IRAN soll keine AKWs bauen

Von: , Frage gestellt am Mo, 30. Jan 2012

.... und erst recht keine Atomwaffen herstellen.

Gut - das wird ja auch tagtaeglich in den Medien berichtet, dass sogar Sanktionen gegen Iran deshalb angestrebt werden.

Mich interessiert aber folgendes:

WO ist die mGrundlage dafuer, dass ein Land KEINE AKWS oder Atomwaffen haben darf?

Wieso "darf" USA oder Indien oder wer weiss nicht alles wo

AKWs haben und Atomwaffen - aber gleichzeitig spricht man anderen Laendern das Recht ab!

Gruss

Mike

67 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Angriffsgründe dringend gesucht

    Hallo! AKWs haben und Atomwaffen - aber gleichzeitig spricht man
    anderen Laendern das Recht ab!
    Es gibt den Atomwaffensperrvertrag, der aber die friedliche Nutzung der Kernenergie erlaubt. Wie ich die Sache sehe, geht es nicht um Recht. Vielmehr wird ein Grund gesucht, Krieg führen zu können. Im Westen des Irans liegt der Irak, der aufgrund frei erfundener Geschichten über Chemiewaffen angegriffen und bis heute destabilisiert wurde. Die Lügen über angebliche Chemiewaffen waren übrigens für jedermann auf Anhieb als solche zu erkennen. Im Osten des Irans liegt Afghanistan, ebenfalls mit an den Haaren herbeigezogenen Gründen angegriffen. Afghanistan hatte mit den Anschlägen von 9/11 nichts zu schaffen, wirklich gar nichts.

    Recht und Tatsachen sind eine Sache, aber im Zweifel sind die Wünsche von Ideologen, religiösen Spinnern und Leuten, die an Kriegen hervorragend verdienen, entscheidend. Parlamentarier hierzulande, denen Parteispitze und Fraktionsführung beibringen, wofür das Händchen zu heben ist (sonst ist nächstens der Listenplatz und das regelmäßige Einkommen futsch) zeigen seit inzwischen 10 Jahren, dass es ihnen offensichtlich egal ist, welchen Verbrechen und Dummheiten sie zustimmen. 1 Mio. € pro Jahr und Soldat kostet der Afghanistaneinsatz. Die Soldatengehälter verursachen keine 5% der Kosten und 95% sind Umsatz von Nutznießern. Dazu die Chance, den Machtbereich auszuweiten und Einfluss über beträchtliche Öl- und Gasreserven zu bekommen.

    Der Kalte Krieg war eine Beschäftigungsgarantie für Militärs und einschlägige Industrie. Das Spiel ist beendet, also wird ein neues Betätigungsfeld gebraucht.

    Gruß
    Wolfgang

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      Re^2: Angriffsgründe dringend gesucht

      Hallo,

      "Vielmehr wird ein Grund gesucht, Krieg führen zu können."

      Wie bitte? Wie kommst Du denn auf so was? Mal abgesehen von einer blühenden Verschwörungspsychose.

      "Im Westen des Irans liegt der Irak, der aufgrund frei erfundener Geschichten über Chemiewaffen angegriffen und bis heute destabilisiert wurde."

      Und was genau hat das mit dem Iran zu tun? Im Norden liegen die Türkei, Turkmenistan und Aserbaidschan. Aha

      "Im Osten des Irans liegt Afghanistan, ebenfalls mit an den Haaren herbeigezogenen Gründen angegriffen."

      Ach so, an den Haaren herbeigezogen? Na da musst Du aber noch mal nachlesen.

      Den Rest spare ich mir zu kommentieren, denn allein im ersten Satz des zweiten Absatzes meinst Du sicher die politische und religiöse Führung des Iran. Oder?

      Das Du Deine Abneigung gegen die Demokratie als solches mit derartig hanebüchener Stammtischpolemik versiehst, macht Deine Ausführungen auch nicht glaubwürdiger.

