ich hab Ameisen in der Wohnung, die kleinen schwarzen - nu, damit bin ich sicher nicht alleine und wäre auch nicht wirklich erstaunt darüber, würde ich in einem Häuschen mit Garten… - tu ich aber nicht. Ich sitz hier in der Innenstadt im zweiten Stock und die Teile wuseln über meinen Tisch…
Intensivste Nachforschungen meinerseits ergaben, daß scheinbar gleich zwei Stämme auf meinem Balkon hausen. Einer in einer großen Beton-Misch-Kiste, die zum Blumentopf umfunktioniert wurde und ein zweiter unter dem Zeug, das mein Vor-Vor-Vor-Mieter auf den Balkonboden gekleistert hat (Linoleum o.Ä. - bleibt nicht dran, geht aber auch nicht ab)
Nun meine Fragen: können die Kleenen die Haussubstanz beschädigen? In meinem Bekantenkreis kursieren Horrorgeschichten, nach denen jedes Haus, in dessen Garten Ameisen leben, früher oder später einstürzt (…allein, mir fehlt der Glaube…).
Womit füttere ich die Teile am besten, damit sie das, was sie brauchen, auf dem Balkon finden und meinen Wohnzimmertisch in Ruhe lassen (sofern sie dem Haus nix tun…)? (oder ist das jetzt eine Frage für’s Haustierbrett?)
ich hab doch aber eigentlich gar nix gegen die Ameisen - wenn sie dem Haus nichts tun, dann können sie ruhig auf dem Balkon leben - in dem Fall würde ich sie nur gerne draußen versorgen…
die bei uns heimischen Ameisen bringen garantiert noch nicht mal ein Pappendeckelhaus zum Einsturz. In Ameri- oder Afrika leben Termiten, unter denen einige Arten totes Holz zernagen, um daraus ihre Nester zu bauen.
Du wirst auch kaum ein Futter finden, mit dem sich die Ameisen weglocken lassen. Dein Tisch liegt auf dem Weg zu einer Futterstelle; die Vorhut hat den Weg mit Duftstoffen markiert, und der Rest der Herde trampelt hinterher. Da wird nur scheuern helfen, was die lieben Tierchen aber nicht daran hindern wird, sich einen neuen Weg zu suchen. Erstmal musst du wohl den Inhalt des Pflanzkübel entsorgen.
Es gibt wohl nichts, was Ameisen nicht mögen, deshalb gibt es sie schon seit Jahrmillionen. Was sie besonders mögen? Zuckerhaltiges auf jeden Fall. Die Köder mögen sie sehr gern (wird wohl vergifteter Zucker sein), damit rottet man sie aber auch aus.
ich hab doch aber eigentlich gar nix gegen die Ameisen - wenn
sie dem Haus nichts tun, dann können sie ruhig auf dem Balkon
leben - in dem Fall würde ich sie nur gerne draußen
versorgen…
versorgen musst Du Ameisen ganz sicher nicht. Die finden überall und unter allen Umständen, was sie brauchen, sonst wären sie nämlich nicht dort, wo sie sind.
Ich hatte vor Jahren in meiner letzten Wohnung das gleiche Problem. Die Ameisen fanden den Weg in meine Küche. Marmeladengläser = lecker! Ich habe sie denkbar einfach vergrault. Wie einer meiner Vor-Antworter im Thread schon schrieb, laufen Ameisen auf Duft-Strassen. Ich habe damals den Eingangsbereich, sprich das Fensterbrett mit Zimtpulver bestreut (aber bitte dick). Das half innerhalb von zwei Tagen.
die bei uns heimischen Ameisen bringen garantiert noch nicht
mal ein Pappendeckelhaus zum Einsturz. In Ameri- oder Afrika
leben Termiten, unter denen einige Arten totes Holz zernagen,
um daraus ihre Nester zu bauen.
Na, ist doch schonmal 'ne gute Nachricht…
Du wirst auch kaum ein Futter finden, mit dem sich die Ameisen
weglocken lassen. Dein Tisch liegt auf dem Weg zu einer
Futterstelle; die Vorhut hat den Weg mit Duftstoffen markiert,
und der Rest der Herde trampelt hinterher. Da wird nur
Die haben jetzt das Futter direkt auf dem Weg zu stehen und bedienen sich da - nur gelegentlich latscht mal eine weiter und kuckt, ob auf dem Tisch was zu holen ist…
Stimmt nicht ganz. Gut ein Haus haben die Biester nicht zum Einsturz gebracht, aber die Heizung bei uns lahm gelegt.
An der Stelle, an der das Heizungsrohr vom Keller aus durch die Decke ins Erdgeschoß verlief haben die sich eingenistet und die Säure hat das ganze Rohr zerfressen. Irgendwann war halt das Wasser in der Heizung mal weg. Beim Öffnen des Fußbodens sind dann die Herrscharen über uns hergefallen. Der, der das Loch aufgemacht hat, war am ganzen Oberkörper schwarz.
Also Vorsicht mit Ameisen, die können mehr Schaden anrichten als man denkt.