Aprikosenbäumchen kringelt die Blätter

Hallo,

ich habe im letzten Jahr ein Bäumchen gepflanzt (selber aus einem Kern im Blumenkasten gezogen), das ein Aprikosen- oder ein Pfirsichbaum sein könnte (was genau, weiß ich auch nicht, man hat mir gesagt, die beiden hätten praktisch gleiche Blattformen, nur der eine eine eher gelbliche Farbe, der andere sei deutlicher grün; ich habe vergessen, welcher welcher sein soll, ist aber hier wohl auch egal). In diesem Frühjahr, nachdem er nun brusthoch ist, große Freude: Schöne Blüten dran.

Seit etwa zwei Wochen fangen aber einige Blätter an sich zu kringeln, andere verfärben sich rot, in etwa ein Rot, wie das ein Feuermal zeigt, noch andere zeigen Wülste wie zuweilen Eichenblätter, die von der Gallwespe gestochen wurden.

Ich habe mal ein paar Blätter in unserem botanischen Garten gezeigt, aber die Auskunft war mir zu dubios: Zuerst, er verstünde nicht allzuviel davon, und dann aber eine feste Auskunft, mal mit xxx zu spritzen. Und der Befall geht weiter.

Weiß jemand, was das sein könnte? Was da zu tun ist? So kann ich das doch nicht weitergehen lassen!!

Ich habe auch ein paar Fotos davon geschossen, könnte die für den Fachmamm durchmailen.

Für schnelle Hilfe dankt

Antal

Hallo Antal,

die von Dir beschriebenen Symptome sind relativ eindeutig (Taphrina deformans); bei den Links findest Du nochmal Symptombeschreibungen, Bilder und Bekämpfungsmassnahmen. Für die chemische Bekämpfung scheint es jetzt zu spät zu sein, aber die Knospen schwellen ja hoffentlich auch nächstes Jahr wieder!

http://www.obstbauseite.de/kraeuselkrankheit.htm,
http://www.gartenapotheke.de/hand_306.html (von Celaflor, nagut),
http://www.wdr.de/tv/ardheim/fragen/56.html (Brennessel-Sud?).

Viele Grüsse,
Deborah

PS: wahrscheinlich geht der Befall weiter, wie Du schreibst, weil Du nicht rechtzeitig in die Knospenschwellung gespritzt hast - falls es das richtige Mittel gewesen ist. Kannst Du ja vergleichen mit dem, was auf den hier genannten Seiten als Wirkstoff genannt ist. Gegen was soll denn das helfen, was Du bisher eingesetzt hast?

Hallo Antal,

ich habe einen Pfirsichbaum, der schon ca. 3 Meter hoch ist - und leider jedes Jahr die Kräuselkrankheit hat. Und wie! Besonders stark ist der Befall, wenn es zur Blütezeit kühl und naß ist. Ich habe anfangs dagegen gespritzt (allerdings nur Biomittel, da ich kein Gift in meinem Garten will), aber richtig half es nicht. Jetzt mache ich gar nichts mehr, mit dem Resultat, daß Ende Mai die gekräuselten Blätter fast alle abfallen (leider auch ein Teil der Früchte) und der Baum völlig neu austreibt. Im Sommer ist dann nichts mehr zu sehen.
Eine andere Methode fällt mir nicht ein.
Sollte der Baum irgendwann eingehen, werde ich mir einen pflanzen, der gegen die Kräuselkrankheit resistent ist (das gibt es nämlich, aber ich wußte es damals nicht.)

Viele Grüße
Nikola

www.nikola-hahn.de