Guten Abend,
ich habe große Probleme mit der Gestaltung von Beeten.
Um es kurz zu erklären. Ich habe vor ca. 4 Jahren angefangen meinen Garten zu „gestalten“. Es ist ein Minigarten von ca. 100 qm. Mein größter Wunsch den Garten zu vergrößern ist jetzt in Erfüllung gegangen. Wir haben etwas erweitert und auch ein Teich wurde gesetzt. Es kommt jetzt zum Nachbar hin eine immergrüne Hecke (Lorbeer) vor dieser Hecke möchte ich Beete anpflanzen. Zur anderen Nachbarseite ist eine Thujahecke (die gehört dem Nachbar)Auch vor dieser Hecke möchte ich Beete anpflanzen. Unser Garten wurde zum Hof hin kpl. mit einer Natursteinmauer eingefaßt da das Grundstück wesentlich höher als der Hof liegt. Auch zwei Bäume (Tromtetenbaum, Ahorn) werden noch gepflanzt. So, jetzt aber zu meinem Problem. Ich neige dazu einfach das zu pflanzen was mir gefällt ob es paßt oder nicht. So, hatte ich das bisher gemacht. Das heißt eine Geranium da und eins dort. Eigentlich Kraut und Rüben.
Ich möchte jetzt (da der Garten kpl. neu gestaltet wurde) mehr mit Plan und Ziel gestalten. Meine Pflanzen, die bisher in den Beeten waren möchte ich natürlich wieder verwenden. Ich habe auch einige kleinere Sträucher die im Moment eingeschlagen sind, auch die möchte ich wieder einpflanzen. Seit Wochen blättere ich Zeitschriften, Bücher und Internetseiten durch und trotzdem komme ich irgendwie nicht weiter. Irgendwie fehlt mir der Faden wie ich es jetzt am besten anfange um nicht wieder den gleichen Fehler zu machen und alles durcheinander zu pflanzen.
Ich wäre sehr dankbar über Tipps wie ich am besten anfange!!
liebe Grüße
Chrissi
Liebe Chrissi,
vor ein paar Jahren hat mir meine Freundin den Garten entworfen, von ihr habe ich viel gelernt. Ich kann jedem nur ihre Vorgehensweise empfehlen:
Zuerst überlegen, wozu du den Garten brauchst. Sitzt du gern mit größerer Gesellschaft um den Grill, hättst du gern einen Spielrasen fürs Federballkloppen oder bevorzugst du die lauschigen Lese-Ecken? Möchtest du dich beim Jäten und Pflanzen verwirklichen oder brauchst du Gartenarbeit nicht gerade für dein Lebensglück? Wie wichtig ist dir die Naturnähe, wie wichtig das Ernten von Kräutern oder Obst oder Gemüse oder Schnittblumen?
Nach diesen Aspekten richtet sich der grobe Anlageplan. Allgemein würde ich eher von dem Muster: „Rasen mit Beeten an den Seiten“ abraten, da langweilig und im Verhältnis zum Garten-genuss relativ pflegeaufwendig. Berücksichtige die Möglichkeit, durch Niveauunterschiede den Garten interessanter zu gestalten, berücksichtige unbedingt bei der Planung die dritte Dimension.
Dann der Stil. Bist du der rein optische Typ oder magst du auch gern riechen oder naschen? Wie wichtig ist dir das Aussehen des Gartens in den verschiedenen Jahreszeiten, betrachtet man ihn z. B. durchs Wohnzimmerfenster? Wohin fällt der Blick zuerst? Gibt es bestimmte Pflanzen, die zu deinem Herzen sprechen (bei mir sinds zum Beispiel Rosen und Beerenbüsche, bei dir vielleicht die Bäume, über die du schon fast freundschaftlich schreibst)? Hast du es gern ordentlich-sachlich oder lieber romantisch-verspielt? Könntest du dich für japanische Formen begeistern, für herbe Heide-Landschaften, für bunte Bauerngärten oder für klare Liniengestaltung?
Für den konkreten Pflanzplan sind die Lichtverhältnisse grundlegend. Beobachte mal einen Tag lang, wo es jeweils Licht und wo es Schatten gibt. Danach sind vor allem die Standorte von Stauden undsoweiter auszusuchen.
Kalkliebende Pflanzen und Wald- bzw. Heidebewohner sollten auseinandergehalten werden, die Ansprüche an Bocen und Dünger sind zu verschieden. Ähnliches gilt für den Wasserbedarf.
Außerdem solltest du die Größe der Pflanzen im Verhältnis zum Blickwinkel beachten und die Frage, zu welcher Jahreszeit die Pflanzen wie aussehen. Natürlich auch, welche Farben harmonieren. Dazu am Besten auf ein Farbkonzept festlegen: z. B. Blau und Weiss. Bloss nicht Orange und Rosa durcheinander!
Das klingt kompliziert, ich weiss!
Einfach ist die Pflanzung von Ziersträuchern, immer zwei und zwei in harmonischer Abfolge. Dazu in der Mitte eine Rasenmischung, die selten gemäht werden muss. Todlangweilig, aber du hast für Jahre Ruhe vor der Gartenarbeit.
Etwas interessanter: Versandhäuser oder Gartenzeitschriften bieten bestimmte „Pakete“ an, z. B. eine „Vogelschutzhecke“ oder „Schattenstauden“ oder „Schmetterlingswiese“. Daraus das Passende aussuchen, nach Lust und Laune kannst du dann Beete und so ergänzen, wann und wo es dir passt.
So long erstmal. Lass mal hören, wie es läuft.
Juliane
Guten Abend,
ich habe große Probleme mit der Gestaltung von Beeten.
Um es kurz zu erklären. Ich habe vor ca. 4 Jahren angefangen
meinen Garten zu „gestalten“. Es ist ein Minigarten von ca.
100 qm. Mein größter Wunsch den Garten zu vergrößern ist jetzt
in Erfüllung gegangen. Wir haben etwas erweitert und auch ein
Teich wurde gesetzt. Es kommt jetzt zum Nachbar hin eine
immergrüne Hecke (Lorbeer) vor dieser Hecke möchte ich Beete
anpflanzen. Zur anderen Nachbarseite ist eine Thujahecke (die
gehört dem Nachbar)Auch vor dieser Hecke möchte ich Beete
anpflanzen. Unser Garten wurde zum Hof hin kpl. mit einer
Natursteinmauer eingefaßt da das Grundstück wesentlich höher
als der Hof liegt. Auch zwei Bäume (Tromtetenbaum, Ahorn)
werden noch gepflanzt. So, jetzt aber zu meinem Problem. Ich
neige dazu einfach das zu pflanzen was mir gefällt ob es paßt
oder nicht. So, hatte ich das bisher gemacht. Das heißt eine
Geranium da und eins dort. Eigentlich Kraut und Rüben.
Ich möchte jetzt (da der Garten kpl. neu gestaltet wurde) mehr
mit Plan und Ziel gestalten. Meine Pflanzen, die bisher in den
Beeten waren möchte ich natürlich wieder verwenden. Ich habe
auch einige kleinere Sträucher die im Moment eingeschlagen
sind, auch die möchte ich wieder einpflanzen. Seit Wochen
blättere ich Zeitschriften, Bücher und Internetseiten durch
und trotzdem komme ich irgendwie nicht weiter. Irgendwie fehlt
mir der Faden wie ich es jetzt am besten anfange um nicht
wieder den gleichen Fehler zu machen und alles durcheinander
zu pflanzen.
Ich wäre sehr dankbar über Tipps wie ich am besten anfange!!
liebe Grüße
Chrissi