Kaum erscheinen die ersten Blätter - schon fangen die Nacktschnecken ihr übles Werk an! Alles ist angefressen! Abends gehe ich noch manchmal durch den Garten (mit Taschenlampe natürlich) und dann sehe ich überall Schnecken.
Im letzten Jahr haben wir kleine Schälchen mit Bier aufgestellt. Das hat zwar geholfen, denn es sind unzählige Schnecken darin ertrunken. Auf der anderen Seite ist diese Methode jedoch nicht nur teuer, sondern auch extrem widerlich, wenn die Schälchen mit der Schnecken-Brühe ausgeleert werden müßen.
Wer weiß Rat, wie wir uns der Schnecken erwähren können!!
Noch eine Frage: ich habe irgendwo gelesen, daß man jetzt die Tannen mit Bittersalz und/oder Blaukorn behandeln muß. Stimmt das?
Hi Anna-Julika!
Wir haben seit ein paar Jahren Nematoden mit einigermaßen gutem Erfolg eingesetzt. Ist allerdings auch etwas teuer und hilft nicht gegen die ganz große „Spanische Wegschnecke“.
Jetzt nehmen wir Ferramol, das ist auch gut. Die Schnecken verkriechen sich und bleiben nicht auf den Beeten rumliegen.
Unser Problem ist, dass immer wieder neue in das dann schneckenfreie Territorium zuwandern.
Viel Erfolg
Gruß
Rainer
also, was die Schnecken angeht, so besteht das einzige wirklich helfende Mittel darin, wenigstens die Salate und sonstige zarte Blattgewächse, mit einem Schneckenzaun zu umgeben.
Es stimmt schon, daß der nicht gerade billig ist, aber es hilft.
Allerdings müssen aus den dann geschützten Bereichen die Schnecken herausgelesen werden.
Ich für meinen Teil gieße meine Beete mit Brennesseljauche, der ich Ackerschachtelhalm und etwas Knoblauch zugesetzt habe.
Erstmal ist es ein sehr gesunder Dünger für die Pflanzen und zweitens mögen die Schnecken das nicht so gerne. Ganz bekomme ich sie damit aber auch nicht weg.
Und was die Tannen angeht, so muß ich leider betonen, daß Papier halt sehr geduldig ist.
Freilich helfen Bittersalze auch, aber für die Tannen und andere Nadelgehölze ist es viel wichtiger, daß ihnen Magnesium zugeführt wird.
Besonders dann, wenn ihre Nadeln beginnen, sich braun zu verfärben.
Ich kaufe mir jedes Jahr im Frühling ein Paket Tannendünger im Supermarkt(2,5kg-DM2,50).
Ich arbeite die vorgeschriebene Menge unter der Tanne in den Boden ein und wiederhole diese Prozedur im Frühsommer speziell bei den Pflanzen, die schon Braunverfärbungen haben.
Ich hoffe, Dir ein wenig geholfen zu haben.
Gruß
Paul
Liebe Anna-Julika,
ichhabe im Lauf der Jahre viel ausprobiert
und nur eine einzige Methode gefunden, die
hilft, und das auf Dauer: Es ist wirklich
der Schneckenzaun, mit dem man die am
stärksten gefährdeten Beet umgibt. Er sieht
im Querschnitt aus wie eine 1, und um den
engen, spitzen Winkel kommen die Viecher
nicht herum. Damit alle s perfekt
funktioniert, ist folgendes zu beachten:
alle Bleche müssen dicht abschließen und
dürfen an den Nahtstellen nicht klaffen
Fürs erste müssen die Schnecken innerhalb
ausgerottet werden (Schneckenkorn oder das
neue Ferramol, was schon jemand anders
empfohlen hat
Es dürfen keine Blätter über den
Schneckenzaun heraushängen, auch von außen
darf kein Gras o.ä. daran anlehnen:
Schnecken finden diese „Brücken“ todsicher!
Um diese Gefahr zu minimieren, sollte man
zuerst mit Brettern um das Beet eine Art
Hochbeet schaffen (innen evtl. Erde
auffüllen), und oben an diese Bretter die
Schneckenbleche nageln. So wird das ganze
höher (die käuflichen Bleche, in den Boden
gesteckt, sind i.d.R. nicht hoch genug)
Kompostdüngung auf diesem Gebiet nur noch
nach folgender Methode: Kompost im Sommer
(wenn alle Schneckeneier ausgeschlüpft sind)
durchsieben (evtl. im Kompost versteckte
Schnecken fallen raus) und dann
schneckensicher in geschlossenem Behälter
lagern, sonst legen die Biester wieder Eier
rein.
Das ist alles ziemlich aufwendig, aber
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Schneckenzäune scheinen wirklich die beste Möglichkeit zu sein. Leider läßt sich das in unserem Garten und Vorgarten kaum umsetzen. Wir benötigten etliche 100 laufende Meter. Außerdem hängen von Nachbarsgarten diverse Bäume, Hecken usw. zu uns herüber. Auf der anderen Seite haben wir eine Taxushecke, die fast durchgehend den Jägerzaun des anderen Nachbarn berührt.
Die Schnecken würden garantiert ihren Weg finden -trotz Zaun.
Na ja, ich werde mal die anderen Ratschläge beherzigen und hoffen, daß wir im nächsten Winter mal wieder 3 Wochen Frost am Stück bekommen, damit so etliches Getier kaputt geht.