Programmierung ...ein Bedauer

Von: , Frage gestellt am Fr, 12. Mai 2006

Hallo.

Ich stelle diese nun folgende, mehrzeilige Frage an alle, die auf dem PC in Assembler oder in C programmieren.


Ich frage mich allen Ernstes, wie es auf dem PC Spass machen kann, ein Programm zu schreiben.
Hört sich etwas flach an, also anders ausgedrückt:

Zu C64 und AMIGA - Zeiten konnte man den Rechner anschalten, Cartridge in den Port stecken und direkt im Debugger loscoden.

Und jetzt das wichtigste:

BEI EINEM FEHLER DES PROGRAMMS, einem ABSTURZ oder ähnlichem, 'ZACK'!,

auf den RESET-Taster gedrückt, Debugger über HOTkeys aufrufen und weitermachen.
Dies war eine Sache von WENIGEN SEKUNDEN !

Irgendwann hatte man dann den Fehler gefunden UND sogar noch einen Grafik-EFFEKT entdeckt, der durch den ursprünglichen Fehler im Programm AUSGELÖST wurde !


SO.

Wie, bitte schön, geht diese Prozedur denn heute vonstatten ?

Wenn der PC hochgefahren ist und man einen Debugger
(zu Not den alten DEBUG von DOS)aufruft, gibt extra einige fehlerhafte Befehle ein und startet den Müll
.....

ZACK...nichts geht mehr.

Wenn man bei jedem Fehler im Programm dann den Rechner immer wieder neu starten muss, wirft man wegens SPASSVERLUST am Programmieren das Handtuch spätestens beim 5. Absturz oder Hängenbleiben.

Gibt es denn keine Methode, den Rechner quasi Ruckzuck wieder zu resetten, damit man schön flüssig programmieren kann ?


Damit wir uns nicht falsch verstehen :

Es geht nicht um einen Absturz als solchen, sondern drum, aus diesem möglichst schnell wieder flüchten und ohne Code,- sowie Zeitverlust wieder zum Programm zurückzukehren.



Bei dieser 'Programmierungs-Philosophie' geht doch der
EXPERIMENTIER-GEIST vollständig verloren.
Aus Angst, der Rechner stürzt ab und nimmt den Code mit.

Die Sache mit dem " Was passiert denn, wenn ich DIESES Register mit einem illegalen Wert beschreibe...' macht doch erst den Geist spannender Programmierung aus.

Zu Asbach-C64 Zeiten möglich....und heute ?


Schreibt mal was dazu.

Bis dahin...

Have a nice Day.


Chris


29 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
    Re: Programmierung ...ein Bedauer


    Hallo Chris,

    für die meisten ist es überhaupt keine Frage des Spasses, ein Programm zu schreiben, sondern Arbeit, und an die sollte man verantwortungsbewusst herangehen (gilt für alle, Maurer wie Programmierer). Der von dir beschriebene Programmierstil ist gottseidank inzwischen fast ausgestorben, in der Urzeit der IT kannte ich auch solche Chaoten, die ein Programm sozusagen rückwärts entwickelten: schreibe NOP und starte den Debugger - tut das Programm, was es soll? Natürlich nicht, also ändere einen Befehl und gehe zurück auf Start. Dass auf diese Weise zuverlässige Software entsteht, ist aus einer ganzen Reihe von Gründen ausgeschlossen.

    Ich plane meine Software möglichst so, dass sie beim Codieren keine Fehler mehr enthält - dann muss ich auch keine Debuggen. Ein Programm, das sich aufhängt, ist schon Folge eines Planungsfehlers, wahrscheinlich habe ich irgendwelche Unterlagen nicht richtig gelesen oder interpretiert. In dem Fall sage ich dann unter Delphi "Programm zurücksetzen" und das wars - geht sogar schneller als einen C64 neu zu starten. Trotzdem - einen Aufhänger oder fatalen Programmabbruch betrachte ich als persönliche Niederlage.

