Ansatzpunkt für KI Software

Von: , Frage gestellt am Do, 15. Dez 2005

Hi Leute,

es geht mir hier nicht um den direkten, reinen Sourcecode in einer gegebenen Programmiersprache, sondern nur um allgemeine Denkanstösse.

Angenommen, man wollte eine vernünftige, wirklich halbwegs intelligente KI Sofware programmieren, nach welchen Schema müste man da vorgehen ?

Also ich meine jetzt nicht den Code, das mache ich dann schon....

Ich brauche Denkanstösse.......wie man sowas grundsätzlich angehen müsste.

Das sollte das Ziel sein;
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Ein Programm, welches unter 32 Bit Windows läuft, dessen Aussehen zunächst mal unwichtig ist, da man es hinterher immer noch leicht ändern könnte (könnte ja auch ein Gesicht sein....)

Hören und sprechen ist zunächst nicht nötig, darum kümmer ich mich später.

Es erfolgt eine Eingabe per Tastatur (Wörter, Sätze), und auch die Ausgabe erfolgt zunächst lediglich als Text.

Hier soll aber nicht einfach (so stelle ich mir das derzeit vor) eine Datenbank angelegt werden, die auf Standardfragen wie z.B. "wie geht es dir" mit den Satz "mir geht es gut" antwortet, sondern ich stelle mir das so vor, das diese Software zunächst mal total "dumm" ist, und nicht ein einziges Wort versteht, also auch keinen Satz.

Eben wie ein Kind, was noch nichts versteht.

Dazu stelle ich mir vor, das man z.B. zunächst nur Wörter zum einlernen eingibt, aber immer zunächst nur ein Wort, z.B.:

"ich" - gefolgt von einer Erklärung, was "ich" bedeutet.

usw. bei allen weiteren Wörtern. Das Programm speichert diese Inputs, im Prinzip so wie ein Kind das tun würde.

Irgendwann ist das Programm dann in der Lage, auch Sätze zu verarbeiten. Bei allem lernt das Programm, indem es versucht, die Wörter und Sätze "sinnvoll" zu speichern.....

...ich weiss, ich stelle mir das momentan noch ziemlich einfach vor, und es ist viel komplizierter, aber was ich bisher im KI Bereich gefunden habe, ist für mich keine richtige KI.

Später könnte man das dann immer noch erweitern, z.B. mit Sprachausgabe, oder Spracherkennung, oder einer Kamera, die sein "Gegenüber" sieht, und sich so "vorstellen" kann......

Das man von so einem Prog nicht zu viel erwarten kann ist mir völlig klar.....

Dank an alle für Vorschläge, die mich weiterbringen.

Jürgen

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 50 Minuten 0 hilfreich
    Re: Ansatzpunkt für KI Software

    Hallo Jürgen, Dazu stelle ich mir vor, das man z.B. zunächst nur Wörter zum
    einlernen eingibt, aber immer zunächst nur ein Wort, z.B.:

    "ich" - gefolgt von einer Erklärung, was "ich" bedeutet.
    Hier ist schon dein erster Denkfehler:

    Wie willst du dem Programm Bedeutungen beibringen, wenn es dich gar nicht verstehen kann, weil die Datenbank noch leer ist ??????

    MfG Peter(TOO)

  2. Antwort von nach 51 Minuten 0 hilfreich
    Re: Ansatzpunkt für KI Software

    Moien Angenommen, man wollte eine vernünftige, wirklich halbwegs
    intelligente KI Sofware programmieren, nach welchen Schema
    müste man da vorgehen ?
    1. 2-3 Jahre Theorie büffeln.
    2. Programmiersprache erlernen.
    3. 20 Jahre Arbeit.
    4. unheimlich viel Erfolg. Hier soll aber nicht einfach (so stelle ich mir das derzeit
    vor) eine Datenbank angelegt werden, die auf Standardfragen
    wie z.B. "wie geht es dir" mit den Satz "mir geht es gut"
    antwortet, sondern ich stelle mir das so vor, das diese
    Software zunächst mal total "dumm" ist, und nicht ein einziges
    Wort versteht, also auch keinen Satz.
    Die Projekte infobot und bloodbot schonmal angekuckt ? Im agressiven Lernmodus bauen die dir ruck-zuck eine riesen DB auf. Und wenn das ganze mehr Richtung Unterhaltung gehen sollte dann versuchs mit ChatBot. Eben wie ein Kind, was noch nichts versteht.
    Sowas: http://talking-heads.csl.sony.fr/ ? Dazu stelle ich mir vor, das man z.B. zunächst nur Wörter zum
    einlernen eingibt, aber immer zunächst nur ein Wort, z.B.:

