ältester Rosenstock der Welt gesucht

Hallöchen,

in einem Park bei Paris stieß ich dieser Tage auf einen Rosenstock aus dem Jahre 1830. Aus diesem nachgerade biblischen Alter ergab sich für mich die Frage, wie alt eigentlich der älteste Rosenstock der Welt ist. Mit google fand ich diesen Text:
Als ältester Rosenstock der Welt gilt der sog. 1000jährige Rosenstock von Hildesheim in Niedersachsen. Botaniker bescheinigen der im Innenhof des Doms hochrankenden Pflanze ein Alter von über 300 Jahren. Nach der fast vollständigen Zerstörung des Hildesheimer Doms im Jahre 1945 hat sich der Rosenstock aus den Wurzelresten wieder in alter Pracht entwickelt.
http://www.reisebuero-boers.de/die_welt_in_rekorden…

300 Jahre sind ja schon ein Wort aber gibt es noch ältere Exemplare?

Wer weiß mehr?

Gruß,
Christian

Ich kann Dir nur einen indirekten Tip geben. Vor sehr langer Zeit war ich mal Mitglied eines Rosenvereines. Dessen präziser Namen fällt mir nicht mehr ein. Am Besten Du gibst bei google rose+verein ein. Deren „Hauptstadt“ ist http://www.zweibruecken.de. Dort ist (Rubrik Kultur & Tourismus) eine große Wildrosenausstellung. Vielleicht kommst auch hier weiter.

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Hallo,

als zeitweiser Hildesheimer muss ich dir sagen, dass es um den Rosenstock im Dom-Innenhof immer mal wieder Gerüchte der unterschiedlichesten Art gibt. Angeblich ist er, wie gesagt rund 1000 Jahre alt. Fakt ist, dass ein Rosenstock in der Gründungslegende der Stadt eine Rolle spielt. Auch im / am Dom (so ca. 1000 Jahre alt) soll es schon früh Rosen gegeben haben, ob allerdings ein Stock aus dieser Zeit bis heute als der bekannte 1000 jährige Rosenstock überlebt hat, ist fraglich. Als gegen Ende des 2. Weltkriegs die Alststadt inkl. Dom nahezu volständig zerstört wurde, war jedenfalls auch von dem nicht genau datierten mächtigen Rosenstock an der Apsis nichts mehr zu sehen (lag unter Trümmern). Nach Kriegende tauchte dann bei einer Begehung des Schutthügels ein recht zarter Rosenspross auf, der angeblich aus dem sagenhaften 1000jährigen Stock stammen soll. Tatsächlich geht man von einem Alter der Rose von wohl mindestens über 300 Jahren aus. Auch die Tatsache, dass sich die Rose wieder zu einem solch imposanten massigen Stock nach 1945 entwickelt hat zeigt, dass es sich hierbei wohl um einen ganz besonderes Exemplar handelt.

Allerdings gibt es auch immer wieder Mutmaßungen, dass es sich bei der Rose auch um einen umgepflanzten Ableger handeln könnte. Es ist bekannt und auch heute noch Usus, dass besonders hoch gestellten kirchliche und um die Kirche verdienten Personen ganz selten einmal (ohne großes Aufsehen) ein Ableger der Rose geschenkt wird. So stand (weiß nicht ob er inzwischen nachgepflanzt worden ist) auch im Garten des Bischofshauses ein Ableger. Gleiches könnte auch für die Gärten des Kapitels für die Zeit vor dem 2. Weltkrieg gegolten haben. Und da reißen eben die Gerüchte nie ganz ab, dass in der Depression des Krieges, verbunden mit der Zerstörung des Doms und des Rosenstocks ggf. ein solcher Ableger oder aber auch eine vollkommen andere alte Rose, von einem Mitglied des Kapitels oder sogar vom damaligen Bischof in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf den Schutt gepflanzt worden sein könnte und der Bevölkerung wieder Mut für einen Neuanfang zu geben. Dies deshalb, weil es in Hildesheim einen alten Spruch gibt, dass die Stadt so lange blühen wird, wie es der Rosenstock im Dom tut.

Gruß vom Wiz

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