    Also hör auf, der Vergangenheit hinterherzujammern und beschäftige dich mit heutiger Programmiertechnik - oder setz dich an deinen Nierentisch, schalte die Tütenlampe ein und höre eine Schellackplatte mit Caruso, während du deinen C64 startest.

    Gruss Reinhard

    PS du kennst ja noch nicht einmal die Vergangenheit richtig: einen Lochkartenstapel mit ALGOL im Rechenzentrum abzugeben, um dann 2 Tage später zu erfahren, dass du dich im Feld 38 der 135. Lochkarte vertippt hast - das macht keinen Spass.

    • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Programmierung ...ein Bedauer

      Hallo Reinhard für die meisten ist es überhaupt keine Frage des Spasses, ein
      Programm zu schreiben, sondern Arbeit, und an die sollte man
      verantwortungsbewusst herangehen ...
      Das ist, wenn es denn stimmt, mit Sicherheit
      ein Grund für die "Krise der Softwareindustrie" ;-) Ich plane meine Software möglichst so, dass sie beim Codieren
      keine Fehler mehr enthält - dann muss ich auch keine Debuggen.
      Ein Programm, das sich aufhängt, ist schon Folge eines
      Planungsfehlers, wahrscheinlich habe ich irgendwelche
      Unterlagen nicht richtig gelesen oder interpretiert.
      Das trifft sicher auf bestimmte Arten von
      Programierarbeiten zu (Software-Architektur), diese
      ist aber (imho) an ganz andere Voraussetzungen gebunden. Trotzdem - einen Aufhänger oder fatalen Programmabbruch
      betrachte ich als persönliche Niederlage.
      Das Problem kommt dann, wenn Du ('als ewig Lernender')
      den ausgetretenen Pfad erstmals verlässt und Dich in
      Komplexitäten hineinwagst, welche Du nicht voll überschaust,
      während Du sie angehst. Dort gibt es nur den 'iterativen
      Weg' der Programmierung, welcher sogar ein modernes
      Programmierparadigma darstellt. Also hör auf, der Vergangenheit hinterherzujammern und
      beschäftige dich mit heutiger Programmiertechnik - oder setz
      dich an deinen Nierentisch, schalte die Tütenlampe ein und
      höre eine Schellackplatte mit Caruso, während du deinen C64
      startest.
      Ich habe mal überlegt, warum ich, so ich eine
      Softwarebude hätte, instinktiv zögern würde, Leute
      über 35 oder gar über 40 als Programmierer einzustellen -
      aber das hängt vielleicht mit solchen Dingen bzw. ein-
      stellungen zusammen. Software-Architektur ist ein
      wichtiger (grundlegender) Aspekt, aber man muss auch
      bereit und in der Lage sein, seine Segel wieder zu
      setzen und sich auf unerforschte Meere vorzuwagen ;-) PS du kennst ja noch nicht einmal die Vergangenheit richtig:
      einen Lochkartenstapel mit ALGOL im Rechenzentrum abzugeben,
      um dann 2 Tage später zu erfahren, dass du dich im Feld 38 der
      135. Lochkarte vertippt hast - das macht keinen Spass.
      Es geht, wenn ich es richtig verstanden habe, einfach um
      einen effektiven Lernprozess, um ein tiefes "sich vertraut"
      machen durch das Experiment, welches Spass macht.

      Grüße

      CMБ

      • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Programmierung ...ein Bedauer

