Österreich, Abschied vom Sozialstaat?

Von: , Frage gestellt am Di, 8. Apr 2003
Österreich, Abschied vom Sozialstaat?

Diese Pensionsreform hat es wirklich in sich. Hat man uns vor den Wahlen noch vorgegaukelt, sie würde gerecht sein, müssen wir jetzt erkennen, daß wir dem Raubrittertum zum Opfer fallen. Das stammt jetzt nicht von mir, sondern von den christlichen Gewerkschaften! Alles sehr schön verpackt damit es kaum jemand durchschaut, und vielleicht gibt es ja dann irgendjemanden in Österreich der dann mehr bekommt? Real sieht es so aus, daß unsere Pensionen um bis zu € 300,-- gekürzt werden. Auch kleinere Pensionen sind davon betroffen. Dazu kommt noch die Abschaffung der Frühpension und die Heraufsetzung des Pensionsalters. Und das vor dem Hintergrund, daß man wenn man über 50 ist ohnehin auf dem Arbeitsmarkt chancenlos ist.

Achja, die Regierung bröselt schon (wieder) zusehends. Ich gestehe, so einmal im Jahr (sehr zum Kontrast zu den anderen 364) Tagen im Jahr wird mir sogar J. Haider sympathisch. - Keine Angst, diese politische Verwirrung ist schon wieder vorüber, hab ihn gerade wieder reden gehört - Aber Widerstand gibt es nicht nur in der Opposition und vom Haider gesteuerten Vizekanzler. Auch in der ÖVP ... wir werden sehen...

Themenwechsel: Unregelmäßige Beschäftigungsverhältnisse. Freie Mitarbeiter, Werkverträgler usw. usf. Wer denkt, das wäre ein Randthema sollte sich ein paar Zahlen vom Wifo (Wirtschaftsforschungsinstitut) ansehen. In 5 Jahren werden schätzungsweise 30 % und 2010 vielleicht schon 50 % der Menschen in Österreich in solchen Beschäftigungsverhältnissen stecken. Immer mehr Branchen stellen darauf um. Sie sind dann flexibler, können auf Grund der Auftragslage die Beschäftigung ihrer Mitarbeiter steuern. Ich kann den Slogan von der ‚Ich-AG’ schon nicht mehr hören. Die meisten suchen Angestelltenverhältnisse, sie machen das nur weil Angestelltenjobs immer knapper werden. Betroffen sind eine ganze Menge von Berufen und alle Bildungsschichten. Und wer denkt, bei der Telekom ein Angestelltenverhältnis zu bekommen der irrt auch.
Wo liegt jetzt das Problem? Wenn man es richtig anstellt kann man ja ganz gut verdienen. Man braucht vielleicht ein paar Ausweichsfirmen, wenn die Arbeit knapp wird, aber was wenn man krank wird? Krankengeld gibt es keines (wie auch kein Arbeitslosengeld).

Überlegen wir mal. Wer von Euch war nicht schon mal 4 Wochen arbeitsunfähig? Das gebrochene Bein, die Operation, die hartnäckige Grippe mit anschließender Lungenentzündung. Steckt man in solchen Beschäftigungsverhältnissen kann das für viele eine Katastrophe bedeuten. Wenn wir nicht gegensteuern wird schon 2010 die Anzahl der Obdachlosen rapide ansteigen. Derzeit gibt es noch keine einzige Partei in Österreich die sich für diese Leute einsetzt. Wie wäre es, wenn wir Parteien und Medien damit nerven?

Stellen wir uns auf die Füße, sonst können wir den ersten Satz schon sehr bald mit einem Rufzeichen schreiben.

Servus
Herbert

PS.: wie wäre es mit einem Brett für österreichische Politik?

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 27 Minuten hilfreich
    Re: Abschied vom Sozialbetrieb?
    Unregelmäßige Beschäftigungsverhältnisse.
    Immer mehr Branchen stellen darauf um. Sie sind dann
    flexibler, können auf Grund der Auftragslage die Beschäftigung
    ihrer Mitarbeiter steuern.
    Hallo Herbert!

