Hallo Experten!
Ein Freund von mir hat Nachwuchs bekommen, und da dachte ich mir, ein symbolisches Geschenk zu machen - ein kleines Apfelbäumchen. Nun haben die keinen Garten, wo sie einen Apfelbaum pflanzen könnten, also müßte der Baum in einem mehr od. weniger großen Blumentopf gehalten werden.
Hat das Wert? Kann man ein Apfelbäumchen durch regelmäßiges Schneiden entsprechend klein halten (als so eine Art Semi-Bonsai) ? Die Bedienung der Baumschule, wo ich so ein Bäumchen kaufen wollte, sagte, das ginge bestimmt nicht, aber ich glaube, der hatte nicht soooo viel Ahnung und ist noch nie mit einer so bescheuerten Idee konfrontiert worden.
Ich wäre dankbar, wenn ihr mir mal eure Meinung dazu sagen würdet!
Beste Grüße
Jochen
Hai, Jochen,
Ein Freund von mir hat Nachwuchs bekommen, und da dachte ich
mir, ein symbolisches Geschenk zu machen - ein kleines
Apfelbäumchen. Nun haben die keinen Garten, wo sie einen
Apfelbaum pflanzen könnten, also müßte der Baum in einem mehr
od. weniger großen Blumentopf gehalten werden.
Eigentlich 'ne total süße Idee. Es ist durchaus möglich, auch einen Apfelbaum als Bonsai zu ziehen (übrigens nix mit Semi - Bonsai heißt „Baum in der Schale“, selbst, wenn das Ding dann 20 m hoch ist…)
Also, weder die Kübelhaltung, noch Rückschnitt ist da ein Problem - allerdings bräuchten Deine Freunde einen Ort, an dem sie das Bäumchen kühl überwintern können. Apfelbäume brauchen die Winterpause, sonst leben sie nicht lange - haben sie keinen solchen Ort, solltest Du vielleicht überlegen, ein subtropisches Bäumchen zu nehmen.
Ansonsten: ein Bonsai-Buch dazu, damit sie wissen, wie man das Ding klein hält und die Sache ist gebongt.
Gruß
Sibylle
Besten Dank!!
Hallo Sibylle,
Ganz lieben Dank für deine Antwort!
An die Winterpause hatte ich nicht gedacht - obwohl mir das hätte klar sein müssen! Deine Idee mit dem Bonsai-Buch ist klasse!
Grüße,
Jochen
Hallo,
Ansonsten: ein Bonsai-Buch dazu, damit sie wissen, wie man das
Ding klein hält und die Sache ist gebongt.
Ick wess nich.
Die haben dann genug mit ihrem Bonsai zu tun, als sich dann noch um die Pflege eines Apfelbaum-Bonsais zu kümmern…Ich stelle mir das schwierig vor, wenn man von (solchen und solchen )Bonsais keine Ahnung hat. 
Ich denke, der wird nichts, und das wäre doch schade!
Vielleicht doch was anderes wählen.
Gruss,
Kleiner_König
Hai, kleener Könich,
Ick wess nich.
Die haben dann genug mit ihrem Bonsai zu tun, als sich
dann noch um die Pflege eines Apfelbaum-Bonsais zu
kümmern…Ich stelle mir das schwierig vor, wenn man von
(solchen und solchen )Bonsais keine Ahnung hat. 
Ich denke, der wird nichts, und das wäre doch schade!
OK - ihnen einen durchgestalteten, 150 Jahre alten, 12 cm hohen Mame-Bonsai zu schenken, würde schon an seelische Grausamkeit grenzen (und mit Sicherheit auch an Jo…s finanzielle Möglichkeiten) *fies-kicher*
Ich dachte da eher an einen Kompromiß - ein Baum im Kübel, ca, 1,50 m hoch und gerade alt genug, daß die ersten Früchte entstehen. So’n Kübel hat genug Erde, daß man nicht alle 2 h Tröpfchenweise wässern muß und das Teil ist noch jung genug, daß ein Ortswechsel oder ein falscher Schnitt überlebt wird…
Gruß
Sibylle
Hallo Jochen,
es gibt auch mittlerweile Apfelbäume direkt für den Kübel, hab sogar nach langer Suche den Link gefunden. Bekannte von mir hatten so ein Bäumchen, und habe auch schon im 2. Jahr geerntet.
Ist vielleicht nicht so aufwendig wie ein Bonsai, denn dafür braucht man schon etwas Geschick und Zeit.
http://www.wowowo.de/top_wam/1099/1099-14970.htm
Grüße almut
Hi kleiner König,
Die haben dann genug mit ihrem Bonsai zu tun,
ja, das denke ich auch…!
als sich
dann noch um die Pflege eines Apfelbaum-Bonsais zu
kümmern…Ich stelle mir das schwierig vor, wenn man von
(solchen und solchen )Bonsais keine Ahnung hat. 
Ähm, „Bonsai“ ist wahrscheinlich ein sehr strikt definierter Begriff und ich habe ihn falsch verwendet. Es ging mir, wie Sibylle unten schreibt, nur darum, ob es möglich sein, ein Apfelbäumchen so klein zu halten, daß man es in einem Kübel ggf. in der Wohnung (oder auf dem Balkon) unterbringen kann. Eine Wuchshöhe von 1.50 - 2m wäre absolut ok. Er muß nichtmal schöne bzw. essbare Äpfel bekommen. Schließlich ist der Wert ein symbolischer.
Danke für die Tipps!
Grüße,
Jochen
Hallo Jochen,
Seit einigen Jahren gibt es die langsamste Apfelunterlage M27, geeignet für
Topfapfelbäume.
In den Baumschulen wird diese Unterlage aus England (Mailling)für starkwachsende
Sorten wie Boskoop und Gravensteiner verwendet.
Für Topfpflanzen kaufe ich M27 Unterlagen und pfropfe selbst schwachwachsende Sorten darauf. Die Bäume tragen dann im zweiten Jahr.
Lass Dich jetzt in der Baumschule beraten. Du brauchst im Herbst ein Apfelbaum auf M 27 , einjähriger „Pfröpfling“, mit möglichst schwachwachsender Sorte, Mehltau- und Schorfresistent.
Sollte nichts vorhanden sein;
Jetzt werden in den Baumschulen die „Augen“ der Edelsorten auf die Unterlagen okuliert.
Der Baumschulist wird Dir bestimmt etwas wie oben beschrieben auf M27 zusammenstellen.
Wenn nicht, kommst Du mich hier in der Schweiz besuchen, habe zufälligerweise noch einen Topfbaum mit Sorte „Wynrouge“, mit zwei Aepfel tragend.
Gruss
Fritz
a.d.Uw.