4 Mio Pixel schaffen auf keinen Fall KB-Qualität
Wenn ich ein KB-Dia oder -Negativ mit einem Filmscanner scanne, dann hat die Datei rund 30 MB. D.h. mit 4 MB kommt man nicht auf die Qualität eines KB-Films. Mit 4 MB kannst Du noch guten Gewissens (künstlich hochgerechnet) einen 20x30cm-Abzug machen lassen. Viel mehr ist nicht drinnen. Die derzeit beste Digitalauflösung hat die Kodak 14n (14 Mio Pixel), kostet so 6000 Euro (das Gehäuse ohne Optik).
Dass die Dateigröße aus Digitalkameras oft unterschiedlich ist, hat folgenden Grund: Man kann bei der Digitalkamera einstellen, ob man absolut verlustfrei speichern möchte (das sind dann TIFF- bzw. RAW-Dateien - die haben genauso viele MB wie die Kamera nominell hat, also z.B. 4 Mio Pixel) oder ob die Kamera die Datei als JPEG (also komprimiert in verschiedenen wählbaren Stufen) speichern soll. Bei 95% aller Anwendungen kann man dies getrost tun (feinste JPEG-Einstellung), bei manchen heiklen Aufnahmen (z.B. Porzellan im Studio) sollte man in RAW speichern, weil hier noch allerfeinste Ton-Nuancen unterschieden werden. Die JPEG-Komprimierung rechnet alle relativ ähnlichen Farbpixel als größere Fläche zusammen und spart dadurch Datenmenge. Bei 4 Mio Pixel wird die beste JPEG-Auflösung Dateien in einer Größe von ca. 1 MB bis 2 MB speichern - wenn viele eintönige Flächen wie Himmel im Bild sind, ist die Datei kleiner, wenn viel Feinstrukturiertes drauf ist, ist die Datei größer.
Bei einer 6,5-Mio-Pixel-Canon 10D habe ich inzwischen für einen 14-tägigen Urlaub 7 Stück 128er CF-Karten mit (mir sind die kleineren Karten lieber, weil das Risiko, dass mal eine Karte kaputt ist, gestreut wird - die Gier auf 4-GB-Karten verstehe ich überhaupt nicht. Auf eine 128er Karte bekommst Du mit 4-Mio-Pixel-Kamera wohl 60 bis 70 Aufnahmen drauf in JPEG. Ein zweiter Akku und Netz- bzw. Autoladegerät sind anzuraten.