Bewässerung

Hallo,
für längere Abwesenheit suche ich ein Bewässerungssystem für die Blumenkästen des Balkons. Wer hat Erfahrung mit solchen Systemen und kann ein gutes empfehlen?
Fritz

hallo fritz,
produkte kann ich dir keine nennen. aus den erfahrungen meiner eltern heraus, die reichlich kästen in allen vier himmelsrichtungen haben, die teilweise dem regen ausgesetzt sind, teilweise auch nicht … insgesamt also völlig verschiedene standortbedingungen und damit auch pflanzen haben:
achte darauf, dass das system (das optimum finde ich immer noch eine tröpfchenbewässerung) einen feuchtefühler mit integriert hat, der die wassermenge nach dem bedarf der pflanzen richtet. für längere abwesenheit (was IST überhaupt ‚länger‘?) sind die ‚hausmittel‘ wie umgedrehte gefüllte flaschen, dochte aus eimern, tonkegel, spezielle glaskugeln etc. meines erachtens ungeeignet. wenn du sehr kalkhaltiges wasser hast, bekommst du auf dauer allerdings bei den dünnen schläuchchen der tröpfchenbewässerung probleme. kalk fällt zwar erst in warmem/heissen wasser in grösserem umfang aus, probleme gibt es dennoch auch mit kaltem kalkigem wasser.
achte auch darauf, dass das system qualitativ hochwertig ist. immerhin werden diese dinger an eine wasserleitung angeschlossen (oder gibt es mittlerweile produkte, die sich aus einem tank versorgen?) und sollten in deiner abwesenheit nicht grad das lecken anfangen oder gar platzen. grundvoraussetzung ist natürlich ein dafür geeigneter wasseranschluss draussen, wo die kästen sind.
vielleicht konnte ich dir so schon mal ein wenig weiterhelfen
viele grüsse, muschel

schlecht fomuliert…
mit … draussen wo die kästen sind …meine ich nicht, dass du das wasser nicht von irgendwo herleiten kannst sondern dass der wasseranschluss überhaupt mal draussen ist. ich weiss nicht, wie man das problem beim normalen wohnhaus-balkon ohne aussenwasseranschluss regeln kann.
muschel

Hallo Schalentierchen,
genau hier liegt das Problem.
Was Du meinst, läßt sich mit dem Gardena System verwirklichen, aber leider nur wenn ein Wasseranschluß erreichbar ist.
Für uns Balkonkasten Gärtner ist aber leider seltenst machbar.
Gruß
Dirk m.

hallo dirk,

genau hier liegt das Problem.

dacht ich mirs doch …

Was Du meinst, läßt sich mit dem Gardena System verwirklichen,
aber leider nur wenn ein Wasseranschluß erreichbar ist.

gardena hat damals, als meine eltern das installiert haben, noch keinen feuchtefühler angeboten. da konntest du eh nur die tropfen einstellen und das galt dann für alle kästen, was logischerweise nie funktioniert hat. die einen pflanzen sind ersoffen und die anderen sind vertrocknet.

Für uns Balkonkasten Gärtner ist aber leider seltenst machbar.

jepp… ich hab halt immer die optimalste bewässerungsmethode für meinen balkon angewendet: meine nachbarin. aber auch das ist ja nicht immer machbar, gewünscht bzw. zumutbar. und wenn ich viel grünzeug auf dem balkon hatte und keine willigen nachbarn (oder solche, die ICH auch in meiner wohnung gewollt hätte), dann habe ich meine abwesenheiten so gut wie möglich in den winter gelegt.
kannst du vielleicht was tricksen mit nem grossen wasserbehälter (sofern der balkon das aushält) und ner zeitschaltuhr an einer aquariumspumpe? ein elektrokabel kriegste ja evtl. noch durch die geschlossene tür. das ist natürlich dann auch nicht an der vorhandenen feuchte orientiert. aber es ist immer noch mehr wasser als bei den anderen hilfsmethoden, die ich vorhin ja schon genannt habe.
das was du hast, ist wirklich ein problem. vielleicht weiss ja einer noch eine ‚offizielle‘ lösung.
viele grüsse, muschel

hallo muschel, hallo die andern :smile:

gardena hat damals, als meine eltern das installiert haben,
noch keinen feuchtefühler angeboten.

der alleine hilft auch nicht, wenn unterschiedliche bedingungen für die pflanzen herrschen. (z.b. ein teil der kistchen in südrichtung, anderer teil eher schattig). viel besser wäre, die anzahl der tropfer so zu wählen, dass durch mehr oder weniger tropfer die notwendige wassermenge bereitgestellt wird.
(ich giesse damit an die dreissig blumenkistchen und ca. 150 topfpflanzen unterschiedlichster grösse)

mein wasseranschluss für die bewässerung läuft vom keller aus durch ein kleines fenster. zuerst senkrecht die wand hoch bis unters dach und von dort aus verzweigen sich die verschiedenen leitungen zu den kistchen. klappt super. weil mehrere tropfer pro kistchen vorhanden sind, gibt es auch keine katastrophe, wenn ein tropfer verkalkt.

es gibt auch ein bewässerungssystem, das ohne wasseranschluss funktioniert. das sind etwa 10 cm große tonkegel, die in die erde versenkt werden und durch einen dünnen schlauch selbst aus einem bereitzustellendem gefäss wasser ansaugen. name weiss ich leider im moment nicht - gibt es in gartencentern.