    Was soll Deiner Ansicht nach ein Betrieb machen, dessen Auftragslage für die Beschäftigung aller Mitarbeiter nicht mehr reicht? Woher soll das Geld für Löhne kommen, wenn es nicht erwirtschaftet wird?

    Das Folgende hört sich provokanter an, als es gemeint ist: Ein Arbeitsloser findet keine Anstellung. Wenn der Arbeitslose der Meinung ist, über Fähigkeiten zu verfügen, für die jemand bezahlen möchte, warum macht er sich dann nicht selbständig?

    Gruß
    Wolfgang
    • Antwort von nach 44 Minuten hilfreich
      Re^2: Abschied vom Sozialbetrieb?
      Servus Wolfgang, Unregelmäßige Beschäftigungsverhältnisse.
      Immer mehr Branchen stellen darauf um. Sie sind dann
      flexibler, können auf Grund der Auftragslage die Beschäftigung
      ihrer Mitarbeiter steuern.
      Hallo Herbert!

      Was soll Deiner Ansicht nach ein Betrieb machen, dessen
      Auftragslage für die Beschäftigung aller Mitarbeiter nicht
      mehr reicht? Woher soll das Geld für Löhne kommen, wenn es
      nicht erwirtschaftet wird?

      Das Folgende hört sich provokanter an, als es gemeint ist: Ein
      Arbeitsloser findet keine Anstellung. Wenn der Arbeitslose der
      Meinung ist, über Fähigkeiten zu verfügen, für die jemand
      bezahlen möchte, warum macht er sich dann nicht selbständig?
      Vielleicht habe ich mich mißverständlich ausgedrückt. Ich bin überhaupt nicht gegen solche Arbeitsverhältnisse, im Gegenteil. Sie ermöglichen vielen Firmen das Überleben und viele Menschen finden Arbeit für die es sonst keine Anstellung gibt.

      Wofür ich mich einsetze ist die soziale Absicherung aller Beschäftigungsverhältnisse. Ein Angestellter zahlt heute in Österreich 17kommairgendwas an Sozialversicherungsbeiträgen und ist damit Kranken- und Arbreitlosenversichert. Ein freier Mitarbeiter zahlt 13kommairgendwas und bekommt weder Krankengeld noch ist er Arbeitslosenversichert. Ein Schritt wäre die freiwillige Versicherung bei der Gebietskrankenkasse. Ich weiß schon, da fehlen noch die Arbeitgeberbeiträge, aber machbar wäre das meiner Meinung nach schon. Ein zweiter wichtiger wäre die Ausweitung der Pflichtversicherung. Z. B. Krankengeld berechnet vom Durchschnittsverdienst des letzten Jahres.

      Servus
      Herbert
      • Antwort von (abgemeldet) nach 2 Stunden hilfreich
        Re^3: Abschied vom Sozialbetrieb?
        Moin Herbert, Wofür ich mich einsetze ist die soziale Absicherung aller
        Beschäftigungsverhältnisse. Ein Angestellter zahlt heute in
        Österreich 17kommairgendwas an Sozialversicherungsbeiträgen
        und ist damit Kranken- und Arbreitlosenversichert. Ein freier
        Mitarbeiter zahlt 13kommairgendwas und bekommt weder
        Krankengeld noch ist er Arbeitslosenversichert. Ein Schritt
        wäre die freiwillige Versicherung bei der Gebietskrankenkasse.
        Ich weiß schon, da fehlen noch die Arbeitgeberbeiträge, aber
        machbar wäre das meiner Meinung nach schon. Ein zweiter
        wichtiger wäre die Ausweitung der Pflichtversicherung. Z. B.
        Krankengeld berechnet vom Durchschnittsverdienst des letzten
        Jahres.
        Oh nein, bitte nicht. Schließlich kann jeder Selbständige oder freie Mitarbeiter sich bis über die Halskrause privat gegen alles absichern, was ihm in den Sinn kommt (zumindest in D kann er das). Nur ist das eben seine freie Entscheidung, ob er das macht und wieviel Geld er für sowas ausgeben will, und das finde ich auch gut so :-)

