Sonnenuntergang fotografieren

Von: , Frage gestellt am Di, 8. Okt 2002

Hallo!

Jetzt ist es mir schon ein paar Mal passiert, dass ich einen wunderschönen Sonnenuntergang fotografiert habe (ich hab eine Spiegelreflexkamera) und hinterher total enttäuscht war von den Bildern, weil die Farben im Vergleich zur Realität so blass waren. Hat mir hier jemand einen Tipp, was ich falsch gemacht habe oder wie ich es besser hinkriege?

Gruß, Annegret

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 27 Minuten 0 hilfreich
    Re: Sonnenuntergang fotografieren

    Hi Annegret!
    Auf diamaterial fotografieren, Belichtungsreihe machen.
    Die Grosslabors machen alle Bemühungen bei negativfilmen/Abzügen zunichte.
    HH [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Sonnenuntergang fotografieren

      Hi Annegret!
      Zur Aufnahme hat Christian schon das Wesentliche gesagt. Die Grosslabors machen alle Bemühungen bei
      negativfilmen/Abzügen zunichte.
      Ich stimme Helge weitgehend zu, glaube aber nicht, dass Belichtungsreihen nutwendig sind, um festzustellen, dass Großlabors bei den Abzügen zunächst einmal einen ziemlich flauen "Einheitsbrei" herstellen.

      Zur Rettung von vorhandenen Aufnahmen:
      Mach mal eine Nachbestellung von Deinem tollen Sonnenuntergangsfoto, da sieht das meist schon wieder ganz anders aus als auf dem Automatenabzug. Und wenns gar nicht werden will: Einscannen und nachbearbeiten. Da kann man auch noch eine Menge korrigieren.

      Grüße
      Eckard.

      • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Sonnenuntergang fotografieren

        Hi Annegret!
        moin

        wenn ich sonnenuntergänge , siluetten vor gegenlicht, oder in fast absoluter dunkelheit mit auf 12800 ASA gespushden 3200 asa film photographiere, geh ich zu nem kleinem krauter mit eigenenem minilab und sag dem, film bitte nur entwickeln, dann such ich mir die besten raus, und lass notfalls bei verständigungsschwierigkeiten nen probeabzug machen, und schreib mit hellem lack schrift und schwarzem edding auf das schwarze falss grau ists, "dies bitte schwarz" und auf das was weis ausgefressen erscheinen soll "dies bitte weiß", klappt immer, sogar den farbstich kann man sich wünschen

        ciao norbert Grüße
        Eckard.

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Sonnenuntergang fotografieren

          schreib mit hellem lack schrift und schwarzem edding auf das
          schwarze falss grau ists, "dies bitte schwarz" und auf das
          was weis ausgefressen erscheinen soll "dies bitte weiß",
          Hi!
          Das mach ich in Photoshop "mal eben" mit der Tonwertkorrektur...
          Also: die Negative/Dias hochauflösend auf CD brennen lassen, zu Hause nachbearbeiten und dann wieder ab ins Fotolabor... zum Belichten auf 1x2 Meter...
          Markus

      • Antwort von nach 13 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Sonnenuntergang fotografieren

        Ich stimme Helge weitgehend zu, glaube aber nicht, dass
        Belichtungsreihen nutwendig sind, um festzustellen, dass
        Großlabors bei den Abzügen zunächst einmal einen ziemlich
        flauen "Einheitsbrei" herstellen.
        Hi
        Nicht zur Feststellung dessen, sondern zum erreichen des intensivsten Farberlebnis auf Diafilm mache ich bei Gegenlicht prinzipiell ne Reihe, die allerdings auf negativfilm und Grosslabor sinnlos ist, da jeder abzug gleich sein wird dank dem Labor....

        HH

  2. Antwort von nach 42 Minuten 1 hilfreich
    Re: Sonnenuntergang fotografieren

    Hallo,

    dazu Anmerkungen:
    1. Welche (eingebaute) Belichtungsmessung hast Du? Bei einer Punktmessung solltest Du die Kamera auf einen mittelhellen Punkt richten. Bei einer sog. Matrixmessung, bei der mehrere Punkte einbezogen werden, kann es u.U. zu dunkel und damit zu blaß werden. Besser ist, eine Belichtungszeit von 1/100 einzustellen und einige Blenden, u.U. unter Zuhilfenahme des eingebauten Belichtungsmessers, durchzuprobieren.

    2. Du könntest einen Fuji-Film verwenden. Dort ist die Farbwiedergabe nach meinem Empfinden besser, als bei z.B. Kodak-Filmen.

    3. Welche Lichtstärke hat Dein Objektiv? Bei einer Lichtstärke von 1:4 oder 1:5,6 oder schlimmer kann es bei den Lichtverhältnissen zu Fehlbelichtungen kommen.

    Aber ehrlich gesagt, hab eich mein bisher schönstes Sonnenuntergangsphoto mit der Klick-Klack-Schrottkamera meiner damaligen Freundin gemacht. Ein wenig Glück ist sicher auch dabei.

