meine Liebste konnte mal wieder nicht wiederstehen und hat zu Weihnachten einige Amaryliszwiebeln im Topf gekauft, die jetzt in bester Blüte stehen. Was macht man denn mit den Dingern nach dem Ende der Blühzeit? Die letzten Jahre sind die Dinger mangels Platz und wegen Bauarbeiten immer auf dem Kompost gelandet. Jetzt haben wir Keller und Wintergarten (noch unrenoviert) zur Verfügung und würden die Dinger gerne für die nächste Saison retten.
wenn die Zwiebeln jetzt blühen, sollte man sie relativ kühl, jedenfalls nicht über der Heizung stehen haben, damit die Blüte lange erhalten bleibt.
Ist die Blüte ganz abgeblüht, schneidet man den Blütenschaft unten an der Zwiebel ab, damit die Zwiebel nicht durch Samenbildung ausgelaugt wird.
Jetzt erst wird das lange, grüne Laub üppig austreiben und wachsen, mit dessen Hilfe die Zwiebel sich wieder mit Nährstoffen auftanken kann, um in der nächsten Saison wieder blühen zu können. Nun kann man sie evt. in den Wintergarten stellen, sie braucht es nicht zu warm. Sie wird regelmäßig, am besten von unten gegossen und vierzehntägig gedüngt. Ab Mai, nach den Nachtfrösten, tut es ihr gut, wenn sie nach draußen gestellt wird, aber nicht in die pralle Sonne, Halbschatten ist ok, Regen tut ihr auch gut, wenn sie ansonsten weiter von unten gegossen wird, sodass die Zwiebel nicht fault. Gedüngt wird bis August, gegossen bis September. Dann im Topf eintrocknen lassen und ca. Ende September wird die Zwiebel herausgenommen und dunkel!! und kühl (Keller, Spankorb, Torf oder Zeitungspapier) in die Ruhezeit geschickt. Jetzt macht man sich in den Kalender für den gewünschten Pflanz-Zeitpunkt, z. B. … Dezember einen Vermerk: Amaryllis eintopfen
(2/3 überirdisch, hell und warm stellen, erst wenn die Blüte treibt, leicht angießen und kühler stellen), sonst wird sie nämlich garantiert im Keller vergessen.
Viel Glück - es lohnt sich!
Renate
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