Vertriebene

Von: , Frage gestellt am Mi, 15. Sep 1999

Hi!

Bitte erklärt mir die Welt.
Bis jetzt hab ich das so verstanden:
Da gibt es 2 (oder mehr?) Gruppen von Menschen.

Gruppe a)
war früher mal in Deutschland, wurden vertrieben und wollen jetzt zurück nach D.

Gruppe b)
war früher auch in D (was jetzt aber nicht mehr D ist) wohnt jetzt in D und würde aber anscheinend lieber wieder dahin, wo sie früher waren (z.B. Sudetendeutschen).

Insbesondere bei Gruppe b verstehe ich folgendes nicht:

Was für eine Art von Entschädigung soll es denn geben?
Der Sohn eines Vertriebenen sagte einmal, dass die Leute doch froh sein sollten, dass sie hier in D leben. Hier geht es ihnen bei weitem besser, als es ihnen in ihrer alten Heimat je ergangen wäre.
Ausserdem habe ich von der Enkelin einer anderen Vertriebenen erfahren, dass die Gruppe b durchaus Starthilfen vom Deutschen Staat bekommen haben. Und das war gar nicht so wenig.
Also: Wozu der Aufstand?

Ciao
Kaj

55 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Oh-Oh

    Heikles Thema.. gut, dass die meisten betroffenen vermutlich keinen internetzugang haben...
    ich hatte mich in einem Leserbrief despektierlich über jene geäußert, die immer noch ihre Heimat zurückwollen. Nun ja, Folge war, dass ich ca. 2 Wochen lang mit Propaganda bombardiert wurde. Naja, letztendlich übersehen wir, dass diese ganze Sache 1 Million Leute das Leben geklostet hat und viele andere immer noch seelisch verkrüppelt sind.
    Also, wie übnlich, differenzieren. Bitte erklärt mir die Welt.
    Bis jetzt hab ich das so verstanden:
    Da gibt es 2 (oder mehr?) Gruppen von
    Menschen.

    Gruppe a)
    war früher mal in Deutschland, wurden
    vertrieben und wollen jetzt zurück nach
    D.

    Gruppe b)
    war früher auch in D (was jetzt aber
    nicht mehr D ist) wohnt jetzt in D und
    würde aber anscheinend lieber wieder
    dahin, wo sie früher waren (z.B.
    Sudetendeutschen).

    Insbesondere bei Gruppe b verstehe ich
    folgendes nicht:

    Was für eine Art von Entschädigung soll
    es denn geben?
    Der Sohn eines Vertriebenen sagte einmal,
    dass die Leute doch froh sein sollten,
    dass sie hier in D leben. Hier geht es
    ihnen bei weitem besser, als es ihnen in
    ihrer alten Heimat je ergangen wäre.
    Ausserdem habe ich von der Enkelin einer
    anderen Vertriebenen erfahren, dass die
    Gruppe b durchaus Starthilfen vom
    Deutschen Staat bekommen haben. Und das
    war gar nicht so wenig.
    Also: Wozu der Aufstand?

    Ciao
    Kaj

    • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
      Re: Oh-Oh

      Hi !
      Wieviele echte Vertriebene gibt es eigentlich noch ?

      Geht es hier nicht vielmehr um Wirtschaftsflüchtlinge ?

      Mathias

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^2: Oh-Oh

        naja wenn du es wirtschaftsflucht nennst, wenn dir die polnische, tschechische, russische oderwhat ever armee eine gewehr an den kopf haelt und sagt das du gehen sollst, bitte... [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^3: Oh-Oh

          Geht es hier nicht vielmehr um
          Wirtschaftsflüchtlinge ?
          naja wenn du es wirtschaftsflucht nennst,
          wenn dir die polnische, tschechische,
          russische oderwhat ever armee eine gewehr
          an den kopf haelt und sagt das du gehen
          sollst, bitte...
          Mathias sprach wohl von meiner Gruppe a). Die Vertriebenen, die jetzt wieder nach D wollen. Da ist in der Tat idR keine Gewalt im Spiel.