      Wie schon gesagt, Ideologen gibt es wohl überall auf der Welt und Du gehörst Deinen Aussagen nach dazu. Etwas mehr Objektivität macht einen Beitrag wesentlich lesenswerter.

      MfG

      Daniel

      • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
        Re^3: Angriffsgründe dringend gesucht

        "Vielmehr wird ein Grund gesucht, Krieg führen zu können."

        Wie bitte? Wie kommst Du denn auf so was? Mal abgesehen von
        einer blühenden Verschwörungspsychose.
        Daß es dazu keine Pressemitteilungen der US-Regierung gibt, halte ich für naheliegend. Ansonsten muß man sich nur mal die Vorgeschichte zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak anschauen. Dann kommt die Vermutung, daß am Ende der Veranstaltung die Beherrschung des Irans durch prowestliche Kräfte liegen soll, ganz von selbst. "Im Osten des Irans liegt Afghanistan, ebenfalls mit an den
        Haaren herbeigezogenen Gründen angegriffen."


        Ach so, an den Haaren herbeigezogen? Na da musst Du aber noch
        mal nachlesen.
        Ich glaube nicht, daß das notwendig ist. Ich kann mich noch sehr gut an die Diskussionen erinnern, die nicht zuletzt in diesem Brett 2001 geführt wurden. "An den Haaren herbeigezogen" trifft die Sache im übrigen recht gut oder meinst Du, daß es statthaft ist, daß man mit 100.000 eigenen Soldaten und 40.000 weiteren, die man den Bündnispartnern abgerungen hat, in dem man lächerlicherweise den Bündnisfall ausgerufen hat, einen souveränen Staat überfällt, der sich im Zweifel im Einklang mit den lokalen Gesetzen die Auslieferung eines Mannes verweigert, den man noch nicht einmal in Gewahrsam hat. Den Rest spare ich mir zu kommentieren, denn allein im ersten
        Satz des zweiten Absatzes meinst Du sicher die politische und
        religiöse Führung des Iran. Oder?
        Ich gaube, mit "hierzulande" meinte er Deutschland und mit der Beschreibung hat er vollkommen recht. Das Du Deine Abneigung gegen die Demokratie als solches mit
        derartig hanebüchener Stammtischpolemik versiehst, macht Deine
        Ausführungen auch nicht glaubwürdiger.
        Ich glaube, Du solltest Dich mal mit der real existierenden Politikkultur in Deutschland beschäftigen und nicht mit dem Ideal, das man Dir auf der FH beigebracht hat.

        Die Art, wie hierzulande seit mittlerweile gut 20 Jahren Politik funktioniert, kann man mit Fug und Recht als verfassungswidrig bezeichnen, weil die Abgeordneten eben nicht mehr in ihrem Willen frei sind, sondern Politik im Vorfeld in und zwischen Parteien gemacht und über den Fraktionszwang (und die anderen Druckmittel, die Wolfgang erwähnte) umgesetzt wird - was einen recht eindeutigen Verstoß gegen Art. 38 (1) Grundgesetz darstellt.

        Gruß
        C.

        • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
          Re^4: Angriffsgründe dringend gesucht

