in meinem Garten steht ein uralter Süßkirschbaum (lt. Aussage des Vermieters ebenso alt wie das Haus, also 65 Jahre…). In den zwei Jahren, die ich jetzt hier wohne, hat er kaum getragen. Geschnitten oder sonstwie gepflegt wurde er von dem vorherigen Mietern wohl auch nicht. Ich vermute, er hat Monilia (jedenfalls sieht es für mich so aus). Zum Spritzen ist er zu groß - kann ich ihn mit dieser Erkrankung einfach wachsen lassen (abgesehen vom Rückschnitt, der in diesem Jahr durch eine Baumschule erfolgen wird) oder geht er mir dadurch unweigerlich ein? Auf die Kirschen lege ich gar nicht so einen großen Wert, aber es ist ein schöner alter Baum und der Garten würde sehr verlieren, wenn er nicht mehr da wäre.
Hallo,Sams!
Biologische Pflanzenschutzmittel gegen Monila sind Bio-S oder
Ledax-san.
Das kranke Obst muß man vernichten (nicht auf den Kompost geben!)und die kranken Zweige herausschneiden, - das macht ja dann bei Dir ohnedies der Fachmann sicher richtig.
Es soll auch helfen, auf die Baumscheibe Meerrettich zu pflanzen!
Grüße von Annemarie
Hallo Anja,
ich guck mir den am Freitag gerne mal an ))))))
Monilia ist ganz was fieses.
Falls der Fachmann vor Freitag kommt: frag ihn, ob er wegen Monilia bescheid weiss: er muss bis ins gesunde Holz zurückschneiden, bei jedem Schnitt. Ob der Buam dann noch nach was aussieht? Wenn Du ihn nicht spritzen kannst, sieht er, ohne regelmässiges Schneiden, nach 2-3 Jahren wieder schlimm aus.
Vielleicht bringt es was, den Baum zu kappen? Bis er dann wieder eine vernünftige Krone hat, kann es allerdings was dauern.
Deutschland ist eben zu nass und feucht für Kirschen ohne Monilia, leider. Wir haben hier auch so eine „schöne“ Sauerkirsche…
Bis denne,
Deborah
PS: Hast Du einen empfehlenswerten Bäcker zum Brötchenholen? oder wo sollte ich partout nicht hingehen?
Nein, Fachmann kommt erst im Herbst, wenn auch die anderen Bäume geschnitten werden müssen. Es geht mir ja auch mehr drum, ob ich den Baum überhaupt erhalten kann, oder ob Monilia an einem so alten Baum unweigerlich zum Absterben führt. Das Kappen hatte die Baumschule ohnehin empfohlen (beim ersten Ansehen), weil die Gefahr besteht, daß die Äste von oben her brechen. Hm, ich muß mal sehen, was der im Herbst so empfiehlt. Wäre halt nur blöd, wenn ich regelmäßig ziemlich viel Geld für die Baumschule lasse (in einem gemieteten Garten) und dann in zwei oder drei Jahren ohnehin Fällen lassen muß.
Danke und liebe Grüße,
Anja
P.S. Die Brötchen sind hier überall gleich (gut oder schlecht, wie man’s nimmt…*fg*). Übrigens - ich hab die Ampeln nochmal gezählt, es sind tatsächlich fünf von der Autobahn aus gezählt, inkl. zweier Fußgängerampeln. Ich freue mich auf Freitag.
Ob biologisch oder chemisch: Zum Spritzen ist der Baum einfach zu groß (er ist höher als unser Haus und steht an einem Hang, da ist auch nix mit Leiter oder so *soifz*). Das ich die kranken Früchte und abfallenden Blätter nicht auf den Kompost geben darf, hab ich schon gelesen - da achte ich auch möglichst drauf. Mir ging es mehr drum, ob der Baum die Krankheit „einfach so“ hinnimmt, oder ob er daran eingeht - das fände ich sehr schade.
Mir ging es mehr drum, ob der Baum die
Krankheit „einfach so“ hinnimmt, oder ob er daran eingeht -
Schätze mal, dass nicht. Monillia hat er sicher nicht est seit heuer und doch ist er so groß geworden. Wichtig ist halt, dass man alle abgefallenen Früchte und Blätter so bald als möglich wegräumt und verbrennt. Der Befall ist auch nicht jedes Jahr gleich, weil stark vom Wetter abhängig. Feuchtwarmer April ist schlimm. Monillia wird übrigens von den Bienen mit den Füßen „breitgetragen“. Daher ist es auch so schwer dauerhaft dagegen anzukommen.