ich habe in meinem Schlafzimmer alle Wände Teracotta gestrichen und das Fenster (geht leider direkt zur Straße raus) ist mit einer Folie die den Blick bricht abgeklebt.
Das Fenster liegt in westlicher Richtung und wird abends durch den dahinterliegenden Berg noch zusätzlich beschattet.
Alles in allem nicht so wirklich gute Voraussetzungen für Pflanzen *g*.
Derzeit stehen direkt auf dem Fensterbrett 5 Orchideen, die jedoch ein wenig rumzicken, weil es Ihnen tagsüber wohl zu warm an den Füßen ist und auch die Lichtverhältnisse nicht so optimal sind. Eine hat sich jedoch entschlossen und blüht wieder *froi*.
Mich würde jetzt interessieren, welche Möglichkeiten ich hätte, Pflanzen mit einem geringen/sehr geringen Lichtbedarf zu pflegen, die Nachts etwas kälter stehen dürfen (Fenster gekippt) und tagsüber einen warmen Fuß vertragen.
es gibt Pflanzen, die haben sich an diese Nische angepasst; Unterholzgewächse wie z.B. Farn oder Efeu.
Über die Schönheit solcher Pflanzen läßt sich vielleicht streiten, mit gefallen sie.
hallo daniel
… ich würde mal sagen … schlechte karten!
(wiedermal vorab der hinweis: bin keine zierpflanzengärtnerin, spreche nur aus meinen erfahrungen)
das mit dem licht wäre noch nicht das problem, da kann man sich aus entsprechenden büchern pflanzen raussuchen (spontan fällt mir dazu nicht viel ein, aber es gibt schon welche) oder mit künstlicher beleuchtung nachhelfen. ABER … ich kann mir nicht vorstellen, dass eine pflanze auf dauer derart wechselnde standortbedingungen erträgt. ich nehme an, dass die ‚warmen füsse‘ daher kommen, dass die pflanzen auf einem fensterbrett mit heizung drunter stehen sollen. das bedeutet nicht nur warme füsse sondern auch eine geringe luftfeuchtigkeit, womit der genannte efeu in der regel schon mal ausfällt. diese pflanzen, die ‚normal‘ im unterwuchs stehen sind nämlich auf hohe luftfeuchtigkeit angewiesen. zudem herrschen innerhalb eines pflanzenbestandes (wald o.ä.) relativ gleichmässige standortbedingungen (temperatur, bodenfeuchte etc.).
dann noch der schock mit dem gekippten fenster (der ja dann dadurch, dass kalte luft absinkt wiederum ‚kalte füsse‘ für die pflanzen bedeutet) … wie gesagt, so leid es mir tut, ich denke, du dürfest langfristig so probleme haben. dann lieber in eine ecke des zimmers eine pflanzengerechte künstliche lichtquelle anbringen. dass deine orchidee nochmal blüht würde ich unter ‚glück gehabt‘ einordnen. orchideen sind ja häufig auch pflanzen, die innerhalb eines waldes wachsen, daher könnte das mit dem licht sogar hinhauen.
oder (das ist jetzt ketzerisch, ich weiss ;o) …)… wenn das zimmer relativ duster ist: beschaff dir eine GUT gemachte künstliche pflanze … bei wenig licht erkennt man das nicht (wenn sie - wie gesagt - gut gemacht ist, also nicht die für 10 € aus dem aldi) sofort.
viele grüsse von muschel - die mit ähnlichen bedingungen kämpft *argh*
die berühmte Beamtenpalme, auch Grünlilie genannt, kommt gut mit wenig Licht aus (verträgt auch generelles Vergessen sehr gut, wenn sie grau ist und nur noch runter hängt: Wasser drauf und das Teil erholt sich wieder).
Zu meinem Erstaunen scheint auch die Wachsblume wenig Licht zu brauchen: ich hab mal in’ner Metall-Werkstatt an einem zugerottetem Fenster eine gesehen, die trotz Zentimeter-dicker Staubschicht auf den Blättern (bis auf auf den ganz neuen) fröhlich wuchs und sogar blühte (hab ich mit meiner, sorgfältig gepflegten, nicht geschafft)
Beide Pflanzen lassen sich bequem aus Kindeln, bzw. Ablegern ziehen.