Pflanzen auf Terrasse werden zu groß, was tun?

Hi,

ich fragte mal hier im Forum wegen Überwinterung großer Pflanzen. Nun ist mir der Gedanke wieder gekommen. Meine Pflanzen fangen an die Töpfe zu sprengen. Ich muß umtopfen, in Folge werden die Pflanzen noch gewaltiger. Um das Problem zu lösen kann ein Schnitt nicht verkehrt sein, jedoch fällt mir das bei Palmen, Banane und Myrthe (…) sehr schwer. Myrthe mag ja noch gehen. Aber bereits Pflanzen ab 2 Meter machen mir Probleme. Zum Einen sind die Teile mit Topf wirklich sehr schwer, zum anderen fehlt der Platz. Um den Sack voll zu bekommen habe ich in meiner Sammelsucht noch mehrere Duzend Ableger aufgepäppelt, die nun Pflanzenmasse entwickeln, und zwar viel. Die Verwandschaft winkt dankend ab, zu exotisch und zu groß die Pflanzen. Ebay ist nicht der Renner, zu lieb habe ich die Pflanzen (fremde Hände, dazu noch verkauft, nee). Wegwerfen kommt gar nicht in Frage. Der botanische Garten hier will meine Giganten nicht, ich fragte schon in Hotels nach, aber da will sich niemand drum kümmern (Pflege und „Wartung“).

Wie geht ihr mit euren Zöglingen um, wenn sie euch über den Kopf wachsen? Ich weiß, altes Thema: „Züchte dir nur Pflanzen, die du beherrschst“. Ich habe nun mal den grünen Daumen und einen Hang zu Bäumen im Zimmer und auf der Terrasse.

Hier meine aktuellen Problemfälle:

  • Bogenhanf (wegen Masse, nicht wegen Höhe)
  • Yuccapalme (2 Stämme zu 2,30 Metern Höhe)
  • Myrthe (2,50 Meter hoch)
  • Kenia-Banane (2 Meter hoch, ebenso breit)
  • Hanfpalme (2 Meter hoch)
  • Afrikanischer Tulpenbaum („Busch“ mit 2 Metern Durchmesser)
  • Birkenfeige (mein Baum…, 2,50 Meter Höhe, ein Riesenteil)

Ich danke für jegliche Hilfe.

André

PS: Ich will meine Pflanzen nicht hier loswerden, ich möchte wirklich nur Hinweise, Thema: was macht man wenn…

Schnippeln Sie jetzt…
Hai, André,

soweit ich weiß, kann man Palmen nicht kürzen, ebensowenig wie Bananen…

Aber, alles, was verzweigt, kann prinzipell zurückgeschnitten werden - wobei man bei manchen Pflanzen dann damit leben muß, daß sie z.B. für eine Weile nicht blühen.
Als Daumenregel kannst Du Dir merken, daß an einem Auge, also da, wo ein Blatt sitzt, ein neuer Trieb wächst. Je weiter oben Du schneidest, desto mehr Seitentriebe werden zunächst entwickelt - je weiter unten, desto stärkere Triebe. Nimmst Du Seitentriebe weg, dann schneide ganz dicht am Stamm, sonst bleiben Stumpen.
Wenn Du eine Pflanze einkürzt, um sie zu verkleinern, solltest Du es gleichzeitig mit dem Umtopfen machen. Dabei dann die Wurzeln sachte entheddern und unten soviel wegnehmen, wie Du oben wegnimmts - aber nicht mehr als die Hälfte.
Auch gut verkleinern lassen sich alle Draceen, z.B. 'ne Yucca, abschneiden, in ca. 10-15 cm lange Stücke schneiden, 'ne halbe Stunde die Schnittstellen antrocknen lassen und die abgeschnittenen Teile in Wasser stellen - Erfolgsrate fast 100% - Wenn Du so weit runterschneidest, daß der Teil mit der Wurzel nicht mal mehr Blätter hat - kein Problem, der treibt dann neue Seitenbuschel…
…und die ganzen neu-Pflanzen kannst Du dann zum Ableger-Tauschen nutzen, oder als Geschenke für die Verwandschaft >;->