        Gruss
        Marion
        • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
          Re^4: Abschied vom Sozialbetrieb?
          Moin Marion, Wofür ich mich einsetze ist die soziale Absicherung aller
          Beschäftigungsverhältnisse. Ein Angestellter zahlt heute in
          Österreich 17kommairgendwas an Sozialversicherungsbeiträgen
          und ist damit Kranken- und Arbreitlosenversichert. Ein freier
          Mitarbeiter zahlt 13kommairgendwas und bekommt weder
          Krankengeld noch ist er Arbeitslosenversichert. Ein Schritt
          wäre die freiwillige Versicherung bei der Gebietskrankenkasse.
          Ich weiß schon, da fehlen noch die Arbeitgeberbeiträge, aber
          machbar wäre das meiner Meinung nach schon. Ein zweiter
          wichtiger wäre die Ausweitung der Pflichtversicherung. Z. B.
          Krankengeld berechnet vom Durchschnittsverdienst des letzten
          Jahres.
          Oh nein, bitte nicht. Schließlich kann jeder Selbständige oder
          freie Mitarbeiter sich bis über die Halskrause privat gegen
          alles absichern, was ihm in den Sinn kommt (zumindest in D
          kann er das). Nur ist das eben seine freie Entscheidung, ob er
          das macht und wieviel Geld er für sowas ausgeben will, und das
          finde ich auch gut so :-)
          Naja bei uns in Österreich ist das nicht so einfach. Da gibt es zwar Versicherungen, welche sehr teuer sind und dann vielleicht für 2 Monate Sicherheit bieten. Da ist es vielfach sinnvoller ein Sparbuch anzulegen. Ich denke, in Deutschland ist das nicht viel anders. Ich will ja auch nur einen Denkanstoß einbringen. Ich weiß schon, daß soziale Absicherung sehr teuer ist, aber für Arbeiter und Angestellte ist sie doch auch da oder? In so 8 Jahren geht es bei uns in Österreich um die Hälfte der arbeitenden Menschen, wenn man dem Wifo glauben schenken will. Und so lange es selbstverständlich ist, für Abfangjäger, Militärhubschrauber, und andere unsinnige Projekte Geld zu verschwenden, ist vielleicht zu prüfen ob für so wichtige Dinge wie die soziale Absicherung von der Hälfte der arbeitenden Menschen nicht auch Geld da ist. (Außerdem, sie zahlen es sich ja zu einem großen Teil ja selbst)

          Was ist denn in den USA passiert? In jeder größeren Stadt gibt es Elendsviertel. Enstanden ist das ganze, weil viele Menschen nicht sozial abgesichert waren. Firmen gehen pleite, weil Menschen ohne Geld keine Kaufkraft haben - noch mehr Menschen ohne Arbeit...

          Schauen wir mal die Praxis vieler Firmen an. Sie beschäftigen freie Mitarbeiter, verlangen z. B. von Ihnen täglich von 8 - 16h anwesend zu sein, also eigentlich ein klassisches Angestelltenverhältnis. Die Mitarbeiter haben Angst dagegen zu opponieren, fürchten sie doch um ihren Arbeitsplatz.

          Servus
          Herbert
      • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
        Re^3: Abschied vom Sozialbetrieb?
        Wofür ich mich einsetze ist die soziale Absicherung aller
        Beschäftigungsverhältnisse.
        Hallo Herbert,

        grundsätzlich läßt sich alles sozial absichern, soll heißen: Risikoverlagerung auf eine Solidargemeinschaft. Wie überall muß die bestellte Musik auch bezahlt werden. Genau da liegt das Problem. Die Kosten der allumfassenden sozialen Sicherungssysteme ufern aus. Alles ist machbar, aber alles ist nicht gleichzeitig zu haben. Man muß wissen, was man will. Entweder hohe Kosten der sozialen Sicherung für Rundum-Vollkaskoschutz und/oder hohe Steuern, letztlich also hohe Kostenbelastung jeder Arbeitsstunde oder nur Absicherung vor dem Fall ins Bodenlose, Schutz vor dem Verhungern. Dazwischen gibts beliebig viele Abstufungen.

