Friedensobelpreisnominierung

Von: , Frage gestellt am Mo, 4. Feb 2002

Ich will an dieser Stelle mal meine Meinung über die Nomierung George W. Bush für den Friedensnobelpreis preisgeben...

Das ist ja wohl ein Witz, oder?
Ich denke, der Friendsnobelpreis gebührt einem Menschen, der sich für den FRIEDEN einsetzt und das mit FRIEDLICHEN Mitteln (z.B. wie Gandhi damals) und ohne Gewalt.
Damit möchte ich nicht sagen, dass die militärischen Ationen in Afghanistan nicht gerechtfertigt waren/sind. Das ist ein anderer Hut.
Hier geht es aber um den Firdensnobelpreis und da gibt es eine Menge anderer Persönlichkeiten, die ihn eher verdient hätten als der amerikanische Präsident. Schon gar, wenn ich lesen muss, dass dieser konservative Hardliner militärisch und politsch bedenkliche Schläge gegen andere "Terrorstaaten" erwägt wie z.B. gegen den Iran, Irak und Nordkorea.

Meine Meinung!

Was meint ihr? Seid Ihr nicht auch der Meinung, dass der Friedensnobelpreis anderen Leuten gebührt?

28 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 48 Minuten hilfreich
    Re: Friedensobelpreisnominierung

    Und?

    Ich bin mir zwar nicht sicher, meine aber, dass zwar nicht alle, aber sehr viele Leute Vorschläge unterbreiten können (ich glaube z.B. jeder Parlamentarier, jeder Professor etc.). Wenn das stimmt, dann ist die Aussagekraft = 0, wenn jemand zum Friedensnobelpreis nominiert ist.

    Aufregen müßte man sich nur, wenn Bush ihn erhält. Obwohl: gab es vorher nicht Krieg zwischen Taliban und Nordallianz und ist dort jetzt nicht Frieden?

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Re^2: Friedensobelpreisnominierung

      Ich bin mir zwar nicht sicher, meine aber, dass zwar nicht
      alle, aber sehr viele Leute Vorschläge unterbreiten können
      (ich glaube z.B. jeder Parlamentarier, jeder Professor etc.).
      http://www.nobel.no/eng_com_nom.html Wenn das stimmt, dann ist die Aussagekraft = 0, wenn jemand
      zum Friedensnobelpreis nominiert ist.
      In der Tat.

      Gruß
      Christian

      • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
        Re^3: Friedensobelpreisnominierung

        Aus dem online-Ticker der NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung):

        "Bush und Blair für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen

        Oslo (dpa) - US-Präsident George W. Bush und der britische Premier Tony Blair gehören zu den offiziellen Kandidaten für den diesjährigen Friedensnobelpreis. Wie in Oslo bestätigt wurde, haben Parlamentsabgeordnete der rechtsgerichteten norwegischen Fortschrittspartei die beiden für ihren Einsatz gegen den Terrorismus vorgeschlagen. Das Osloer Nobelkomitee kommentiert den Eingang von Vorschlägen traditionell nicht."

        MfG Claus

        • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
          Re^4: Friedensobelpreisnominierung

          Tag Claus, Wie in Oslo bestätigt
          wurde, haben Parlamentsabgeordnete der rechtsgerichteten
          norwegischen Fortschrittspartei die beiden für ihren Einsatz
          gegen den Terrorismus vorgeschlagen.
          so paßt es dann ja wieder zusammen. Bleibt die begründete Hoffnung, daß sich dieser Nominierung das Komittee nicht anschließen wird.

          Gruß
          Christian

          • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
            Re^5: Fies ketzerisch ;-)

            Tag Claus, Wie in Oslo bestätigt
            wurde, haben Parlamentsabgeordnete der rechtsgerichteten
            norwegischen Fortschrittspartei die beiden für ihren Einsatz
            gegen den Terrorismus vorgeschlagen.
            so paßt es dann ja wieder zusammen. Bleibt die begründete
            Hoffnung, daß sich dieser Nominierung das Komittee nicht
            anschließen wird.
            Arafat hat seinen ja schon, jetzt sind Bin Laden und Saddam Hussein dran.
            *duckundweg*
            Rainer

            • Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
              Re^6: Fies ketzerisch ;-)

              Arafat hat seinen ja schon, jetzt sind Bin Laden und Saddam
              Hussein dran.
              *duckundweg*
              Rainer
              Bin ich ganz Deiner Meinung.

              Seitdem Herr Arafat vor einigen Jahren mit dem FRIEDENS-Nobelpreis geehrt wurde, dürfte es weltweit wohl kaum einen Menschen geben, der nicht auch einen Anspruch darauf hätte.

              Gleiches Recht für alle - oder ??

            • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
              Re^7: Fies ketzerisch ;-)

              Hi Anita, Seitdem Herr Arafat vor einigen Jahren mit dem
              FRIEDENS-Nobelpreis geehrt wurde, dürfte es weltweit wohl kaum
              einen Menschen geben, der nicht auch einen Anspruch darauf
              hätte.
              ich möchte dazu nur kurz anmerken, daß Arafat ihn zusammen mit Rabin und Peres bekommen hat. Ich glaube mal so, daß HEUTE der Friedensnobelpreis an Arafat ähnlich auf Unverständnis stoßen würde wie für Herrn Sharon.
              1994 sah alles nach dem langersehnten Frieden aus, dafür gab es den Preis. Daß dieser Prozeß tot ist, ist sicher nicht alleine Arafats Schuld.

              MfG Claus

            • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
              Re^8: Fies ketzerisch ;-)

              Hallo Claus! ich möchte dazu nur kurz anmerken, daß Arafat ihn zusammen mit
              Rabin und Peres bekommen hat.
              Richtig. Und wer auch immer diese Entscheidung damals befürwortet hat, muss seit der Gründung der PLO 1964 dreißig Jahre lang den Kopf in den Sand gesteckt haben. Ich glaube mal so, daß HEUTE der
              Friedensnobelpreis an Arafat ähnlich auf Unverständnis stoßen
              würde wie für Herrn Sharon.
              Nicht auszudenken, was für ein weltweiter Protest einsetzen würde, käme heute jemand auf die Idee, Herrn Sharon vorzuschlagen!! 1994 sah alles nach dem langersehnten Frieden aus, dafür gab
              es den Preis. Daß dieser Prozeß tot ist, ist sicher nicht
              alleine Arafats Schuld.
              Nein, sicher nicht allein.
              Aber aus der Entwicklung der letzten Jahre und Monate heraus sei die Frage erlaubt, ob Arafat überhaupt JEMALS ERNSTHAFT an Frieden interessiert war?

              MfG Anita

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^9: Fies ketzerisch ;-)

              Hallo Anita, Richtig. Und wer auch immer diese Entscheidung damals
              befürwortet hat, muss seit der Gründung der PLO 1964 dreißig
              Jahre lang den Kopf in den Sand gesteckt haben.
              daß die PLO sich nicht eben als Friedenspartei verhalten hat ist nicht bezweifelbar denke ich. Allerdings standen wir 1994 an einer Stelle, wo alles nach einer historischen Wende in dieser endlosen katastrophe aussah. Nicht auszudenken, was für ein weltweiter Protest einsetzen
              würde, käme heute jemand auf die Idee, Herrn Sharon
              vorzuschlagen!!
              Ähnlich wie die Reaktion wär, wenn man heute Arafat vorschlagen würde. Herr Sharon hat im übrigen eine Vergangenheit, die jawohl auch nicht eben sauber ist. Die belgischen Ermittler handeln glaub ich nicht aus antisemitischen Motiven. Fazit: BEIDE dürften heute niemals so einen Preis bekommen. Nein, sicher nicht allein.
              Rekonstruieren wir mal: Was war der Anfang vom Ende dieses Prozesses? Doch der Mord an Rabin, oder sehe ich das falsch? Daß Herr Sharon nicht an einer friedlichen Koexistenz interessiert hat ja sein sensibles Handeln gezeigt, schon bevor er MP war. Aber aus der Entwicklung der letzten Jahre und Monate heraus
              sei die Frage erlaubt, ob Arafat überhaupt JEMALS ERNSTHAFT an
              Frieden interessiert war?
              Es sei auch die Frage erlaubt: war Sharon (ich rede nicht von Israel!) jemals ERNSTHAFT an Frieden interessiert? So leid es mir tut, dies bezweifle ich genauso.

              Versteh mich nicht falsch: Ich möchte Arafat nicht heilig sprechen, das liegt mir fern. Aber ihn als alleine Schuldigen hinzustellen erscheint mir nicht angemessen.
              Arafat ist mit Rabin über seinen Schatten gesprungen und hat zumindest Ansätze zu einer friedlichen Lösung gemacht. Sharon ist diesen Ansatz un meinen Augen schuldig geblieben bis heute.

              Ich könnte wirklich heulen, wenn ich sehe, daß ein Attentäter mittelfristig so viel Erfolg gehabt hat.
              Im übrigen hat Israel viele fähige demokratische Politiker, die wahrschlich besser zu einer wirklichen Lösung in der Lage sind als A.S.; in Palästina ist Arafat hingegen wahrscheinlich (traurig aber wahr) noch das Beste, was einem passieren kann.

              Und wer mir jetzt unterstellen möchte, ich sei antisemitisch möge das gerne tun...

              MfG & Shalom Claus



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