Brunnen seit Hochwasser nahezu versiegt

Meine Mutter wohnt direkt am Rhein (Straße und Damm dazwischen, ansonsten „dierekt“ 50m) und hat einen großen Garten. Die Bewässerung erfolgte bisher über Leitungswasser. Dazu existierte ein vor urgrauer Zeit gebohrter Brunnen, auf dem bis vor 2 Jahren eine Handschwengelpumpe montiert war. Jetzt wird immer ein Saugschlauch eingeführt und eine elektrische Pumpe angeschlossen.

Im letzten Frühjahr hatten wir 1 1/2 Monate mit argem Hochwasser zu kämpfen. Das Wasser stand 20cm hoch im ganzen Garten. Aus dem Brunnenrohr (offen, weil Pumpe im Winterquartier) lief das Druckwasser heraus. Im Sommer darauf (1999) schloß Ich die Pumpe an, doch nach kurzer Förderzeit von 5min konnte die Pumpe nicht mehr, weil nichts mehr kam. Es dauert immer eine Zeit, dann kann man wieder für 5min pumpen.

Ich vermute, daß durch das strömende Druckwasser die Wasserführende Schicht, in der das Saugrohr endet, zugesandet ist.

Zentrale Frage: Was tun, mit eigenen Mitteln ??

Dennis

Hallo Dennis,

es könnte verschiedene Gründe geben.

  1. Mit einer Handschwengelpumpe kann man nicht soviel Wasser fördern wie mit einer elektischen. Durch die hohe Wasserförderung der elektrischen Pumpe kommt es in dem Brunnen zu einer hohen Absenkung und der Brunnen liefert kein Wasser mehr, bis sich wieder ein „normaler“ Wasserstand eingestellt hat. Ebenfalls kann es bei einer hohen Wasserförderung dazu kommen, dass es im Untergrung zu einer hohen Fließgeschwindigkeit kommt, und deshalb eine hohe Sandfracht an das Filterrohr angespült wird, welches dieses verstopft(wie du beschrieben hast). So wie ich verstanden habe handelt es sich um eine Rammspitze auf der die Schwengelpumpe steht. Rammspitzen sind nicht für eine hohe Forderleistung ausgelegt, da sie eine geringe Mantelfilterfläche besitzen.

  2. Der Brunnen könnte verockert sein („Verrostet“). Das würde ich aber ausschließen, da der Brunnen schon lange Zeit ohne Probleme läuft, wie du beschrieben hast. Zum Test ein wenig Wasser in ein Glas einfüllen und kräftig umrühren. Bei einem hohen Eisengehalt kommt es nach einer halben Stunde zu einer braunen Verfärbung des Wassers.

  3. Durch die Überflutung kann es auch sein das sich Schlamm und Sand in dem Filterrohr abgelagert hat, welches nun den Filtereintritt von innen behindert. Um dies festzustellen, kannst du ein schweren Gegenstand an einer Schnur in den Brunnen ablassen. Wenn du merkst, dass dieser leicht aufstößt befindet sich Sand in dem Brunnen. Dann müßtest du versuchen den Sand mit einer Pumpe abzusaugen, indem du an dem Saugschlauch das Fußventil abschraubst. Oder du hast einen Kompressor. Kompressorschlauch in den Brunnen und ab.

Da der Brunnen in der Nähe eine Flusses gebohrt wurde, gehe ich davon aus das es sich im einen guten Grundwasserleiter handelt, und die Filterspitze in Grob- oder Feinkies sitzt.

Mich würde interessieren ob es sich bei dem Brunnen um eine Rammspitze oder um einen Brunnen mit Filterrohr handelt, und ob bei der Förderung eine geringe Sandfracht im geförderten Wassers vorhanden ist.

Rainer
http://www.ginko.de/user/gustav

Ich probiers mal

Hallo Dennis,

es könnte verschiedene Gründe geben.

  1. Mit einer Handschwengelpumpe kann man
    nicht soviel Wasser fördern wie mit einer
    elektischen.

Stimmt, allerdings BIS zum Hochwasser lief alles einwandfrei, auch über mehrere Stunden konnte Wasser elektrisch gefördert werden. DANACH ging gar nichts mehr

Durch die hohe
Wasserförderung der elektrischen Pumpe
kommt es in dem Brunnen zu einer hohen
Absenkung und der Brunnen liefert kein
Wasser mehr, bis sich wieder ein
„normaler“ Wasserstand eingestellt hat.
Ebenfalls kann es bei einer hohen
Wasserförderung dazu kommen, dass es im
Untergrung zu einer hohen
Fließgeschwindigkeit kommt, und deshalb
eine hohe Sandfracht an das Filterrohr
angespült wird, welches dieses
verstopft(wie du beschrieben hast).

Mit meinem Kenntnisstand würde Ich das ausschließen; „würde“ wohlgemerkt.

So
wie ich verstanden habe handelt es sich
um eine Rammspitze auf der die
Schwengelpumpe steht. Rammspitzen sind
nicht für eine hohe Forderleistung
ausgelegt, da sie eine geringe
Mantelfilterfläche besitzen.

Der Brunnen wurde vor „urgrauer“ Zeit gebohrt. Keiner weiß wie, wann, mit welchen Mitteln.

  1. Der Brunnen könnte verockert sein
    („Verrostet“). Das würde ich aber
    ausschließen, da der Brunnen schon lange
    Zeit ohne Probleme läuft, wie du
    beschrieben hast. Zum Test ein wenig
    Wasser in ein Glas einfüllen und kräftig
    umrühren. Bei einem hohen Eisengehalt
    kommt es nach einer halben Stunde zu
    einer braunen Verfärbung des Wassers.

Das „Rheingrundwasser“ ist pervers Eisenhaltig. Der Rasensprenger ist Braun wie „Sch…“. Zudem hatte mein Chef (der Omnibusfirma, die auch nahe am Rhein Ihr neues Domizil hat) die gleichen „Farbprobleme“, da die Enteisenungsanlage permanent gestört war, die auch unsere Waschanlage versorgte.

  1. Durch die Überflutung kann es auch
    sein das sich Schlamm und Sand in dem
    Filterrohr abgelagert hat, welches nun
    den Filtereintritt von innen behindert.
    Um dies festzustellen, kannst du ein
    schweren Gegenstand an einer Schnur in
    den Brunnen ablassen. Wenn du merkst,
    dass dieser leicht aufstößt befindet sich
    Sand in dem Brunnen. Dann müßtest du
    versuchen den Sand mit einer Pumpe
    abzusaugen, indem du an dem Saugschlauch
    das Fußventil abschraubst. Oder du hast
    einen Kompressor. Kompressorschlauch in
    den Brunnen und ab.

Meinst Du mit dem Kompressor den Sand nach unten drücken ??

Da der Brunnen in der Nähe eine Flusses
gebohrt wurde, gehe ich davon aus das es
sich im einen guten Grundwasserleiter
handelt, und die Filterspitze in Grob-
oder Feinkies sitzt.

Mich würde interessieren ob es sich bei
dem Brunnen um eine Rammspitze oder um
einen Brunnen mit Filterrohr handelt,

Wie schon oben ???K-W-W??? Keiner weiß was

und ob bei der Förderung eine geringe
Sandfracht im geförderten Wassers
vorhanden ist.

Ich fördere etwas Wasser und schaue ob Sand drin ist

Rainer