ich musste auf meinem neu gekauften Grundstück eine kranke Blautanne mit einem Stammumfang von ca. 150 cm fällen lassen. Nun würde ich gerne die Wurzel so weit möglich und natürlich umweltverträglich los werden. Was kann man da am besten machen? Ich hörte was von Ausbrennen oder Bakterien zur Verrottungsbeschleunigung aber was genaues konnte keiner sagen. Kann mir hier jemand helfen?
mit den Wurzeln von Nadelbäumen wirst Du wegen Gerbsäure/Tannin wenig Freude haben, solang Du bloß den Stumpf selber (brennen etc.) beseitigst. Das mechanische Entfernen hört sich viel schlimmer an als es ist, weil Tannen wie Fichten und Konsorten einen vergleichsweise flachen Wurzelteller bilden: Die Wurzeln laufen sternförmig vom Stamm weg unmittelbar unter der Oberfläche. Vom Stumpf ausgehend kannst Du den Verlauf der Wurzeln sehen und verfolgen, mit Spitzhacke und einem geeigneten Hebel (langes Brecheisen oder ähnliches) lassen die sich aus dem Boden heben. Wenn wirklich kräftige Wurzeln dabei sind, Dreibock & Flaschenzug oder Winde, vorher mit Spitzhacke lockern. Ist für den Moment schon Arbeit, aber sonst hast Du rund um den Stumpf auf Dauer nicht ordentlich nutzbaren Boden.
hört sich viel schlimmer an als es ist, weil Tannen wie
Fichten und Konsorten einen vergleichsweise flachen
Wurzelteller bilden
an MM:
Einspruch Euer Ehren!
Tannen sind Pfahlwurzler, gehen in der Mitte also tief runter…
Bei ner Blautanne mag es nicht so weit sein,
v. a. wenn der Baum nicht so gross war…
an Werner:
Die Frage ist, was Du an der Stelle vorhast:
- für Rasen mußt Du nur die +/- oberirdischen
- für Gemüsegarten etc. mußte mehr/tiefer entfernen…
Mein Vorschlag, wenn das Ding nicht zu stark ist/war:
mit Grabgabel anheben und mit (Hand-)Heckenschere alles
sichtbare abzwicken. Sobald Du den Hauptstrunk draußen hast,
ist der Rest beim Rasen egal bzw. läßt sich bim normalen
Umgraben rauspflücken…
Asche…!! Bin zu sehr darin befangen, was man alles so als „Tanne“ bezeichnet, und habe der lieben alten Abies Unrecht getan und einen großen Unfug verzapft.
Bei einem so majestätischen Baum (150cm!) kann man aber auch den Wurzelstock gesamt nicht ausheben oder ausbrennen. Verrotten wird er mit oder ohne Hilfe nicht innerhalb der nächsten Generation.
Als Kahlschläge noch häufiger waren, wurde zum Gewinnen der Wurzelstöcke mit Dynamitladungen gearbeitet. Ob dieses in der entsprechenden Umgebung überhaupt möglich ist, kann ein Fachmann mit „Sprengstoffschein“ beurteilen.
eine ‚urgemütliche‘ Variante wäre, viele, möglichst kräftige, Menschen einzuladen und bei Bier und deftiger Speise einen Wettbewerb zu starten, wer mit Axt und anderen Werkzeug am besten umzugehen versteht.
So haben wir mal bei einem Feuerwehrkameraden eine ähnlich dimensionierte Wurzel zerkleinert.
Die weit weniger spaßige Variante für Dich wäre, das ganze alleine zu machen.
Aber mit Axt, Grabgabel/Spaten und ähnlichem Gerät, läßt sich sicher einiges machen.
Alternativ wäre die Möglichkeit, einen Bauern der Umgebung zu fragen, ob er mit seinem Taktor und einem Greifzug dem Ding zu Leibe rückt. Das wird er sicher nicht zum ersten mal machen.