Warum haben die Fotos Schleier?
Von: , Frage gestellt am Do, 16. Mai 2002
Hallo, ich möchte die Fotoprofis mal was fragen. Ich habe seit 10 Jahren eine
Nikon F601, also eine gute Kamera, die mich auch noch nie im Stich gelassen hat.
Zudem arbeite ich in einem Betrieb, in dem die Profi-foto-entwicklungs-maschinen hergestellt
werden. Ich habe also die Möglichkeit meine Fotos selbst zu entwicklen bzw nach zu
bearbeiten. Trotzdem fotografiere ich meist mit der "Programm" einstellung und entwickle
meist mit der Normal Einstellung. Das heißt, der Printer korrigiert unter- und überblichtete
Aufnahmen so, daß ein halbwegs vernünftiges Bild dabei herauskommt. Kontraste, Dichte, Farbstiche werden also automatisch ausgeglichen, wie in jedem Großlabor auch. Soviel zur Vorgeschichte.
Nun habe ich mir einen Negativscanner gekauft und der scannt die Negative so, wie sie wirklich sind. Also quasi so, als hätte man mit Dia fotografiert (auch wenn der Vergleich natürlich etwas hinkt). Und nun bin ich über die Qualität meiner Negative echt entsetzt!
Hauptsächlich über die von ca 4 Jahre alten Fotos, die ich in Asien gemacht hatte. Ok, Farbstich zu Mittag und zu hoher Kontrast, das kann ich mir erklären. Aber die Aufnahmen sind völlig flau, mit braunen oder grauen Schleiern, Zudem einige völlig überbelichtet. Farbstiche ins Magenta sind auch dabei - obwohl das vom Filmtyp her nicht sooo stark sein kann. Manche haben überhaupt keine hellen Partien, alles bräunlich, gelblich, grünlich... einfach scheußlich. Natürlich ist das mit Photoshop hinzukriegen, keine Frage. Aber woher kommt das?
Was läuft da schief, warum belichtet die Kamera da nicht korrekt? Meist habe ich Skylightfilter davor, manchmal Polfilter.
Übrigens waren da auch die alten Papierbilder gräulich und mit fadem Schleier. Man vermutete sogar schon einen "Unfall" beim Röntgen auf dem Fluhafen.
Wie kann man solche Katastrophen vermeiden? Hat jemand eine Vermutung?
Danke, Tschüssi Kerstin