          Dann kommt die Vermutung, daß am Ende der
          Veranstaltung die Beherrschung des Irans durch prowestliche
          Kräfte liegen soll, ganz von selbst.
          Ja, diese pro-westlichen Kräfte kennt man ja. Die wollen am Ende noch, dass es freie Wahlen gibt, Mädchen ebenfalls ein paar Jahre in die Schule gehen können (Afghanistan) oder am Ende - in einigen Jahrzehnten vielleicht - die Bürger in diesen Ländern ihre Religion frei wählen können (Iran). Das Du Deine Abneigung gegen die Demokratie als solches mit
          derartig hanebüchener Stammtischpolemik versiehst, macht Deine
          Ausführungen auch nicht glaubwürdiger.
          Ich glaube, Du solltest Dich mal mit der real existierenden
          Politikkultur in Deutschland beschäftigen und nicht mit dem
          Ideal, das man Dir auf der FH beigebracht hat.
          Da ich auch auf einer FH war, habe ich mich zunächst gefragt, welche politischen Ideale dort verkörpert worden sein sollen. Aber du meinst jetzt offensichtlich speziell die FH von Daniel. Weil er Beamter als Beruf angibt, glaubst du, man hätte ihn in seiner Ausbildung politisch beeinflusst. Und dass er sich auch hat beeinflussen lassen. Also dass er das eigentlich nur geschrieben hat, weil er so staatstreu ist.

          Ich glaube, wenn es hier Leute gibt, die ihre Fahne nach dem Wind drehen, dann würden diese sich ja der deutschen Mainstream-Meinung anschließen. Und die besagt vielerorts, dass die USA alles unter ihre Kontrolle bringen und nur an das Öl wollten. Und Israel gehe es ja sowieso nur um Landergreifung gegen die friedlichen Palästinenser.

          Du bist doch immer ein Freund davon, sich zu informieren. Als es hier um andere Verschwörungstheorien ging, hast du dies ja in vorbildlicher Weise propagiert.

          Ich bitte dich daher mal um Recherche, welche wirtschaftliche Belastung die Militäreinsätze der USA in Afghanistan und dem Irak verursacht haben, vor allem im Hinblick auf die Verschuldung und die Ausweitung des Militäretats. Und da du solche Vorhaben auch in wirtschaftlicher Hinsicht beurteilen kannst, kannst du ja mal einschätzen, ob sich diese "Investition" finanziell gelohnt hat. Wobei ich an dieser Stelle betonen muss, dass angesichts des Verlust an Soldaten aus meiner Sicht sowieso nicht nur eine wirtschaftliche Betrachtung erfolgen kann.

          Gleichermaßen kannst du ja mal eine Einschätzung abgeben, ob die derzeitige Informationslage darauf hindeutet, dass der Iran im Geheimen an der atomaren Aufrüstung arbeitet oder ob man von einer rein zivilen Nutzung ausgehen kann, wie es von denen immer behauptet wird. Und dann recherchier mal bitte, ob es Drohungen gegen Israel gab oder nicht. Die Art, wie hierzulande seit mittlerweile gut 20 Jahren
          Politik funktioniert, kann man mit Fug und Recht als
          verfassungswidrig bezeichnen, weil die Abgeordneten eben nicht
          mehr in ihrem Willen frei sind, sondern Politik im Vorfeld in
          und zwischen Parteien gemacht und über den Fraktionszwang (und
          die anderen Druckmittel, die Wolfgang erwähnte) umgesetzt wird
          - was einen recht eindeutigen Verstoß gegen Art. 38 (1)
          Grundgesetz darstellt.
          Ach, den Fraktionszwang habe ich schon vor zwanzig Jahren im Gemeinschaftskunde-Unterricht gelernt. Den gab es quasi schon immer. Das GG hebt ja auch die Stellung der Parteien hervor. Und noch nie war er so aufgeweicht wie heute - oder wurden die Abgeordneten, die gegen den Rettungsschirm gestimmt haben, schon auf dem Scheiterhaufen verbrannt?

          Gruß
          Ultra

          PS: Das heißt übrigens nicht, dass ich unbedingt einen Militäreinsatz gegen ein so großes Land befürworte. Es geht einzig um die Feststellung, dass es momentan eine gewisse Bedrohungslage gibt.

          • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
            Re^5: Angriffsgründe dringend gesucht

            Ich bitte dich daher mal um Recherche, welche wirtschaftliche
            Belastung die Militäreinsätze der USA in Afghanistan und dem
            Irak verursacht haben, vor allem im Hinblick auf die
            Verschuldung und die Ausweitung des Militäretats.
            Darum geht es ja. Doch nicht um die Interessen der USA als Nation. Ron Paul hat dazu eine gute Rede gehalten, besser könnte ich das auch nicht sagen. Daher:

            http://www.youtube.com/watch?v=4fHfdSi-GDo

            Gruß

            Anwar

          • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
            Re^5: Angriffsgründe dringend gesucht

            Dann kommt die Vermutung, daß am Ende der
            Veranstaltung die Beherrschung des Irans durch prowestliche
            Kräfte liegen soll, ganz von selbst.
            Ja, diese pro-westlichen Kräfte kennt man ja. Die wollen am
            Ende noch, dass es freie Wahlen gibt, Mädchen ebenfalls ein
            paar Jahre in die Schule gehen können (Afghanistan) oder am
            Ende - in einigen Jahrzehnten vielleicht - die Bürger in
            diesen Ländern ihre Religion frei wählen können (Iran).
            Eine Ursache dafür, daß der Westen Schwierigkeiten mit anderen Kulturkreisen hat, ist, daß er der Ansicht ist, alleine über die allein seligmachenden Wahrheiten zu verfügen. Natürlich bin ich für Gleichberechtigung und Ausbildung aber in anderen Ländern sieht mann bestimmte Dinge halt etwas anders.

            Woher nehmen wir das Recht zu behaupten, wir wären als einzige auf dem richtigen Dampfer? Oder anders: genau wie wir glauben, wir hätten recht, glauben das die anderen auch. Dürfen die nicht, was wir dürfen? er sich auch hat beeinflussen lassen. Also dass er das
            eigentlich nur geschrieben hat, weil er so staatstreu ist.
            Staatstreu bin ich auch, nur glaube ich nicht alles, was man mir erzählt und vor allem erkenne ich die Abweichungen zwischen Ideal und Realität. Ich bitte dich daher mal um Recherche, welche wirtschaftliche
            Belastung die Militäreinsätze der USA in Afghanistan und dem
            Irak verursacht haben, vor allem im Hinblick auf die
            Verschuldung und die Ausweitung des Militäretats. Und da du
            solche Vorhaben auch in wirtschaftlicher Hinsicht beurteilen
            kannst, kannst du ja mal einschätzen, ob sich diese
            "Investition" finanziell gelohnt hat.
            Das Projekt scheitert schon daran, daß man Energiesicherheit nicht sinnvoll bewerten kann. In den Jahren 2001 und 2002 wurde zu dem Thema im übrigen schon viel geschrieben und recherchiert. Ich gedenke nicht, das jetzt zu wiederholen.

            Kurz gesagt: George W. Bush hat sich bereits am 12. September 2001 darauf festgelegt, daß Saddam Hussein mit den Anschlägen etwas zu tun hatte. Davon ließ er sich auch mit Argumenten und guten Worten nicht abbringen (wurde von Ohren- bzw. Augenzeugen unabhängig voneinander so berichtet). Man konnte ihm nur abringen, zunächst das Augenmerk auf Afghanistan zu richten und sich später um den Irak zu kümmern.

            Ob sich jemand der Protagonisten im Vorfeld überlegt hat, was die Kriege kosten werden, weiß ich nicht. Aber selbst wenn: angesichts des Volumens, um das es ging, dürften sich die Billionen Dollar, die die Veranstaltungen bisher gekostet haben, rechnen.