        Hallo CMБ für die meisten ist es überhaupt keine Frage des Spasses, ein
        Programm zu schreiben, sondern Arbeit, und an die sollte man
        verantwortungsbewusst herangehen ...
        Das ist, wenn es denn stimmt, mit Sicherheit
        ein Grund für die "Krise der Softwareindustrie" ;-)
        Trotz ;-) verstehe ich das jetzt nicht. Ich plane meine Software möglichst so, dass sie beim Codieren
        keine Fehler mehr enthält - dann muss ich auch keine Debuggen.
        Ein Programm, das sich aufhängt, ist schon Folge eines
        Planungsfehlers, wahrscheinlich habe ich irgendwelche
        Unterlagen nicht richtig gelesen oder interpretiert.
        Das trifft sicher auf bestimmte Arten von
        Programierarbeiten zu (Software-Architektur), diese
        ist aber (imho) an ganz andere Voraussetzungen gebunden.
        Das trifft auf alle Programmierarbeiten zu.
        Oder setzt du dich hin, denkst "ich programmiere jetzt mal" und fängst ohne Planung an? Trotzdem - einen Aufhänger oder fatalen Programmabbruch
        betrachte ich als persönliche Niederlage.
        Das Problem kommt dann, wenn Du ('als ewig Lernender')
        den ausgetretenen Pfad erstmals verlässt und Dich in
        Komplexitäten hineinwagst, welche Du nicht voll überschaust,
        während Du sie angehst. Dort gibt es nur den 'iterativen
        Weg' der Programmierung, welcher sogar ein modernes
        Programmierparadigma darstellt.
        Den 'iterativen Weg' der Programmierungs umgehst du, wenn du vorher vernünftig planst. Bei komplexen Problemen ist das besonders wichtig. Erst die Probleme analysieren, 'Überschauen' und dann programmieren. Die Planung benötigt 25% bis 50% der Arbeitszeit. Das sparst du beim eigentlichen Programmieren locker wieder ein. Dann kannst du auch problemlos 'ausgetretene Pfade' verlassen (siehe oben). Also hör auf, der Vergangenheit hinterherzujammern und
        beschäftige dich mit heutiger Programmiertechnik - oder setz
        dich an deinen Nierentisch, schalte die Tütenlampe ein und
        höre eine Schellackplatte mit Caruso, während du deinen C64
        startest.
        Ich habe mal überlegt, warum ich, so ich eine
        Softwarebude hätte, instinktiv zögern würde, Leute
        über 35 oder gar über 40 als Programmierer einzustellen -
        aber das hängt vielleicht mit solchen Dingen bzw. ein-
        stellungen zusammen. Software-Architektur ist ein
        wichtiger (grundlegender) Aspekt, aber man muss auch
        bereit und in der Lage sein, seine Segel wieder zu
        setzen und sich auf unerforschte Meere vorzuwagen ;-)
        Ähhh, ich bin über 50, arbeite, wie ich oben beschrieben habe, programmiere seit 10 Jahren beruflich (da war ich ja schon über 40) erfolgreich, muss ich jetzt umdenken?
        Ich wage mich erfolgreich oft auf 'unerforschte Meere' vor, aber auf die oben beschriebene Art. PS du kennst ja noch nicht einmal die Vergangenheit richtig:
        einen Lochkartenstapel mit ALGOL im Rechenzentrum abzugeben,
        um dann 2 Tage später zu erfahren, dass du dich im Feld 38 der
        135. Lochkarte vertippt hast - das macht keinen Spass.
        Ja, ja, Siemens 3000, PET 2001, CBM64 ... seufz... hat Spaß gebracht.

        Gruß
        Manfred

        • Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Programmierung ...ein Bedauer

          Hallo Manfred, Das ist, wenn es denn stimmt, mit Sicherheit
          ein Grund für die "Krise der Softwareindustrie" ;-)
          Trotz ;-) verstehe ich das jetzt nicht.
          Ja, stell Dir vor - genervte Leute, die versuchen,
          trotz pflichtbewusster Anwendung ihrer "Designprinzipen
          aus der Studentenzeit" Software fertigzubekommen ;-) [Pre-design by Paper]
          Das trifft auf alle Programmierarbeiten zu.
          Oder setzt du dich hin, denkst "ich programmiere jetzt mal"
          und fängst ohne Planung an?
          OK, dann machen wir das unterschiedlich. Das, was
          ich von einem Problem weiss, kann ich auch direkt
          in "Programmstruktur" umsetzen. Ich "zeichne"
          praktisch in der Enwicklungsumgebung. Den 'iterativen Weg' der Programmierungs umgehst du, wenn du
          vorher vernünftig planst. Bei komplexen Problemen ist das
          besonders wichtig. Erst die Probleme analysieren,
          'Überschauen' und dann programmieren. Die Planung benötigt 25%
          bis 50% der Arbeitszeit. Das sparst du beim eigentlichen
          Programmieren locker wieder ein. Dann kannst du auch
          problemlos 'ausgetretene Pfade' verlassen (siehe oben).
          Aha, jetzt verstehe ich die Diskrepanz.

