Hallo Antal,
was ist eine „Samenanlage“?
ZITAT: Die Samenanlage war eine ganz wesentliche Errungenschaft; sie stellt jedoch nicht die einzige Besonderheit in der Fortpflanzung des Ginkgo dar. Bei den höheren Pflanzen keimt der Pollen auf der Narbe der Blume und stößt einen langen Schlauch bis zur Samenanlage vor, damit die männliche Keimzelle in die Eizelle eindringen kann.
Beim Ginkgo unterscheidet sich dieser Vorgang grundlegend. Am oberen Pol der Samenanlage bildet sich eine mit Flüssigkeit gefüllte äußerst kleine Höhle: die Pollenkammer. Diese Kammer besitzt eine winzig kleine Öffnung, die Mikrophyle, durch die visköse Tröpfchen dringen, die ein Pollenkorn bei seinem Erscheinen einfangen.
Der Pollen keimt schließlich und erzeugt bewegliche Spermatozoide, die sich auf die Eizelle zubewegen und sie durchdringen, um mit ihr zu verschmelzen.
Dieser Mechanismus entspricht sowohl der Fortpflanzung der Tiere als auch der der Kryptogamen; mit dem Unterschied jedoch, daß sich alles in der weiblichen „Blume“ selbst abspielt. Bei den Farnen dagegen, wie auch bei den Algen, werden die männlichen Gameten in die Natur ausgesetzt, wo die Mehrzahl verlorengeht.
Die Fortpflanzung des Ginkgo gilt damit, ebenso wie die der Samenpflanzen, bereits als „geschützt“. Dabei ist allerdings ein wichtiger Unterschied zu verzeichnen: Wachstum, Vermehrung der Reserven und Erlangung einer normalen Entwicklung der Samenanlagen vollziehen sich beim Ginkgo unabhängig von der eigentlichen Befruchtung, d.h. von der Fusion der Spermatozoiden mit der Eizelle, die oft erst Wochen nach dem Abfallen der Samenanlage erfolgt. Bei den moderenen Pflanzen dagegen entwickeln sich der Samen und die ihn umgebende Frucht erst nach vollzogener Befruchtung. Dieses System ist sehr viel ökonomischer als das der Pflanzen mit Samenanlagen, die für ein möglicherweise bescheidenes Ergebnis sehr viel Energie verbrauchen: wenn z.B. bei zu großer Kälte die Befruchtung nicht zustande kommt. Außerdem müssen für ein Gelingen der Befruchtung mehrere günstige Bedingungen gegeben sein: der Embryo erlebt keine Dehydratation und keinen Entwicklungsstillstand, sein Wachstum verläuft kontinuierlich, d.h. er kann bei einer ihm ungünstigen Umgebung nicht auf eine Besserung der Bedingungen warten. Damit wird verständlich, warum die Samenpflanzen am Ende des Mesozoikum im Laufe von wenigen Millionen Jahren die Mehrzahl ihrer weniger wirtschaftlichen Konkurrenten verdrängt haben.
ZITAT ENDE
(von http://www.asg-passau.de)
Nadelgehölz oder nicht? Ich hab´s, tut mir leid, immer
noch nicht gerafft.
Hatte ich so verstanden: Nadelgehölz in seiner früheren(?) Form, sozusagen der Vorlaüfer der Nadelgehölze, bzw. eine Zwischenform, Bindeglied zwischen niederen und höheren Pflanzen, (Farnen und Koniferen). Aber ich bin kein Biologe.
Ich denke da z.b. aus der Fauna an das neuseländische (oder
australische??) Schnabeltier. Auch von allem was, vorne
Schnabel, hinten eierlegend, Säuger glaub ich, und so weiter
und so fort. Da hält sich doch auch niemand ewig damit auf.
Oder liegts daran, daß der Goethe sich damit beschäftigt hat?
Goethe hat sicher auch was da damit zu tun, bzw. die Vermarktung des Mythos. Warst du schon mal in Weimar? Dort springen dich die Gingkoblätter in allen denkbaren „Veredelungen“ aus den Geschekeshops förmlich an. Ich denke, da wurde ein Markt entdeckt, wie auch die „Nicht-Literaten“ ein Stückchen Goethe mit nachhause nehmen können.
Dazu kommt noch die Eignung des Ginkgo als Heilpflanze. Auch hier sehe ich zwar mehr Vermarktung als Tatsachen, aber das Marketing für diverse Mittelchen hat den Baum halt populär gemacht. In der Werbung kann man dann ja auch darauf zurückgreifen, dass schon der Goethe … Auch der hat sich mit Vielem befasst, aber z.B. die Farbenlehre ist halt nicht so „zum Anfassen“.
Nicht von der Hand zu weisen ist, dass dieser Baum tatsächlich sehr robust und extem anpassungsfähig ist(botanisch nennt man das nicht sehr spezialisiert - glaub ich). Das hat Menschen schon immer fasziniert (vgl. Eichen) - und er ist leichter zu bekommen und zu pflegen als beispielsweise ein Schnabeltier 
Schon wieder so lang geworden… du wolltest es wissen … ich hoffe das Mühlrad stoppt nun 
Liebe Grüße
Heidi