            http://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanista... Gleichermaßen kannst du ja mal eine Einschätzung abgeben, ob
            die derzeitige Informationslage darauf hindeutet, dass der
            Iran im Geheimen an der atomaren Aufrüstung arbeitet oder ob
            man von einer rein zivilen Nutzung ausgehen kann, wie es von
            denen immer behauptet wird.
            Witzig, daß Du gerade heute danach fragst. Der Iran feiert dieses Jahr das 20-jährige Jubiläum seiner fast-Atombmbe.
            http://www.der-postillon.com/2012/01/iran-feiert-sei... Und dann recherchier mal bitte, ob
            es Drohungen gegen Israel gab oder nicht.
            Die gab es. Na und? Ach, den Fraktionszwang habe ich schon vor zwanzig Jahren im
            Gemeinschaftskunde-Unterricht gelernt. Den gab es quasi schon
            immer. Das GG hebt ja auch die Stellung der Parteien hervor.
            Ich kann Dir nur raten, Artikel 21 und 38 GG noch einmal zu lesen. Und noch nie war er so aufgeweicht wie heute - oder wurden die
            Abgeordneten, die gegen den Rettungsschirm gestimmt haben,
            schon auf dem Scheiterhaufen verbrannt?
            Wurde da nicht gnädigerweise der Fraktionszwang aufgehoben? PS: Das heißt übrigens nicht, dass ich unbedingt einen
            Militäreinsatz gegen ein so großes Land befürworte. Es geht
            einzig um die Feststellung, dass es momentan eine gewisse
            Bedrohungslage gibt.
            Momentan? Seit 40 Jahren gibt es Drohungen ggü. Israel und seit 20 Jahren hat der Iran Atomwaffen. Von momentan kann da nicht die Rede sein.

            C.

            • Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
              Re^6: Angriffsgründe dringend gesucht

              Woher nehmen wir das Recht zu behaupten, wir wären als einzige
              auf dem richtigen Dampfer? Oder anders: genau wie wir glauben,
              wir hätten recht, glauben das die anderen auch. Dürfen die
              nicht, was wir dürfen?
              Das ist ja durchaus eine berechtigte Frage. Nur gehen "wir" zum Beispiel davon aus, dass jedem Menschen, egal wo er lebt, das Recht zusteht, der Religion seiner Wahl - oder auch keiner Religion - anzugehören. "Die anderen" sagen dagegen, der Abfall vom einzigen Gott sei eine Todessünde und müsse bestraft werden.

              Du darfst das ja gerne liberaler sehen, ich persönlich finde aber nicht, dass "wir" uns mit diesen Grundwerten verstecken müssen. Natürlich gebietet es die kulturelle Vielfalt auf der Erde, dass es verschiedene Ausprägungen gibt und nicht eine Stelle jedes Detail der Rechtsordnung in aller Welt bestimmen kann.

              Und natürlich muss man dann abwägen, wie man mit sogenannten Unrechtsstaaten umgeht, und darf nicht einfach einmarschieren. In Nordkorea verhungern die Menschen, während andere eingesperrt werden, weil sie nicht stark genug um den Führer getrauert haben. Da muss man jetzt nicht unbedingt einen Krieg gegen Nordkorea beginnen. Trotzdem darf ich das als undemokratisch bezeichnen. Ich bitte dich daher mal um Recherche, welche wirtschaftliche
              Belastung die Militäreinsätze der USA in Afghanistan und dem
              Kurz gesagt: George W. Bush hat sich bereits am 12. September
              2001 darauf festgelegt, daß Saddam Hussein mit den Anschlägen
              etwas zu tun hatte. Davon ließ er sich auch mit Argumenten und
              guten Worten nicht abbringen (wurde von Ohren- bzw.
              Augenzeugen unabhängig voneinander so berichtet). Man konnte
              ihm nur abringen, zunächst das Augenmerk auf Afghanistan zu
              richten und sich später um den Irak zu kümmern.
              Da frage ich genau so wie du weiter unten: Na und? Ob sich jemand der Protagonisten im Vorfeld überlegt hat, was
              die Kriege kosten werden, weiß ich nicht. Aber selbst wenn:
              angesichts des Volumens, um das es ging, dürften sich die
              Billionen Dollar, die die Veranstaltungen bisher gekostet
              haben, rechnen.