          Die "Planung", das "Aufzeichnen", mache ich
          bereits "in Code", den Zwischenschritt, den
          Du "Planung" nennst, spare ich mir üblicherweise.

          Das "zeichne" ich ggf. hinterher mal
          auf papier, wenn ich weiss, das es funktioniert -
          um mit anderen zu kommunizieren. Ich habe mal überlegt, warum ich, so ich eine
          Softwarebude hätte, instinktiv zögern würde, Leute
          über 35 oder gar über 40 als Programmierer einzustellen -
          Ähhh, ich bin über 50, arbeite, wie ich oben beschrieben habe,
          programmiere seit 10 Jahren beruflich (da war ich ja schon
          über 40) erfolgreich, muss ich jetzt umdenken?
          Ich wage mich erfolgreich oft auf 'unerforschte Meere' vor,
          aber auf die oben beschriebene Art.
          Vielleicht bist Du doch viel weniger
          so ein beschriebener "theoretischer Planer"
          - als Du hier verrätst? ;-) Wer weiss?

          Grüße

          CMБ

      • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Programmierung ...ein Bedauer

        Ich habe mal überlegt, warum ich, so ich eine
        Softwarebude hätte, instinktiv zögern würde, Leute
        über 35 oder gar über 40 als Programmierer einzustellen -
        aber das hängt vielleicht mit solchen Dingen bzw. ein-
        stellungen zusammen. ...
        Hallo Semjon,

        hast du da nicht was durcheinandergebracht? Christoph könnte mein Sohn sein - nicht umgekehrt.

        Gruss Reinhard

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Programmierung ...ein Bedauer

        Hallo Reinhard
        Hallo Semjon, Hallo Reinhard




        für die meisten ist es überhaupt keine Frage des Spasses, ein
        Programm zu schreiben, sondern Arbeit, und an die sollte man
        verantwortungsbewusst herangehen ...
        Das ist, wenn es denn stimmt, mit Sicherheit
        ein Grund für die "Krise der Softwareindustrie" ;-)
        Chris :
        JUPP.Und ein grosser.Nicht der einzige.Aber ein grosser.




