Fragen zu Hochdruckreinigern

Hallöchen,

ich überlege mir, einen Hochdruckreiniger zu kaufen. Da stellen sich mir folgende Fragen:

Muss es unbedingt vom Marktführer Kärcher sein? Hat jemand Erfahrung mit einem preiswerteren Produkt?

Der Verkäufer im Geschäft meinte, das Gerät würde Unkraut, das durch die Steine der Pflasterung rund ums Haus wächst, wegfetzen. Stimmt das?

Neugierige Grüße
Peggy

hallo peggy,

ich hatte mir vor ein paar jahren einen hochdruckreiniger gekauft, ich hab das gerät auch bald wieder verscherbelt. weil außer das unkraut aus den ritzen fetzen, konnte man mit dem gerät nicht viel anfangen. hab vergessen, welche marke, kostete ca 2/3 oder so vom kaufpreis des kärcher reinigers.
kärcher hat auf jeden fall das bessere zubehör und ist somit vielseitiger einzusetzen.
soviel ich weiß, gibt es aber eine reihe verschiedener modelle von kärcher, wo man sich das passende aussuchen kann.

ich persönlich würde ein preisgünstigeres gerät nur dann kaufen, wenn das gerät das gleiche zubehör hat.

ligrü
e

Hallo !

Nicht kaufen!!!

Für die einmalige Benutzung im Jahr kann man sich besser ein Gerät für einen Tag ausleihen.

Ja, es fetzt! Und es fetzt überall hin, auch gegen Eure Hauswand, gegen die Scheiben, überall hin. Aus den Waschbetonplatten lösen sich die Kiesel und knallen gegen die Scheiben.

Versuch es ohne Hochdruck!!

Grüße Max.

Nachtrag
Hallöchen,

danke für die zwei Antworten, die jetzt schon hier drunter stehen.

Ihr meint beide, es „fetzt“. Das wundert mich.

Ich habe mir nämlich ein Billiggerät mit Rückgaberecht gekauft und gerade erprobt. Es hat 100 bar, mehr haben die preisgünstigen Geräte von Kärcher auch nicht. Der Weg ums Haus ist mit Betonsteinen gepflastert. Das Moos zwischen ihnen fliegt weg, wenn ich von ganz nah draufhalte. Gras und anderes Unkraut ist aber völlig „unbeeindruckt“.

Stimmt nun die bar-Angabe nicht, oder würden 20 bar mehr die Entscheidung bringen? Oder hat der Verkäufer übertrieben? Ist bei Euch wirklich auch das Unkraut weggefetzt worden?

Liebe Grüße
Peggy

Hallo !

Die angegebenen 100 bar betreffen den theor. Wasseraustritt am Gerät. Bei einem billigen Gerät wird dieser Druck sicherlich sofort nach Austritt abgebaut, so daß zum Arbeiten viel weniger zur Verfügung steht.
Bei einem „guten“ Kärcher steht dieser angegebene Druck für die Arbeit zur Verfügung. In der Schlauchleitung wird kein Druck abgebaut. Zumindest nicht soviel. Das kann an der unterschiedlichen Bauweise der Pumpen liegen.

Jetzt hast Du ein Gerät, welches 364 Tage rumliegt und sich event. festsetzt und dadurch unbrauchbar wird. Und Du kannst Dir keine Ersatzteile, wie Dichtringe usw in den Jahren später kaufen. Bei Kärcher würdest Du wohl noch Jahrzehnte Reserveteile bekommen.

Grüße Max.

Gruß Werner

Jetzt hast Du ein Gerät, …

Noch „habe“ ich es nicht, ich habe ja Rückgaberecht. :wink:

Mal sehen, was noch für Kommentare kommen und dann entscheiden!

Liebe Grüße
Peggy

hallo max,
da kann ich dir voll zustimmen. mein billiggerät funktionierte beim ersten mal plattenreinigen hervorragend, lag dann einige wochen unbenutzt rum und beim nächsten mal gab es kleinere ärgernisse, weil der druck sich nicht richtig aufgebaut hat.

ligrü
e.

Hallo Peggy,

also, zur Unkrautbekämpfung eignet sich ein Hochdruckreiniger wie ein Rasenmäher zum Laubsaugen (obwohl dazu verwendbar).

Ich habe ein Gerät von Bosch (nix gegen Kärcher, jedoch stellt Kärcher Produkte für den Heimwerker und den Profi her, ebenso Bosch, nachfragen!), sauschwer und (genau dies ist der Unterschied) das Teil hat keine Plastikteile in der Hochdruck-Pumpe. Damit kannst du auch bis 60°C heißes Wasser im Zulauf verwenden. Nicht der Druck ist das entscheidenste Merkmal (100 bis 130 bar), sondern auch die Wassermenge, die gefördert werden kann (ab 150 l/h).

Mit dem Dreckfräsen auf der Terrasse spülst du auch sämtlichen Sand aus den Fugen. Geeignet ist ein Hochdruckreiniger zum Entfernen von Moos (z.B. auf Treppen), Ablagerungen, Grafitties, Farbe allgemein (auf Fassade), Fettablagerungen, Reinigung von Bootskörpern, Autoreinigung (dort bitte Vorsicht!) und Ölflecken (nur bedingt). Mit höheren Wassertemperaturen erreichst du den besseren Reinigungseffekt ohne Chemie.

Gruß
André

Hallo André,

also, zur Unkrautbekämpfung eignet sich ein Hochdruckreiniger wie ein Rasenmäher zum Laubsaugen (obwohl dazu verwendbar).

Wenn das eine bei der anderen Arbeit nebenbei miterledigt wird, ist’s ja trotzdem erfreulich. Mit dem Laub ist das bei mir so: In der Anfangszeit, wenn es noch nicht so viel ist, ist der Rasen nach dem Mähen nicht nur kürzer, sondern auch laubfrei.

Ich habe ein Gerät von Bosch

Interessant, das wusste ich nicht. Ich dachte, an Kärcher käme man nicht vorbei, wenn man ein Markengerät will.

Mit dem Dreckfräsen auf der Terrasse spülst du auch sämtlichen Sand aus den Fugen.

Das macht mir auch Sorge. Aber ich werde wohl nicht drum herum kommen: Da wir viel Baumbestand haben, ist der Pflasterweg nach einigen Jahren der Nichtpflege schwarz-schmierig geworden. Die Stelle, die ich probegereinigt habe, sieht jetzt aus wie neu.

Liebe Grüße
Peggy

Hi Peggy,

noch ein kleiner Hinweis:

Da wir viel Baumbestand haben, ist der Pflasterweg
nach einigen Jahren der Nichtpflege schwarz-schmierig
geworden. Die Stelle, die ich probegereinigt habe, sieht jetzt
aus wie neu.

Du solltest natürlich nachsanden (teuer, aber gut: Quarzsand), sonst lockern sich womöglich die Steine (ich kenne natürlich nicht die Art der Pflasterung bei euch). Also einiges an Sand auf die Steine, dann mit Besen und nicht zuviel Wasser den Sand in die Fugen einschlämmen. Wenn du es ganz gut machen willst, so laß das Pflaster ganz trocken werden, dann ein Hydrophobiermittel draufsprühen, trocknen lassen. Dies versiegelt die Oberfläche für mindestens ein halbes Jahr, läßt weder Feuchtigkeit, noch Algen oder Moos an die Steine. Allerdings würde ich dies nur bei einer Terrasse oder Flächen machen, die du so sauber halten willst, bei einem Gartenweg oder der Garageneinfahrt ist dies sicher übertrieben.

Gruß
André