Rettet meinen Rhododendron!

Hi!

Bei uns im Garten steht ein wunderschöner Rhododendron. Doch seit einiger Zeit wirft er massiv seine Blätter ab, die durch und durch gelb geworden sind. Ein schlaues Buch hat uns auf die Idee gebracht, daß es sich um Chlorose handeln könnte, als Ursache wird ein zu hoher Kalkgehalt im Erdboden genannt.

Wie kann ich möglichst schnell und pflanzenverträglich das Erdreich entsprechend verändern, ohne dabei einen Kubikmeter Boden duch Torf oder andere saure Erde zu ersetzen? Gibt es überhaupt eine andere Chance als ein paar Stunden lang zu buddeln?

Danke für jeden Hinweis!

Heinrich

Hallo!

Die Bodenpflege beschränkt sich bei Rhododendron auf das Abdecken des Wurzelbereichs mit organischen Materialien wie Torfmull, alter Kuhdung, Koniferennadel, Laub, Rasenschnitt usw.
Auf keinen Fall darf gegraben werden oder tief gehackt werden, weil Rhodos Flachwurzler sind und mit ihren feinen Wurzeln nach oben in die verottenden Humusmaterialien streben.
Der Spaten hat also nach der Pflanzung bei den Rhodos nichts mehr zu suchen.
Als Dünger sind blaue chloridarme Volldünger mit Spurenelementen zu bevorzugen. Von den ngebotenen Volldüngern sind nach Möglichkeit solche mit hohem Kali- aber niedrigem Phophatgehalt zu bevorzugen. Wie z.B. Nitrophoska perfekt mit der Zusammensetzung 15x5x20x2.
Rhodos haben nämlich einen hohen Kalibedarf.
Stärker wachsende Rhodos erhalten je qm und Jahr 80 - 100 g eines blauen Volldüngers oder 100 g Hornosca Special oder Oscorna.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Euer Rhodo jahrelang gut wuchs und jetzt plötzlich der Boden zu kalkig ist.
Daß Blätter plötzlich gelb werden (reines gelb, ohne Flecken) ist normal. Es bleiben höchsten drei bis vier Jahrgänge an der Pflanze.
Häüfiges Schneiden der Zweige erhöht das Wachstum sehr.
Zu trocken ist sie doch wohl nicht?

Grüße Max

Hallo Heinrich,

eine Chlorose entsteht durch Eisenmangel, oft ohne dass dem Boden wirklich Eisen fehlt.
Auf der einen Seite führt zuviel Kalk, aber auch eine Überdüngung mit Phosphat zur Eisen-Blockierung im Boden. Z. B. Universaldünger (evt. fälschlicherweise hier angewendet) enthalten jede Menge Phosphat.
Zunächst kann man mit speziellem Rhododendrondünger sein Glück versuchen, der die Bodenverhältnisse dieser Moorbeetpflanze verbessern kann, bevor man bei noch sehr jungen Pflanzen daran denkt, diese auszugraben, um den Boden um die Wurzeln u.a. mit Torf anzureichern.
http://www.kleingartenkolonie-gruene-aue.de/Gartenfa…

Gruß, Renate

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