        Ich plane meine Software möglichst so, dass sie beim Codieren
        keine Fehler mehr enthält - dann muss ich auch keine Debuggen.
        Ein Programm, das sich aufhängt, ist schon Folge eines
        Planungsfehlers, wahrscheinlich habe ich irgendwelche
        Unterlagen nicht richtig gelesen oder interpretiert.
        Das trifft sicher auf bestimmte Arten von
        Programierarbeiten zu (Software-Architektur), diese
        ist aber (imho) an ganz andere Voraussetzungen gebunden.
        Chris :
        Nun, klein und gross ist wirklich relativ.
        Denn 1KB BASIC-Code ist schnell erreicht.
        Aber 1KB pur Assembler dauert doch schon e bissje länger.
        Bei gleichzeitiger Potenzialsteigerung des Programm, of course.
        Trotzdem - einen Aufhänger oder fatalen Programmabbruch
        betrachte ich als persönliche Niederlage.
        Chris :
        Wie ich schon sagte:
        Ich als Inspiration.
        Das Problem kommt dann, wenn Du ('als ewig Lernender')
        den ausgetretenen Pfad erstmals verlässt und Dich in
        Komplexitäten hineinwagst, welche Du nicht voll überschaust,
        während Du sie angehst. Dort gibt es nur den 'iterativen
        Weg' der Programmierung, welcher sogar ein modernes
        Programmierparadigma darstellt.
        Chris :
        Und da diese moderne Philosophie schon alt ist, könnte ich wagen
        zu behaupten, dass es die beste ist....
        Sicherlich nicht in jedem Bereich.
        Aber für alles gibt es eine Lücke.
        Also hör auf, der Vergangenheit hinterherzujammern und
        beschäftige dich mit heutiger Programmiertechnik - oder setz
        dich an deinen Nierentisch, schalte die Tütenlampe ein und
        höre eine Schellackplatte mit Caruso, während du deinen C64
        startest.
        Chris :
        Als wär eine Schallplatte schlecht....
        Ich habe mal überlegt, warum ich, so ich eine
        Softwarebude hätte, instinktiv zögern würde, Leute
        über 35 oder gar über 40 als Programmierer einzustellen -
        aber das hängt vielleicht mit solchen Dingen bzw. ein-
        stellungen zusammen. Software-Architektur ist ein
        wichtiger (grundlegender) Aspekt, aber man muss auch
        bereit und in der Lage sein, seine Segel wieder zu
        setzen und sich auf unerforschte Meere vorzuwagen ;-)
        Chris :
        OHA.
        Lieber Semjon, da hätte ich ja grade noch ne Chance...
        Bin nämlich 33 .
        Ob das jetzt unbedingt am Alter liegen MUSS...
        Schade ist es allemal, dass man im höheren und zweifellos weiseren
        Alter den Pfad des Experimentierens verlässt...ob gezwungen oder
        nicht...




        PS du kennst ja noch nicht einmal die Vergangenheit richtig:
        einen Lochkartenstapel mit ALGOL im Rechenzentrum abzugeben,
        um dann 2 Tage später zu erfahren, dass du dich im Feld 38 der
        135. Lochkarte vertippt hast - das macht keinen Spass.
        Chris:
        Verständlich.




        Es geht, wenn ich es richtig verstanden habe, einfach um
        einen effektiven Lernprozess, um ein tiefes "sich vertraut"
        machen durch das Experiment, welches Spass macht.




        Chris :
        SO IST ES.
        UND EIN SCHÖNES GEFÜHL IST AUCH DABEI.

        DER WEG, UM WISSEN ZU ERLANGEN, IST VIELFACH SCHÖNER ALS DAS
        WISSEN SELBST.





        Grüße

        CMБ
        Grüsse,

        Have a nice Day

        Chris

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Programmierung ...ein Bedauer


      Hallo Chris,

      Hallo Reinhard

      Sorry, bin ein wenig in Eile, deshalb eine Antwort in Kürze... für die meisten ist es überhaupt keine Frage des Spasses, ein
      Programm zu schreiben, sondern Arbeit, und an die sollte man
      verantwortungsbewusst herangehen (gilt für alle, Maurer wie
      Programmierer).
      Die meisten GUTEN Coder coden aus Spass.
      Und dies oft um ein vielfaches schneller, als es ein ausgebildeter Programmierer tut.



      Der von dir beschriebene Programmierstil ist gottseidank inzwischen fast ausgestorben, in der Urzeit der IT
      kannte ich auch solche Chaoten, die ein Programm sozusagen
      rückwärts entwickelten: schreibe NOP und starte den Debugger -
      tut das Programm, was es soll?
      Und dies ist der Grund, warum der schnellere PC den VIEL langsameren
      Homecomputern hinterherhinkte.

      Aber genau dies ist die Philosophie, Registern auf die Spur zu kommen, die LAUT HERSTELLER(!) GAR NICHT EXISTIEREN.
      Die somit auch von keinem Compiler und Betriebssystem unterstützt werden KÖNNEN.


      Natürlich nicht, also ändere einen Befehl und gehe zurück auf Start.
      NATÜRLICH nicht ???
      Ja von wegen.

      Das Urproblem funktioniert dann (Natürlich!) nicht.
      Deshalb weiss man aber plötzlich, wie man den Bildschirm verschiebt, OHNE den Bildschirm tatsächlich zu verschieben...
      ...Dinge, die in KEINER Dokumentation stehen KÖNNEN...



