Hallo, scheint ich hab jetzt öfter die eine oder andere Frage.
Wir, mein Mann und ich kaufen uns einen Schrebergarten und wie das da so ist, muß man sich an Vorschriften halten. Das heißt so und soviel Nutzfläche, so und soviel Rasen u.s.w. Eigentlich sind wir nicht faul, es ist nur so, ich brauche immer einen Rolstuhl und mein Mann hat auch nicht so viel Zeit. Wir suchen deshalb Nutzpflanzen, die einfach sind in der Handhabung und nicht so viel Aufmerksamkeit brauchen. Wir freuen uns auf unseren Garten auch wenn´s bei uns „Anders“ zu geht.
Danke
Hallo Sabine,
(1) mit Beerensträuchern und -hecken kann man da wohl einiges machen: Da ist der einmalige Aufwand am Anfang, aber auf Dauer nicht so sehr viel zu tun. Besonders von Stachelbeeren gibts auch brauchbare Hochstämme. Darunter: Weißklee oder Kapuzinerkresse einsäen oder Rindenmulch aufbringen.
(2) Für einen Rolli-Garten gibt es verschiedene Möglichkeiten der Anlage von Hochbeeten. Im Handel: Elemente, um Hochbeete mit einer Seitenhöhe von rund 50 cm einzufassen. Leider oft aus Plastik, aber auch in Keramik und Holz zu haben.
(3) Ebenfalls ausdauernd, also wenig arbeitsintensiv, und u.U. rolli-konform gestaltbar: „Minigebirge“ aus Kalkbruchsteinen hochgezogen, mit warm/trocken liebenden Kräutern: Rosmarin, Salbei, Thymian - dazu für die Optik Mauerpfeffer und ein paar Frühjahrsblüher aus Zwiebeln. Aber hier auch die einmalige Investition am Anfang.
(4) Wenn genug Sonne da ist: Zucchini! Decken schnell große Flächen, schmecken viel besser als aus dem Handel, sind kaum für irgendwas anfällig - bis sie irgendwann im Spätsommer der Mehltau holt. Nachher als Zwischenfrucht Phacelia.
(5) Sehr wenig anspruchsvolles und ausdauerndes Gemüse ist Topinambur - wenn man ihn mag, er schmeckt nicht jedem. Vorsicht! Wenn er einmal da ist, geht er ungern wieder.
(6) „Flächendeckend“ und ebenfalls nicht so sehr anspruchsvoll sind Buschbohnen. Können durchgehend von Mai bis Oktober stehen.
Wenn Du möglichst viele befahrbare Wege im Garten brauchst: Nur die Hauptachsen regelrecht befestigen, sonst sieht man nachher mehr Weg als Garten. Eine Schüttung aus Rindenmulch kann man gut so verdichten, daß sie „hält“. Darin eingesäter Weißklee erträgt die Verdichtung gut und begrünt das ganze.
Dieses fürs erste - schöne Grüße
MM
Hi Sabine,
Anbautips:
Beerenssträucher, Erdbeeren, Obstbäume als niedig wachsende Variante (Strauch)
Dann
Stangenbohnen, Kartoffeln
Das fiel mir so spontan ein.
Gandalf
Hi,
Mir fallen um große Flächen ohen viel Arbeit zu verdeckeb, auch Zuccini - aber auch andere Kürbisse ein, Kartoffeln und Rhabarber. ggf. auch noch Erdbeeren.
A.
Bisschen rumprobieren
Liebe Sabine,
in meinem Garten hat sichs gelohnt, dass ich ein bisschen herumgeforscht habe, welche Pflanzen mit den konkreten Bedingungen gut zurechtkommen. Denn dann werden sie weniger anfällig und machen weniger Arbeit. Notfalls muss man sich dann halt mal von dem einen oder anderen Busch trennen, wenn der zu viel Ärger macht.
Himbeeren machen wenig Arbeit und das gilt noch mehr für Verwandte: Brombeeren, Taybeeren, japanische Weinbeeren etc. In guten Katalogen gibts da eine wunderbare Sortevielfalt! Herbsthimbeeren kann man ganz leicht im Dezember/Januar abschneiden, im Frühjahr düngen und mulchen, evtl. mal anbinden. Damit hat sichs dann auch schon mit der Arbeit. Nur einen Häcksler brauchst du dann unbedingt, sonst hast du herbe Schnittgut-Entsorgungsprobleme. Erdbeeren sind dagegen schon stressiger. Und bei Obstbäumen musst du doch ziemlich viel herumschnippeln und im Herbst mit dem Laub klarkommen, prickelt nicht so ganz. Auch gut sind Johannisbeer-Hochstämme, aber nicht jeder mag die Früchte und ihr wollt ja auch keinen Stress mit Marmeladekochen und so. Aber wer gern Aufgesetzten trinkt, ist eh aus dem Schneider und pflanzt dazu noch Schlehen, Aronia und Traubenkirschen. Da gibts nur Garten-Genuß, selbst die Ernte wird von den Vögeln erledigt!
Falls der Garten eher feucht ist oder Gießen gut geht und du keine Probleme hast, eine kalkarme Ecke zu reservieren und/oder an Regenwasser zum Gießen zu kommen, kann ich Heidelbeeren samt Preisel- und Moosbeeren wärmstens empfehlen. Ist ebenfalls ganz wenig Arbeit, bisschen düngen (mit kalkfrei-Dünger) und eben etwas feucht halten, da sie keine tiefen Wurzeln haben. Selbst Schneiden und Anbinden fällt weg. Nachteil: sie wachsen etwas langsam. Keine wintergrünen Sorten wählen, die sind zu empfindlich!
Gutes Wachstum wünscht
Juliane