Probleme mit MACO-Fotopapier

Von: , Frage gestellt am So, 4. Mär 2001

Hallo liebe Fotolaboranten (u.a.)

ich habe mir dummerweise (?) vor einem halben Jahr zwei mal 100er Packungen Papier obengenannter Marke gekauft; leider weiß ich im Moment nicht die "Typenbezeichnung", da es aber recht günstig war, sage ich jetzt einfach mal, dass es deren Standardpapier ist (Multigrade PE).
Meine ersten Abzüge waren einwandfrei, dann habe ich etwa 4-5 Monate nicht mehr damit gearbeit und jetzt erhalte ich Bilder, die auch an unbelichteten Stellen einmal nur leichten, dann (meistens) sehr starken "Graustich" aufweisen.

Also an der Lagerung lag es bestimmt nicht, denn Papiere anderer Marken, die ich gleichzeitig/-artig gelagert habe weisen noch einwandfreie Qualität auf.

Hat irgendjemand ähnlich schlechte Erfahrung mit Maco?
Kann mir jemand Tipps geben, woher dieser schnelle Qualitätsverlust gekommen sein kann (über das offensichtliche hinausgehend (lichtdicht, Temperatur)?
Kann ich noch irgendwie zuverlässige Ergebnisse unter solchen Voraussetzungen erzielen (TRICKs)(ca. 150 Blatt wegwerfen würde mir doch stinken)

Im Voraus schon mal schönen Dank für Hilfe und Antworten

Jörn

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
    Re: Probleme mit MACO-Fotopapier

    Hallo!
    Habe im ganzen Leben noch nie die Firma MACO gehört. Ursachen könnte sein: das Papier hat beim Händler schon längere Zeit gelagert. Kann aber auch ein Fehler im Fixierbad sein (ich gehe von SW Papier aus). Bild im Fixierbad ordentlich bewegen so in den esten 30 sec. Oder was natürlich auch sein kann: das Fixierbad ist zu schwach oder verbraucht. Die Papiere reagieren etwas unterschiedlich. Also doch etwas mehr Geld springen lassen und ein Markenpapier kaufen.
    Beste Grüße aus Bremen

    Hallo liebe Fotolaboranten (u.a.)
    ich habe mir dummerweise (?) vor einem halben Jahr zwei mal
    100er Packungen Papier obengenannter Marke gekauft; leider
    weiß ich im Moment nicht die "Typenbezeichnung", da es aber
    recht günstig war, sage ich jetzt einfach mal, dass es deren
    Standardpapier ist (Multigrade PE).
    Meine ersten Abzüge waren einwandfrei, dann habe ich etwa 4-5
    Monate nicht mehr damit gearbeit und jetzt erhalte ich Bilder,
    die auch an unbelichteten Stellen einmal nur leichten, dann
    (meistens) sehr starken "Graustich" aufweisen.

    Also an der Lagerung lag es bestimmt nicht, denn Papiere
    anderer Marken, die ich gleichzeitig/-artig gelagert habe
    weisen noch einwandfreie Qualität auf.

    Hat irgendjemand ähnlich schlechte Erfahrung mit Maco?
    Kann mir jemand Tipps geben, woher dieser schnelle
    Qualitätsverlust gekommen sein kann (über das offensichtliche
    hinausgehend (lichtdicht, Temperatur)?
    Kann ich noch irgendwie zuverlässige Ergebnisse unter solchen
    Voraussetzungen erzielen (TRICKs)(ca. 150 Blatt wegwerfen
    würde mir doch stinken)

    Im Voraus schon mal schönen Dank für Hilfe und Antworten

    Jörn

  2. Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
    Re: Probleme mit MACO-Fotopapier

    Da ich prinzipiell nur Baryt-Papier verwende (um durch die langen Verarbeitungszeiten meine Freizeit totzuschlagen - nein, war ein Scherz, es hat Qualitätsgründe), habe ich mal ein Probepaket von Maco-Baryt verwendet. Ein ordentliches Papier. Maco ist ein Labor-Lieferant ("www.mahn.net" ist die Adresse). Dass das Papier einen Grauschleier hat, kann viele Ursachen haben. Lange Lagerung dürfte aber keine fleckigen Verfärbungen verursachen - außer es ist vielleicht feucht geworden. Hört sich eher nach Lichteinfall an. Nimm mal ein Blatt von ganz unten aus der Packung. Ist es eigentlich eher am Rand oder auch in der Mitte grau? Wenn eher am Rand, dann ist es Lichteinfall. Wirf auch mal ein völlig unbelichtetes Blatt in den Entwickler und fixiere es dann gut. Mit Resten von der abgeschnittenen KB-Film-Lasche (vor dem Neg.-Entwickeln schneidet man ja den Filmanfang gerade) kann man den Zustand des Fixierers ganz gut testen: Nach ein paar Minuten sollte der Film klar sein, dann ist es auch für Papier noch gut.

    • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
      Re^2: Probleme mit MACO-Fotopapier

      Hallo Artefakt (...cooler Name) Da ich prinzipiell nur Baryt-Papier verwende (um durch die
      langen Verarbeitungszeiten meine Freizeit totzuschlagen
      nein, war ein Scherz, es hat Qualitätsgründe), habe ich mal
      ein Probepaket von Maco-Baryt verwendet. Ein ordentliches
      Papier. Maco ist ein Labor-Lieferant ("www.mahn.net" ist die
      Adresse). Dass das Papier einen Grauschleier hat, kann viele
      Ursachen haben. Lange Lagerung dürfte aber keine fleckigen
      Verfärbungen verursachen - außer es ist vielleicht feucht
      geworden. Hört sich eher nach Lichteinfall an. Nimm mal ein
      Blatt von ganz unten aus der Packung. Ist es eigentlich eher
      am Rand oder auch in der Mitte grau? Wenn eher am Rand, dann
      ist es Lichteinfall.
      Hab' ich bereits getan, aber das Papier wird gleichmässig zu grau (ich glaub z.Th. "Grauschleier" habe ich mich etwas ungenau ausgedrückt: Das komplete Papier wird zu dunkel, also auch unbelichtete stellen zeigen kein weiß mehr, sondern es wird eben grau; wobei es erstaunlich ist, dass ich es ein paar wenige male geschafft habe das zumindest der Rand (also der Teil, der unter dem Vergrößerungsrahmen liegt) noch weiß geblieben ist, und zwar dadurch, dass ich das Papier nach etwa 15 Sekunden bereits aus dem Enwickler genommen habe.

      Wirf auch mal ein völlig unbelichtetes Blatt in den Entwickler und fixiere es dann gut.
      Was müßte dann passieren?
      (also bei mir wurde es grau, außer eben im gerade beschriebenen Fall ("Vergrößerungsrahmen")

      Mit Resten von der abgeschnittenen KB-Film-Lasche (vor dem
      Neg.-Entwickeln schneidet man ja den Filmanfang gerade) kann
      man den Zustand des Fixierers ganz gut testen: Nach ein paar
      Minuten sollte der Film klar sein, dann ist es auch für Papier
      noch gut.
      Ich denke auch das sollte nicht das Problem sein.

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Re^3: Probleme mit MACO-Fotopapier

        Wenn das Papier unter dem Vergrößerungsrahmen weiß bleibt, dann könnte es sein, dass es (viel) Streulicht um den Vergrößerer gibt. Hast Du weiße Fliesen an der Wand? Kommt beim Vergrößerer irgendwo zu viel Streulicht raus? Hast Du mal eine kleine Packung anderes Fotopapier probiert? Ist das Dein erster Duka-Versuch mit diesem Papier oder war früher alles okay? Hast Du die richtige Duka-Beleuchtung drin? Kommt durch einen Türspalt o.ä. Licht hinein? Da musst Du schon ein wenig länger in der ganz dunklen Duka sitzen, ehe sich die Augen dran gewöhnt haben und Du irgendeine "undichte Stelle" (um in der Sprache des Geheimdienstes zu sprechen)entdeckst. Oder hast Du (eher unwahrscheinlich) ein Papier erwischt, was für alle Farben empfindlich ist? Für Farbnegative braucht man sowas. Normales S/W-Papier ist für Rot unempfindlich.

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Re^3: Probleme mit MACO-Fotopapier

        Habe grad nochmal Dein erstes Posting durchgelesen und gemerkt, dass ich einige Fragen gestellt habe, die überflüssig waren. Sorry. Naja, da scheint das Papier kaputt zu sein. Der Fotohändler wird Dir wahrscheinlich was husten ("Na, da haben Sie wohl die Packung offen liegenlassen ..."). Nachweisen kannst Du ihm wohl nichts von wegen alt und so. Eventuell über die Produktionsnummer auf der Packung bei Maco direkt nachfragen, wann das produziert worden ist und wie lange es hätte halten müssen ... wenn's den Aufwand wert ist. Aber die Sache, dass es unter dem Vergrößerungsrahmen weiß bleibt, irritiert mich doch, und ich frage mich, ob Du nicht doch einiges in Deiner Duka checken solltest ...

        Ich habe jetzt nach längerer Zeit (vielleicht 3 Jahre oder so nach dem Kauf) Tura-Baryt aufgebraucht, das hatte im Gegensatz zu früher einen Chamois-Ton im Papier (auch unter dem Rand vom Vergrößerungsrahmen - das war zumindest ganz sympatisch im Gegensatz zu Deinem Grauschleier. Aber Fotopapier altert.

        Noch eine Anekdote: Ich habe eine alte Balgenkamera auf dem Dachboden gefunden, da war ein Perutz-S/W-Rollfilm vom Typ 127 (wie der 120er Rollfilm, aber mit anderen Schlitzen in den Filmspulen), geschätztes Alter: mindestens 25 oder 30 Jahre. Der wartet jetzt in der Dunkelkammer auf die Entwicklung. Ich bin nur unschlüssig, wie lange und mit welchem Entwickler ... Auf jeden Fall ist Perutz eine Handelsmarke von Agfa gewesen, da wird der Rodinal auf Agfa abgestimmt nicht so verkehrt sein. Bin schon sehr gespannt, ob und was da drauf ist ...

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