    "ich" - gefolgt von einer Erklärung, was "ich" bedeutet.
    Es gibt mehrere Internet-basierte DBs die sowas machen. Man denkt an einen Gegenstand und durch abfragen von Attributen versuchen die DB rauszufinden an was man denkt. Nach 5-10 Fragen haben sie es meistens raus. Wenn nicht gibt man den "neuen" Gegenstand ein und das System merkt ihn sich (inklusive aller Attribute).

    Laufen mittels Fuzzy-logik und Statistik. Machen aber erst Spass nach ein zig-tausend Durchgängen.

    Mir fällt nur ums verrecken kein Name mehr ein... Irgendwann ist das Programm dann in der Lage, auch Sätze zu
    verarbeiten. Bei allem lernt das Programm, indem es versucht,
    die Wörter und Sätze "sinnvoll" zu speichern.....
    Kuck dir ELIZA an. Sehr alter aber sehr effektiver Algo wenns um's "verstehen" von Sätzen geht. ...ich weiss, ich stelle mir das momentan noch ziemlich
    einfach vor, und es ist viel komplizierter, aber was ich
    bisher im KI Bereich gefunden habe, ist für mich keine
    richtige KI.
    Es gibt noch keine Ansätze wie man echte Intelligenz erzeugen kann. Man versucht sie nur mit Fuzzy Logik, grossen DBs, Data mining und neuronalen Netzen nachzuahmen.

    cu

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Ansatzpunkt für KI Software

      Hallo, 20 Jahre Arbeit.
      Vergiss es, entweder ein Jahr
      oder niemals ... ;-)

      Grüße

      CMБ

  3. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ansatzpunkt für KI Software

    Hallo Jürgen, was ich
    bisher im KI Bereich gefunden habe, ist für mich keine
    richtige KI.
    stimmt, die Forschung scheint aufgegeben zu haben. Es weiß niemand, wie es geht, deshalb kann Dir auch niemand Tipps geben. Das Geheeimnis ist noch ungelöst. Wenn Du die Lösung hast, erfahre ich es ja in der Tagesschau, oder Du erzählst es als Gaststar bei 'Wetten Daß'.

    Gruß, Rainer
    Viel Erfolg!

  4. Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ansatzpunkt für KI Software

    Hi Jürgen, Angenommen, man wollte eine vernünftige, wirklich halbwegs
    intelligente KI Sofware programmieren, nach welchen Schema
    müste man da vorgehen ?
    Unterschätze niemals die Intelligenz und reduziere sie auf 0 und 1, es ist ein Trugschluss. Du träumst den Touring-Traum :) Ein serieller Rechner wird nie wirklich intelligent sein können. Das, was Du unter Intelligenter Software verstehst, müsste die Daten parallel verarbeiten, mit einer völlig anderen Rechnerarchitektur, das binäre System ist ebenfalls ungeeignet, weil es kein 'vielleicht' kennt.

    Linktip: http://www.cityoflonetreeiowa.com/

    Es reicht doch, wenn man kluge Software produziert, die Menschen das Leben vereinfacht - sie muss ja nicht gleich selbst denken.