Hi Caludia und Fritz und Dirk,
Ach was habe ich es doch einfach in meiner Großfamilie, da ist immer jemand zuhause (auch praktisch wenn der Postmann klingelt)
Deshalb kann ich nur einen Link zu dem Problem beisteuern - ob das praktisch auch klappt? ich hoffe mal.
http://www.pflanzen.onlinehome.de/pflege/urlaubsbewa…
Vielleicht ist aber auch das die Lösung: http://www.blumat.info/tensio/index.html
Grüße und schönen Urlaub!
Eckard.

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hi antennaria
das mit der unterschiedlichen anzahl der tropfer funktioniert leider auch nicht wirklich, denn an irgendwas musst du dich ja orientieren. okay… exposition der kästen ist klar und der bedarf der pflanzen auch. jetzt nimm mal an, du hast - wie es bei uns halt war - 6 meter kästen in praller sonne und auch dem regen zugänglich. dann 6 meter kasten ohne regen wegen dachhüberstand… etc. … es war immer so, dass das ganze bei schönem wetter funktioniert hat, aber nicht bei regen, dann sind die pflanzen dahingefault. der bedarf von gerade diesen dem regen ausgesetzten kästen war immer extrem unterschiedlich, daher über das angesprochene gardenasystem ohne feuchtefühler anzahl der tropfer hin oder her nicht zu decken. wenn dann noch grössere temperaturschwankungen (angenommen eine zwei wochen lange extrem kühle phase) dazukamen, dann ist schliesslich alles überwässert gewesen.

der alleine hilft auch nicht, wenn unterschiedliche
bedingungen für die pflanzen herrschen.

das stimmt, da hast du recht… nicht bedacht… man bräuchte also für verschiedene ‚kasten-gruppen‘ mit jeweils ähnlichen bedingungen verschiedene fühler. und das ist ja uferlos…

viel
besser wäre, die anzahl der tropfer so zu wählen, dass durch
mehr oder weniger tropfer die notwendige wassermenge
bereitgestellt wird.

das ist ja das problem… was IST die notwendige menge? diese schwankt nun mal.

(ich giesse damit an die dreissig blumenkistchen und ca. 150
topfpflanzen unterschiedlichster grösse)

bei uns hat es halt nicht funktioniert, weil die bedingungen ZU unterschiedlich sind. und halt nicht über die anzahl der tropfer zu regeln (siehe oben)

es gibt auch ein bewässerungssystem, das ohne wasseranschluss
funktioniert. das sind etwa 10 cm große tonkegel, die in die
erde versenkt werden und durch einen dünnen schlauch selbst
aus einem bereitzustellendem gefäss wasser ansaugen. name
weiss ich leider im moment nicht - gibt es in gartencentern.

das gehört zu den methoden, die ich auch schon seit vielen jahren verworfen habe. im prinzip ist das genial, aber bei längerer abwesenheit hat es nicht funktioniert. einen versuch ist es immer wert, es ist ja eh noch nicht definiert worden, was in der ursprünglichen anfrage mit ‚länger‘ gemeint war … 5 tage… zwei wochen… 7 wochen?
die dinger … der name fällt mir nicht ein … haben bei mir bis zu einer woche funktioniert. dann liefen sie doch irgendwann trocken. meistens war es so (ich habe allerdings zimmerpflanzen damit versorgt), dass entweder DOCH mehr rauslief als gewünscht oder die kegel mit wurzeln umschlungen waren, die alles gesaugt haben und der rest im pflanzgefäss hat nichts mehr abgekriegt. man muss dann wirklich darauf achten, dass genug von den teilen im boden sind. das geht aber auch ins geld, damals kosteten die 10 mark für ein oder drei stück (das weiss ich nicht mehr), ist aber schon über 10 jahre her.

viele grüsse, muschel

hallo an alle mitlerweile an der diskussion beteiligten.

also… der erste link ist ziemlich gut, so weit ich das jetzt überflogen habe. für eine wohnanlage seh ich allerdings probleme. die kästen müssten dann auf den boden mit abstand (wegen der entwässerung), damit das zuviel anfallende wasser nicht dem nachbarn unterhalb auf die kästen oder noch schlimmer auf die wäsche tropft.

der zweite link (blumat) enthält genau den produktnamen, nach dem antennaria und ich gesucht haben. das sind die dinger, die ich (antennaria vermutlich auch) gemeint haben

viele grüsse und auch schönen urlaub! muschel

Hallo Fritz,
bei Gardena gibt’s eine Balkonkastenbewässerung, die ohne Anschluss an einen Wasserhahn arbeitet. Es gibt sie in zwei Packungsgrößen:

  1. mit einem Wasservorratsbehälter, ich glaube, 9 Liter
  2. ohne Wasservorratsbehälter
    Die 9 Liter sind sicherlich viel zu wenig. Ich habe seit ein paar Jahren die Packung 2 in Betrieb und habe mir dazu eine 200-Liter Wassertonne auf den Balkon gestellt (für 10 € beim Hauser Baumarkt) und den Feuchtesensor von Gardena dazu gekauft. Das Ganze funktioniert sehr gut und zuverlässig mit 1,60 m Balkonkasten und 4 Pflanzenkübeln. 3 Wochen Urlaub sind überhaupt kein Problem.
    Das einzige Problem mit dieser Anlage ist, dass die Pumpe von Gardena kaputt geht, wenn sie trocken läuft. Bei Gardena sieht man das nicht als Problem an (ich hatte darüber schon mal mit denen diskutiert). Daher ist ein großer Vorratsbehälter sinnvoll.
    Gruß
    Helmut

Hallo,
für längere Abwesenheit suche ich ein Bewässerungssystem für
die Blumenkästen des Balkons. Wer hat Erfahrung mit solchen
Systemen und kann ein gutes empfehlen?
Fritz

Hi Muschel,
Dank für die guten Hinweise,
Gruß Fritz