          Ciao
          Kaj

          • Antwort von nach 13 Tagen hilfreich
            Re^4: Oh-Oh

            Mathias sprach wohl von meiner Gruppe a).
            Die Vertriebenen, die jetzt wieder nach D
            wollen. Da ist in der Tat idR keine
            Gewalt im Spiel.

            Ciao
            Kaj
            Welche "Vertriebenen" sollen das denn sein ??? whk

          • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
            Re^4: Oh-Oh

            Hi ! Geht es hier nicht vielmehr um
            Wirtschaftsflüchtlinge ?
            naja wenn du es wirtschaftsflucht nennst,
            wenn dir die polnische, tschechische,
            russische oderwhat ever armee eine gewehr
            an den kopf haelt und sagt das du gehen
            sollst, bitte...
            Das ist nichts anderes als polemischer geistiger Ausschuß !!
            Sorry, wenn ich so deutlich werde, aber wenn der Verfasser schon einmal in den von ihm beschriebenen Ländern gewesen wäre, würde er solche hahnebüchenen Behauptungen nicht in die Welt setzen.
            Polen und Tschechien sind mittlerweile weiter als es scheint.
            Rußland ist ignorant. Hier lässt man die Leute, egal wen, nur noch gewähren.
            Mathias sprach wohl von meiner Gruppe a).
            Die Vertriebenen, die jetzt wieder nach D
            wollen. Da ist in der Tat idR keine
            Gewalt im Spiel.
            Genau das tat ich.
            Hier geht es um handfeste wirtschaftliche Interessen von Leuten, die zum Zeitpunkt der Vertreibungen damals noch im großen Teich schwammen. Um sonst gar nichts.

            Ich kann, mit Verlaub gesagt, diese ganzen Vertriebenen-Saga u.s.w. nicht mehr hören.
            Die Leute, die heute in D die Steuern und somit die Zahlungen an die ganzen "betroffenen" Gruppen bezahlen, haben mit der ganzen Sache nichts mehr zu tun. Übrigens genausowenig wie 99,9% der heutigen Anspruchsteller.

            Gruß,

            Mathias, der jetzt nicht über die Erblasten des zweiten WK sprechen möchte, da ihn dieses Thema nicht mehr interessiert.
            Ciao
            Kaj

            • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
              Re^5: Oh-Oh

              Mathias, der jetzt nicht über die
              Erblasten des zweiten WK sprechen möchte,
              da ihn dieses Thema nicht mehr
              interessiert.
              Hast ja Recht. Das Problem ist nur, dass diese Vertriebenenverbände immer wieder die Seiten in den Zeitungen füllen, wenn sie auf einem Treffen wieder mal diese Diskussion lostreten. Und diverse dt. Politiker springen auf den Zug auf und schleimen sich bei denen ein. Wie gesagt, ich verstehe nicht, was die alle eigentlich genau wollen.

              Ciao
              Kaj

            • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
              Re^6: Oh-Oh

              Hi Kaj !! Mathias, der jetzt nicht über die
              Erblasten des zweiten WK sprechen möchte,
              da ihn dieses Thema nicht mehr
              interessiert.
              Hast ja Recht. Das Problem ist nur, dass
              diese Vertriebenenverbände immer wieder
              die Seiten in den Zeitungen füllen, wenn
              sie auf einem Treffen wieder mal diese
              Diskussion lostreten. Und diverse dt.
              Politiker springen auf den Zug auf und
              schleimen sich bei denen ein. Wie gesagt,
              ich verstehe nicht, was die alle
              eigentlich genau wollen.
              Das ist m.E. nach recht einfach zu erkennen.

              1.) "Vertriebene"

              Diese Leute sitzen im Armenhaus Osteuropas und der angrenzenden Gebiete und wollen Cash sehen. Egal wie. Und da ja bekannt ist, daß 90% der Deutschen immer noch den Kopf senken, wenn die Sprache auf WK 2 kommt, bietet das Basis für die wildesten Forderungen. Man sehe sich die Begründungen an. Einige behaupten, sie fühlten sich als Deutsche, daher brauchen sie Cash und einen roten Pass. Unsere Politiker sagen: "Klar Freunde, herzlich willkommen !" Nur das verstehen die sog. "Vertriebenen" nicht, da sie nie Deutsch gelernt haben...
              Andere sprechen von ihrem Grundrecht auf Entschädigung und sind 40 Jahre alt.
              Wieder andere wollen über diesen Weg einfach einen Job in Deutschland und wären vielleicht gar nicht so fehl am Platze hier.

