Hallo zusammen,
nachdem das Thema in einem anderen Brett nicht angesprochen werden darf, weil sonst der MOD fast ohnmächtig wird lege ich meinen Erfahrungsbericht der Eigenbekämpfung dieser Tiere hier ab.
Ich hatte den Sommer über ein Wespennest in Rolladenkasten. War soweit kein Problem, da die Tierchen immer brav über unsere Köpfe abgeflogen sind und auch wieder zurück kamen. Da das immer so 4-5 Tierchen waren die man da beobachten konnte hab ich mir auch nichts dabei gedacht.
Als es dann so heiß wurde, waren die Viecher dann wohl gestresst. Den Balkon konnte man nicht mehr betreten, da er aufgrund der Hitze zu Ihrem Terretorium geworden war. Jedenfalls haben mich 2 an einem Wochenende gestochen. Eine ins Bein - Freitags… war harmlos. Am Sonnstag eine in die Brustwarze, vom Ausmaß weit weniger harmlos, so dass ich das erste Mal in meinem Leben den Bereitschaftsdoc aufsuchen musste. Darauf hin hab ich beschossen, dass es beim nächsten Vorfall knallt. Letzten Mittwoch war es dann soweit. Wespe verfliegt sich in mein Wohnzimmer und sticht mich wieder zielstrebig in den Arm.
Also hieß es am nächsten Tag ab zu Obi und ein Mittel kaufen das angeblich wirkt. Danach wollte ich den Rollladen mal runter lassen. Ging nicht. Das Nest hat es wohl blockiert und Ihn aus der Schiene geschoben. Aber ca. 200 Wespen wurden durch das rütteln aufgeschreckt.
Also Aktion auf den frühen Morgen verschoben.
Um 5.30 Uhr war es dann soweit. Dose raus, volle Attacke zuerst gegen die 200 Wespen die es sich an der Hauswand bequem gemacht hatten und dann rann an den Kasten.
Als ich um 17 Uhr nach Hause kam lagen mehrere tausend (!!) Wespen tot auf meinem Balkon, welche wirklich schwarz-gelb übersäht war.
Am 2 Tag hab ich die dann mal zusammengekehrt und dachte auch wie schön das war es wohl. Erstaunlicherweise lagen an den darauffolgenden Tagen weitere 300 Stück da, die wohl vorher schon abgeflogen waren.
Am Tag 7 begann es auf dem Balkon zu stinken, weil im Kasten wohl noch einige Wespen zu verwesen schienen. Also startete ich die nächste Aktion. Das öffnen des Kastens. Dies gestaltete sich als schwierig, da das Brett auf kompletter Länge mit Waben überzogen war!
Mit brachialer Gewalt ging es dann und dann kam etwas zum Vorschein was noch keiner im Raum – auch die Eltern meiner Freundin und die haben schon viel gesehen in Jugoslawien – je gesehen hatten. Ein Nest von einer Größe, die fast den ganzen Kasten ausfüllte. Und der ist fast 2 Meter breit. Mindestens noch mal so viele Wespen vielen da raus, teilweise quicklebendig da gerade erst geschlüpft. Und ich hatte mal das Glück, dass die einzige die überhaupt zum Stechen kam sich mal jemand anders raussuchte, der auf so was fast gar nicht reagiert. Da ging es dann mit dem Staubsauger und Kehrbesen zur Sache. Einen 60 Liter-Müllsacksack und viele Minuten später war das ganze Ausmaß des Schadens zu erkennen.
Die Tierchen haben eines der 3 Rollladenaufhängungsseile durchgenagt, weshalb der Rollladen aus der Führung gehüpft ist. Außerdem haben Sie einen Teil der Styroporisolierung im Kasten an der Wand bis auf Stahlstreben ausgenagt.
Und was hab ich daraus gelernt? Friedliche Co-Existenz ist nicht nur vom Menschen abhängig sondern auch vom möglichen Schaden. Hätte man vorher eingegriffen wäre es nie soweit gekommen.
Gruß Ivo