        Es scheint weitgehende Einigkeit zu bestehen, daß das heutige Schutzniveau zu teuer ist. Nun kann man den Schutz effektiver gestalten und/oder weniger Schutz bieten. Ist bitter, ist anders aber nicht zu rechnen. Oder wir finden uns damit ab, daß die Kosten der Sicherungssysteme weiter steigen.

        Es wird noch einige Zeit dauern, bis es zu spürbaren Systemveränderungen kommt. Besitzstände werden mit Zähnen und Klauen verteidigt, bis der allgemeine Leidensdruck Veränderungen erzwingt. Z. B. das Gesundheitssystem ist mit zig tausenden Menschen in der Verwaltung befrachtet. Hunderte Direktoren und selbständige Verwaltungen in den zahllosen Krankenkassen und kassenärztlichen Vereinigungen verwalten vor sich hin und lassen sich ernähren. Sie haben nichts zu entscheiden, sie heilen keine Kranken, sie produzieren nichts, sie verschlingen nur Beiträge, ihren Job könnte eine irgendwo stehende Kiste von IBM vergleichsweise zum Kost-nix-Preis erledigen (tatsächlich macht die IBM-Kiste den Job, aber die vielen Leute gibts trotzdem). Das gilt für viele Bereiche in der öffentlichen Verwaltung und in öffentlich-rechtlichen Organisationen. Nur: Was will man dann mit diesen Leuten machen? Die haben rein nichts gelernt, wofür irgendwer zu zahlen bereit wäre.

        Gruß
        Wolfgang
        • Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
          2-Klassengesellschaft
          Servus Wolfgang,

          sorry kann erst jetzt schreiben. In der Firma dürfn wir nimmer. Seitdem hat sich die Produktivität um 50 % erhöht ;-)

          Naja, wir driften auf eine 2Klassengesellschaft zu, wenn wir sie nicht schon längst haben. In einer Klasse die sozial abgesicherten wie Arbeiter/Angestellte und wohlhabendere Selbständige die sich schon mal einen Ausfall von ein oder zwei Monate leisten können oder deren Geschäft auch ohne deren Arbeit eine Zeitlang weiterläuft. Die andere Hälfte sind die alten (Trafikanten, Besitzer kleiner Standln, Taxilenker usw. usf.) und die neuen Selbständigen, dazu später mehr.

          Die Hälfte der Selbständigen in Österreich verdienen unter 750 €. Und von dieser Hälfte hat sicher die Hälfte die Selbständigkeit nicht selbst gewählt, sondern hatte keine andere Wahl/wurde hineingeschubst.

          Klar, wer unter 1000 € verdient, wird kaum Rücklagen bilden können. Da kann eine Krankheit von 3 – 4 Wochen schon eine Katastrophe bedeuten.

          Ist schon eine bedeutende Liste von Berufen die betroffen sind (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
          Stark betroffen: Trainer/Lehrer für Institute, Künstler, Callcenteragents, PC-Support, Meinungsforscher usw.
          Mittelmäßig betroffen, Rate steigend: IT-Jobs, Verkäufer – Graubereich: Kellner usw.
          In Zukunft teilweise betroffen: da kann man wohl kaum eine Berufsgruppe ausnehmen. Das ist die zukünftige Unternehmenskultur.

          So, liebe Leute. Denkt mal nach ob es nicht möglich ist, daß ihr in so 7 – 8 Jahren vielleicht nicht selbst betroffen seid.

          Klar, wer heute angestellt ist und sich in seinem Job sicher fühlt, oder als Selbständiger gut verdient, oder auch als gesunder junger freier Dienstnehmer sich keine Sorgen macht wird sich kaum um die Problematik kümmern.