              http://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanista...
              Dann hätten sich seit 2001 die Steuereinnahmen in den USA so entwickelt, dass sie die Staatsausgaben übertroffen hätten. Allerdings ist das Gegenteil der Fall und die USA stehen mit einem Haufen Schulden da. Nein, ich bin andere Meinung, denn soweit man es beurteilen kann rechnet es sich nicht. Und dann recherchier mal bitte, ob
              es Drohungen gegen Israel gab oder nicht.
              Die gab es. Na und?
              Soweit du mit mir konform gehst, dass wir uns in dieser Frage auf die Seite Israels stellen sollten, ist alles in Ordnung. Ach, den Fraktionszwang habe ich schon vor zwanzig Jahren im
              Gemeinschaftskunde-Unterricht gelernt. Den gab es quasi schon
              immer. Das GG hebt ja auch die Stellung der Parteien hervor.
              Ich kann Dir nur raten, Artikel 21 und 38 GG noch einmal zu
              lesen.
              Ich kenne das Grundgesetz und auch die Vorgaben darin zur Unabhängigkeit der Abgeordneten. Dass da der Fraktionszwang nicht ohne weiteres hineinpasst, ist schon richtig.

              Aber das ist nicht entscheidend. Wenn so viele Menschen gegen die Beteiligung an Militäreinsätzen sind, dann können sie bei der nächsten Wahl die entsprechenden Parteien wählen. So ist es meines Wissen auch in einigen Ländern geschehen, beispielsweise Norwegen. Und noch nie war er so aufgeweicht wie heute - oder wurden die
              Abgeordneten, die gegen den Rettungsschirm gestimmt haben,
              schon auf dem Scheiterhaufen verbrannt?
              Wurde da nicht gnädigerweise der Fraktionszwang aufgehoben?
              Nur der Vollständigkeit halber: Nein. PS: Das heißt übrigens nicht, dass ich unbedingt einen
              Militäreinsatz gegen ein so großes Land befürworte. Es geht
              einzig um die Feststellung, dass es momentan eine gewisse
              Bedrohungslage gibt.
              Momentan? Seit 40 Jahren gibt es Drohungen ggü. Israel und
              seit 20 Jahren hat der Iran Atomwaffen. Von momentan kann da
              nicht die Rede sein.
              Keine Ahnung, warum man es jetzt so sehr in den Brennpunkt gerät. Vermutlich weil der Iran mittlerweile seinem Ziel, funktionierende Atomwaffen herzustellen, näher gekommen ist? Wenn du mehr weißt, dann immer her damit.

            • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
              Re^7: Angriffsgründe dringend gesucht

              Woher nehmen wir das Recht zu behaupten, wir wären als einzige
              auf dem richtigen Dampfer? Oder anders: genau wie wir glauben,
              wir hätten recht, glauben das die anderen auch. Dürfen die
              nicht, was wir dürfen?
              Das ist ja durchaus eine berechtigte Frage. Nur gehen "wir"
              zum Beispiel davon aus, dass jedem Menschen, egal wo er lebt,
              das Recht zusteht, der Religion seiner Wahl - oder auch keiner
              Religion - anzugehören. "Die anderen" sagen dagegen, der
              Abfall vom einzigen Gott sei eine Todessünde und müsse
              bestraft werden.
              Mal unabhängig davon, wer am Ende recht hat: wer soll denn die objektive moralische Instanz sein, der beurteilt, was tatsächlich besser ist? Du darfst das ja gerne liberaler sehen, ich persönlich finde
              aber nicht, dass "wir" uns mit diesen Grundwerten verstecken
              müssen.
              Das sehen andere Religionen hinsichtlich ihres eigenen Standpunktes naturgemäß genauso. gegen Nordkorea beginnen. Trotzdem darf ich das als
              undemokratisch bezeichnen.
              Natürlich. Ich sehe es ja genauso, nur sollte man eben nicht vergessen, daß wir eben nicht die absolute Wahrheit gepachtet haben. Und wenn Du schon unsere Grundwerte erwähnst: die schließen Religions- und Meinungsfreiheit mit ein.

