zu dunkel mit polfilter

Von: , Frage gestellt am Do, 8. Feb 2001

hallo,

ich habe im urlaub einen polfilter eingesetzt (zirkular),
in verbindung mit einem nikkor 24-120mm und einer f-90x.
viele der gemachten bilder sind zu dunkel (meist bei gegenlicht). alle einstellungen standen auf automatik.
was kann da passiert sein ??

9 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 45 Minuten hilfreich
    Re: zu dunkel mit polfilter

    Du schreibst: "...meistens bei Gegenlicht ...". Also, bei Gegenlicht wird's auch ohne Polfilter zu dunkel, wenn Du alles auf Automatik stellst. Gegenlicht ist mit 1 bis 1 1/2 Stufen plus zu berücksichtigen (je nach Situation), bei Schneeaufnahmen noch mehr - über Belichtungskorrektur einstellbar bei den meisten Kameras. Dass Zirkular-Polfilter in Verbindung mit Autofocus-Kameras zusätzlich zur leichten Unterbelichtung neigen , habe ich mit Erschütterung auch schon festgestellt (zusätzlich zur schwächeren Wirkung und ungleichmäßigen Himmelhelligkeit bei Weitwinkelobjektiven - im Gegensatz dazu waren früher die Linear-Polfilter problemloser, leider funktionieren sie mit modernen Autofocus-Kameras nicht mehr). Ich benutze die Canon EOS-5 mit Hoya-Super-Zirkular. Wenn ich einen Polfilter benutze, stelle ich die Belichtungskorrektur gleich auf + 0,5. Und um ganz sicher zu sein, dass die richtige Belichtung dabei ist, mache ich mit der Belichtungsreihen-Automatik drei Dias (0,5-stufig). Das beschert mir statt z.B. 20 Diafilmen pro 3-Wochen-Urlaub auf 60 Filme ... naja, irgendeinen Vogel braucht jeder (muss ich mir von meiner Reisebegleitung immer wieder sagen lassen). Dafür muss ich mich bei meinen Dia-Vorträgen nie entschuldigen, dass ein Dia zu hell oder zu dunkel ist ...

    • Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
      Re^2: zu dunkel mit polfilter

      Du schreibst: "...meistens bei Gegenlicht ...". Also, bei
      Gegenlicht wird's auch ohne Polfilter zu dunkel, wenn Du alles
      auf Automatik stellst. Gegenlicht ist mit 1 bis 1 1/2 Stufen
      plus zu berücksichtigen (je nach Situation), bei
      Schneeaufnahmen noch mehr - über Belichtungskorrektur
      einstellbar bei den meisten Kameras.
      Kannst du mir das mal genauer erklären?
      Nehme ich dann z.B. statt Blende 8 Blende 11, wenn ich Ggenlicht habe?
      ...oder dreh ich am Rädchen auf +1,5 oder wie oder was???

      Und belasse es aber bei Automatik!!

      J.

      Dass Zirkular-Polfilter in Verbindung mit Autofocus-Kameras zusätzlich zur leichten
      Unterbelichtung neigen , habe ich mit Erschütterung auch schon
      festgestellt (zusätzlich zur schwächeren Wirkung und
      ungleichmäßigen Himmelhelligkeit bei Weitwinkelobjektiven - im
      Gegensatz dazu waren früher die Linear-Polfilter problemloser,
      leider funktionieren sie mit modernen Autofocus-Kameras nicht
      mehr). Ich benutze die Canon EOS-5 mit Hoya-Super-Zirkular.
      Wenn ich einen Polfilter benutze, stelle ich die
      Belichtungskorrektur gleich auf + 0,5. Und um ganz sicher zu
      sein, dass die richtige Belichtung dabei ist, mache ich mit
      der Belichtungsreihen-Automatik drei Dias (0,5-stufig). Das
      beschert mir statt z.B. 20 Diafilmen pro 3-Wochen-Urlaub auf
      60 Filme ... naja, irgendeinen Vogel braucht jeder (muss ich
      mir von meiner Reisebegleitung immer wieder sagen lassen).
      Dafür muss ich mich bei meinen Dia-Vorträgen nie
      entschuldigen, dass ein Dia zu hell oder zu dunkel ist ...

      • Antwort von nach 6 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: zu dunkel mit polfilter

        Wenn etwas zu dunkel kommen würde auf dem Film (also z.B. bei Gegenlicht), kannst Du entweder die Belichtungskorrektur auf +1 oder +1,5 stellen (zur Not tut's auch eine händische Korrektur der ASA-Einstellung - also 50 ASA statt 100 ASA einstellen ist eine Korrektur von +1) oder Du geht auf manuelle Einstellung und gleichst erstmal die Zeit-Blenden-Kombination ab und machst dann die Blende um eine Stufe auf (z.B. von 11 auf 8 - bei der Blende ist das Loch und damit die Lichtmenge umso kleiner, je größer die Blendenzahl ist - damit es ein bisschen verwirrender wird). Wenn Du im Automatikmodus bleibst, kannst Du zwar die Blende von 11 auf 8 ändern, aber die Automatik ändert dann von selber die Belichtungszeit dazu - und es kommt das gleiche raus wie vorher - "shiften" nennt das ein Entwicklungstechniker, also eine Verschiebung der Zeit-Blenden-Kombination, ohne die gesamte einfallende Lichtmenge zu ändern. Bildlich gesprochen ist die Blendenöffnung der Durchmesser eines Licht-Zylinders und die Zeit die Höhe dieses Zylinders und die Gesamt-Lichtmenge das Volumen dieses Zylinders. Man kann jetzt den Zylinder dünner machen (= kleine Blendenöffnung) und ihn dafür länger machen (= die Belichtungszeit verlängern), es wird bei dieser einen Lichtsituation trotzdem gleich belichtet sein. Es ist ja nicht ganz egal, welche Zeit ("Verwacklung") bzw. welche Blende ("Schärfentiefe") man wählt - man sollte wissen, was man erreichen will. Die Programmautomatik macht einen Kompromiss für Leute, die sich nicht näher damit befassen möchten.

    • Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
      Re^2: zu dunkel mit polfilter

      Du schreibst: "...meistens bei Gegenlicht ...". Also, bei
      Gegenlicht wird's auch ohne Polfilter zu dunkel, wenn Du alles
      auf Automatik stellst. Gegenlicht ist mit 1 bis 1 1/2 Stufen
      plus zu berücksichtigen (je nach Situation)
      das kenn' ich von meiner 25 jahre alten edixa. aber eigentlich sollte doch, wenn die kamera auf automatik steht, sie die belichtung auch automtisch messen und eben den polfilter mit
      einbeziehen, oder ?

      • Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
        Re^3: zu dunkel mit polfilter

        Du hast recht: Ich habe eine Canon Ftb (25 oder 30 Jahre alt), die mit Linear-Polfiltern nicht konnte. Sie hatte eine Selektivmessung, die Messzelle lag irgendwo hinter dem teildurchlässigen Spiegel. Der Linear-Polfilter hat einiges von dem Licht, was auf die Messzelle fallen sollte, weggefiltert. Die später auf dem Markt gekommende Canon A-1 hatte nur eine mittelbetonte Integralmessung - da hat's funktioniert. Meine Canon EOS hat nun Integral-, Selektiv und Spot-Messung und außerdem den Autofocus. Da geht wieder nur der Zirkularpolfilter, trotzdem bleibt eine leichte Mess-Irritation, wie gesagt, bei mir ca. eine halbe Blende zu knapp, man muss die Belichtungskorrektur auf +0,5 stellen. Auf jeden Fall ausprobieren, da nicht jedes Kameramodell bzw. jeder Filter gleich sind.

  2. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: zu dunkel mit polfilter

    Hast du TTL Messung? Ansonsten musst du den Filterfaktor einberechnen [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
    jaja, die Auto-Focussierer... ;-)

    Tip:
    Umdrehen, Belichtung bei etwa rückwärtiger Sonneneinstrahlung messen, rein in den Messwertspeicher, wieder rumdrehen und fröhlich drauflosknipsen!

    Gruß

    Horst

  4. Antwort von nach 21 Tagen hilfreich
    Re: zu dunkel mit polfilter

    Hi,
    Polfilter wirken dann optimal, wenn die lichtquelle ca. 45 grad zur Filmebene ausgerichtet ist. Also bei Gegenlicht ist der Polfilter ziemlich nutzlos, da ist ein manueller Eingriff bezüglilch der Belichtungsautomatik angesagt oder aufhellblitzen.

    Hier ein Auszug aus
    http://www.kmu.ch/just4fun/foto/polfilter.htm

    Polfilter sind nützliche Helfer wenn es um Reflexe auf nichtmetallischen Oberflächen geht und/oder um die Farben zu verstärken. Wasser und Glas werden durchsichtig (z.B. Autoscheiben, Schaufenster etc.) und das fahle Blau des Himmels weicht einem kräftigen Blau. Beides ist im Sucher einer Spiegelreflexkamera -oder auch im Sucher einer Videokamera- sehr gut zu beobachten und zu dosieren.
    Der beste Zeitpunkt um z.B. ein kräftiges Himmelsblau zu erzeugen, ist der Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr so hoch am Himmel steht. Die beste Wirkung wird erzeugt, wenn man dabei seitlich zur Sonne steht (Leider natürlich nicht immer möglich). Auch im Winter, wenn die Sonne in unseren Breitengraden sowieso rel. tief steht, ist der Polfilter der ideale Reisebegleiter für den Fotografen.

    So funktioniert ein Polfilter
    Natürliches Licht schwingt senkrecht zur Ausbreitungsrichtung, also der Richtung des Lichtstrahles. Selbstverständlich schwingt es in allen Richtungen senkrecht zur Ausbreitungsrichtung. Das Beispiel zeigt nur zwei Schwingungsrichtungen: Nach oben und unten sowie rechts und links.Statt von Richtung spricht man normalerweise von Ebenen: Das nach oben und unten schwingende Licht schwingt also in einer senkrechten Ebene.
    Das Polfilter können Sie sich nun wie ein Gitter mit parallelen Stäben vorstellen. Es lässt immer nur eine Schwingungsebene durch.
    Die Filter der Zeichung lassen also nur Licht passieren, das senkrecht schwingt. Alle Lichtanteile, die in anderen Ebenen schwingen, werden abgefangen. Indem Sie den Filter drehen, können Sie die Polaritäseben drehen. Sie entscheiden, ob das senkrechte oder das waagrechte Licht passiert.

    Quelle: Color Foto


    Ciao
    Rainer [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  5. Antwort von nach 24 Tagen hilfreich
    Re: zu dunkel mit polfilter

    Glaube kaum dass der Polfilter der grund ist, eher dass du mit automatik gegenlichtfotos machst.
    hh

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