          Aber, wie lebt man, wenn der nächste Beinbruch nicht nur Schmerzen und zeitweise Behinderung bedeutet, sondern auch den sozialen Abstieg? Oder die nächste Grippe? Oder... Betroffen sind wiedermal die Frauen mehr als die Männer. Was ist mit jungen Müttern?

          Klar totale soziale Absicherung ist schwer finanzierbar. Wir müssen darüber nachdenken was sie uns wert ist und dann einen guten Mittelweg finden. Ich denke, sie ist viel wert.

          Ist ja alles ein 2-schneidiges Schwert. Wenn wir freie Dienstnehmer sozial absichern wird dieser Berufstand wieder teurer und viele die froh wären einen solchen Job zu bekommen würden wieder durch die Finger schauen.

          Wie gesagt, ein gesunder Mittelweg wäre gut.
          Da sind wiedermal kluge Lösungen gefragt. Da muß man sich fragen was uns mehr wert ist, Anfangjäger, Militärhubschrauber, Konferenzzentren usw. oder ein wenig soziale Sicherheit. Z. B. daß wir trotz Krankheit noch eine Wohnung haben usw. Jetzt mal für uns Österreicher: Ich hab heut früh nur halb hingehört und mir den Namen der Dame nicht gemerkt die da im Radio (Morgenjournal) kluge Worte gesprochen hat. Sie ist auf jeden Fall von den christlichen Gewerkschaften und sie hat sich beschwert, daß in Zukunft mehr Geld auf Pensionsvericherung für andere Zwecke abgezogen wird. Modernes Raubrittertum hat sie das mit Recht genannt.

          So, bevor ich ins Schwafeln komm, für heute genug.

          Gesundheit und Erfolg
          Servus
          Herbert
          • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
            3-Klassengesellschaft
            Servus Herbert, Naja, wir driften auf eine 2Klassengesellschaft zu, wenn wir
            sie nicht schon längst haben. In einer Klasse die sozial
            abgesicherten wie Arbeiter/Angestellte und wohlhabendere
            Selbständige die sich schon mal einen Ausfall von ein oder
            zwei Monate leisten können oder deren Geschäft auch ohne deren
            Arbeit eine Zeitlang weiterläuft. Die andere Hälfte sind die
            alten (Trafikanten, Besitzer kleiner Standln, Taxilenker usw.
            usf.) und die neuen Selbständigen, dazu später mehr.
            Du hast die 3. Klasse vergessen: Die Politiker!! Klar, wer unter 1000 € verdient, wird kaum Rücklagen bilden
            können. Da kann eine Krankheit von 3 – 4 Wochen schon eine
            Katastrophe bedeuten.
            Dem gegenüber bekommen Minister ein ganzes Jahr lang ihren vollen Bezug, wenn sie nicht gleich wieder einen gut bezahlten Versorgungsposten finden. Klar totale soziale Absicherung ist schwer finanzierbar. Wir
            müssen darüber nachdenken was sie uns wert ist und dann einen
            guten Mittelweg finden. Ich denke, sie ist viel wert.
            Es müßte einen gewissen Mindeststandard geben.
            Wer mehr will, muss sich selber drum kümmern. Jetzt mal für uns Österreicher: Ich hab
            heut früh nur halb hingehört und mir den Namen der Dame nicht
            gemerkt die da im Radio (Morgenjournal) kluge Worte gesprochen
            hat. Sie ist auf jeden Fall von den christlichen
            Gewerkschaften und sie hat sich beschwert, daß in Zukunft mehr
            Geld auf Pensionsvericherung für andere Zwecke abgezogen wird.
            Modernes Raubrittertum hat sie das mit Recht genannt.
            So modern ist das auch wieder nicht ;-(
            Jede Regierung kann nur soviel dem Bürger geben, wie sie ihm vorher aus der Tasche gezogen hat (abzüglich der eigenen Verwaltungsspesen).

