerlich.
        Vollste Zustimmung! *der es satt hat, daß man die fehler
        anderer immer auf die "bösen" banken
        abwälzen will - aber trotzdem hofft, dass
        es für holzmann noch eine rettung gibt*
        Soory, aber Geldverleihen ist nun mal das
        unseriöseste Geschäft gleich nach
        Drogenhandel.
        Blödsinn! Viele Unternehmenspleiten und
        Privatkonkurse sind von den Banken
        hausgemacht.
        ??? Sorry, aber das ist Quatsch! So was sagen natürlich alle Betroffenen, aber das ist schlicht und ergreifend falsch. Ich empfehle hierzu für den Laien (weiß
        ja nicht, inwieweit Du vom Fach bist,
        sorry) die Lektüre des Buches "Das
        Kartell der Kassierer" von G. Ogger. Hier
        sind einige illustre Beispiele für die
        "Seriösität" unserer heimlichen
        Staatslenker aufgeführt.
        sinnlose Verschwörungstheorien, hab das Ding bereits gelesen und mich totgelacht - wenn es nur nicht ein so ernstes Thema wäre.
        Andererseits Banken als quasi anonyme Buhmänner sind schön bequem. Einer Firma mit vollen Auftragsbüchern
        einfach die Kreditlinie
        zusammenzustreichen, einfach weil der
        neue Abteilungsleiter der Bank das betr.
        Unternehmen anders bewertet, ist da noch
        das geringste Beispiel. Der Staat wird
        von den KMUs gefüttert und die hängen auf
        Gedeih und Verderb von den Banken ab.
        Allerdings haben sie durch die
        unverschämte Abkassierermentalität
        unserer Staatslenker auch keine Chance,
        sich etwas unabhängiger von den Banken zu
        machen. Was reinvestiert werden sollte,
        geht an den Staat.
        Da liegt auch ein Dilema.
        Die meisten Konkurse sind jedoch auf nicht geeignetes Management zurückzuführen.
        (Leider)