      Dass auf diese Weise zuverlässige Software entsteht, ist aus einer ganzen Reihe von
      Gründen ausgeschlossen.

      Dies wage ich ganz schwer zu bezweifeln, denn die WINDOWS-SAGA von 95 angefangen bis...? lässt dann nur den Schluss zu, total GEPLANT und
      DURCHKONZEPTIONIERT worden zu sein.




      Ich plane meine Software möglichst so, dass sie beim Codieren
      keine Fehler mehr enthält - dann muss ich auch keine Debuggen.
      Ein Programm, das sich aufhängt, ist schon Folge eines
      Planungsfehlers, wahrscheinlich habe ich irgendwelche
      Unterlagen nicht richtig gelesen oder interpretiert.
      Dies mag bei riesigen Projekten teilweise so sein.


      Stell Dir die Frage, wie man einen TREIBER für eine Graphikkarte programmieren soll.....
      Also ALLERUNTERSTE ASSEMBLER bzw. MASCHIENENSPRACHE-Ebene.
      Die schönste Ebene überhaupt...;)




      In dem Fall sage ich dann unter Delphi "Programm zurücksetzen" und
      das wars - geht sogar schneller als einen C64 neu zu starten.
      Ja. Button drücken geht tatsächlich schneller.
      Was ist, wenn die BUTTON-Routine einen Fehler hat ?




      Trotzdem - einen Aufhänger oder fatalen Programmabbruch
      betrachte ich als persönliche Niederlage.

      Ich betrachte sie als Inspiration, einen Code wirklich an Gott approximieren zu können....




      Also hör auf, der Vergangenheit hinterherzujammern und
      beschäftige dich mit heutiger Programmiertechnik - oder setz
      dich an deinen Nierentisch, schalte die Tütenlampe ein und
      höre eine Schellackplatte mit Caruso, während du deinen C64
      startest.
      Och manno...lass mich doch jammern.....
      Der Geist aller genialen Programmierung geht flöten und ich soll net jammern.
      Gruss Reinhard

      PS du kennst ja noch nicht einmal die Vergangenheit richtig:
      einen Lochkartenstapel mit ALGOL im Rechenzentrum abzugeben,
      um dann 2 Tage später zu erfahren, dass du dich im Feld 38 der
      135. Lochkarte vertippt hast - das macht keinen Spass.
      DAS glaube ich Dir sogar.

      Ich muss gleich weg, aber noch eines:


      Der grösste Vorteil, im Debugger zu coden oder zumindest zu werkeln ist der, dass man im Programm herumfummeln kann, WÄHREND ES ABLÄUFT !!!

      Das kann kein Compiler, kein Interpreter usw.

      Man programmiert also an den CPU Befehlen herum, während diese den Code ausführt.

      Nur wer es schon gemacht hat, begreift die Bit-Power.


      Trotzdem danke und

      Have a nice Day

      Chris

      • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
        Re^3: Programmierung ...ein Bedauer


        Hallo Chris,

        ok, wir sind gegensätzlicher Auffassung (wobei mir Programmieren durchaus Spass macht, aber das ist nebensächlich): ich denke, heute ist die Herstellung von Software ein industrieller Prozess wie andere auch, und unterliegt daher auch den einschlägigen Anforderungen an Qualitätssicherungen usw. Solange du keinen Arbeitsplatz bei mir haben möchtest, stört mich deine Auffassung von Spassprogrammierung auch nicht, sonst würde sich aber die Frage stellen, ob du an einem solchen Projekt zur Produktion von z.B. einer Office-Software mitarbeiten kannst oder ob du eine Gefahr für das Projekt darstellen würdest. Nach meiner Erfahrung neigen Spassprogrammierer u.A. dazu, Code mit Absicht (und auch aus Überheblichkeit) so zu formulieren, dass ihn niemand sonst versteht - dass steht im krassen Gegensatz zur Anforderung der Wartbarkeit. Solche Lösungen sind nicht "elegant", sondern einfach nur schlecht. Was immer ein Mitarbeiter A erstellt hat, muss von B fortgeführt werden können, ein Grundsatz industrieller Produktion.

