Ich habe vor ca. einem Jahr einen Sanddorn gekauft. Er wächst ohne Ende, es gibt schon drei sehr große Ableger. ABer es gibt keine Früchte? Kommen die noch? Oder was ist zu tun?
Beste Grüße
Lothar Struck
Ich habe vor ca. einem Jahr einen Sanddorn gekauft. Er wächst ohne Ende, es gibt schon drei sehr große Ableger. ABer es gibt keine Früchte? Kommen die noch? Oder was ist zu tun?
Beste Grüße
Lothar Struck
Hallo,
bei Sandorn werden ein (oder mehrere) weibliche und mindestens ein männlicher Strauch benötigt, um Früchte zu erhalten. Du brauchst also mindestens zwei Sträucher. Wie Du allerdings herausbekommst welche Sorte Du hast weiß ich leider nicht, am besten in einer guten Baumschule nachfragen.
Viele Grüße
Die Unterscheidung erfolgt über die Blühte
Hippophae rhamnoides wird je nach Ökotyp und Standort 1,5 bis 4 m hoch, ausnahmsweise bis 6 m. Er bildet ein dichtes, bis 10 m weit und flach wachsendes Wurzelsystem, aus dem sich Sprosse entwickeln. Die Wurzeln leben in Symbiose mit luftstickstoffbindenden Bakterien (Gattung Franckia, Sektion Actinomycetes), die durch braune Knöllchen sich bemerkbar machen. Die Sproßerneuerung geschieht an der Peripherie der Krone. Ältere Äste und Zweige sterben ab, so daß ein betagtes Gehölz im Innern ein trockendorniges Verzweigungssystem aufweist. Die sich ab Mai entwickelnden Triebe verdornen bis zum Herbst. Im Folgejahr blüht und fruchtet das Holz der vorjährigen Zweige. Die lineallanzettlichen Blätter haben eine Länge von 5 - 8 cm, eine Breite von 5 - 7 mm. Durch die oberseits zerstreut angeordneten Schüppchen sind sie grünlichgrau. Auf der Unterseite kommen Schildhaare vor, die eine silbrigweiße Färbung hervorrufen und dem Verdunstungsschutz dienen. Die Seitennerven sind undeutlich. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen auf Grund der Anordnung unterschiedlicher Blüten. Die unscheinbaren weiblichen Blüten erscheinen zwischen März und Mai vor dem Blattaustrieb in den Achseln von Schuppenblättern, sind nur 5 mm groß, kurzgestielt, besitzen eine grüne Kelchröhre mit zwei kleinen Zipfeln, duften würzig nach Honig, locken deshalb Insekten an. Die männlichen Blüten brechen zur gleichen Zeit aus rotbraunen, kugeligen Knospen hervor, bestehen aus zwei Kelchblättern, die vier Staubblätter bogenförmig bedecken. Der Blütenstaub wird durch den Wind übertragen. Die eßbaren Früchte wiegen 10 bis 90 g pro 100 Stück, haben eine Länge von 7 - 8 mm und eine Breite von bis zu 6 mm, sind von kugeliger, zylindrischer oder walzenförmiger Gestalt, haben eine gelbe, orangegelbe oder korallenrote, glänzende, dünne, aber derbe Haut, die vor allem zur Spitze zu gehäuft Schildhaare trägt. Botanisch gesehen sind sie keine Beeren sondern Steinfrüchte, denn die Fruchtwand ist dünn, umhüllt den Samen, während das wäßrig-fleischige ,Fruchtfleisch" aus der erhalten gebliebenen Kelchröhre gebildet wird. Bei dem ,Kern" handelt es sich um den Samen. Er ist etwas asymmetrisch, schwach abgeflacht, länglich-eiförmig, schwarzbraun und glänzend.
Gruß Klaus