bei meinen Areca-Palmen habe ich Blattläuse festgestellt. Nicht, daß ich den putzigen Gesellen ihren Spaß nicht gönnen würde, aber unangenehm ist mir die Sache schon.
Zur Situation: Die Areca-Palmen stehen in Übertöpfen auf den Lautsprechern mitten im Zimmer. Meine restlichen Pflanzen konzentrieren sich in der Fensterbank. Eine Ansteckung hat offensichtlich bisher nicht stattgefunden.
Nun meine Fragen:
Kann man die Blattläuse irgendwie ausmerzen, oder hilft nur eine Entsorgung der Pflanzen? (bei einem Preis von 6.99 DM/Pflanze unschön aber gerade so verschmerzlich)
Wie verhindere ich einen erneuten Befall bei Neukauf? Reicht spülen des Übertopfes und Saugen des umliegenden Bereiches?
Ich würde mich freuen, wenn sich ein(e) Pflanzenkundige® erbarmen würde.
ganz einfach und ökologisch unbedenklich: sprühe mit einem handelsüblichen Zerstäuber die Pflanzen. Füllung: 500 ml Wasser und ein paar Tropfen Geschirr-Spülmittel. Die Läuse werden daran ersticken. Chemische Keule hilft auch, einfach einmalig mit dem Mittel BI-58 (Verdünnung 2 Promille!!!) gießen (bitte nur für den Extremfall, super giftig!). Aber auch mit Blattglanzmitteln (Spray), sparsam eingesetzt, ist der Erfolg garantiert.
Übrigens, die Pflanzen brauchen viel Licht, kannst Du das sicherstellen? Vielleicht ist der Befall mit den possierlichen Tierchen nur ein Ausdruck für geschwächte Pflanzen?
zunächst einmal vielen Dank für die Antwort. Im Gegensatz zu meinem scheint Dein Daumen ja grün zu sein.
Das mit dem Geschirrspülmittel werde ich versuchen, die toxische Keule erspare ich mir lieber, zumal keine 15 DM auf dem Spiel stehen.
Das mit dem Licht ist so: Eine steht direkt am Fenster (breite Front), wo es superhell ist, die andere etwas weiter im Zimmer. Da sich dieses auch im Wachstum der Pflanzen niederschlägt, tausche ich sie so alle drei Tage aus. Einen geschwächten Eindruck machen beide eigentlich nicht.
Auf den Blättern befinden sich übrigens weißliche Ablagerungen, die wie kleine Wattekugeln (1-2 mm) aussehen. Ist das, wie sage ich es jetzt, Läusedung?
Gruß und ein schönes Wochenende
Ted
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Die sind extrem vermehrungsfreudig und befallen mit Vorliebe auch in der Nähe stehende Pflanzen. Da hilft nicht die Spülmittellösung, da hilft Chemie oder einfach die Viecher absammeln und das befallene Gebiet mit Blattglanzspray behandeln. Die Palmen halten das für kurze Zeit aus. Schnell handeln ist Pflicht, die Viecher sind sonst überall.
Mit dem Suchbegriff „Wolläuse“ konnte ich mir im Netzt noch haufenweise Informationen holen. Mit der Möglichkeit, die Biester unter einem Rapsölfilm zu ersticken, um sie anschließend einzeln von den Blättern zu klauben, konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, zumal dieses, durchschnittliche manuelle Geschicklichkeit vorausgesetzt, ca. 5 Stunden gedauert hätte.
Also war ich gerade im Gartencenter, wo ich mich nach der chemischen Keule erkundigt habe. Das Zeug hatte neben drei Totenköpfen auch noch 2 umgekippte Gewässer auf der Verpackung und war zudem wegen eines Sonderangebots auch noch teurer als zwei gleichwertige Arecas.
So ruhen die Wolläuse nun zusammen mit den alten Palmen in Frieden in meiner Biotonne.
Ich danke Dir nochmal für die schnelle Hilfe. Wieder mal hat sich wer-weiss-was als sehr hilfreich herausgestellt.
Ein schönes Wochenende noch
Ted
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ich hatte auch eine Zeitlang mit allen möglichen Krabbel- und Saugtierchen auf meinen Pflanzen zu kämpfen. Die sanfte Methode hat nicht geholfen und die Sprüherei finde ich auch für mich so unangenehm, daß ich es lieber lasse (vor allem in der Nähe von Kindern und Katzen). Was bei mir sowohl bei Erde wie Hydrokultur immer gut geholfen hat, war ein „systemisch“ wirkendes Mittel - das wird ins Gießwasser gekippt und über die Wurzeln der Pflanze bis in die Blätter verteilt, so daß die entzückenden kleinen Saugbiester sich selber vergiften )) und das ohne Luftverpestung für die lieben Mitmenschen…
Das Zeug gibt’s in vielen Bau- und Gartenmärkten (wenn sie einen „Giftschrank“ haben) und kostet nicht die Welt.
Viele Grüße
Gabi
zunächst vielen Dank für Deine Antwort. Nach einem prophylaktischen Mittel werde ich mich wohl in der nächsten Woche mal umsehen, schon deshalb, weil ich auch wesentlich teurere Pflanzen habe. Und die möchte nicht irgendwann einmal wegwerfen müssen.
Das finde ich aber höchst unsportlich, wenn man den Fleiß der Tierchen anschließend mit dem Hungertod belohnt. Vielleicht sollte ich bei Neudorff mal anregen, daß sie Gnadenbrot für die Käfer ins Angebot aufnehmen.
Aber wahrscheinlich ist das sowieso nur wieder ein übler Trick: Die Käfer vermehren sich noch rasanter als die Wolläuse, so daß man dann Neuseeländische Vogelspinnen gegen die Käfer braucht, anschließend der Spinnenplage mit seltenen Vögeln begegnen muß, … Natürlich alles nur bei Neudorff zu beziehen!
Gruß und noch einen schönen Sonntag
Ted
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das ist die brutale Natur, denn dann hast Du irgendwann einen ganzen Zoo im Zimmer; aber verhungernde Käfer, die sind kleiner und unintelligenter als Du. Du bist der Chef, kümmerst Du Dich um die Millionen zertretener Hausstaubmilben in Deinem Teppich? Also, Konkurrenzkampf in der Natur, jedem das seine zu seinem Willen!