Wer hat Erfahrungen mit der Pflege dieser Pflanze?
Wir haben gestern eine solche Pflanze (zu?) günstig von einem Marktstand mitgenommen.
Laut übereinstimmenden Beschreibungen in zwei verschiedenen Pflanzenbüchern will sie einen vollsonnigen Standort im Sommer, (einen hellen im Winter) und im Sommer reichlich gegossen werden ohne Erzeugung von Staunässe. Diese Bedingungen haben wir zur Zeit mit einem sonnigen Balkonstandort und regelmäßigem Gießen gewährleistet.
Nun hat sie vertrocknete Blattspitzen , nicht viel, so etwa 2 - 3 cm , aber immerhin.
Meine Fragen nun: 1) Wie ernst ist dieses Symptom zu nehmen? Kann es sich fortsetzen?
2) Was kann man dagegen tun?
Wenn sie (er ?) keine Schädlinge hat, deuten die braunen Spitzen auf zu trockene Luft. Übrigens sollte man die billig erzeugten Exemplare gleich in durchlässige, kiesige Erde umtopfen und erst mal nicht düngen, sonst ist die Staunässe vorprogramiert. In Holland wird halt ALLES auf Torf gezogen, für die Weiterkultur eignet sich das nicht, nur zum billigen Hochtreiben und schnellen Verkaufen.
Meiner ist viele Jahre alt, steht auf dem Balkon, hat keinerlei braune Spitzen und wächst sehr langsam. Wenn ich ihn gieße, dann ordentlich.
Hat er/sie m.E. nicht, jedenfalls nicht erkennbar.
deuten die braunen
Spitzen auf zu trockene Luft.
Hatte intuitiv begonnen, neben dem Gießen die Pflanze und die Umgebung zu besprühen;
ist das O.K. gegen zu trockene Luft?
Übrigens sollte man die billig
erzeugten Exemplare gleich in durchlässige, kiesige Erde
umtopfen und erst mal nicht düngen, sonst ist die Staunässe
vorprogramiert.
Habe am Tag des Erwerbs sofort umgetopft.
In Holland wird halt ALLES auf Torf gezogen,
Stimmt, das war schon keine torfige Erde mehr, das war reiner Torf!
Meiner ist viele Jahre alt, steht auf dem Balkon, hat
keinerlei braune Spitzen und wächst sehr langsam. Wenn ich ihn
gieße, dann ordentlich.
Hoffe, daß unserem/unserer auch noch viele Jahre beschieden sind,
denn er/sie ist wirklich eine sehr schöne Pflanze.
also, neuerdings lautet die richtige Bezeichnung Nolina recurvata.
Nun, die braunen Blattspitzen sind völlig normal. Mit der Zeit werden die Blätter unten am Stamm ganz braun und fallen ab. Das kleine Knöllchen der Pflanze im Jungstadium kann zu einer zentnerschweren Knolle werden! Dazu wird der Stamm im Alter über 2 Meter hoch.
Leider werden relativ selten aus Samen gezogene Exemplare angeboten (zu erkennen an nur einem Trieb). Meist sind „abgehackte“ Exemplare mit einigen Triebspitzen zu bekommen, aber nur damit die Pflanze grüner wirkt. Also rein aus dekorativen Vorstellungen heraus.
Zur Pflege: Volle Sonne, solange es geht. Ab unter 5°C (Nachttemperatur) sollte die Pflanze ins Haus genommen werden. Sie muß hell stehen. Im Winter sparsam gießen, kann ruhig austrocknen für zwei bis drei Wochen, dann wieder spärlich gießen. Im Sommer immer schön feucht halten, aber keine Staunässe! Die Pflanze braucht einen sehr tiefen Topf. Der Durchmesser kann nur wenig größer als die Knolle sein, aber sehr tief, früher gab es mal sogenannte Palmentöpfe, suchen.
Ich spreche hier immer von der Knolle. Dem ist aber nicht so. Es ist lediglich ein verdickter Stamm mit Wurzeln untendran.
Gruß
André
PS: Meine Exemplar hat eine Knolle mit 35cm Durchmesser, ist ca. 1 Meter hoch. Ich liebe diese Pflanze!
Hallo Hartmann,
ich weiss nicht, wie gross Dein Elefantenfuss ist, aber die Blätter meines Elefantenfusses sind etwa 30cm lang, und etliche Spitzen sind braun (etwa 3-4cm), es nimmt immer etwas zu.
Dann liegt es wohl, wie gesagt wurde, an zu trockener Luft, aber ich kann es nicht ändern.
Vielleicht muss Deine Pflanze sich erst mal an ihren sonnigen Standort gewöhnen, also es kann sein, dass da noch mehr Blätter von den Spitzen her vertrocknen, bevor sie sich an den Platz gewöhnt hat (wer weis, wieviel licht sie bisher bekommen hat; Kunstlicxht, oder Sonne…)…Wenn es zu sehr stört, dann schneide die trockenen Spitzen ab (kurz vor dem Grünen, das ein Streifchen Trockenes übrig bleibt).
Besprüht habe ich meinen E-fuss nie, aber Sprühen soll auch anderen luftfeuchtigkeitsliebenden Pflanzen helfen. Falls der Fuss aber in starker Sonne steht, können die winzigen Wassertröpfchen auf den blättern aber auch dazuführen, dass Verbrennungen entstehen (Lupeneffekt, Sonennbrand), wo Deine Blätter über grössere Strecken trocken werden. Musst Du mal gucken, wie es sich entwickelt.
Evtl. die Pflanze vorübergehend in den halbschatten stellen, oder nur stundenweise in die pralle Sonne, bis man sieht, das sie sich gewöhnt hat. Sie muss ja auch nach dem Topfen erst mal ihr Wassertransportsystem aufbauen, Fuss fassen udn sich mit ihren Eurzeln im Boden „zurechtfinden“.
Der Elefantenfuß scheint sich jetzt auf unserem Balkon recht gut akklimatisiert zu haben.
Die im Ausgangsposting beschriebenen braunen Blatspitzen haben jedenfalls nicht weiter zugenommen und er treibt zaghaft nach.
Ich hoffe an dieser Pflanze noch lange Jahre Freude zu haben.