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Re: Dunkles Trägermaterial für Negativstreifen
Das dunkle Ding bei Farbnegativeen nennt sich im Fach-Jargon "Orange-Maske" und hat irgendwelche technischen Gründe (Überstrahlungsschutz oder was weiß ich ...). Alle Farbnegativfilme haben diese Maske. Auch die Print-Industrie ist drauf abgestimmt - d.h. das Colorpapier muesste von Haus aus einen ziemlichen Farbstich zum Ausgleich haben haben, wenn man z.B. versucht, ein S/W-Negativ ohne Filterung drauf zu vergrößern.
Durchlichtaufsätze auf Flachbett-Scannern sind Schrott - außer für einen Layout-Scan nicht zu gebrauchen. Du brauchst ja Vergrößerungsmaßstäbe von KB-Negativ auf A4 von über 800 % - und das schaffen Flachbett-Scanner nicht, die fangen dann nur an zu interpolieren (Schein-Auflösung!).
Die Software dieser Flachbett-Scanner ist für das "Umdrehen"/Invertieren von Negativen auch nur mäßig geeignet. Die für diesen Zweck extra entwickelte Scan-Software bei Filmscannern ist dagegen professionell, besonders mit der z.B. bei Nikon und Minolta (bin sehr zufrieden mit dem Scan Elite Dimage 2900 von Minolta, ca 2.300 DM) ICE-Funktion, mit der Du den Großteil des Staubes gleich beim Scannen entfernen kannst. Diese Funktion braucht man seltsamerweise hauptsächlich bei Negativen, wo der Staub viel deutlicher kommt. Das geht später im Photoshop nur noch sehr schlecht, weil da eine Art Weichzeichner drüberfährt, der Schärfe kostet.
Also, für Dias/Negative führt in Wirklichkeit kein Weg an den Filmscannern vorbei.
Gruß, Dietmar