Antwort von
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Re: Spiegelreflexkamera in Digitalkamera wandeln
Stimmt, da gibt es was. Aber Du hast das gleiche Problem wie bei professionellen Digital-Spiegelreflexkameras von Kodak in Zusammenarbeit mit Canon, Nikon, Minolta - wahrscheinlich sogar noch schlimmer: Der Chip ist deutlich kleiner als ein Kleinbild (24x36mm), d.h. Deine ganzen Brennweiten sind mit einem Verlängerungfaktor von 1,5 bis 1,8 zu versehen, weil z.B. ein 28er Weitwinkel (bezogen auf 24x36mm) für den kleinen Chip (z.B. mit 18x24mm) schon ein 42er ist - und das ist kein Weitwinkel mehr! D.h. wenn Du üblicherweise im starken Weitwinkelbereich (z.B. mit einem Zoom 20-35mm) arbeitest, dann brauchst Du für die gleiche Weitwinkelwirkung auf dem Chip ein 14er Objektiv - weißt Du, was das für ein Schweinegeld kostet! Wenn Du hauptsächlich im Telebereich (Portraits usw.) tätig bist, ist es nicht so ein Problem. Auf jeden Fall hast Du aber bei der Digitalpratrone im Sucher keinen Anhaltspunkt, wie der Ausschnitt wird.
Deshalb sind mir Kameras, die als Digitale "erfunden" wurden (z.B. die Olympus E-10 als semiprofessionelle Kamera), lieber. Diese Amateurkameras haben alle fix eingebaute Optiken.
Ausnahme: Da gibt es ein Basisgerät der Firma Horseman (die eigentlich Laufbodenkameras usw. bauen), wo man vorn Nikon-Objektive ansetzt und hinten einen Digital-Rückteil mit Hasselblad-Anschluss. Dieser Rückteil hat einen Chip von 40x40mm Größe eingebaut - eigentlich für Hasselbladkameras entwickelt. Sogar hier wird das Problem, dass die Industrie die Kunden mit kleineren Chips als Negativfläche für dumm verkauft, sichtbar (Ein Hasselblad-Negativ ist 56x56mm groß und nicht 40x40mm. Es geht die Weitwinkelwirkung, und Mittelformat hat nicht mal so extreme Weitwinkel wie das KB-Format, um es wieder aufzufangen).
Also hat man hier einen Chip, der sogar größer ist als das KB-Format - das bedeutet, dass Du tolle Shift-Bereiche hast für die Architekturfotografie! Ist allerdings ein absolutes Profi-Ding und kostet so um die 50.000 D-Mäuse.