        Sollte jemand auf die Idee kommen, in ein von mir verantwortetes Programm undokumentierte Befehle einzubauen, wäre das ein Grund zur Abmahnung/fristlosen Entlassung - so etwas ist für professionelle Software absolut tabu und gehört ins Hacker-Miljöh. Ich sehe mich da auch völlig einig mit allen ernstzunehmenden Herstellern von Software.

        Ehrlich gesagt sehe ich auch keinerlei Verdienst darin, undokumentierte Befehle zu entdecken - man braucht ja bloss eine Tabelle der möglichen Codierungen zu erstellen und die entsprechenden Befehle einzutragen, dann bleiben einige leer - das war schon immer so, seitdem es Prozessoren gibt. Ist eigentlich viel zu trivial für eine ernsthafte Beschäftigung, ausser eine Fachzeitschrift hat mal wieder nichts zu schreiben und braucht eine Schlagzeile wie "Intels grosses Geheimnis: wir haben sensationelle neue Befehle entdeckt". Vielleicht ein netter Spass, aber professioneller Müll.

        Gruss Reinhard

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Programmierung ...ein Bedauer


          Hallo Chris,

          Hallo Reinhard,- ok, wir sind gegensätzlicher Auffassung (wobei mir
          Programmieren durchaus Spass macht, aber das ist
          nebensächlich): ich denke, heute ist die Herstellung von
          Software ein industrieller Prozess wie andere auch, und
          unterliegt daher auch den einschlägigen Anforderungen an
          Qualitätssicherungen usw.
          Dieses habe ich doch auch keineswegs bestritten.
          Und es ist auch gut, dass es so ist.



          Solange du keinen Arbeitsplatz bei
          mir haben möchtest, stört mich deine Auffassung von
          Spassprogrammierung auch nicht, sonst würde sich aber die
          Frage stellen, ob du an einem solchen Projekt zur Produktion
          von z.B. einer Office-Software mitarbeiten kannst oder ob du
          eine Gefahr für das Projekt darstellen würdest.
          Mit Spassprogrammierung meine ich nicht unbedingt, Müll zu produzieren.
          Sondern tatsächlich mit Spass an der Arbeit.
          Der Müll, der während der Entwickliungsphasen eines Projektes entsteht, wird eh verworfen.
          (Oder als ANSATZ eines ganz neuen Projektes genommen...das meine ich mit Inspiration.)


          Ich denke, Du siehst das ganze ein wenig zu verbissen.
          Bei der Spielprogrammierung (was ja heutzutage kommerziell ist, wie es kommerzieller kaum mehr geht), steht EFFEKT-HASCHEREI
          im Vordergrund.
          Und wird vielfach mit jeder Spass zelebriert.
          Und ist trotzdem bisweilen ein Mathe-Bombardement höchster Güte.


          Ich glaube (per Selbsteinschätzung ;) )nicht, dass ich ein Projekt gefährden würde.
          An Registern herumzufummeln wäre in diesem Falle mein Hobby in der Freizeit.

          Desweiteren war und bin ich selbst involviert an Softwareentwicklungen.
          Und würde es mir im Traum nicht einfallen lassen, meine Befehlscodes oder Dokumentationen so zu verfassen, dass sie ein anderer, allerdings EBENFALLS INVOLVIERTER(!) nicht mehr lesen kann.




          Nach meiner
          Erfahrung neigen Spassprogrammierer u.A. dazu, Code mit
          Absicht (und auch aus Überheblichkeit) so zu formulieren, dass
          ihn niemand sonst versteht - dass steht im krassen Gegensatz
          zur Anforderung der Wartbarkeit.
          Das ist richtig, wenn es die Wartbarkeit betrifft.

          Nur überleg Dir doch dann bitte auch, warum sich Microsoft seit Jahren sträubt, den Quellcode seines Zugpferdes herauszugeben.