        Ciao Ivo

        • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
          Re^4: Banken

          Hi Ivo ! Genau, und das muß er auch tun. Es ist im
          Interesse aller Steuerzahler und
          natürlich auch des Bundes, diese Firma in
          irgendeiner Form zu erhalten. Die Banken
          haben die Möglichkeit, das zu
          gewähelristen, also fragt man sie.
          Hab auch nix dagegen, daß der Kanzler so
          was versucht.
          Allerdings siehst Du das schon sehr
          schwarz-weiß.
          Die Deutsche Bank weiß seit geraumer Zeit
          von der Finanznot der Holzmann Konzerns
          und äußerte sich nicht.
          Nun zeigt sie sich in den Verhandlungen
          sehr kulant. Nur die weiteren ca. 19
          kleineren Gläubigerbanken wolten nicht
          mehr mitziehen.
          Auch sie hätten das aber bei korrekter
          Überprüfung der Risiken der von ihnen
          vergebenen Kredite bereits vor
          jahresfrist merken müssen.
          Nun ja, wenn 27% der Bilanz
          kriminell/verschleiert sind dann ist das
          wohl nicht so einfach. Die
          Staatanwaltschaft ermittelt nicht
          umsonst.
          Dass die Aufsichtsgremien versagt haben
          ist keine Frage - daher Zustimmung
          Eben, denn wozu gibt es einen Aufsichtsrat ?
          In der Praxis werden dort leider sehr oft abgehalfterte oder nicht mehr aktive Politiker aufbewahrt, die von Wirtschaft wenig Ahnung haben.
          Und wo waren die hochbezahlten Controller der Banken ?
          Auch die Banken haben hier ihre Aufsichtspflicht verletzt, müssen aber kaum Risiko tragen, da sie bei einer Pleite ohnehin die ersten wären, die sich schadlos halten dürften. Und der Keuler am unteren Ende der Leiter haftet. Da stimmt doch was nicht.
          Und daher ist das für mich die (einzige) Begründung für den staatlichen Eingriff hier.
          Normalerweise bin ich absolut gegen solche Aktionen. Nur hier geht es um 40.000 mittelständische Arbeitsplätze. Das ist ein absoluter Sonderfall. Nun sollte, überspitzt gesagt, die
          Nachlässigkeit der Banken und des
          Vorstandes sowie des Aufsichtsrates der
          Holzmann AG auf die Mitarbeiter abgewälzt
          werden.
          Das war von allen Seiten inkorrekt und
          daher bin ich auch zunächst froh, daß der
          Konzern Holzmann eine Schonfrist erhalten
          hat.
          Wer ist nicht darüber froh? Pleiten sind
          immer hart. Nur find ich es nicht gut,
          daß dies mit Steuermitteln gemacht wurde.
          Der Schröder hat schon recht: "WIR haben
          es geschafft!" - Machen wir das jetzt bei
          allen 15-30.000 Pleiten in Deutschland
          pro Jahr?
          Diese Frage ist durchaus berechtigt. Natürlich stelle ich sie mir auch.
          Das darf, so ungerecht es auch sein mag, nur ein Einzelfall bleiben.
          Was ich am Vorgehen bzgl. der Holzmann AG kritisieren muß ist, dass den finanziellen Hilfen keine Konzernumstrukturierung folgen wird. Macht man einfach so weiter, ist die Bude Ende 2000 wirklich pleite.
          Eine Aufteilung un teilweise Veräußerung des Konzerns zur Sicherstellung der Konkurrenzfähigkeit hätte seitens der Geldgeber unbedingt verlangt werden müssen.
          Nur wer denkt, mal ganz nebenbei und
          etwas abschweifend, an die hunderte von
          Betrieben aus der Gruppe der KMUs, die
          jährlich pleite gehen ?
          Das ist hier nicht interessant. Es geht
          mal wieder um die Subventionierung von
          Großunternehmen. Hier stehen dann
          furchterregende Zahlen im Raume wie z.B.
          17.000 Arbeitslose. Die 150 Arbeitslosen
          die eine Pleite eines Mittelständlers
          nach sich zieht, sind natürlich weniger
          interessant. Die Zahl wirkt einfach
          nicht.
          Das ist m.E. die Misere in Deutschlöand.
          Wenn´ein Großunternehmen
          heruntergewirtschaftet wurde oder die
          Branchenwandlungen nicht erkannt hat,
          wird es vom Staat (auch bei Holzmann
          bürgt der Staat mit einem 3-stelligen
          Millionenbetrag) am Leben erhalten.
          bezahlt wird dies durch die Steuern der
          KMUs, da die wenigestens noch Steuern in
          Deutschland bezahlen.
          das finde ich ärgerlich.
          Vollste Zustimmung!
          Nur will das leider keiner hören. Die Entwicklung in D ist bedenklich.
          Denn folgerichtig müsste ich als Mittelständler nun das Recht bekommen, mich auch in irgendeiner Form über die Allgemeinheit zu subventionieren. Ich könnte mir hier eine Senkung der Steuerlast vorstellen... :-))
          Zu Recht prangern die Arbeitgeberverbände die Situation an. Denn die 100.000 Arbeitsplätze, die bereits in diesem Jahr durch Pleiten verloren gingen, interessieren niemanden, weil es niemals so viele auf einmal waren. *der es satt hat, daß man die fehler
          anderer immer auf die "bösen" banken
          abwälzen will - aber trotzdem hofft, dass
          es für holzmann noch eine rettung gibt*
          Soory, aber Geldverleihen ist nun mal das
          unseriöseste Geschäft gleich nach
          Drogenhandel.
          Blödsinn!
          Kommt auf den Standpunkt an. Einer Firma mit vollen Auftragsbüchern
          einfach die Kreditlinie
          zusammenzustreichen, einfach weil der
          neue Abteilungsleiter der Bank das betr.
          Unternehmen anders bewertet, ist da noch
          das geringste Beispiel. Der Staat wird
          von den KMUs gefüttert und die hängen auf
          Gedeih und Verderb von den Banken ab.
          Allerdings haben sie durch die
          unverschämte Abkassierermentalität
          unserer Staatslenker auch keine Chance,
          sich etwas unabhängiger von den Banken zu
          machen. Was reinvestiert werden sollte,
          geht an den Staat.
          Da liegt auch ein Dilema.
          Die meisten Konkurse sind jedoch auf
          nicht geeignetes Management
          zurückzuführen.
          (Leider)
          Eben nicht nur. Durch die hohe Steuerlast in D ist es den meisten KMUs unmöglich, Kapital zur Vorfinanzierung größerer Prijekte als die üblichen zu erwirtschaften. Dieses müssen sie sich also von den Banken holen.
          Dies ist auch, bei einer langjährigen Geschäftsbeziehung kein Problem. Nur neue Ideen oder Risikogeschäfte, die ja oft sehr lukrativ sind und neue Arbeitsplätze mit Zukunft versprechen, werden so in D schwer durchführbar.
          Da liegt das Dilemma.
          Unsere Banker haben einerseits keinen Mut, die Erschließung neuer Märkte zu unterstützen und andererseits kreieren sie in bekannten, kriselnden Märkten die neue Währungseinheit "Peanut".
          Das ist für mich unglaubwürdig.
          Der Staat rechtfertig dieses Verhalten dann noch zusätzlich durch seine schamlose Subventionspolitik sterbenden Branchen gegenüber.