              2.) Juden

              Vorab: versucht nicht wieder, mich in die rechte Ecke zu drängen. Es wäre lächerlich.

              In New York sitzen mächte Interessenverbände der Juden. Vor einigen Jahrzehnten setzten sie sich zusammen aus Flüchtlingen, die man für die erlittene Greuel versuchte, zu entschädigen. Natürlich mit Geld, da diese Leute, damals völlig zu Recht, auf ein Schulterklopfen der Deutschen verzichten wollten.
              Heute sitzen die Kinder und Enkel dieser Leute auf diesen Posten und wettern nach wie vor, bis vor kurzem mit voller Unterstützung von I. Bubis, gegen Deutschland und versäumen keine Gelegenheit, uns an unsere Greueltaten von vor 60 Jahren zu erinnern und an unsere Pflicht, diese auch an der dritten Generation der geschädigten Bevölkerungsgruppe wiedergutzumachen.
              Daß die meisten dieser Menschen damals noch gar nicht gelebt hatten, ist dabei sekundär.

              Ich denke, man sollte langsam damit aufhören, die jüngeren Generationen der Deutschen derart zu beleidigen und den 2. WK als Mahnmal in die Geschichtsbücher verbannen.
              Wir brauchen diese Sühne nun nicht mehr zu leisten. Wer was von uns will, soll etwas dafür bieten, denn meine Generation steht dem Austausch mit ALLEN Menschen positiv gegenüber. Für mich ist ein Jude gleichwertig einem Europäer oder einem Afrikaner, Chinesen; Japaner....
              Ich habe keine Schuld mehr.

              Nicht WK2 vergessen,
              sondern langsam kritisch differenzieren. Es soll Leute geben, die denken, daß Deutschland den Krieg nicht angezettelt hatte. Und es soll Leute geben, die denken, daß Deutschland schon 5 Jahre nach dem Krieg alle Greueltaten mehr als gesünt hatte. Niemand möchte heute noch an die alliierten Plünderungen des Landes denken, oder ? Es ist einfacher, immer noch Propagandaaufnahmen von Hitler und Goebbels im berliner Sportstadion zu zeigen und zu behaupten, die Deutschen waren und sind alle (noch) so.
              Ohne mich, Freunde, denn ich bin kein Nazi, sondern ein Weltbürger und habe alle Länder besucht, über die ich mich kritisch äußere (außer Ost-Timor).

              Gruß,

              Mathias

            • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
              äh..

              Hi Mathias Hast ja Recht. Das Problem ist nur, dass
              diese Vertriebenenverbände immer wieder
              die Seiten in den Zeitungen füllen, wenn
              sie auf einem Treffen wieder mal diese
              Diskussion lostreten. Und diverse dt.
              Politiker springen auf den Zug auf und
              schleimen sich bei denen ein. Wie gesagt,
              ich verstehe nicht, was die alle
              eigentlich genau wollen.
              Ich kann dir nur ziemlich genau sagen, was sie NICHT wollen, nämlich dahin zurück von wo sie vorher vertrieben wurden, aber bisschen Jammern kann ja nicht schaden.
              Das ist m.E. nach recht einfach zu
              erkennen.

              1.) "Vertriebene"

              Diese Leute sitzen im Armenhaus
              Osteuropas und der angrenzenden Gebiete
              und wollen Cash sehen. Egal wie. Und da
              ja bekannt ist, daß 90% der Deutschen
              immer noch den Kopf senken, wenn die
              Sprache auf WK 2 kommt, bietet das Basis
              für die wildesten Forderungen. Man sehe
              sich die Begründungen an. Einige
              behaupten, sie fühlten sich als Deutsche,
              daher brauchen sie Cash und einen roten
              Pass. Unsere Politiker sagen: "Klar
              Freunde, herzlich willkommen !" Nur das
              verstehen die sog. "Vertriebenen" nicht,
              da sie nie Deutsch gelernt haben...
              Andere sprechen von ihrem Grundrecht auf
              Entschädigung und sind 40 Jahre alt.
              Wieder andere wollen über diesen Weg
              einfach einen Job in Deutschland und
              wären vielleicht gar nicht so fehl am
              Platze hier.
              ich glaube, obige Gruppe ist wohl kaum mit "Vertriebene" gemeint. Es geht doch wohl eher um die Gruppe Deutscher, die nach dem WWII in das kam, was von Deutschland noch übrig geblieben war.
              2.) Juden

              Vorab: versucht nicht wieder, mich in die
              rechte Ecke zu drängen. Es wäre
              lächerlich.