Hier meine aktuellen Problemfälle:

  • Bogenhanf (wegen Masse, nicht wegen Höhe)

Wird, soweit ich weiß, geteilt, also der länge nach in kleinere Einheiten zerrupft - kürzen is’ nich’

  • Yuccapalme (2 Stämme zu 2,30 Metern Höhe)

Gehört zu den Draceen - von den jetzigen Seitentrieben ca. 10 cm stehen lassen, dadrüber abschneiden…

  • Myrthe (2,50 Meter hoch)

…nur Mut - schnippeldischnipp…

  • Kenia-Banane (2 Meter hoch, ebenso breit)

Tja - schlechte Karten - meine Banane hat jetzt eine gigantische Größe von 12 cm. Die, von denen ich den Ableger habe, meinten, daß die Mutterpflanze nach Produktion ihrer Kindel eingegangen wäre und daß das bisher immer so gewesen wäre…

  • Hanfpalme (2 Meter hoch)

Ist, soweit ich weiß, eine echte Palme und nicht kürzbar - mein Bruder mußte seine wegschmeißen, als sie drei Meter hoch war. Die „Kleene“ hatte sich da schon einen Durchmesser von mehr als 6 Metern zugelegt…

  • Afrikanischer Tulpenbaum („Busch“ mit 2 Metern Durchmesser)

Da hab ich nur Bilder von riiiesigen Bäumen gesehen… :wink:
Du solltest Dich vielleicht mal mit Bonsai-Techniken beschäftigen…

  • Birkenfeige (mein Baum…, 2,50 Meter Höhe, ein Riesenteil)

Ficus Benjamini *grins* - Rückschnitt ist nicht nur kein, sondern überhauptgarkein Problem - mein Ältester (knapp 30 Jahre) hat eine Höhe von ca 40 cm (im Augenblick sieht er etwas jämmerlich aus, weil ich ihm gerade wieder einen starken Verjüngungs-Schnitt verpasst habe), den anderen halte ich auf einer Höhe von 2 Metern. Erwähnte ich schon, daß Bonsai-Techniken 'ne feine Sache sind, wenn man ein Faible für bestimmte Pflanzen hat?
…und von den abgeschnittenen Teilen kannst Du Ableger ohne Ende ziehen…

Gruß
Sibylle

Hallo Sibylle,

danke erst mal für die Hinweise. Jedoch werde ich bei einigen Exemplaren mit schnippeln nicht weiterkommen *kettensägeraushol*

Ficus Benjamini *grins* - Rückschnitt ist nicht nur kein,
sondern überhauptgarkein Problem

Das werde ich wohl verpaßt haben, das mit dem Kleinschneiden. Die recht dicken und auch hohen Stämme (Ficus) werde ich nicht kleinkriegen. Ist das Bewurzeln der abgeschnittenen Teile schwer?

Myrthe

…nur Mut - schnippeldischnipp…

Dann mal ran. Sieht aber danach bestimmt ein wenig kahl aus. Ich glaube aber an viel Nachkommenschaft bei den Massen an „Abfall“.

Yucca

Gehört zu den Draceen - von den jetzigen Seitentrieben ca. 10
cm stehen lassen, dadrüber abschneiden…

Die hat keine Seitentriebe, nur einen fetten Stamm (15cm Durchmesser) und oben das große Büschel Blätter. Nee, da laß ich die Finger von.

Banane

Tja - schlechte Karten - meine Banane hat jetzt eine
gigantische Größe von 12 cm.

Na, reden wir mal in 2 Jahren drüber *fg*

Afrikanischer Tulpenbaum

Da hab ich nur Bilder von riiiesigen Bäumen gesehen… :wink:
Du solltest Dich vielleicht mal mit Bonsai-Techniken
beschäftigen…

Bonsai wird da wohl keiner draus, aber Stutzen sollte im Bereich des Denkbaren liegen. Außerdem hab ich Samen bekommen. Vielleicht fange ich noch mal ganz klein an.