    Schönen Gruß,
    Rudy

    • Antwort von nach 13 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Ansatzpunkt für KI Software

      Moin, Rudi, Du träumst den Touring-Traum :)
      <Kümmelspalt>
      Mit BMW hat der gute Mann rein gar nichts zu schaffen, er heißt Alan Turing.
      </Kümmelspalt>

      Gruß Ralf

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Ansatzpunkt für KI Software

      Hi, ... Das, was Du unter Intelligenter Software verstehst,
      müsste die Daten parallel verarbeiten, mit einer völlig
      anderen Rechnerarchitektur, das binäre System ist ebenfalls
      ungeeignet, weil es kein 'vielleicht' kennt.
      stimmt im Moment. Abgesehen davon, dass ich auch glaube
      dass Intelligenz bzw. Bewusstsein (zumindest das was wir darunter
      verstehen) nur mit Parallelrechnern nachgebildet/erzeugt
      werden kann, besteht die Möglichkeit, dass es einmal serielle
      Rechner gibt, die so schnell sind, dass sie quasi per
      Software Parallelität nachbilden.

      Denke mal die nächsten 20 Jahre wirds nix geben in der Richtung.
      Aber lassen wir uns überraschen. Fest steht, dass es irgendwann
      intelligente Maschinen geben wird, die uns sehr wahrscheinlich
      überleben. Quasi der Schritt von der biologischen in die
      technische Evulotion. Die Frage ist nur, ob die Menschheit
      lang genug lebt um diese Technik zu entwickeln. Kann ja 100 Jahre
      oder unter umständen auch 2000 Jahre dauern.

      Alex

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Ansatzpunkt für KI Software

        Aber lassen wir uns überraschen. Fest steht, dass es
        irgendwann
        intelligente Maschinen geben wird, die uns sehr wahrscheinlich
        überleben. Quasi der Schritt von der biologischen in die
        technische Evulotion. Die Frage ist nur, ob die Menschheit
        lang genug lebt um diese Technik zu entwickeln. Kann ja 100
        Jahre
        oder unter umständen auch 2000 Jahre dauern.
        Alex
        Hi alex,

        sehe ich auch so. Ich bin gewiss kein echter SciFi Fan, aber ich sehe durchaus gerne derartige Filme. Raumschiff "Enterprise" ist schon klasse. Ich bin mir nahezu 100 % sicher, das es Typen, wie diesen "DATA" (also der Roboter) in ca. 100 Jahren geben wird, mit genau diesen Fähigkeiten.

        Sieh nur mal, was solche Filme vor 50 Jahren gezeigt haben, und was davon heute schon gibt !!!

        Jürgen

    • Antwort von nach 23 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Ansatzpunkt für KI Software

      Von Neumann hat relativ schnell seinem seriellen
      Rechner celluläre Automaten hinterhergeschoben,
      die sehr wohl Paralliität kennen.
      Das wurde bisher aber nicht aufgenommen.
      Wie lange das dauern würde, dafür derart abstrakte
      Programmentwicklungssysteme zu entwickeln,
      wie es sie für serielle Computer gibt,
      da wag ich gar nicht dran zu denken.
      Erst dann könnten genug Menschen damit forschen.


      In Sachen Ansatzpunkt für KI auf Computern sag ich mal:

      Das 0/1 System wurde schon früh von Leibniz geprägt.
      Er hat Fussballfeldgrosse Maschinen entworfen,
      aber auch kleine, die tatsächlich rechnen konnten.
      Die heutigen Computer basieren ja auf Strom oder nicht Strom,
      sind somit viel kleiner und schneller, die zu Grunde liegende
      Idee ist aber die gleiche.

      Der ursprüngliche Gedanke von Leibniz
      war aber nicht 0 oder 1, sondern von Gott oder nicht von Gott,
      0 oder 1 hat er nur genutzt, um das zu 'simulieren'.
      Man beachte auch 'to be or not to be' von Shakespere.
      Vielleicht sollte man das mal wieder aufgreifen,
      wenn man dabei auch nur rausfindet, dass es keine
      mechanisierte Intelligenz geben kann, dann wär wenigstens
      Ruhe.

      Ich persönlich halte es für wahrscheinlich,
      dass Intelligenz ein Irrtums-/Abfallprodukt des Imunsystems
      ist, man müsste erstmal ein Imunsytem auf einem Computer
      realisieren, und dann Zufallsprodukte da raus filtern,
      der Mensch ist aber wohl nicht intelligent genug dazu,
      glaube ich. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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