nachdem unser kleiner Sohnemann am Wochenenden eine halbe Tüte voll Eichel angebracht hat haben wir sei gestern eine „Eichenzucht“ - heißt ich habe Ihm einen kleinen Blumenkasten voll Blumenerde gemacht, die Eicheln reingelegt, etwas Planzerde drüber und fertig. Das ganze noch kurz angegossen.
Unser Kleiner prüft jetzt natürlich stündlich, ob sich schon was tut )
Frage(n):
Geht bei soviel „guter“ Erde überhaupt was oder verlangen die Eichen ein eher kärgeres Niveau?
Wie sieht’s mit gießen aus (eher trocken oder feucht halten)?
Ist die Zimmertemperatur zu warm?
nachdem unser kleiner Sohnemann am Wochenenden eine halbe Tüte
voll Eichel angebracht hat haben wir sei gestern eine
„Eichenzucht“
Unser Kleiner prüft jetzt natürlich stündlich, ob sich schon
was tut )
süß…
Frage(n):
Geht bei soviel „guter“ Erde überhaupt was oder verlangen die
Eichen ein eher kärgeres Niveau?
Wie sieht’s mit gießen aus (eher trocken oder feucht halten)?
Ist die Zimmertemperatur zu warm?
Hm, also unsere Eichen (Trauben- und Stiel-Eiche) und die amerikanischen Roteichen sind ja ans Jahreszeitenklima angepasst, das heisst das Saatgut „verpennt“ den frostigen Winter und die Samen gehen erst im Frühjahr auf!
In guter Erde wachsen die Dinger sicher auch, wenn sie das zum keimen auch nicht brauchen (die Eichel ist ja zum Grossteil Nährgewebe). Letzteres klappt also auch auf dem Mineralboden. Im Wald „stuft“ man Eichen auch ein, d. h. man setzt sie ein paar cm unter die Streu um (tierischen) Dieben zuvorzukommen und zum anderen zu verhindern, dass die Keimlinge in der losen Streu austrocknen…
Eichelhäher und Eichhörnchen machen auch nix anderes: viele Wintervorräte werden nicht mehr gefunden und gerade beim Eichelhäher keimen soviele Eicheln, dass man ausdrücklich von der sog. „Hähersaat“ spricht und diese Bäumchen im Forst gerne als kostenlose Beimischung annimmt.
Nur Eurem angehenden Oberförster wird das eher weniger gefallen:
er will JETZT Erfolge sehen…
ob Eichen den Frost nur aushalten oder in gar brauchen (gibts!)
kann ich jetzt gar nicht sagen…
wenn nix kommt: legt mal einige Eicheln für ein paar Tage
in einem Beutel mit Streu/Sand ins Gefrierfach und saet nochmal
aber es kann trotzdem dauern, im Zimmer gehts aber sicher
schneller als im Balkonkasten/Garten…
Grundsätzlich keimen Samen im Dunkeln, Feuchten (aber nicht
nassen - sonst „verjauchen“ die Eicheln, wie’s im Wald heißt)
am besten
Es kann Euch aber - gerade drinnen - passieren, dass die Keimlinge
bald danach vertrocknen (Zentralheizungsluft?) oder ne Pilz-
krankheit bekommen (die sog. „Umfallkrankheit“ z. B. befällt die
Bäumchen kurz überm Boden, dort stirbt der Trieb ab und das
hoffnungsvolle Wesen kippt um…).
-> Lehreffekt ist am größten, wenn Ihr nochmal in den Wald geht
(gehen könnt)!
Man kann kleine Keimlinge finden/beobachten
Wenn die Dinger keimen (Frühjahr) kann man mal ein paar
mitnehmen (bitte keine Verwüstungen wie die Widlschweine anstellen
und von den gesetzlichen Bestimmungen über forstliches Vermehrungsgut
werden wir in diesem dringlichen didaktischen Fall absehen
können, denke ich… )
Hm, also unsere Eichen (Trauben- und Stiel-Eiche) und die
amerikanischen Roteichen sind ja ans Jahreszeitenklima
angepasst, das heisst das Saatgut „verpennt“ den frostigen
Winter und die Samen gehen erst im Frühjahr auf!
In guter Erde wachsen die Dinger sicher auch, wenn sie das zum
keimen auch nicht brauchen (die Eichel ist ja zum Grossteil
Nährgewebe). Letzteres klappt also auch auf dem Mineralboden.
Im Wald „stuft“ man Eichen auch ein, d. h. man setzt sie ein
paar cm unter die Streu um (tierischen) Dieben zuvorzukommen
und zum anderen zu verhindern, dass die Keimlinge in der losen
Streu austrocknen…
… und vor allem, um die zarten Eichelwurzeln mit dem lebenden Wurzel/Pilzgeflecht des vorhandenen Wandes zu „verheiraten“.
Junge Eichen können ohne Symbiose mit einem alten Baum nicht überleben.
Alle, die in meinem Garten auftauchten, gingen ein, wenn ich
versuchte, sie zu verpflanzen. Außerdem sind junge Eichen frostempfindlich. Sie brauchen Schutz und Schatten des Waldes.