Gruß
André

*Biotonnevollmach*

was unbedingt zu tun ist …
Also André,
diese exotischen Planzen gehören doch gar nicht hier her.
ich rate Dir dringend, die wieder nach Afrika oder sonst wo
in ihre Heimat zurückzubringen und dort qualifiziert auszuwildern,
sonst hetze ich Dir mal die Planzenschützer oder die Grünen
auf den Hals, damit die dem Treiben, wie keine artgerechte Haltung,
jetzt auch noch drohende Beschneidungen, vielleicht sogar noch
Bonsai-Folter und sonstigen unpflanzlichen Verhalten wie Ernährung
mit Kunstdünger und Einsperren der wurzeln in winzigen Zellen
Töpfen) ein Ende setzen.
Mit Entsetzten Uwi

ich fragte mal hier im Forum wegen Überwinterung großer
Pflanzen. Nun ist mir der Gedanke wieder gekommen. Meine
Pflanzen fangen an die Töpfe zu sprengen. Ich muß umtopfen, in
Folge werden die Pflanzen noch gewaltiger. Um das Problem zu
lösen kann ein Schnitt nicht verkehrt sein, jedoch fällt mir
das bei Palmen, Banane und Myrthe (…) sehr schwer. Myrthe
mag ja noch gehen. Aber bereits Pflanzen ab 2 Meter machen mir
Probleme. Zum Einen sind die Teile mit Topf wirklich sehr
schwer, zum anderen fehlt der Platz. Um den Sack voll zu
bekommen habe ich in meiner Sammelsucht noch mehrere Duzend
Ableger aufgepäppelt, die nun Pflanzenmasse entwickeln, und
zwar viel. Die Verwandschaft winkt dankend ab, zu exotisch und
zu groß die Pflanzen. Ebay ist nicht der Renner, zu lieb habe
ich die Pflanzen (fremde Hände, dazu noch verkauft, nee).
Wegwerfen kommt gar nicht in Frage. Der botanische Garten hier
will meine Giganten nicht, ich fragte schon in Hotels nach,
aber da will sich niemand drum kümmern (Pflege und „Wartung“).

Wie geht ihr mit euren Zöglingen um, wenn sie euch über den
Kopf wachsen? Ich weiß, altes Thema: „Züchte dir nur Pflanzen,
die du beherrschst“. Ich habe nun mal den grünen Daumen und
einen Hang zu Bäumen im Zimmer und auf der Terrasse.

Hier meine aktuellen Problemfälle:

  • Bogenhanf (wegen Masse, nicht wegen Höhe)
  • Yuccapalme (2 Stämme zu 2,30 Metern Höhe)
  • Myrthe (2,50 Meter hoch)
  • Kenia-Banane (2 Meter hoch, ebenso breit)
  • Hanfpalme (2 Meter hoch)
  • Afrikanischer Tulpenbaum („Busch“ mit 2 Metern Durchmesser)
  • Birkenfeige (mein Baum…, 2,50 Meter Höhe, ein Riesenteil)

Ich danke für jegliche Hilfe.

André

PS: Ich will meine Pflanzen nicht hier loswerden, ich möchte
wirklich nur Hinweise, Thema: was macht man wenn…

Hai, André,

danke erst mal für die Hinweise. Jedoch werde ich bei einigen
Exemplaren mit schnippeln nicht weiterkommen
*kettensägeraushol*

*geschärfte-Kneifzange-reich, Kran-hol, grins*

Das werde ich wohl verpaßt haben, das mit dem Kleinschneiden.
Die recht dicken und auch hohen Stämme (Ficus) werde ich nicht
kleinkriegen. Ist das Bewurzeln der abgeschnittenen Teile
schwer?