          Wie man sieht, bin ich in meiner Meinung momentan relativ zerrissen.
          Ich weiß eben auch keine Patentlösung. Nur was ich weiß ist, dass der Fall Holzmann ein Einzelfall bleiben muß und staatliche Subventionen insgesamt immer mehr zurückgenommen und schließlich, außer für Wachstumsbranchen, eingestellt werden müssten.

          Bis dann,

          Mathias

          • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
            Re^5: Banken

            Eben nicht nur. Durch die hohe Steuerlast
            in D ist es den meisten KMUs unmöglich,
            Kapital zur Vorfinanzierung größerer
            Prijekte als die üblichen zu
            erwirtschaften.
            Das mit den Steuern ist schon heftig. Während DCX die nächsten Jahre keine zahlen muss wegen eines gigantischen Verlustvortrags (Hallo mein Name ist Schrempp und ich habe bei Fokker 6 Mrd. in den Sand gesetzt *gr*) - trifft es den Mittelstand mal wieder voll. Dieses müssen sie sich
            also von den Banken holen.
            Dies ist auch, bei einer langjährigen
            Geschäftsbeziehung kein Problem. Nur neue
            Ideen oder Risikogeschäfte, die ja oft
            sehr lukrativ sind und neue Arbeitsplätze
            mit Zukunft versprechen, werden so in D
            schwer durchführbar.
            Ja, es gibt zu wenig Wagniskapital, bzw. sind die Banken zu zu wenig Risiko bereit bei Ihren Kreditvergaben. Eigentlich komisch bei den sinkenden Zinseerträgen der letzten Jahre.
            hier kommt aber durch, daß sich die Banken vom Kreditgeschäft immer mehr wegbewegen. Siehe die Deutsche Bank, die erstmals mehr Provisionserträge wie Erträge aus dem Kreditbereich erwirtschaftet hat. Da liegt das Dilemma.
            Unsere Banker haben einerseits keinen
            Mut, die Erschließung neuer Märkte zu
            unterstützen und andererseits kreieren
            sie in bekannten, kriselnden Märkten die
            neue Währungseinheit "Peanut".
            Es gibt leider auch sehr viel unwissen bei Bankberatern. Das ist für mich unglaubwürdig.
            Der Staat rechtfertig dieses Verhalten
            dann noch zusätzlich durch seine
            schamlose Subventionspolitik sterbenden
            Branchen gegenüber.
            Leider wahr! Wie man sieht, bin ich in meiner Meinung
            momentan relativ zerrissen.
            Ich weiß eben auch keine Patentlösung.
            Nur was ich weiß ist, dass der Fall
            Holzmann ein Einzelfall bleiben muß und
            staatliche Subventionen insgesamt immer
            mehr zurückgenommen und schließlich,
            außer für Wachstumsbranchen, eingestellt
            werden müssten.
            Nun ja, die hat keiner. Daher das Chaos? Jedenfalls hat sich der Kanzler zumindest ein bischen saniert *g*

            Ivo



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