            Gruss Harald
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re: 3-Klassengesellschaft
              Servus Harald, Du hast die 3. Klasse vergessen: Die Politiker!!
              Ja, richtig. Die könnens sich ja richten... und es gibt noch viel mehr Klassen, wie z. B. die pragmatisierten Beamten. Klar, wer unter 1000 € verdient, wird kaum Rücklagen bilden
              können. Da kann eine Krankheit von 3 – 4 Wochen schon eine
              Katastrophe bedeuten.
              Dem gegenüber bekommen Minister ein ganzes Jahr lang ihren
              vollen Bezug, wenn sie nicht gleich wieder einen gut bezahlten
              Versorgungsposten finden.
              Da hast wirklich ausgsorgt... Klar totale soziale Absicherung ist schwer finanzierbar. Wir
              müssen darüber nachdenken was sie uns wert ist und dann einen
              guten Mittelweg finden. Ich denke, sie ist viel wert.
              Es müßte einen gewissen Mindeststandard geben.
              Wer mehr will, muss sich selber drum kümmern.
              Ja, das meine ich auch.
              Wie sehen denn die beiden Seiten der Medaille aus? Da schlagen Menschen Jobs aus weil sie sonst in der Einstufung der Arbeitslosigkeit zurückfallen. Auf der anderen Seite wieder Menschen die genug hackeln, das Bruttosozialprodukt steigern und Steuern zahlen – und überhaupt nicht sozial abgesichert sind... Jetzt mal für uns Österreicher: Ich hab
              heut früh nur halb hingehört und mir den Namen der Dame nicht
              gemerkt die da im Radio (Morgenjournal) kluge Worte gesprochen
              hat. Sie ist auf jeden Fall von den christlichen
              Gewerkschaften und sie hat sich beschwert, daß in Zukunft mehr
              Geld auf Pensionsvericherung für andere Zwecke abgezogen wird.
              Modernes Raubrittertum hat sie das mit Recht genannt.
              So modern ist das auch wieder nicht ;-(
              Jede Regierung kann nur soviel dem Bürger geben, wie sie ihm
              vorher aus der Tasche gezogen hat (abzüglich der eigenen
              Verwaltungsspesen).
              Außer der Regierung Kreisky ;-) nein schlechtes Beispiel... aber stimmt schon.
              Wir zahlen viel, mehr als vielen bewusst ist. Und wir bekommen auch viel wie Schulbildung, Polizeischutz, Straßen, Finanzämter – äh noch ein schlechtes Beispiel...
              Naja, Spaß (oder doch lieber Ernst?) beiseite. Uns muß bewusst sein, wie sehr und Misswirtschaft schadet. Das bedeutet mehr Steuern und weniger Soziales.

              Servus
              Herbert

              PS.: offoffofftopic: Wen vielleicht wundert, daß ich einen Mix von alter und neuer Rechtschreibung veranstalte: alte Rechtschreibung, Rechtschreib- und stilistische Fehler: das bin ich.
              Neue Rechtschreibung: mein neues hartnäckiges Word das sich dauernd in meine Sachen einmischt.
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^2: 3-Klassengesellschaft
              Servus Herbert, Jede Regierung kann nur soviel dem Bürger geben, wie sie ihm
              vorher aus der Tasche gezogen hat (abzüglich der eigenen
              Verwaltungsspesen).
              Außer der Regierung Kreisky ;-) nein schlechtes Beispiel...
              Also ich erinnere mich noch daran, dass die Regierung Kreisky die MKS ( Maul-und-Klauen-Seuche) hatte ;-)

              Kreisky mault und Androsch klaut! aber stimmt schon.
              Wir zahlen viel, mehr als vielen bewusst ist. Und wir bekommen
              auch viel wie Schulbildung, Polizeischutz, Straßen,
              Finanzämter – äh noch ein schlechtes Beispiel...
              Was sagte Qualtinger / Travnicek über die Krankenkasse?
              "In der Not wird auch etwas geleistet."
              "Ja - Beiträge!" *g*

              Gruss Harald


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