          ES SOLL NICHT GEWARTET WERDEN.
          NUR BENUTZT.
          Und regelmässig gepatcht.

          Da lob' ich mir aber dann doch die Philosophie von Linux.
          Obwohl mir Bill Gates als Mensch manchmal irgendwie symphatisch erscheint.
          Vor allem, wenn man hört, er habe in einer Garage angefangen.




          Solche Lösungen sind nicht
          "elegant", sondern einfach nur schlecht. Was immer ein
          Mitarbeiter A erstellt hat, muss von B fortgeführt werden
          können, ein Grundsatz industrieller Produktion.

          Stimmt. Allerdings nur dann, wenn B Projektmässig INVOLVIERT ist.
          (Von eleganter Programmierung war keine Rede).




          Sollte jemand auf die Idee kommen, in ein von mir
          verantwortetes Programm undokumentierte Befehle einzubauen,
          wäre das ein Grund zur Abmahnung/fristlosen Entlassung - so
          etwas ist für professionelle Software absolut tabu und gehört
          ins Hacker-Miljöh. Ich sehe mich da auch völlig einig mit
          allen ernstzunehmenden Herstellern von Software.

          Stimmt.
          Als Chef verstehe ich Dich voll und ganz.

          Stellt sich manchmal nur die Frage, warum manch' eine professionelle Software von einem Hacker-Tool oder hobbymässig entwickelter Software Funktionsmässig getoppt wird.

          Dabei meine ich nicht die illegalen Gebiete sondern wirklich Funktionen, die in professioneller Software TROTZ DES HÖHEREN PREISES EINFACH NICHT IMPLEMENTIERT WURDEN UND/ODER UNZUVERLÄSSIG LAUFEN.



          Ehrlich gesagt sehe ich auch keinerlei Verdienst darin,
          undokumentierte Befehle zu entdecken - man braucht ja bloss
          eine Tabelle der möglichen Codierungen zu erstellen und die
          entsprechenden Befehle einzutragen, dann bleiben einige leer -
          das war schon immer so, seitdem es Prozessoren gibt.
          Nicht unbedingt undokumentierte Befehle...das wären ja
          dann ILLEGALE OPCODES, die nicht von jeder CPU der gleichen ART verstanden werden würden.

          Es geht beispielsweise darum, ein Register in einer Graphikkarte zu ENTDECKEN, dass, wenn bestimmte WERTE nur schnell genug hintereinander in dieses eine Register geschrieben werden, dafür sorgen, dass die Karte das Bild z.B. spiegelverkehrt darstellt.

          Weil dann in der Karte ein elektronischer Zustand entsteht, der nirgends dokumentiert sein kann.
          (Das ist PIONEERS-GEIST).

          Wenn dieser Trick dann bekannt(gemacht) wird und auf jeder Karte läuft, kann sogar professionell entwickelte Software dieses Register benutzen, um Sonder-Funktionen zu realisieren.

          Wie gesagt:
          Dass dieses nicht in der Arbeitszeit Deiner Firma geschehen kann und könnte, ist verständlich.
          (Jedenfalls verständlich, wenn die Firma Geld verdienen soll...)




          Ist
          eigentlich viel zu trivial für eine ernsthafte Beschäftigung,
          ausser eine Fachzeitschrift hat mal wieder nichts zu schreiben
          und braucht eine Schlagzeile wie "Intels grosses Geheimnis:
          wir haben sensationelle neue Befehle entdeckt". Vielleicht ein
          netter Spass, aber professioneller Müll.

          Gruss Reinhard
          Manchmal lässt sich mit einem netten Spass die Welt aus den Angeln heben.
          Und sobald Geld fliesst...

          Die Profis behaupten dann, es war ihr Verdienst.


          Umgekehrt manchmal auch.
          Weil Profis in der Tat auch eine Ecke in ihrem Gehirn haben, die spielen will...


          Sooo unterschiedlich sind Programmierer nie.

          Gruss,

          Have a nice Day



          Chris



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