Antwort von
nach 3 Tagen
hilfreich
Re^5: Ansprüche
Hi !
Die "armen Würstchen" wie Du sie nennst,
verklagen uns immerhin in den USA und
nicht hier.
Warum wohl ?
Hier geht es nur noch um Geld, deshalb
ist das für mich unglaubwürdig.
Wieso? Wie willst Du sonst entschädigen?
Mit Popcorn? Oder 'nem warmen Händedruck?
Gutmachen kann man es mit Geld sowieso
nicht, aber dann sollte der Betrag, der
angeboten wird auch nicht lächerlich
sein. Und wenn jeder Zwangsarbeiter
gerade mal 2000-3000 DM einmalig bekommt
ist das nicht nur lächerlich, sondern
auch peinlich.
Nein, diese Leute sollen entschädigt werden. Da sie aber die Entschädigung in Deutschland verlangen, sollten sie auch in Deutschland klagen. Sie tun das nicht, da sie sich in den USA ein vielfaches der Summe erhoffen, die sie in Deutschland bekommen würden.
Nur hat man die Rechnung in doppelter Hinsicht ohne den Wirt geamcht:
1.) Deutschland erhöht sein Angebot ohnehin nicht. Eine Klage ist, egal wo, relativ aussichtslos. Vorangegangene Versuche endeten immer mit einer Entscheidung für die Unternehmen.
Nun, da einige US-Unternehmen das Angebot auf ca. DM 10 Mrd. aufstocken wollen, ist ausreichend Goodwill gezeigt. Wer jetzt nicht akzeptiert, sollte m.E. knallhart leer ausgehen.
2.) Die US-Anwälte werden einen Großteil der Zahlungen, sollten noch welche erfolgen, für sich abgreifen.
Der einzelne Zwangsarbeiter wäre besser damit beraten gewesen, das ursprüngliche deutsche Angebot zu akzeptieren.
Es denkt schließlich auch keiner an die Arbeitnehmer in den betroffenen Unternehmen, die, sicherlich eher mittelbar, teilhaben werden an der Aufbringung der Zahlungen und den daraus resultierenden Folgen.
Vergangenheitsbewältigung ja, nur nicht immer mit dem Scheckbuch und auf Kosten von Leuten in Deutschland, die zur fraglichen Zeit noch nicht einmal gelebt haben.
Gruß,
Mathias