    Gruß
    Christian

    • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Sonnenuntergang fotografieren

      Hallo Christian, Hallo,

      dazu Anmerkungen:
      1. Welche (eingebaute) Belichtungsmessung hast Du? Bei einer
      Punktmessung solltest Du die Kamera auf einen mittelhellen
      Punkt richten. Bei einer sog. Matrixmessung, bei der mehrere
      Punkte einbezogen werden, kann es u.U. zu dunkel und damit zu
      blaß werden. Besser ist, eine Belichtungszeit von 1/100
      einzustellen und einige Blenden, u.U. unter Zuhilfenahme des
      eingebauten Belichtungsmessers, durchzuprobieren.
      Laut meiner Gebrauchsanweisung hab ich "Selectivmessung 9,5%
      LW 2-20 ISO6-6400", allerdings weiss ich nicht genau, was das heißt. Das mit der Belichtungszeit probier ich mal aus. 2. Du könntest einen Fuji-Film verwenden. Dort ist die
      Farbwiedergabe nach meinem Empfinden besser, als bei z.B.
      Kodak-Filmen.
      Auch das werde ich ausprobieren. Welche Erfahrungen hast du eigentlich mit No-Name-Filmen gemacht (aus dem Drogeriemarkt etc...)? Oder kann man die generell vergessen? 3. Welche Lichtstärke hat Dein Objektiv? Bei einer Lichtstärke
      von 1:4 oder 1:5,6 oder schlimmer kann es bei den
      Lichtverhältnissen zu Fehlbelichtungen kommen.
      Weiß ich jetzt nicht genau, ich meine aber, 3.5-5.6 oder 4.0-5.6. Ich hab auf jeden Fall ein Zoomobjektiv von 28 bis 80 oder 90 mm. Aber ehrlich gesagt, hab eich mein bisher schönstes
      Sonnenuntergangsphoto mit der Klick-Klack-Schrottkamera meiner
      damaligen Freundin gemacht. Ein wenig Glück ist sicher auch
      dabei.
      Sicher, das gehört auch immer dazu. Aber man kann dem Glück ja auch nachhelfen...

      Gruß, Annegret

      • Antwort von nach 7 Stunden 2 hilfreich
        Jetzt kommen wir der Sache näher!!!

        Wenn Du von No-name-Filmen aus dem Drogeriemarkt sprichst (gegen die ja grundsätzlich nichts zu sagen ist, weil da auch Markenfilme drinstecken, nur weißt Du nicht, welche), dann klingt das danach, dass Du Farbnegativfilme für Fotos verwendest. Da ist es klar, was passiert: Du fotografierst den Sonnenuntergang, z.B. mit Automatik, wo die Sonnen der Belichtungsautomatik vorgaukelt, dass ganz schön viel Licht vorhanden ist. Resultat: Das Negativ wird unterbelichtet und damit flau und ziemlich durchsichtig. Im Labor versucht der Automatikprinter (der ja blöd ist), ein Foto mittlerer Helligkeit zu printen. Alles was rund um die Sonne ziemlich dunkel war, ist nun mittelgrau und flau, noch dazu körnig. Du kannst das abmildern, indem Du die Belichtungskorrektur auf mindestens +2 stellst, besser noch manuell +3 oder +4 (d.h. was Du gemessen hast - z.B. 1/500 und Blende 11 - korrigierst Du zu 1/125 und Blende 11 oder 1/60 und Blende 11. Die Resultate werden deutlich besser sein, perfekt allerdings nicht, weil der Printer noch immer versucht gegenzusteuern gegen diese gewollte Überbelichtung des Negativs, nur gelingt es im nicht mehr in vollem Umfang.

        • Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
          Re: Warum überbelichten?

          Du
          kannst das abmildern, indem Du die Belichtungskorrektur auf
          mindestens +2 stellst, besser noch manuell +3 oder +4 (d.h.
          was Du gemessen hast - z.B. 1/500 und Blende 11 - korrigierst
          Du zu 1/125 und Blende 11 oder 1/60 und Blende 11.
          Also ich habe, gerade bei Sonnenuntergängen, die Erfahrung gemacht, daß es wesentlich besser ist, unterzubelichten.
          Wenn ich die Sonne direkt im Objektiv habe, dann kommt sehr viel Licht hinein. Wenn ich unterbelichte, tue ich nichts anderes als das, was die Augen normalerweise tun: den Lichteinstrahl so klein wie möglich zu halten, so daß ich (bzw. der Film) nicht geblendet werde. Nur so ist eine Unterscheidung der Farben möglich. Die
          Resultate werden deutlich besser sein, perfekt allerdings
          nicht, weil der Printer noch immer versucht gegenzusteuern
          gegen diese gewollte Überbelichtung des Negativs, nur gelingt
          es im nicht mehr in vollem Umfang.
          Das ist natürlich richtig.

          Gruß

          J.



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