Bis Männer-Daumen-dicke Äste hab ich schon abgeknipst (mit der geschärften Kneifzange) - da mußt Du nur darauf achten, daß Du direkt über einem schlanken Zweig abschneidest, den Du dann hochbindest. Der übernimmt dann den Job des Spitzentriebes und die Schnittstelle verwächst sich dann. Bindest Du keinen Zweig hoch, hat der Stamm da später einen Knick.
Das Bewurzeln geht einfach: Du brauchst ein Stück (oder mehrere), daß unten schon verholzt ist. 1-2 Stunden liegen lassen, damit die Schnittstelle abtrocknet und dann in Wasser stellen. Ist das Teil 30 cm oder höher, sollte man 'ne Tüte drüberstülpen. Wenn Du magst, kannst Du etwas Bewurzelungshormon mit ins Wasser tun - hab ich bisher nicht gebraucht. Alle 2-3 Tage mußt Du dann das Wasser tauschen und bei der Gelegenheit immer gleich den im Wasser stehenden Teil unterm Wasserhahn mit abspülen. Nicht erschrecken - die ersten Wurzelansätze, die sich bilden, sehen ein wenig aus, als würden sich da Maden oder sowas aus den Zweigen rausfressen - irgendwie garnicht, wie man sich neue Wurzeln so vorstellt. Sobald „richtige“ Wurzeln da sind, können die Kleenen in Erde - solltest Du 30 cm und größer als Ausgangsmaterial benutzen, ist eine Tüte noch ein wenig angebracht. Wenn ober die ersten neuen Blätter sprießen, kann die Tüte ab. Erfolgsquote bei mir: 4 von 5 Pflanzen.

Dann mal ran. Sieht aber danach bestimmt ein wenig kahl aus.
Ich glaube aber an viel Nachkommenschaft bei den Massen an
„Abfall“.

Das mit dem kahl aussehen gibt sich ziemlich schnell…

Die hat keine Seitentriebe, nur einen fetten Stamm (15cm
Durchmesser) und oben das große Büschel Blätter. Nee, da laß
ich die Finger von.

Boah - ein Monster. Die Dinger kann man aber im Prinzip auch so behandeln. Nur brauchst Du bei der Stammdicke so’n Versiegelungszeug und dann müßten die einzelnen Teilstücke länger als 15 cm sein - sonst sieht’s albern aus. Und ansonsten: in Stücke sägen, versiegeln, in Wasser stellen…eh Du das schöne Teil in die Tonne haun mußt, weil der (blöde :wink: ) Nachbar unter Dir partout kein Loch in der Decke haben will, damit Du Deine Pflanze bei ihm hinstellen und selbst die Krone bewundern kannst…

Na, reden wir mal in 2 Jahren drüber *fg*

Ohoh - mein Herzallerliebster beschwert sich jetzt schon, daß er vor lauter Pflanzen nicht mehr treten könne - ich hab Zimmerpflanzen-Kauf-Verbot (Ableger tauschen hat er damals vergessen, in das Verbot mit aufzunehmen *ggg*)

Bonsai wird da wohl keiner draus, aber Stutzen sollte im

Schnuffschnuff - Du hast doch schon Bonsais…„Bonsai“ heißt „Baum in der Schale bzw. im Topf“ - von irgendeiner Größe ist da noch gar nicht die Rede. Wenn Du einen 20 m hohen Baum in einen entsprechend großen Topf praktizierst, ist das ein Bonsai…

Bereich des Denkbaren liegen. Außerdem hab ich Samen bekommen.
Vielleicht fange ich noch mal ganz klein an.

Ohhh - hast Du genug Samen, um mir welche abzutreten??? *bettel*

Gruß
Sibylle

Ich würde mal versuchen …

… lieber André,

den ballen aus dem Topf zu heben und die Wurzeln etwas zu stutzen. Damit nimmst
Du den Pflanzen ihren übermäßigen Wuchstrieb.
Gruß
Bolo2L