Hallo Spezialisten,
ich brauche dringend Eure Hilfe. Ich habe im Garten, insbesondere auf
den gepflasterten Wegen Flöhe! Ich habe die Wege gefegt und Dinger dabei
richtig aufgescheucht. Auf meiner hellen Hose habe ich gleich 10 Stück
weggefangen. Wir haben die Flöhe auch schon in die Wohnung geschleppt
und uns gewundert wo die herkommen, weil wir keine Haustiere haben.
In der Wohnung haben wir sie durch Staubsaugen und Flohspray wegbekommen,
aber draußen??? Was soll man da machen und was sind das für Viecher, die
bei diesen Nachtfrösten draußen überleben?
Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen die Flöhe in ihrer Jugendzeit, entweder als Ei, Puppe oder Larve. Daher ist der größte Teil einer Floh-Population noch nicht erwachsen. Erst als Erwachsene suchen die Flöhe ihr Opfer (Katzen und Hunde) um dort ihr Blutmahl zu nehmen. Am besten tötet man die Flöhe noch in ihrer Jugend. Die Flöhe sind nicht nur am Haustier, sondern auch im Garten, Hof und in der Wohnung und müssen an allen Orten bekämpft werden…usw.
Mit der Vorfreude auf erste Radieschen und Kohlrabis ist es schnell vorbei, wenn sich die kleinen Blättchen zerlöchert zeigen und die Pflanzen kümmern, statt zügig heranzuwachsen.
In Gärten, wo der Erdfloh jährlich zur Plage wird, bieten sich mehrere Vorgehensweisen an.
Die frühesten Aussaaten von Radieschen und Kohlrabi bekommen gleich eine Abdeckung aus Vlies. Dies sorgt nicht nur für ein zügiges Wachstum, sondern schützt auch vor Fraßschäden. Da Erdflöhe offensichtlich ihre Futterpflanzen optisch erkennen, lassen sich gefährdete Kulturpflanzen gut tarnen.
Dazu sät man in Beete, in denen als Hauptfrucht Kohl wachsen soll, einige Wochen vorher Spinat ein und pflanzt später den Kohl dazwischen. Möglich ist es auch, gefährdete Kulturen zwischen Blatt- und Schnittsalaten zu pflanzen.
Zeigen sich hingegen erste Schäden, gilt es, den Tieren die Lebensbedingungen zu verschlechtern, beziehungsweise sie zu vergrämen.
Erdflöhe überwintern in der Mulchschicht des Bodens und erscheinen ab den ersten warmen Frühjahrstagen. Sie haben stark ausgeprägte Hinterbeine, die deutlich sichtbar den Hinterleib überragen. Um die Tiere hochzuschrecken, fährt man mit der Hand im Abstand von zehn Zentimetern über den Boden. Sofort springen die Tiere fort
Da Erdflöhe trockene Erde und Wärme lieben, vertreibt Hacken und häufiges Überbrausen der Pflanzen die Tiere. Auch ein Mulchen unter den Kulturen, z.B. mit Grasschnitt, hilft, die Tiere auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.
Bewärt hat sich auch ein Stäuben mit feinem Gesteinsmehl oder Algenkalk sowie ein Spritzen mit Wermut- oder Rainfarntee.