wie ich schon im Plauderbrett kundgetan hab, ist mir am Wochenende ein alter Apfelbaum vom Sturm gefällt worden.
An die gleiche Stelle möchte ich jetzt wieder einen Apfelbaum pflanzen und zwar eine alte Sorte, weil es mir nicht so sehr auf einen riesegen Ertrag ankommt sondern eher auf Geschmack und Lagerfähigkeit, immerhin haben wir insgesamt knapp ein Dutzend Obstbäume.
Von unserer Biologischen Station krieg ich eine List mit lieferbaren alten Sorten, die speziell für unser Klima geeignet sind, aber ich möchte mir auch von anderer Seite gerne Ratschläge geben lassen.
Der Apfel sollte möglichst spät reif werden, weil wir schon drei relativ frühe Äpfel haben. Zudem glaube ich mich zu erinnern, daß es die grobe Regel gibt, daß spät reifende Äpfel besser/länger lagerbar sind.
Die Jährigkeit sollte nicht allzu ausgeprägt ein und der Geschmack so richtig apfelig sauer und süß.
Groß werden kann er wie er mag, Platz ist genug da. Ein Hochstamm soll es sowieso werden.
Hallo, Gandalf:smile:
ein paar sorten fallen mir dazu spontan ein, weil ich sie selber im garten habe, bzw. weil sie bei den nachbarbauern wachsen.zumindest
wagnerapfel und winterbananenapfel sind alte sorten, die ich auch im angebot der österreichischen *arche noah* ( http://www.arche-noah.at )
gefunden habe
Roter Stettiner
Roter Berlepsch
Kronprinz Rudolf
Winterbananenapfel
Wagnerapfel
Ich muss dem Brenninger allerdings eines korrigieren: Der Jakob Fischer stammt nicht aus Oberbayern, sondern aus Oberschwaben. Ich kenne den Baum unweit Biberach/Riss, von dem alle Jakob Fischer abstammen. Verschiedene Unwetter haben ihn etwas gezeichnet, aber er lebt noch!
Ich hoffe, beim Schmökern bei Brenninger juckts Dich nicht zu sehr, jetzt mal noch vier Morgen dazuzupachten…
die Frage der Selbstverträglichkeit ist bei den meisten Steinobstarten bedeutend, bei Birnen eingeschränkt gegeben, bei Äpfeln allenfalls dann problematisch, wenn es sich um moderne extrem schwachwüchsige „Tomatenstöcke“ (Pilar, Schlanke Spindel etc.) handelt. Lucas (30. Auflage 1981) spricht nur von einem „Nachlassen des vegetativen Wachstums“ bei Nachbau auf der selben Fläche.
Unmittelbare Probleme (Bakterien, Pilze, Nematoden) sind für die ersten sensiblen Jahre wohl dadurch ausgeschlossen, dass Gandalf wie wir ihn kennen ein Pflanzloch von nicht weniger als 110 x 110 x 110 buddeln wird, um es seinem neuen Zögling recht angenehm zu machen: Der hat dann in den ersten Jahren einen gänzlich ausgetauschten Wurzelraum.
Und ein übriges können dann die von sich aus robusten alten Sorten beitragen: Besonders die als Zufallssämling gefundenen, bei den von mir genannten sinds Brettacher und Jakob Fischer, haben eine bemerkenswerte Vitalität - die sich allerdings auch darin äußert, dass es ein paar Jahre geht, bis sie sich erwachsen genug zum Blühen und Fruchten fühlen.
wenn ich mich einmischen darf: Seriös wäre der Artikel, wenn der Verfasser auf die Darstellung der ungeliebten „herrschenden Lehrmeinung“ etwas mehr Aufmerksamkeit verwendet hätte. Da ihm dabei aber einige mehr oder weniger haarsträubende Fehler unterlaufen sind (u.a.: „Baumschnitt wird vorgenommen, damit man bei der Pflücke besser an die Äpfel herankommt“ und „biologisch-dynamische Wirtschaftsweise, auch biologisch-organisch genannt“), ist die Reportage (leider!) bloß amüsant.
Beiläufig: Mit Zwetschen nicht grad auf 1300 m ü NN, aber auf knapp 1000 m wurde schon in den 19fünfziger/sechziger Jahren im östlichen Schwarzwald von den blöden Landwirtschaftsämtern experimentiert, kein Winterschnitt und sparsamer Sommerriss bei schwachwüchsigen Unterlagen ist im gewerblichen Apfelanbau „herrschende Lehrmeinung“, und der übrige Themenkomplex Klima, Nährstoffversorgung, Wasserhaushalt ließe sich sicher auch noch ein wenig eingehender beleuchten, wenn der Autor nicht von vornherein so gut wüßte, wer die Deppen bei der Geschichte sind.
vielen Dank für die interessanten Korrekturen/Ergänzungen
[…] ist die Reportage (leider!) bloß amüsant.
Exakt sollten journalistische Recherchen im Idealfall (*seufz*) sein; Insofern bedauerlich, daß dieser Text Ungenauigkeiten bietet - die aber der Zielgruppe des Wirtschaftsmagazins sicher in weiten Teilen entgehen dürften.
Nichtsdestotrotz taugt die Geschichte Sepp Holzers bei aller Ungenauigkeit wirklich wunderbar zum Gleichnis