Berlin-Wahl
Von: , Frage gestellt am Mo, 22. Okt 2001
Moin!
Ich kam, sah und wunderte mich.
Knapp 23% der Berliner entschieden sich für die PDS.
Größtenteils rekrutierten sich diese Wähler aus dem Ostteil der Stadt, hier lag das Ergebnis bei gut 40%.
Das ist nicht zu glauben und ich fasse dies als Beleidigung eines jeden auf, der vor 12 Jahren auf die Straße gegangen ist und die Befreiung der Ostzone durchgesetzt hat.
Das Wahlergebnis zeigt, daß viele Leute in den neuen BL mit ihrer neuen Freiheit nichts anfangen können und wieder der alten Kommunistenrhetorik folgen wollen.
Hier ist offensichtlich dringender Nachholbedarf in Sachen Demokratie vorhanden.
Wenn unsere Freunde und Brüder im Osten nun unbedingt den alten DDR-Filz zurückhaben wollen, dann geben wir ihnen doch in Gottes Namen ein eigenes Bundesland z.B. Sachsen-Anhalt, als eigenes, unabhängiges Staatsgebiet. Dort können sich dann alle unverbesserlichen Ostalgiker anschicken, eine bessere Welt in sozialistischer Freiheit und kommunistischer Verbrüderung aufzubauen, die sie dann aber bitte auch selbst bezahlen!
Ich persönlich fühle mich schlichtweg verarscht von diesen Leuten. Einer predigt die Umverteilung von reich auf arm (wobei er den Leuten vorher erzählt, sie selbst seien arm) und schon leufen die Ossis ihm wie die Lemminge hinterher.
Alles auf Neid, Dummheit und Unfähigkeit zu demokratischem Handeln aufgebaut.
Ich jedenfalls will mit diesen Leuten nichts zu tun haben und schlage vor, eine Volksabstimmung in der gesamten BRD darüber abzuhalten, ob Berlin weiterhin Hauptstadt belieben soll, wenn die SPD dort mit der PDS koalieren sollte.
Ich jedenfalls lehne jedweden Kontakt zu den Kommunisten ab und breche im Koalitionsfall sofort jeglichen wirtschaftlichen Kontakt zum Land Berlin ab.
Wir stellen sensible Dual-Use-Güter für die chemische Forschung, v.a. an Universitäten, her, die ich in solchen Händen für extrem gefährlich halte.
Grüße,
Mathias
P.S.: ich möchte nicht in diese lächerliche Argumentation á la Frau Pau einsteigen, die behauptet, die PDS hätte nur noch 5% der alten Mitglieder und die alten Blockparteien wären ohnehin die allerbösesten.
Das ist verlogen, hahnebüchen und irrelevant. Denn die alten Blockparteien besaßen allesamt wenigstens nicht die Dreistigkeit, unter dem alten Banner und den alten Ideen weiterzusegeln, sondern sahen ihre Fehler ein. Und das zählt für mich und sicherlich auch für viele, die wie Frau Pau argumentieren. Sonst hätte ein J. Fischer oder O. Schily niemals an die Regierung kommen dürfen.
