Wespennest?

Von: , Frage gestellt am Di, 17. Feb 2004

Hallo liebe Wissende,

ich hoffe, daß ich hier richtig bin. Ich habe folgende Frage: im letzten Sommer hatten sich in unserem Kompostbehälter ziemlich stechlustige Wespen angesiedelt. Wenn man den Behälter öffnet, sieht man aber (ohne ihn auszuräumen) als Laie nichts, was an ein Nest gemahnen würde. Ist damit zu rechnen, daß die Wespen dieses Jahr da wieder "einziehen" werden, liegen vielleicht schon die "Nachfolger" in einem niedrigeren Entwicklungsstadium in den Tiefen des Behälters auf der Lauer oder ziehen die Wespen jedes Jahr um? Falls nicht, was wäre da zu tun? Meine Tierliebe erstreckt sich recht ausschließlich auf Quadrupeden und nach einem Wespenstich komme ich ziemlich in Not und muß dann sehen, daß ich sofort auch "zustechen" kann, sonst sieht es ziemlich ungemütlich für mich aus. Ich möchte diese ungebetenen Mitbewohner also nicht wieder beherbergen.

Danke jetzt schon für Eure Hilfe

Heidi

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Wespennest

    Hallo,

    Wespen beziehen nicht 2x das selbe Nest. Das Nest kann jetzt entfernd werden.

    Trotzdem sollte man bedenken, dass Wespen grosse Mengen von Ungeziefer vertilgen und zudem - bewohnte Nester unter Naturschutz stehen.


    4. Die Nester der in Staaten lebenden mitteleuropäischen Wespen, Hornissen und Hummeln sind immer einjährig. Im Spätsommer wachsen junge Königinnen und Männchen heran, die zum „Hochzeitsflug“ die Nester verlassen. Die Männchen sterben nach der Paarung, die Jungköniginnen suchen sich außerhalb des Nistbereichs geschützte Überwinterungsplätze. Die alte Königin und ihre Arbeiterinnen sterben im Herbst. Die verlassenen Nester können dann gefahrlos beseitigt werden.

    http://www.offenbach.de/bpu/wespen.html

    http://www.stadt-zuerich.ch/ugz/bereiche/schaedling/......

    http://www.vespa-crabro.de/inhalte.htm

    Weitere Infos findest du hier: FAQ:1143

    Gruss BelRia

  2. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wespennest?

    moin moin,

    erstens gilt was Bel schon sagte...

    wespen ziehen wegen ihrer feinde nie 2 x inne selbe bude..

    ... und es gibt zweierlei wespen..

    die frühjahrsbrut kommt aus bodenlöchern (überwinterung)..
    .. die sommerbrut nistet überirdisch .. und im herbst wenn die viecher den obstzucker anpeilen sind sie dabei wieder ein nest im boden anzulegen...(mauseloch dergl.)- (hier wird der zucker zur überwinterung der larven benötigt)

    ... alle nester welche Du im winterhalbjahr findest sind leer (dachstuhl etc.).. ab und zu kannst du im winter aufgebuddelte mauselöcher sehen.. dass ist meist der fuchs gewesen.. die reste des wespen-nests liegen dann verstreut herum..


    gruß rüdl

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Verwechslung

      Einheimische Wespen bilden einjährige Völker, deswegen brauchen sie auch keine Vorräte für ihre Larven. Das gesamte Volk geht im Herbst ein, nur die begatteten jungen Königinnen überwintern an geschützten Orten. Die Nester werden dann, je nach Vorliebe der Art und Möglichkeiten, sowohl oberirdisch als auch in Erdlöchern angelegt. Auch sind nur die erwachsenen Wespen scharf auf süßes, die Larven sind Fleischfresser und werden mit zerkauten Insekten gefüttert. Das könnte auch der Grund für die Wespen am Kompost sein. Fliegen sind nämlich eine häufige Beute. Wenn dann auch noch Obstreste rumliegen, haben die Wespen gleich zwei Dinge auf einem Haufen: Futter für die Larven, und Futter für sich selbst.
      Du hast das wohl mit Honigbienen verwechselt, die für ihre Überwinterung Honig einlagern. Hier besteht die Eiweißversorgung der Larven aus Pollen.

      Grüße,
      MTK

  3. Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
    Kein Nest

    Hallo Heidi,

    ich glaube viel eher, dass in Eurem Kompostbehälter gar kein Nest war, sondern
    nur eine Ansammlung von vielen Wespen, die dort reichlich Nahrung vorfanden
    (Obstabfälle, evtl. sogar Fleisch o. ä., was ja gar nicht auf den Kompost
    sollte). Ein Kompostbehälter ist den Wespen als Umgebung eines Baues eher zu
    feucht. Abhilfe: Solche Abfälle (zuckerhaltig) immer gleich mit anderem Material
    gut abdecken. Geeignet sind: Sägemehl, Rindenmulch, Holzschredder, Grasschnitt,
    Gesteinsmehl, die ja sowieso in Schichten eingebracht werden sollten.
    Gruß
    Bolo2L

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