              In New York sitzen mächte
              Interessenverbände der Juden. Vor einigen
              Jahrzehnten setzten sie sich zusammen aus
              Flüchtlingen, die man für die erlittene
              Greuel versuchte, zu entschädigen.
              Ich glaube "Flüchtlinge" ist hier wohl ebenfalls nicht ganz treffend. Nennen wir sie doch lieber "Überlebende". Natürlich mit Geld, da diese Leute,
              damals völlig zu Recht, auf ein
              Schulterklopfen der Deutschen verzichten
              wollten.
              Ähm... wie wäre es, wenn man "diesen Leuten" einfach das zurückgibt, was ihnen die Nazis weggenommen haben (Enteignung nannte man das wohl). Also alle Schmucksachen, Häuser, Firmen, Geldkonten und anderen Wertsachen. Natürlich mit der entsprechenden Verzinsung von ca. 40 Jahren. Wär doch eine faire Sache, oder nicht ? Denn...irgendwer muss sich ja damals wohl daran bereichert haben, und das waren mit Sicherheit Deutsche.

              Das mit den Greueln dann mal ganz ausser Acht gelassen.

              und an unsere Pflicht, diese auch an der dritten
              Generation der geschädigten
              Bevölkerungsgruppe wiedergutzumachen.
              Daß die meisten dieser Menschen damals
              noch gar nicht gelebt hatten, ist dabei
              sekundär.
              Kannst du dafür mal ein Beispiel nennen ? Ich denke, man sollte langsam damit
              aufhören, die jüngeren Generationen der
              Deutschen derart zu beleidigen und den 2.
              WK als Mahnmal in die Geschichtsbücher
              verbannen.
              Wir brauchen diese Sühne nun nicht mehr
              zu leisten.
              Welche Sühne bitteschön ?

              Wer was von uns will, soll etwas dafür bieten, denn meine Generation
              steht dem Austausch mit ALLEN Menschen
              positiv gegenüber.
              Du meinst, so ein Austausch wie: du gibst mir einen Orientteppich, ich geb dir 2 Wochen jeden Tag einen Pott Reis dafür ?

              Es ist einfacher, immer noch Propagandaaufnahmen von Hitler und
              Goebbels im berliner Sportstadion zu
              zeigen und zu behaupten, die Deutschen
              waren und sind alle (noch) so.
              Geschichte hat nun mal die Angewohnheit, sich zu wiederholen. Wieso bist du eigentlich so sicher, dass sich auf deutschem Boden keine ähnliche Diktatur wieder breitmachen kann ? In den letzten 30 Jahren ist es den Deutschen doch immer nur gut gegangen. Selbst Arbeitslose haben ein Lebensniveau, von denen Arbeitnehmer in anderen Ländern nur träumen können. Aber was ist, wenn das mal nicht mehr so weitergeht ? Und wenn irgendwer den Deutschen dann einen Sündenbock für die Misere präsentiert ? Glaubst du dann immer noch, dass unserer Grundgesetz und die Verfassung das aushalten werden ?

              Nein, meinetwegen können sie in den Schulen endlos Filme über die deutsche Diktatur und deren produzierte Leichenberge zeigen. Damit auch der Letzte kapiert, wohin so etwas führen kann. Ohne mich, Freunde, denn ich bin kein
              Nazi, sondern ein Weltbürger und habe
              alle Länder besucht, über die ich mich
              kritisch äußere (außer Ost-Timor).
              Definier mal den Begriff Weltbürger. Oder wolltst du sagen: viel gereister Tourist ?

              Gruss
              Drache



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