              Warum ziehen wir ausgerechnet dann eine Grenze, wenn es nicht um die Religionsausübung bei uns geht, sondern um die Religionsausübung im Heimatland? guten Worten nicht abbringen (wurde von Ohren- bzw.
              Augenzeugen unabhängig voneinander so berichtet). Man konnte
              ihm nur abringen, zunächst das Augenmerk auf Afghanistan zu
              richten und sich später um den Irak zu kümmern.
              Da frage ich genau so wie du weiter unten: Na und?
              Ich wollte darauf hinaus, daß nicht nur rational-wirtschaftliche Interessen eine Rolle gespielt haben, als es darum ging, den Irak anzugreifen. Insofern ist die blanke Aufrechnung von Kosten und Erträgen wenig zielführend. angesichts des Volumens, um das es ging, dürften sich die
              Billionen Dollar, die die Veranstaltungen bisher gekostet
              haben, rechnen.

              http://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanista...
              Dann hätten sich seit 2001 die Steuereinnahmen in den USA so
              entwickelt, dass sie die Staatsausgaben übertroffen hätten.
              Allerdings ist das Gegenteil der Fall und die USA stehen mit
              einem Haufen Schulden da. Nein, ich bin andere Meinung, denn
              soweit man es beurteilen kann rechnet es sich nicht.
              Die Pipeline wurde doch noch gar nicht gebaut. Woher sollen denn da die Steuereinnahmen kommen? Die gab es. Na und?
              Soweit du mit mir konform gehst, dass wir uns in dieser Frage
              auf die Seite Israels stellen sollten, ist alles in Ordnung.
              Ich stelle mich nicht auf die Seite Israels, sondern auf die Seite des bedrohten Landes. Ich kann Dir nur raten, Artikel 21 und 38 GG noch einmal zu
              lesen.
              Ich kenne das Grundgesetz und auch die Vorgaben darin zur
              Unabhängigkeit der Abgeordneten. Dass da der Fraktionszwang
              nicht ohne weiteres hineinpasst, ist schon richtig.
              Nicht ohne weiteres? Die Aufgaben der Parteien sind eindeutig geregelt. Von Regierungsarbeit steht da nichts. Aber das ist nicht entscheidend. Wenn so viele Menschen gegen
              die Beteiligung an Militäreinsätzen sind, dann können sie bei
              der nächsten Wahl die entsprechenden Parteien wählen. So ist
              es meines Wissen auch in einigen Ländern geschehen,
              beispielsweise Norwegen.
              Die Bürger haben bspw. die Grünen gewählt, weil die für Frieden standen. Wenn dann die von den Bürgern gewählten Abgeordneten nicht ihrem Gewissen folgen, sondern der machtorientierten Meinung der Führungsriege, ist das ein handfestes Problem. Momentan? Seit 40 Jahren gibt es Drohungen ggü. Israel und
              seit 20 Jahren hat der Iran Atomwaffen. Von momentan kann da
              nicht die Rede sein.
              Keine Ahnung, warum man es jetzt so sehr in den Brennpunkt
              gerät. Vermutlich weil der Iran mittlerweile seinem Ziel,
              funktionierende Atomwaffen herzustellen, näher gekommen ist?
              Wenn du mehr weißt, dann immer her damit.
              Wie wäre es damit: die USA ziehen sich aus dem Irak und Afghanistan zurück und haben damit wieder freie militärische Kapazitäten. Der verschärfte Tonfall könnte eine Vorbereitungshandlung darstellen. Von der ersten Ansage bis zum Angriff hat es beim Irak immerhin knapp knapp zwei Jahre gedauert. Das läßt für 2013 einiges erwarten.



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